College Studs, Draft

College Studs #3

Was für ein Wochenende im College Basketball! Das Conference Play beschert uns großartige Matchups mit spannenden Partien und vielen Upsets. Dementsprechend ist es auch wieder Zeit für eine neue Ausgabe von College Studs, wo es wieder eine Menge Änderungen gibt. Diese Woche dürfen sich die NBA-Fans endlich freuen, weil es gleich vier Elite-Freshmen, die wir wahrscheinlich schon nächstes Jahr in der Profiliga sehen werden, geschafft haben. Außerdem schaffen es zum ersten Mal zwei Spieler aus einem Team in das Ranking, was stark mit dem wachsenden internationalen Flair einhergeht. Aber seht selbst!

collegestuds

1. Kyle Anderson, UCLA Bruins (14-4), Guard, (+4)

Statline: 15,5 PPG/ 8,9 RPG/ 6,6 APG/ 1,8 SPG/ 0,8 BPG/ 52,2 FG%/ 53,1 3P%/ 76,1 FT%/ 1,7 PF/ 3,1 TO/ 32,1 Min

Erfolg ist in diesem Ranking sicherlich ein wichtiger Indikator, doch wenn ein Spieler in jeder Partie das Potential hat, sein Team bei den Punkten, Rebounds und Assists anzuführen, gehört er auf den Platz an der Sonne. Die Bruins spielen eine gute Saison bis zu diesem Zeitpunkt. Gut ist aber in vielen Aspekten leider nicht genug. Schmerzlich wird eine Präsenz unter dem Korb vermisst. Vor allem defensiv stellt das Head Coach Steve Alford vor große Probleme. Kyle Anderson hingegen ist der Lichtblick in einem sonst wenig konstanten Team. Man kann es nicht oft genug sagen: Die Kombination aus Länge, Übersicht und Guard-Skills macht ihn zu einem der besten Spieler im ganzen Land. Der Distanzwurf fällt noch immer sehr gut, obwohl damit eigentlich eher nicht zu rechnen war. Am meisten überrascht dann aber doch seine Fähigkeit, Gegenspieler ohne große Athletik im direkten Duell zu schlagen. Vor allem gegen Utah hat er die Mannschaft getragen und bei 28 Punkten, 7 Rebounds, 7 Assists und fünf von fünf Dreiern surreale Statistiken aufgelegt. Es ist bezeichnend für die Bruins, dass dieses Spiel verloren wurde. Dennoch ändert das in dieser Ausgabe nichts an seinem Status. Kyle Anderson macht seine Mitspieler besser und das ist ein großer Faktor für seinen Sprung auf den ersten Platz von College Studs.

2. Joel Embiid, Kansas Jayhawks (14-4), Center, (Neu)

Statline: 11,1 PPG/ 7,4 RPG/ 1,3 APG/ 0,9 SPG/ 2,8 BPG/ 67,9 FG%/ 25,0 3P%/ 66,7 FT%/ 3,5 PF/ 2,3 TO/ 22,7 Min

Von Null auf zwei. Das nenne ich mal einen Start! Es war eine schwere Entscheidung und doch kann man Embiid bei seinen aktuellen Leistungen diesen Platz nicht verwehren. Die Jayhawks sind on fire und lassen keinem Team aus der Big 12 bis hierhin eine Chance. Zwar war das Spiel gegen Oklahoma State am Ende doch noch sehr knapp, den Sieg hätten die Cowboys nach dem Spielverlauf aber nicht verdient gehabt. Embiid ist momentan der beste Center der NCAA und hat eine Entwicklung durchgemacht, die so niemand hätte erwarten können. Offensiv punktet er mit starken Post Moves, während alleine seine defensive Präsenz schon den Unterschied ausmachen kann. Mit acht Blocks bewies der Kameruner dies in beeindruckender Art und Weise gegen Oklahoma State. Wenn man bedenkt, dass es in diesem Ranking um die spielerische Stärke am College geht und nicht um das Potential, dann ist diese Platzierung schon recht angsteinflößend.

 

3. Doug McDermott, Creighton Bluejays (15-3), Forward, (-1)

Statline: 24,9 PPG/ 7,2 RPG/ 1,7 APG/ 0,3 SPG/ 0,2 BPG/ 49,7 FG%/ 42,6 3P%/ 90,1 FT%/ 1,8 PF/ 2,1 TO/ 31,7 Min

Doug McDermott hat das Problem, dass er bei einem über weite Strecken wenig überzeugenden Team spielt. Natürlich sind die Bluejays ein sehr solides Team, mehr allerdings auch nicht. Die Niederlage gegen Providence unterstreicht dies deutlich.  Die Bilanz spiegelt vor allem das Talent des besten Spielers wieder. Die Offense der Bluejays gehört zu den besten der Nation und McDermott verkörpert dies natürlich mehr als jeder andere Spieler. Es ist beeindruckend, dass er seit dem schwachen George Washington-Spiel keine Partie mit weniger als 19 Zählern absolviert hat. Er macht den Unterschied aus und trägt das Team auf seinen Schultern, genau wie man es von seinem Senior-Star erwartet.

