Draft, Tournament 2014

NCAA Tournament Preview ’14-Part III

Games and Players to Watch

In jedem Jahr erfreuen wir uns an den packenden Partien der March Madness. Großartige Highlights, spannende Finishes und talentierte Jungstars bekommen wir tagtäglich präsentiert. Bereits in den ersten Runden des NCAA Tournaments erwarten uns einige unerwartet hochkarätige Machups mit den besten Akteuren des Landes. Genau um diese soll es im dritten und letzten Teil unserer NCAA Tournament Preview gehen. 

South – Road to Memphis

Games to Watch

Das wohl spannendste Matchup in der Round of 64 ist zwischen #8 Colorado und #9 Pittsburgh. Spätestens seit dem Sieg im Non-Conference Schedule gegen Kansas sollte man die Buffaloes im Blick haben. Zwar verlief die Saison nicht komplett optimal, doch letztendlich konnten sie sich den vierten Platz in einer guten Pac-12 sichern. Insbesondere die Verletzung des besten Guards Spencer Dinwiddie traf das Team zu einem schlechten Zeitpunkt. Nach seinem Ausscheiden wurden vier von fünf Spielen verloren.

Gegen die Panthers könnte ein NBA-reifer Guard wie Dinwiddie durchaus helfen, denn auch Pitt Head Coach Jamie Dixon hat in Lamar Patterson einen angehenden Berufsbasketballer in seiner Rotation stehen. Der Shooting Guard hat einen Bilderbuchwurf und könnte in diesem Spiel den Unterschied ausmachen. Mit wichtigen Siegen gegen Teams wie North Carolina, Stanford und N.C. State sicherten sie sich das Ticket für die zweite Runde in Orlando.

In der dritten Runde erwarten uns hier potentiell sehr starke Duelle. Auch wenn beide Mannschaften nicht unbedingt den gewünschten Saisonverlauf hatten, beinhaltet Ohio State gegen Syracuse eine gehörige Portion Brisanz. Zwei der erfolgreichsten Programme überhaupt, Jim Boeheim gegen Thad Matta und ein Aufeinandertreffen von Aaron Craft und Tyler Ennis auf der Point Guard Position. Was will man mehr?

Auch New Mexico gegen Kansas verspricht sehenswerten Basketball. Durch die Verletzung von Joel Embiid stehen die Chancen für ein Upset der Lobos recht gut. Doch Freshman Andrew Wiggins wird einiges dagegen haben. In den letzten drei Partien erzielt der Kanadier im Schnitt 31 Punkte, was dem #7 einiges an Kopfschmerzen bereiten sollte. Auf der anderen Seite können neben Guard Kendall Williams, All-time Assist Leader der Mountain West Conference, auch die beiden Big Men Alex Kirk und Cameron Bairstow (20,3 PPG und 7,4 RPG) den Unterschied ausmachen.

Players to Watch

Kyle Anderson, UCLA Bruins, Guard/Forward

Kyle Anderson ist ein Allrounder. Als Guard scort, reboundet und passt er auf sehr hohem Niveau und schließt dabei noch von überall auf dem Court sehr gut ab. Doch er ist weder schnell noch überaus athletisch. „Slow-Mo“ besticht durch seine sensationelle Übersicht. Er macht seine Mitspieler besser und übernimmt selber zum richtigen Zeitpunkt. Mit 21 Punkten und 15 Rebounds im Finale des Pac-12 Tournaments gegen den#1-Seed Arizona führte  er seine Bruins zum Sieg.

Tyler Ennis, Syracuse Orange, Guard

Tyler Ennis hat sich einen Namen gemacht. Zu Beginn der Saison stand er auf keinem Draft Board für 2014 und die Zukunft der Orange mit diesem Freshman Point Guard wurde sehr kritisch betrachtet. Doch es sollte sich schnell herausstellen, dass hier ein weiterer sehr junger, talentierter Mann für Coach Boeheim aufläuft. Mit ihm konnten die ersten 25 Partien gewonnen werden. Seine Ruhe und Spielmacherqualitäten halfen seinen Mitspielern enorm und das ist einer der wichtigsten Gründe, warum die Orange als #3-Seed in das Turnier starten.

