Draft, Tournament 2014

March Madness Viewing Guide

Sweet Sixteen

Es ist fast schon ein bisschen traurig, dass wir das erste Wochenende des NCAA Tournaments bereits hinter uns haben. Wir haben unglaublich spannende Partien und viele Upsets gesehen. Die Titelträume der Ohio State Buckeyes und Syracuse Orange fanden gegen die Dayton Flyers ein abruptes Ende. Auch der Durchmarsch der Super-Freshmen Andrew Wiggins und Jabari Parker (und Joel Embiid) kam gegen Mercer bzw. Stanford zum Stillstand. Als einziger #1-Seed mussten sich die bis dato ungeschlagenen Wichita State Shockers gegen die Kentucky Wildcats um Julius Randle in einem der besten Spiele des bisherigen Turniers geschlagen geben. Viele tolle Storylines, doch an dieser Stelle soll es erneut um die besten Spiele des Sweet Sixteen (und da sind einige Kracher dabei!) gehen. Zusätzlich werden wir einige Spieler vorstellen, die in den ersten beiden Partien sehr überzeugen konnten und ausschlaggebend für einen tiefen Run, vielleicht sogar bis in den April, sein könnten.

Games to Watch

Florida vs UCLA

Gleich am Donnerstag erwaret uns ein tolles Matchup. Zwei sehr unterschiedliche Teams, die eine Vorgeschichte haben, treffen hier in der South Region aufeinander. Bereits 2011 war für die Bruins Endstation gegen die Gators um Billy Donovan. Doch das soll sich dieses Mal unter Head Coach Steve Alford ändern. Nach einem überzeugenden Auftritt gegen Tulsa gab es auch gegen das Überraschungsteam der Stephen F. Austin Lumberjacks einen deutlichen Sieg. Die Offense der Bruins läuft und mit Norman Powell, Jordan Adams und Kyle Anderson scorten gleich drei Guards mehr als 15 Punkte.
Gegen die Gators wird es aber insbesondere auf die Toughness der Big Men ankommen. Die Wear-Brüder werden es mit Patric Young, Will Yeguete und Casey Prather zu tun bekommen. Hier gilt es für Steve Alford, eine Lösung für dieses schlechte Matchup zu finden. Neben den Bigs müssen aber auch der vielleicht beste Anführer der NCAA in Scottie Wilbekin und Scharfschütze Michael Frazier II. aufgehalten werden. Die Gators gehen als Favorit in das Spiel. UCLA benötigt einen besonders starken Tag in der Offense und eine zumindest durchschnittliche Defense. Wenn dies nicht zustande kommt, bleibt der Run des #1-Seeds am Leben.

Kentucky vs Louisville

Kein Sweet Sixteen-Matchup wird einen solchen Hype bekommen wie dieses. Was hätte es auch Schöneres geben können? Das Duell im Staat Kentucky sollte auch spielerisch ein sehr hohes Niveau erreichen, da beide Mannschaften zuletzt stark aufgespielt haben. Doch vielleicht liegt hier der Vorteil bei Kentucky, da die Wildcats die bisherige Spitze ihrer Leistung erreicht haben. Es schien, als ob die Cardinals ihren besten Basketball im AAC Tournament vor einigen Wochen gespielt haben. Das soll aber nicht davon ablenken, dass Louisville Favorit ist. Zwar hat man sich gegen St. Louis nicht mit Ruhm bekleckert, Jordair Jett und seine Billikens waren aber nicht umsonst ein #5-Seed.

Im ersten Aufeinandertreffen am 28. Dezember konnten die Jungs von John Calipari gewinnen, seitdem hat sich allerdings eine Menge verändert. Insbesondere die Entwicklung von Montrezl Harrell sollte von eminenter Bedeutung für Rick Pitino sein. Mit ihm haben die Cards ein sehr effektives Gegenstück zu Julius Randle, was Calipari Sorgen bereiten sollte. Bisher konnten aber auch die Harrison-Brüder überzeugen. Dies war in der gesamten Saison nicht der Fall und gibt den Fans der Big Blue Nation Hoffnung. Nach dem Sieg gegen Wichita State sollte es nicht an Selbstvertrauen mangeln, doch Russ Smith wird es den Guards schwer machen.  

Michigan State vs Virginia

Bei wem diese Partie ebenfalls in seinem Bracket auftauchte, kann sicherlich nachvollziehen, wie schwer es war, den Sieger zu wählen. Es dürfte ein Spiel auf Augenhöhe werden. Die Cavaliers konnten ihren Low-Pace-Stil bisher gut durchbringen und hielten Coastal Carolina und Memphis bei maximal 60 Punkten. Zwar sind beide Teams sehr ausgeglichen, doch während die Spartans zukünftige NBA-Profis wie Adreian Payne und Gary Harris im Kader haben, kommen die Cavaliers nur über das Konzept Team. Joe Harris & Co. funktionieren perfekt im System von Head Coach Tony Bennett, seines Zeichens Coach of the Year in der ACC.
Doch sie sollten gewarnt sein! Payne erzielte gegen Delaware 41 Punkte und ist gut in Form. Dazu kommt die überzeugende Leistung von Energizer Branden Dawson gegen Harvard. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Gary Harris eigentlich der potenteste Offensivspieler der Spartans ist, sollten alle Alarmglocken schrillen. Doch Tom Izzo & Co. sind bisher auf kein vergleichbar defensivstarkes Team getroffen. Individuell mag der Vorteil bei Michigan State liegen, doch wenn die Verteidigung erneut einen so guten Job macht, könnte dies eine ganz enge Kiste werden.

Players to Watch

Shabazz Napier, Connecticut Huskies, Guard

Bereits in unserer ersten Preview stellen wir den UConn-Guard vor. Doch auch hier muss noch mal explizit erwähnt werden, wie wichtig er eigentlich für Kevin Ollie ist. Im Upset gegen den #2-Seed Villanova scorte Napier 25 Punkte und traf einige sehr wichtige Würfe von weit hinter der Dreierlinie. Er macht genau das, was alle von ihm erwarten und ist der Leader auf dem Platz, der er bestmöglich sein kann. Wenn es ihm gelingt gegen Iowa State erneut so dominant zu agieren, dann ist alles möglich!

Nik Stauskas, Michigan Wolverines, Guard

Gleiches gilt an dieser Stelle. Die Wolverines hatten eine außergewöhnliche erste Hälfte gegen ein komplett überfordertes Team der Texas Longhorns. Mit einem Dreierregen dominierten die Jungs von Head Coach John Beilein den Kontrahenten nach Belieben. Stauskas traf dabei vier Dreipunktewürfe und hatte acht Assists. Niemand strahlt auf dem Parkett eine solche Gefahr aus und das macht ihn alleine schon so wichtig für sein Team. Auch wenn es von den Wurfquoten (4-12 FG) gar nicht unbedingt sein bestes Spiel war, ist er omnipräsent und der zentrale Punkt jedes Scouting Berichts. Mit ihm in guter Form und einer so gut laufenden Offensive sollten sich alle Mannschaften in Acht nehmen. 

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