Gedanken, Playoffs2012, San Antonio Spurs, Utah Jazz

Aufatmen in San Antonio

Zum ersten Mal seit 2008 haben die Spurs das Auftaktspiel einer Playoffserie gewonnen. Damals brauchte es einen Dreier von Tim Duncan und zwei Verlängerungen, um die Phoenix Suns zu besiegen. So dramatisch war das erste Spiel in den Playoffs 2012 gegen die Utah Jazz bei Weitem nicht. Am Anfang fehlte bei San Antonio noch ein wenig der Rhythmus, wobei man auch bedenken muss, dass das Startrio Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili die letzten beiden Spiele der Regular Season nicht bestritten hatte. Utah wiederum machte seine Sache gut, hielt in der ersten Hälfte offensiv recht ordentlich mit und übertraf die Spurs sogar in zwei Paradedisziplinen der Texaner: Fastbreak-Spiel und Scoring von der Bank. Im dritten Viertel bekam San Antonio das Spiel dann jedoch zunehmend besser in den Griff und konnte am Ende einen nie ernsthaft gefährdeten 106:91-Sieg verbuchen.

Duncan (17 Punkte, 11 Rebounds, 5 Assists) und Parker (28 Punkte, 8 Assists) spielten exzellent, während es bei Ginobili trotz einiger Zauberpässe hinsichtlich der Treffsicherheit (3-10 aus dem Feld) noch Luft nach oben gibt. Boris Diaw zeigte, warum er DeJuan Blair aus der Starting Five verdrängt hat, während Blair in seinem Kurzeinsatz zu unkontrolliert agierte. Da sich jedoch Tiago Splitter am Handgelenk verletzte, ist es möglich, dass Blair in dieser Serie doch noch zu mehr Spielzeit kommt. Ein wenig gehemmt und unausgeglichen wirkten die beiden jungen Perimeter-Hoffnungen der Spurs, Danny Green und Kawhi Leonard. Für sie wird die Serie gegen Utah zeigen, ob sie ihre guten Leistungen in dieser Saison auch in den Playoffs bestätigen können. Der nicht ganz überzeugende Start dieser beiden sollte jedenfalls nicht allzu sehr überraschen.

Bei Utah spielte Devin Harris ein nettes erstes Viertel, tauchte dann jedoch ab und überließ es Al Jefferson, Paul Millsap und Gordon Hayward, für die Punkte zu sorgen. Die Jazz spielen (da wirkt die Jerry-Sloan-Tradition nach) fundamental soliden, physischen Basketball. Aber es gibt nach diesem ersten Spiel wenig, was darauf hindeutet, dass für sie in dieser Serie mehr als ein Sieg drin sein sollte. Zu deutlich sind die Vorteile, die San Antonio in Sachen Talent, Tiefe und Erfahrung hat. Für die Spurs wiederum wird es im weiteren Verlauf der Serie darum gehen, weniger Offensivrebounds und Fastbreakpunkte zuzulassen sowie die Dreier konstant auf annähernd dem Niveau zu treffen, das man in der zweiten Hälfte von Spiel 1 erreichte.

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