4. Keith Appling, Michigan State Spartans (17-1), Guard, (-1)

Statline: 16,1 PPG/ 3,7 RPG/ 4,6 APG/ 1,2 SPG/ 0,6 BPG/ 48,4 FG%/ 45,3 3P%/ 74,7 FT%/ 2,5 PF/ 2,0 TO/ 32,2 Min

Dass Keith Appling einen Platz verloren hat, ist mehr ein Ergebnis vom starken Spiel der Kontrahenten. Sicherlich kann man auch Argumente für ihn als Top-Spieler in dieser Ausgabe machen. Der Playmaker bringt nicht immer die besten Zahlen, dennoch trumpft er vor allem in wichtigen Spielen auf. In den beiden knappen Spielen gegen Ohio State und Minnesota, welche beide nach Overtime gewonnen wurden, erzielte er 22 Punkte, 5 Assists und 5 Rebounds im Schnitt. In den wichtigen Momenten übernimmt er die Verantwortung und genau das ist es, was Tom Izzo von ihm braucht.

5. Marcus Smart, Oklahoma St. Cowboys (15-3), Guard, (- 1)

Statline: 17,8 PPG/ 5,8 RPG/ 4,4 APG/ 2,6 SPG/ 0,6 BPG/ 44,7 FG%/ 32,2 3P%/ 72,9 FT%/ 2,6 PF/ 2,6 TO/ 30,6 Min

Und erneut geht es einen Platz runter. Dabei können sich die Statistiken bei der knappen Niederlage gegen die Kansas Jayhawks durchaus sehen lassen. 16 Punkte, 9 Assists und 10 Rebounds sind für einen Guard überragende Zahlen. Smart war mal wieder der beste Mann für die Cowboys. Im Endeffekt war das dann aber doch nicht genug, um den großen Pausenrückstand aufzuholen. Seit der letzten Ausgabe schafft es Smart recht konstant gut zu spielen, wobei insbesondere seine Stärke beim Rebounding auffällt. In den vergangenen fünf Parten liegt er bei 9,6 Boards im Schnitt. Dazu benötigt es keinen Kommentar. Smart bringt einfach Attribute, die kein anderer Guard in dieser Form liefern kann. Das macht ihn für sein Team so eminent wichtig und sichert ihm trotz eines negativen Trends noch immer eine Top 5-Position.

6. Tyler Ennis, Syracuse Orange (18-0), Guard, (+1)

Statline: 12,9 PPG/ 3,2 RPG/ 5,5 APG/ 2,7 SPG/ 0,2 BPG/ 43,1 FG%/ 40,0 3P%/ 73,2 FT%/ 1,8 PF/ 1,3 TO/ 33,6 Min

Tyler Ennis vor Scoring-Maschine Jabari Parker? Genau so sieht es aus! In diesem Fall ist die Reihenfolge schon auf den Erfolg der Syracuse Orange und den Anteil, den Ennis hat, bezogen. Während andere Teams wie Kansas und eben auch Duke sehr viel breiter besetzt sind, hängt bei den Orange viel an Ennis (und C. J. Fair). Zwar können Leute wie Trevor Cooney und Jerami Grant ebenfalls einen gewissen Impact haben, wissen das von Zeit zu Zeit aber gut zu verstecken. Ennis’ Einfluss spiegelt sich sicherlich nicht in seinen Zahlen wieder. Wenn es danach gehen würde, ist es leicht, viele „bessere“ Spieler zu finden. Doch trotz all den Abgängen findet sich Jim Boeheim erneut an der Spitze der NCAA wieder und gehört mit Sean Miller (Arizona) und Gregg Marshall (Wichita State) zu den einzigen ungeschlagenen Head Coaches in dieser Spielzeit. Auf dem Papier sah der Kader 2012/13 in einigen Bereichen deutlich besser aus. Da kommt Tyler Ennis ins Spiel. Gegen Pittsburgh hat der Kanadier mal wieder gezeigt, wie wichtig er für sein Team ist und erzielte sechs der letzten acht Punkte. Man wartet kontinuierlich auf einen Einbruch des Freshman, doch es will nicht passieren und so langsam sollte man sich von diesem Gedanken verabschieden. Ennis gehört zu den besten Ballverteilern der College Welt und diese Platzierung zeigt genau das.