Andrew Wiggins, Kansas Jayhawks, Forward

Andrew Wiggins hat eine ereignisreiche Reise hinter sich. Dem unglaublichen Hype vor, bei und nach seiner Ankunft in Lawrence konnte der junge Jayhawk zu Beginn nicht gerecht werden. Wie auch? Es war schlicht und ergreifend nicht möglich, dieses Niveau zu erreichen. Doch während andere Freshmen schon früh ihre Sternstunde hatten, ließ sich der Kanadier Zeit. Diese sollte gut investiert sein, denn in der zweiten Saisonhälfte verbesserte er sich drastisch und hob das Level des bereits sehr guten Kansas-Teams noch einmal an. Es wird spannend sein zu sehen, ob Wiggins das Turnier zu seinem Turnier machen kann. Zuzutrauen wäre es ihm mittlerweile.

East – Road to New York

Games to Watch

Eine Partie, die für Aufsehen sorgen könnte, findet zwischen #5 Cincinnati und # 12 Harvard in Spokane statt. Die Crimson konnten zum dritten Mal in vier Jahren in das NCAA Tournament einziehen und stellen ein sehr talentiertes Team, angeführt von Ivy League Player of the Year Wesley Saunders. Doch der Kontrahent aus der AAC hat es in sich. Die Bearcats sind eines der defensivstärksten Teams der Nation (Platz neun in Adjusted Defense bei kenpom.com) und haben mit Sean Kilpatrick einen zukünftigen NBA-Spieler im Team, der Spiele im Alleingang entscheiden kann. Trotz alledem taten sich die Jungs von Head Coach Mick Cronin offensiv teilweise schwer. Ist das die Chance für den Underdog aus Cambridge?

Nach dem überraschenden Upset im Finale des Big East Tournaments gegen die Creighton McDermotts treffen die Providence Friars nun auf die Wundertüte aus North Carolina. Die Tar Heels gehen als klarer Favorit in die Partie, doch Bryce Cotton & Co. werden auch hier versuchen das Spiel offen zu gestalten. Spätestens seit dem Titelgewinn der UConn Huskies um Kemba Walker ist bekannt, dass der Big East Sieger nicht unterschätzt werden darf.

Players to Watch

Sean Kilpatrick, Cincinnati Bearcats, Guard

Sean Kilpatrick erzielt 20.7 Punkte pro Spiel und führt damit die American Athletic Conference an. Der zweitbeste Punktesammler im eigenen Team ist Justin Jackson mit 11.1 Punkten. Das sollte ungefähr zeigen, welchen Wert der Senior für seine Mannschaft hat. Kilpatrick ist das, was man als einen toughen Guard bezeichnen würde. Bereits 19 mal erzielte er in dieser Spielzeit mindestens 20 Punkte. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass sich zumeist die komplette Defense nur auf ihn ausrichtet.

Gary Harris, Michigan State Spartans, Guard

Es gibt Vieles, was die Spartans zu einem außerordentlich guten Team macht. Izzo als Coach, Appling als erfahrener Playmaker, Payne als Center-Präsenz und Shooter oder Branden Dawson als Energizer. Doch im Endeffekt steht und fällt das Spiel mit Gary Harris. Im Gegensatz zu vielen Top-Scorern zeichnet sich der Flügelspieler auch als starker Verteidiger aus. Im Big Ten Tournament Finale hat er an beiden Enden des Courts mit Highlight-Spielzügen überzeugt und beeindruckt. Er darf absolut als kompletter Spieler bezeichnet werden und wird einigen Kontrahenten Kopfschmerzen bereiten.

Melvin Ejim, Iowa State Cyclones, Forward

Big 12 Player of the Year! Trotz Kontrahenten wie Marcus Smart oder Andrew Wiggins schnappte sich der Senior den Award und krönte damit eine hervorragende Saison. Von den Matchup-Problemen, die Ejim konstant verursacht, profitieren alle Mitspieler und selbst wenn er mal einen schlechten Tag erwischt hat, kann er nirgendwo auf dem Feld ignoriert werden. Er ist bullig genug, um gegnerische Forwards durch die Zone zu schieben, kann aber auch den Wurf bis raus an die Dreierlinie treffen (34,5%). Wenn man sich ein Spiel der Cyclones anschaut, wird der Impact des Energizers immer zu spüren sein und genau das macht ihn für sein Team so wertvoll. Dass er dann, wie zum Beispiel gegen TCU, 48 Punkte und 18 Rebounds erzielen kann, ist natürlich eine nette Zugabe.

