BBL

Der Meister schlawiniert sich durch

Die erste Hürde des amtierenden Meisters aus München kam aus Frankfurt. Die Prognose über den Verlauf der Serie spaltete eine komplette Basketball-Nation. Das eine Lager meinte, dass es eine eindeutige Serie wird und das andere war der Auffassung es wird eine spannende Serie.

Was ging ab?

Ein Blick auf den Saisonverlauf der beiden Mannschaften gab immer wieder das Gefühl, dass die Frankfurter eine gewisse Außenseiter-Rolle mit Überraschungspotenzial besitzen. Schlussfolgerungen war der jüngste europäische Erfolg in der EuroChallenge, aber ebenso die Erfolgen über Playoffs-Aspiranten in der Liga. Im Gegensatz ließ der FC Bayern gelegentlich wertvolle Punkte im Kampf um die Poleposition liegen. Einen entscheidenden Paradoxerweise gegen die Fraport Skyliners. Motiviert auf einen Wiederholungserfolg auf Seiten der Frankfurter und einen gewissen Sinn der Wiedergutmachung bei den Münchner war das erste Spiel dementsprechend ausgeglichen. Zum Überdruss der Frankfurter verletzte sich Johannes Voigtmann mitten im Spiel 1 und sollte die komplette Serie nun ausfallen. Der Shooting-Star der Spielzeit erlitte eine Bänderverletzung. Aufgrund des leichten Schocks verließen den Frankfurtern im letzten Viertel die Kräfte und überließen das erste Spiel den Münchnern. Vom Schock erholt und mit einer großen Portion „Wir-Gefühl“ boten die Frankfurter ihren Zuschauern das gewisse Extra. Der FC Bayern wurde förmlich aus der eigenen Halle geschossen und die Zuschauer wurden elektrisiert. Immer wieder offenbarten sie die Schwächen des FC Bayerns, welche in Punkto Athletik liegen. Davon angestachelt, suchten die Münchner ab Spiel 3 die große Schwäche der Frankfurter auf und fanden jene im Längenvorteil aufgrund des Ausfalls von Johannes Voigtmann. Von dieser Dominanz am Brett hatten die Frankfurter am Ende keine Chance mehr und mussten die Serie hergeben.

Zahlenspiele?

Während Frankfurt eine 24 Punkten-Differenz Sieg einfuhr, hatten die Bayern in ihren drei Siegen eine Differenz von 18.6 Punkte vorzuweisen. Also im Endeffekt sahen die Zuschauer keine spannenden Partien sondern viel mehr immer einen eindeutigen Sieg der beiden Mannschaften.

Serien-MVP?

Bei dem ausgeglichen Kader des FC Bayern einen Spieler besonders hervorzuheben fällt schwer. Hätten die Frankfurter die Serie gewonnen, dann wäre dieser Award an Sean Armand gegangen. Der Rookie hatte immer wieder – mit seiner Unverfrorenheit – seine Skyliners ins Spiel zurück gebracht. Zudem ließ er immer wieder aufblitzen, welche Entwicklung er in dieser Spielzeit genommen hat.

Und Nu?

Für einige Frankfurter heißt es nun ab in den Kurz-Urlaub und dann sich bei der Nationalmannschaft melden. Für den FC Bayern heißt die nächste Hürde ALBA Berlin und somit ein brisantes Duell, aber auch die Wiederauflage des letztjährigen Finales.

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