Draft, Tournament 2014

NCAA Tournament-Preview ’14-Part II

Wer ist reif für den Titel?

Der Weg zum Final Four, nach Arlington, ist wie in jedem Jahr ein Beschwerlicher. Jede der Vier Regionen bietet ihre Tücken. Im zweiten Teil unserer Go-to-Guys.de Tournament Preview soll es nun genau um diese Teams gehen, die sich gute Chancen ausrechnen können, im April die Meisterschaft feiern zu dürfen.

First Overall – Florida Gators

Die letzten drei Jahre war für die Gators jeweils im Elite Eight Schluss. Dieses Jahr ist das Team hungrig auf mehr. Mit vier Seniors (Patric Young, Scottie Wilbkin, Will Yeguete und Casey Prather) sind die Gators eines der erfahrensten Teams. Zudem verteidigen sie gut (nur 57,9 Punkte erzielten die Gegner pro Spiel) und treten geschlossen als Team auf. An der 18-0 Bilanz in der, zugegebenermaßen relativ schwachen, SEC kann man dennoch erkennen, wie gut das Team in Form ist. Es fehlt den Gators jedoch ein wenig an einem richtigen Leader, der das Team tragen kann. Dennoch dürfte das Team aus Florida einer der großen Anwärter auf den Titel sein.

34-0 – Bleibt Wichita State perfekt?

Für Furore sorgte das Final Four Team aus 2013 in diesem Jahr, als die Wichita State Shockers die perfekte Saison hinlegten. Auch wenn man bisher gegen keinen anderen Contender angetreten ist, muss man mit Wichita State rechnen. Mit Ron Baker, Cleanthony Early und Fred VanVleet verfügen die Shockers dabei über ein gefährliches Trio. Wichita State einzuschätzen fällt aufgrund dem genannten Fehlen von hochkarätigen Gegnern schwer, doch aufgrund der Final Four Erfahrung und dem unglaublichen Run von 34 ungeschlagenen Spielen ist ihnen einiges zuzutrauen. Zudem sind die Shockers seit Beginn ihrer MVC das Team-to-beat. Man kennt sich also mit der Favoritenrolle bestens aus.

Arizona – The best Team in the West

Auch Arizona war lange Zeit ungeschlagen. Deren Serie wurde aber, zusammen mit dem rechten Fuß von Forward Brandon Ashley, am ersten Februar gebrochen. Seit dieser Verletzung ist der Frontcourt der Wildcats sehr dünn besetzt. Kaleb Tarczewski, Aaron Gordon und Rondae Hollis-Jefferson sind da, aber dahinter sieht es recht dürftig aus. Hier ist nicht viel Platz für Foultrouble von einem der Drei. Von diesem Frontcourt und Pac-12 Spieler des Jahres Nick Johnson kann man dennoch einiges erwarten. Gerade im Vergleich zu anderen Regionen scheint dabei der Weg für die Wildcats, der wohl leichteste für einen 1st Seed.

Der Vierte im Bunde – Virginia

Der vierte 1st Seed im Teilnehmerfeld sind die Virginia Cavaliers. Der ACC Champion lässt dabei die wenigsten Punkte aller Division I Teams (55,3) zu, dabei hilft die Rotation. Sie besteht aus acht Spielern, von denen sieben größer als 1,95m sind. Größenmäßig haben die Cavaliers also praktisch gegen jedes Team Vorteile. Auch hier steht, genau wie bei den anderen 1st Seeds, die mannschaftliche Geschlossenheit im Vordergrund.
Offensiv erzielt die Mannschaft dabei allerdings nur 65,8 Punkte. Hier befindet man sich noch gerade so unter den Top 300 der Division I. Bei der langsamen Pace und dem Plus von 10 Punkten pro Spiel, fallen diese jedoch recht wenig ins Gewicht. Aber die schwachen 66,4 Prozent von der Freiwurflinie lassen zu wünschen übrig. Gerade in engen Spielen könnte dieser Punkt gegen den ACC-Meister sprechen, wenn tatsächlich jeder einzelne Freiwurf zählt.