Shabazz Napier, Connecticut Huskies, Guard

Im ersten Jahr der American Athletic Conference konnte sich der wichtigste Spieler der Huskies den Award des Spieler des Jahres sichern. Trotz Kontrahenten wie Russ Smith und Sean Kilpatrick entschied man sich für ihn. Er hat bewiesen, dass er die Verantwortung übernehmen kann und hat die Jungs von Head Coach Kevin Ollie sogar zum Sieg über #1 Florida geführt.

West – Road to Anaheim

Games to Watch

Der Kracher in der Runde der 64 ist auf jeden Fall die Partie der #8 Gonzaga Bulldogs gegen #9 Oklahoma State. Beide Teams sind deutlich besser als ihr Seed, hatten aber eine recht inkonstante Saison. Vor allem für die Cowboys war eine zwischenzeitliche Niederlagenserie enorm bitter. Nun hat man es aber in das Turnier geschafft und kann für Wiedergutmachung sorgen. Während die Bulldogs mit Marcus Smart und Markel Brown klar kommen müssen, wird es vor allem an den Big Men um LeBryan Nash liegen, Sam Dower zu stoppen. Der Forward der Bulldogs ist ein sehr hartes Matchup und kann für den Unterschied sorgen. Es erwartet uns eine spannende Partie ohne einen wirklichen Favoriten.

Auch #6 Baylor gegen #11 Nebraska verspricht ansprechenden Basketball. Die Bears sind sehr schwach in das Big 12-Play gestartet und galten lange Zeit als große Enttäuschung des Jahres, nur um gegen Ende ordentlich aufzudrehen und 10 der letzten 12 Spiele zu gewinnen. Doch Nebraska darf nicht unterschätzt werden. Insbesondere Terran Petteway, Top Scorer der Big 12, wird den Bears Sorgen bereiten. Wisconsin und Michigan State hatten gegen die Cornhuskers das Nachsehen. Head Coach Scott Drew und seine Jungs sollten also gewarnt sein!

Des Weiteren könnte sich die Partie zwischen #7 Oregon und #10 BYU zu einem offensiven Feuerwerk entwickeln. Beide Mannschaften punkten in Durchschnitt in den 80ern, was für ein attraktives Spiel sorgen dürfte.

Players to Watch

Nick Johnson, Arizona Wildcats, Guard

Aaron Gordon hat durch seinen Status als einer der Super-Freshmen mehr Hype bekommen, doch der wichtigste und auch beste Akteur der Wildcats ist definitiv Nick Johnson. Über die Jahre entwickelte er sich vom recht eindimensional athletischen Spieler zu einem technisch versierten Scorer, der seinen Punkteschnitt vom Freshman zum Junior fast verdoppeln konnte. Er ist überall auf dem Court gefährlich und schafft es dabei recht effizient zu bleiben.

Marcus Smart, Oklahoma State Cowboys, Guard

An Marcus Smart scheiden sich die Gemüter. Entweder man mag ihn oder eben nicht, doch man kann nicht behaupten, dass es ihm an Talent oder Einstellung fehlt. Seine Saison war ein Auf und Ab der Gefühle mit einem für den Augenblick recht positiv ausfallenden Ende. Der physische Guard wird auch weiterhin versuchen, sein Team zu führen und für den Unterschied zu sorgen. Das muss er auch, denn ohne ihn wird es ganz schwer. Wenn er es schafft seine konstant gute Leistung der letzten Partien an beiden Enden des Feldes in dieser Form aufrecht zu erhalten, dann dürfte sich Head Coach Travis Ford aber keine Sorgen machen.

Midwest – Road to Indianapolis

Games to Watch

Dass Kentucky ein #8 Seed sein würde, hätte zu Beginn der Saison niemand für möglich gehalten und doch beschert es uns nun eines der attraktivsten Matchups in der zweiten Runde. Gegen die #9 Kansas State werden auf beiden Seiten die Freshmen im Fokus stehen. Natürlich steht und fällt auf Seiten der Wildcats alles mit Julius Randle. Doch die Frage ist eigentlich viel mehr, ob es die Harrison-Twins endlich schaffen ihren talentierten Forward, aber auch James Young, in eine gute Position zu bringen. Das gelang bisher nur selten und sorgte für eine enttäuschende Saison. Auf der anderen Seite hingegen steht der vielleicht beste Freshman, über den niemand redet. Marcus Foster hat eine überragende Spielzeit hinter sich und ist hauptverantwortlich für den Erfolg der Wildcats. Siege gegen Kansas, Iowa State, Oklahoma, Oklahoma State und Gonzaga sprechen für sich.