 

7. Jabari Parker, Duke Blue Devils (14-4), Forward, (-6)

Statline: 19,1 PPG/ 7,3 RPG/ 1,5 APG/ 0,9 SPG/ 1,1 BPG/ 48,6 FG%/ 40,9 3P%/ 74,5 FT%/ 2,1 PF/ 2,1 TO/ 29,1 Min

Die größte Veränderung in dieser Ausgabe ist eindeutig der Fall von Jabari Parker. Er hat sich in all seinen Statistiken verschlechtert (ausgenommen PF und TO) und einen erheblichen Anteil an der schwachen Phase der Blue Devils. Nichtsdestotrotz gehört er noch immer zu den Elitespielern der Liga. Aber das, was zu Beginn so stark war, fehlt ihm nun ein wenig. Die notwendige Konstanz, welche für einen Führungsspieler unabdingbar ist. Man kann nicht sagen, dass es abzusehen war, jedoch ist es enorm schwierig, eine solche Leistung kontinuierlich über eine volle Saison abzuliefern. Jabari Parker wird zu seiner Form zurückfinden und ein großer Faktor im März sein.

8. Shabazz Napier, Connecticut Huskies (15-4), Guard, (-)

Statline: 17,4 PPG/ 6,2 RPG/ 5,9 APG/ 1,9 SPG/ 0,4 BPG/ 44,7 FG%/ 45,7 3P%/ 86,8 FT%/ 2,3 PF/2,8 TO/ 34,5 Min

Mit 21,2 Punkten pro Spiel dreht Shabazz Napier momentan ordentlich auf. Die Huskies sind enorm abhängig von ihm und das zeigt sich auch in der Bilanz. UConn ist ein sehr solides, jedoch kein enorm gutes Team. Der Sieg gegen die Temple Owls spiegelt das perfekt wieder. Napier und Forward DeAndre Daniels, die einzige große Präsenz im Team, erzielen zusammen 58 Punkte, 19 Rebounds und 9-14 Dreier. Die Rolle, die Napier in diesem Team spielt, spricht für ihn. Ein Tyler Ennis steht aber vor ihm, da er sein Team bei großem Erfolgsanteil zu dem vielleicht besten Team Amerikas macht.

9. Andrew Wiggins, Kansas Jayhawks (14-4), Guard/Forward, (Neu)

Statline: 15,2 PPG/ 6,1 RPG/ 1,4 APG/ 0,9 SPG/ 0,9 BPG/ 43,9 FG%/ 32,8 3P%/ 76,4 FT%/ 2,4 PF/ 2,1 TO/ 31,7 Min

Er hat es geschafft! Trotz der Top-Platzierung seines Teamkollegen hat es Mr. Andrew Wiggins in das Ranking geschafft. Nach schwachem Start spielte der Kanadier einfach auf einem zu hohen Niveau. Sicherlich, er ist noch immer nicht konstant genug und die Jayhawks haben bewiesen, dass er nicht notwendig für den Erfolg ist. Trotz alledem, Wiggins führt das beste Team der Big 12 im Scoring an und hat in den wichtigen Partien großen Anteil am Erfolg gehabt. Er ist und bleibt ein sensationell guter Freshman und gehört auf diesen Platz.

 

10. Julius Randle, Kentucky Wildcats (14-4), Forward, (-1)

Statline: 16,7 PPG/ 10,6 RPG/ 1,7 APG/ 0,3 SPG/ 0,8 BPG/ 54,5 FG%/ 10,0 3P%/ 72,5 FT%/ 2,4 PF/ 3,2 TO/ 29,2 Min

Zu Beginn hätte niemand gedacht, dass Julius Randle noch in dieser Spielzeit am Ende dieses Rankings stehen würde. Wenn man sich seine Statistiken anschaut, ist diese Platzierung eigentlich auch fragwürdig. Doch im Endeffekt kann für jeden bereits platzierten Akteur ein Argument gefunden werden, dass er nach den Indikatoren dieses Rankings besser oder wichtiger ist. Randle spielt trotz der Zahlen unter seinen Möglichkeiten und genau das macht diese Platzierung aus. Er verändert das Spiel der Wildcats noch nicht so, wie er es tun sollte. Für Coach Calipari ist nur zu hoffen, dass dem Freshman das bald gelingt.

Honorable Mentions: Sean Kilpatrick (Cinncinati), Chaz Williams (UMass), Russ Smith (Louisville), Jahii Carson (Arizona State), Ron Baker (Wichita State), C.J. Fair (Syracuse) Gary Harris (Michigan State), Aaron Gordon (Arizona) 

Das Schlusswort zu…

den Arizona Wildcats. Das beste Team im Land (nach der AP Poll) hat keinen Spieler in diesem Ranking. Da nur Talente, welche für die nächste Draft relevant sind, abgebildet werden, kommen auch nur wenige Teammitglieder in Frage. Allen voran Freshman Aaron Gordon, doch mittlerweile sind zu viele Spieler auf einem höheren Niveau als der Kalifornier. Das Team von Sean Miller ist breit besetzt und jeder Akteur bringt gewisse Qualitäten mit. So ist es auch bezeichnend, dass der vielleicht beste Akteur in Gordon eher ein Defensivspezialist mit eingeschränktem Offensivradius ist. Das begründet die Nichtberücksichtigung des besten Teams in Amerika. 

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