Draft, Video

Next In Line – FIBA U19-Scoutings

Harry Giles, Jayson Tatum und Josh Jackson

Vom 27. Juni bis zum 5. Juli fand in Griechenland die U19 Weltmeisterschaft statt und stellte eine nette basketballerische Brücke zwischen NBA Finals und der Summer League dar. Die größten Talente der Jahrgänge ’97 und ’98 kamen zusammen und bewiesen sich teilweise zum ersten Mal auf der internationalen Bühne. Wir interessierten uns besonders für die US-Boys und fertigten zu deren drei besten Spielern ausführliche Videoscoutings an.

Lohnt sich U19-Scouting überhaupt?

Aber hallo! Die Amerikaner setzen nicht nur auf A-Nationalmannschaftsebene auf hervorrangendes Coaching und Talentevaluation. Aus dem aktuellen Trainer-Trio Sean Miller (Arizona), Ed Cooley (Providence) und Archie Miller (Dayton) muss jedes einzelne Mitglied des Stabs als eines der besten Coaching-Minds des Collegebasketballs gelten. Hinzu kommt ihre Expertise in Sachen Recruiting. Tagtäglich müssen sie sich mit High School-Basketball beschäftigen, um die aussichtsreichen Talente an ihre Universität zu lotsen. Solche Leute mit der Ausgabe zu betrauen, eine Art Allstar-Team aus HS-Seniors und Juniors zusammenzustellen, funktioniert sehr gut

Ein Blick auf die Draftees der vergangenen U19-Auswahlen beweist das. Die Toptalente dieser Teams entwickeln sich zumeist zu starken NBA-Prospects, die später in der Draft gezogen werden:

2009: Klay Thompson, Gordon Hayward, Shelvin Mack, Tyshawn Taylor, Arnett Moultrie, Darius Miller

2011: Jeremy Lamb, Tim Hardaway Jr., Doug McDermott, Tony Mitchell, Meyers Leonard, Anthony Brown

2013: Jahlil Okafor, Aaron Gordon, Elfrid Payton, Marcus Smart, Justise Winslow, Montrezl Harrell, Jarnell Stokes

Aus diesem Grund kann man sich im Hinblick auf die Draft 2017 sicherlich über die drei talentiertesten Spieler dieser U19 freuen.

Harry Giles

Der North Carolina-Native war der wichtigste Bigman des Mannschaft. Seine Entscheidung für ein College wird für den Herbst erwartet. Die aktuelle #1 des ESPN-Recruiting-Rankings für die 2016er-Klasse hat derzeit Duke, UNC und Wake Forest als Schulen in seinem Heimatstaat auf dem Zettel.

Jayson Tatum

Tatum war wohl der geschmeidigste Flügelscorer des gesamten Turniers. Auch er hat noch ein Jahr High School vor sich, ehe er sich an einer Uni einschreibt. Seine Entscheidung für ein College wird allerdings schon in den kommenden Wochen erwartet. Es stehen wohl noch Duke, UNC, Kentucky und seine Heimatuni Saint Louis auf seiner Liste. Auffällig ist die Deckungsgleichheit mit den Favoriten von Giles. Dass sie als Package-Deal gemeinsam bei Duke enden, erscheint derzeit recht wahrscheinlich, da Coach K beide wohl stark umgarnt und mit dem frisch gewonnen Titel durch die Combo-Entscheidung von Okafor/Jones ein sehr starkes Recruitingargument besitzt, um beide nach Durham zu lotsen.

Josh Jackson

Als Spieler des Jahrgangs 1997 leicht älter als Tatum/Giles war Josh Jackson nicht minder wichtig für den Erfolg des US-Teams, welches am Ende ihrer sieben Spiele wieder die Goldmedaille erringen konnte. Der athletische Wing war mit seiner Energie und Vielseitigkeit genau der Highlevel-Glueguy, den seine Mannschaft benötigte. Als #3 Prospect reiht er sich in HS-Rankings nahtlos hinter den beiden schon besprochenen Spielern ein. Aktuell zieht Jackson noch neun Colleges in Erwägung. Am wahrscheinlichsten erscheinen für den Flügel derzeit Arizona oder Kansas als College-Destinationen.

Zusatz – Jalen Brunson

Auch wenn die drei erstgenannten Talente wohl mehr NBA-Potential besitzen, soll der MVP des Turniers nicht unerwähnt bleiben. Aufbauspieler Jalen Brunson leitete das Spiel des US-Squads hervorragend und gewann dadurch diese Trophäe sehr verdient. Der bald 19-Jährige war schon einer der erfahreneren Jungs im Team und wird bereits im kommenden Jahr an das College wechseln. Als Freshman für Villanova sollte Brunson für viel Furore sorgen können.

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