Auch das #7 vs. #10 Matchup verspricht alles andere als einen Blowout. Sicherlich gehen die Texas Longhorns als Favoriten in das Spiel, die Arizona State Sun Devils haben aber einige Akteure im Kader, die den Unterschied ausmachen können. Allen voran muss da der kleine Guard Jahii Carson genannt werden. Mit 18,6 Punkten pro Partie ist er der Topscorer der Sun Devils. Durch seine unangenehme Spielweise ist er nur sehr schwer zu kontrollieren. Wichtig wird aber sein, welchen Einfluss Jordan Bachynski haben wird. Der 7-Footer legt fast ein Double-Double plus vier Blocks pro Spiel auf. Gegen ihn werden Jonathan Holmes & Co. sicherlich Probleme bekommen. ASU ist allerdings nicht das tiefste Team und wenn es Texas Head Coach Rick Barnes gelingt, ein gutes Konzept gegen die Stärken der Sun Devils zu entwickeln, stehen die Chancen für ein Weiterkommen gut.

Egal, wen man nun vorne sieht. Ein Aufeinandertreffen von Wichita State gegen Kentucky oder Kansas State hat eine gewisse Brisanz, wobei CBS & Co. sicherlich nicht abgeneigt wären, wenn es Kentucky wäre. Die auf dem Papier vielleicht beste Recruiting-Class, die John Calipari jemals hatte, gegen den ungeschlagenen Champion der Missouri Valley Conference. Als Fan vom College Basketball kann man da nur begeistert sein!

Players to Watch

Marcus Foster, Kansas State Wildcats, Guard

Niemand hatte Foster so wirklich auf dem Schirm. Doch es schaffen nur ganz wenige Spieler das eigene Team in ihrem ersten Jahr als Topscorer ins NCAA Tournament zu führen. Genau das gelang Marcus Foster aber. Mit 15,6 Punkten bei einer Dreierquote von 40 Prozent machte er den Unterschied für Kansas State aus. Als überragender Schütze darf er von seinen Kontrahenten zu keinem Zeitpunkt ignoriert werden. Wenn dies passiert, ist der 18-Jährige definitiv in der Lage, Spiele an sich zu reißen.

Russ Smith, Louisville Cardinals, Guard

NCAA Champion, die zweite? Bereits im vergangenen Jahr war Russ Smith ein elementarer Teil des Championship Teams um Peyton Siva und Gorgui Dieng. In diesem Jahr ist er der wichtigste Akteur im Kader und abolsuter Leader auf dem Spielfeld. Egal ob 42 Punkte oder 13 Assists, der Senior kann seinem Team auf die unterschiedlichste Art und Weise helfen. Gegen Cincinnati bewies er seine Fähigkeiten in der Crunchtime und leitete einen enorm beeindruckenden Run in den letzten Wochen der Saison ein.

Jabari Parker, Duke Blue Devils, Forward

Sein Name ist in aller Munde. Als Freshman des Jahres hat der junge Mann aus Chicago eine grandiose Entwicklung hinter sich. Natürlich war seine Leistung von Beginn an beeindruckend, doch er konnte sein Niveau noch einmal deutlich anheben. Sein Gefühl für die richtigen Entscheidungen hat sich deutlich verbessert und sein Verhalten gegen größere Gegenspieler im Post entwickelt sich von Spiel zu Spiel. Zwar hatte der 19-Jährige große Probleme gegen den Frontcourt der Virginia Cavaliers, doch er hat mittlerweile ein Niveau erreicht, auf dem er konstant dominant sein kann.

Nik Stauskas, Michigan Wolverines, Guard

Schaut euch den Jungen an! Es macht definitiv Spaß dem Kanadier beim Basketball spielen zuzugucken. Er ist enorm gut darin, seinen eigenen Wurf zu kreieren und kann in jedem Spiel heiß laufen. Die Wolverines brauchen den Shooting Guard und bis jetzt hat er nicht enttäuscht. Dem Big Ten Player of the Year fällt es leicht aus der Distanz zu punkten, er hat jedoch auch die Athletik, um mit Kontakt abzuschließen. Dazu führt er sein Team auch bei den Vorlagen an, was ihn zu dem Allrounder macht, den Head Coach John Beilein auf dem Feld braucht.

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