You got Snubbed! – Michigan State

Da gewinnt man die Big Ten und steht mit 26-8 ähnlich gut wie die Konkurrenz aus Michigan (25-8) da, und man bekommt trotzdem nur als 4th Seed zugewiesen. Das Frontcourt-Duo aus Brian Dawson und Adrian Payne muss sich dabei nicht einmal vor denen aus Arizona oder Florida verstecken. Dazu kommen die Guards Keith Appling und Gary Harris, der ein sicherer 1st Rounder zu sein scheint.
Das Problem der Truppe ist, dass diese vier zusammen 23 Spiele verpasst hatten. Dies hatte zufolge, dass die Spartans vor dem Conference Tournament extrem inkonstant waren. Ein weiteres Problem des Teams aus East Lansing könnte sein, dass man bis vor ein paar Wochen nie mit der kompletten Mannschaft trainieren konnte. Die Frage bleibt also, wie eingespielt das Team sein wird. Der 4th Seed scheint dennoch zu niedrig, wenn man sie im Vergleich zu etwa San Diego State sieht (ebenfalls 4th Seed). Jetzt stehen die Spartans in der Pflicht uns zu beweisen, dass sie mehr drauf haben.

You got Snubbed, die Zweite – Louisville

Auch der Vorjahresmeister und AAC-Champion aus Louisville kommt schlecht weg. Die Cardinals sind ebenfalls nur an Vier gesetzt. Niederlagen setzte es dabei nur gegen Tournament Teams (Kentucky, UConn, UNC und zweimal Memphis). Das Team besitzt eine große Erfahrung sowie eine tiefe Rotation. Hall-of-Fame Trainer Rick Pitino lässt dabei auch eine exzellente Verteidigung spielen. Man liegt bei den zugelassenen Punkten (61 PPG/G) auf Rang 15 in der NCAA. Bei den Steals und der defensiven Fieldgoal Percantage steht das Team auf Rang zwei und sieben sogar noch besser da. Die dazu erzielten 82,1 Punkte helfen dem Team zusätzlich.

Das Problem der Cardinals wird dabei sein, dass außer Russ Smith niemand seine eigenen Würfe erarbeiten kann. Harrell profitiert viel von Offensivrebounds, während Luke Hancock gefüttert werden muss. Sollte Smith also nicht in der Lage sein, Würfe zu finden, könnte es zu Problemen führen. Mit Louisville sollte man dennoch rechnen, auch wenn es um den Titel geht.

Alle Jahre wieder – Die Kansas Jayhawks

Der Serienmeister der Big 12 (12 der Letzten 13 Regular Seasons gingen an die Jayhawks), gehört auch dieses Jahr wieder zu den Favoriten. Ein Fragezeichen steht dabei hinter Center Joel Embiid. Er wird, aufgrund einer Rückenverletzung, wohl mindestens für die ersten Spiele ausfallen. Dass Embiid Kansas fehlen wird, mag dabei niemand bestreiten, dennoch ist man mit Spielern wie Perry Ellis oder Wayne Selden in der Lage selbst diese Verletzung zu kompensieren.

Da auch Andrew Wiggins in letzter Zeit gute Werte auflegen konnte, ist von ihm jetzt noch einiges zu erwarten. Schwierigkeiten könnte auch die fehlende Erfahrung im Team sein. Der Großteil der Rotation besteht aus Freshmen und Sophomores. Daraus resultieren immer wieder Schwankungen, was die Leistungen angeht. Aufgrund des Talentes scheinen die Final Four, gerade auch bei einem Comeback von Joel Embiid, durchaus machbar.

Die Doug McDermott Show – Creighton Bluejays

Es war schwer neben Arizona einen Favoriten in der West Region herauszufiltern. Creighton verfügt aber neben Topscorer Doug McDermott (26,9 PPG) auch über weitere Scharfschützen wie in etwa Ethan Wragge, der überragende 47,6% seiner Dreier trifft. Problem bei den Bluejays ist das Smallball System. Die top Rebounder Wragge und McDermott sind nicht besonders groß, Matchups mit großen Centern könnten daher zum Problem werden. Trotzdem sollte McDermott heiß seine, denn es ist ja schließlich seine letzte Chance einen Tournament Run hinzulegen. Ob es dann tatsächlich für das Final Four oder gar den Titel reicht, liegt vor allem in seinen Händen.  

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