Draft, OUP-Rated

Sind Pöltl und seine Utes overrated?

Overrated, Underrated, Properly Rated #3

Wir steuern stark auf das Ende der regulären Saison zu und das heißt, es ist bald März! Ein sehr guter Zeitpunkt, um mal wieder einen Blick über die Welt des College Basketballs zu werfen und die besten Teams der Nation zu analysieren. Auch wenn Kentucky weiterhin das Maß aller Dinge ist (und das auch nicht so schnell ändern wird), schläft die Konkurrenz nicht. Duke hat sich in der Modern-Era-Rivalität gegen Syracuse durchgesetzt. Virginia verliert seinen vielleicht besten Spieler Justin Anderson aufgrund von einer Verletzung bis März. Doch bisher hat der Teambasketball von Tony Bennett weiterhin (fast) nur Erfolge vorzuweisen. Dahinter haben sich die Gonzaga Bulldogs mal wieder leise in die Spitze geschlichen. Auf den Folgerängen kämpfen diverse Programme um den Anschluss. Viele spannende Storylines, die in der besten Zeit des Jahres ihre Fortsetzung finden werden.

Overrated

Nur wenigen Fans werden die Utah Utes vor der Saison etwas gesagt haben. Doch seitdem der Österreicher Jakob Pöltl in der Zone der Utes wütet, ist der Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum deutlich gestiegen.

Doch es liegt nicht nur an dem aufstrebenden Big Man, dass die Jungs von Head Coach Larry Krystkowiak so eine gute Saison spielen. Schlüsselspieler ist wohl erneut Guard Delon Wright, der schon seit Jahren zu der absoluten Elite der Pac-12 gehört. Wright führt das Team in Minuten, Punkten, Assists und Steals an. Er ist neben Chasson Randle und Stanley Johnson der einzige Akteur aus der Pac-12 unter den Top 20 der Wooden Award Liste. Doch warum genau reden wir dann über das Top 15 Team Utah in der Kategorie Overrated?

Im Ranking von Kenpom.com steht Utah auf dem siebten Platz, was durchaus beachtlich ist. Allerdings stehen neben den Utes nur noch die Liga-Kollegen aus Arizona in der Top 35. Keine andere große Conference hat so wenig Teams in diesem Abschnitt und wenn man mal ehrlich ist, schwächelt die Konkurrenz in der Pac-12 gewaltig. In den letzten neun Partien hat man sich nur zwei Niederlagen erlaubt und die waren gegen ein wenig beeindruckendes UCLA-Team und die wenig konstanten Oregon Ducks. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum dieses Team dort steht, nämlich direkt hinter Arizona auf Platz zwei der Conference. Es muss nur mit Vorsicht betrachtet werden, wenn man im März auf die Konkurrenz aus der ACC, Big 12, Big Ten und SEC trifft. Dies ist mehr ein Warnruf, dass die Utes noch einiges beweisen müssen, um auf nationaler Ebene auf ein Niveau mit Kansas, Villanova & Co gestellt zu werden.

Underrated

Die Big 12 spielt herausragenden Basketball in diesem Jahr und das schadet den Oklahoma Sooners. Vor allem, wenn wir über die AP Polls sprechen. Zum Glück haben diese aber keine weitere Bedeutung für den Erfolg eines Teams. Trotz alledem befindet sich Oklahoma dort nur auf Platz 16 und an Nummer vier in der Big 12. Wenn man die beiden Niederlagen gegen Kansas State mal rausnimmt, verlieren die Sooners gegen Baylor, Kansas, West Virginia, Washington und Creighton. Dem stehen Siege gegen UCLA, Baylor, Texas, Oklahoma State, West Virginia und Iowa State gegenüber.

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Dieses Team hat mit Buddy Hield einen der besten Scorer der Nation in den eigenen Reihen und einen mehr als soliden Supporting Cast. Big Man-Transfer TaShawn Thomas stellt die erwünscht Verstärkung dar und so wird aus einem soliden Big 12 Team eine echte Bedrohung für jeden Gegner im März. Was aber häufig nicht beachtet wird: Kaum ein Team spielt bessere Defense als die Sooners. Kenpom hat in der Adjusted Defense nur Kentucky und Virginia weiter vorne. Das ist beachtlich. Das zeigt, dass sich niemand von den vermeintlich vielen Niederlagen täuschen lassen soll. Nahezu jedes Top 25-Team hätte in dieser Saison eine harte Zeit gegen diese Conference-interne Garde. Genau deswegen finden sich die Sooners an dieser Stelle dieses Artikels wieder.

Properly Rated

Zum Saisonstart fanden sich die Arizona Wildcats häufig als Nummer eins der Nation wieder. Noch vor den „unerfahrenen“ Kentucky Wildcats und Duke Blue Devils hatten sie einige Experten gesehen. Doch die Jungs von Sean Miller konnten diesen Standard nicht halten. Während die Defense (Top 5 Kenpom Adj. Defense) noch immer auf sehr hohem Niveau spielt, kommt die Offense nicht so in Fahrt, wie sie es müsste. Natürlich gehört man an beiden Enden des Feldes zur Elite. Für eine Top 3-Platzierung reicht es jedoch schon lange nicht mehr. Das liegt auch daran, dass man sich Niederlagen gegen Oregon State und Arizona State leistete. Natürlich muss beachtet werden, dass man den Rest der Pac-12 bisher schlagen konnte, doch diese beiden Teams gehören nur zum Mittelmaß der Conference.

Nichtsdestotrotz ist die Nummer sieben in der AP Poll alles andere als schlecht. Ein Ranking, was absolut passend für die aktuelle Situation der Wildcats ist. Während Freshman Stanley Johnson weiter auf hohem Niveau spielt (Profil im GtG-Draftradar), findet sich auch T.J. McConnell immer besser zurecht. Der Point Guard ist der wichtigste Akteur für Coach Miller und zelebriert den Spielaufbau nach Belieben. Davon profitieren tut vor allem Forward Rondae Hollis-Jefferson. Auch wenn Johnson im Rampenlicht steht und zum Beispiel in der Top 20 des Wooden Awards gelistet ist, die aktuell besten Spieler sind McConnell und Hollis-Jefferson.

Wenn jedoch alle drei ihr Maximum im März abrufen und die beiden Big Men Brandon Ashley und Kaleb Tarczewski mithalten, kann es einem erfolgreichen Abschluss der Spielzeit kommen. Momentan stehen sie an Position sieben der Rankings aber goldrichtig!

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