Orlando Magic, Phoenix Suns, Washington Wizards

Fauler Zauber oder pure Magie?

Photo: marie-ll (Lizenz)

Wenn man sich eine Zaubershow ansieht und den Zauberer vor dem großen Moment – der Enthüllung des Tricks – beobachtet, kann dies zu zwei Reaktionen führen: Man ist überwältigt von der Genialität des Ausführenden, der seinen Trick perfekt inszeniert hat, oder durchschaut den faulen Zauber, den der Hexer einem anbietet.

Beim gestrigen Deal versuchten drei Teams diesen Zauber zu versprühen. Wessen Vorführung wusste am meisten zu gefallen? Die der Zauberer aus Washington? Die der Magier aus Orlando? Oder gelang den Suns der beste Trick, indem sie den Phoenix aus der Asche aufsteigen ließen? Go-to-Guys forscht nach.

Die richtige Atmosphäre schaffen – Voraussetzungen für den Deal

Ein guter Zauberer bereitet seinen Trick gewissenhaft vor und berücksichtigt alle Eventualitäten, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Sämtliche Kandidaten haben dies von Saisonbeginn an nicht unter Beweis stellen können. Die Orlando Magic, als Ausgangspunkt der beiden Trades, gewannen zwar über 60% ihrer Spiele, blieben jedoch hinter ihren Erwartungen zurück. Das Team aus Orlando, das in den letzten Jahren so erfolgreichen Basketball spielte und vor zwei Jahren die NBA-Finals erreichte, lief nicht so rund wie erwünscht. Vor dem Trade hatten die Magic vier ihrer letzten fünf Spiele verloren. Heute Nacht war man – auch bedingt durch den Trade – den Philadelphia 76ers unterlegen.
Die Magic mussten also handeln und suchten nach Spielern, die ihr Team besser machen würden. Dies gestaltete sich insofern als schwierig, weil die Assets der Magic überschaubar waren. Ein fast auslaufender Vertrag von Vince Carter (wenn dieser gewaived wird, zahlt die Franchise ihm im nächsten Jahr nur 4 Mio. $), ein Center mit Potential in Marcin Gortat, ein Centerprojekt in Daniel Orton, das bisher nichts bewiesen hat.

Die Washington Wizards haben unterdessen Probleme anderer Art. Sie sind weiterhin das einzige Team, das bisher kein Auswärtsspiel für sich entscheiden konnte. Sportlich hat sich die Franchise, trotz des #1-Picks John Wall, nicht wieder fangen können. Dies liegt zum einen am Ausverkauf in der letzten Saison, wo die jahrelangen Säulen Antawn Jamison, DeShawn Stevenson, Caron Butler und Brendan Haywood das Team verließen, zum anderen aber auch am jetzigen Team, das sich weder gefunden hat noch homogen zusammengestellt wurde. Das größte Problemkind schien Gilbert Arenas zu sein, der neben seinem zweifelhaften Charakter zwar offensiv über überragende Qualitäten verfügte, in einem Team, das mit John Wall und Kirk Hinrich aber zwei klassische Point Guards beherbergt, aber seine Rolle nicht finden konnte. Die größte Belastung stellte aber Arenas‘ langjähriger Vertrag dar, der ihn eigentlich untauschbar machte.

Bei den Phoenix Suns war man sich der Schwierigkeiten im ersten Jahr nach Amar’e Stoudemire wohl schon bewusst, hatte aber in der Offseason gleich eine Runderneuerung eingeleitet und mit Hedo Turkoglu und Hakim Warrick gleich zwei Spieler verpflichtet, die die Abwesenheit Stoudemires zumindest kaschieren sollten. Das Team würde so lange im Win-Now-Modus bleiben, bis Point Guard Steve Nash seine Karriere beendet – oder Arizona per Trade verlässt. Das Team kam nur sehr holprig aus den Startlöchern und bewegte sich immer um die 50%-Marke herum. Für ein Team, das die Playoffs auch weiterhin fest im Blick haben möchte, ist dies zu wenig.

Das Experiment mit Hedo Turkoglu konnte man bis zu diesem Zeitpunkt getrost als gescheitert ansehen, weil der Point Forward in einem System mit Steve Nash seine Stärken nie wirklich voll entfalten konnte.

Keinem Team war es also gelungen, die richtige Atmosphäre zu schaffen – weder im Team selbst noch für die externen Betrachter. Um den Zauber also aufrechterhalten zu können, fehlte ein Überraschungsmoment, der das Interesse des Zuschauers wieder schüren könnte.

Die Vollführung der Zaubertricks – Die Trades in der Analyse

Es ist als Magier eine Kunst, das richtige Gespür und Timing zu besitzen, um ein Publikum restlos zu überzeugen. Ob unseren drei Kandidaten dieses Kunststück gelungen ist? Schauen wir mal auf das uns angebotene Spektakel.

Die Orlando Magic traden Rashard Lewis gegen Gilbert Arenas von den Washington Wizards

Die Intention dieses Trades ist gar nicht so einfach zu erfassen. Oberflächlich ist zumindest die Absicht der Zauberer aus der Hauptstadt zu erkennen: Man gibt mit Gilbert Arenas den langjährigen Vertrag (80 Millionen für vier Jahre) ab und nehmen mit Rashard Lewis den kleineren Vertrag auf (mindestens 53 Millionen für drei Jahre; weiteres Gehalt wird fällig, wenn Lewis bestimmte sportliche Leistungen erfüllt). Den Wizards kann man sicherlich keinen Vorwurf machen. Zum einen sind die Eskapaden Arenas‘  abseits des Feldes endlich Geschichte, zum anderen war Arenas in den letzten Jahren des Öfteren verletzt oder gesperrt. Mit Rashard Lewis holt man sich aber auch einen anderen überbezahlten Spieler ins Team. Unbestritten bleibt, dass Lewis besser neben John Wall koexistieren kann. Allerdings greift diese Aussage auch zu kurz.

Rashard Lewis hat bei den Orlando Magic immer die Position des Power Forwards bekleidet. Er ist ein klassischer Stretch-Four-Spieler, der das Spiel in seiner Breite öffnet und damit sicherlich Platz für die brutalen Drives Walls schaffen wird. Allerdings sind die Wizards sowohl auf der Vier mit Andray Blatche, Yi Jianlian und Trevor Booker als auch auf der Drei mit einem gerade genesenen Josh Howard, Al Thornton, Alonzo Gee und Cartier Martin quantitativ sehr gut besetzt.

Rashard Lewis hat natürlich bessere Qualitäten zu bieten, eine Koexistenz mit Blatche und Yi wird jedoch nicht so einfach wie in der Theorie angedacht. Lewis kann die Position des Small Forwards wahrscheinlich nicht mehr adäquat bekleiden. Offensiv lebt der Forward einerseits von seinem Wurf, anderseits aber auch von seinem Drive zum Korb, den er gegen größere, behäbigere Gegenspieler hin und wieder anbringen kann. Die zweite Komponente wird wohl gegen die Small Forwards der Liga nicht mehr in dem Maße erfolgreich sein. Damit fehlt eine zweite Dimension in Lewis‘ Offensivspiel. Defensiv hat Lewis nun jahrelang im Post gegen Spieler verteidigt und gilt seit jeher schon nicht als überragender Verteidiger. Sollte er in Washington wieder auf der kleineren Forward-Position eingesetzt werden, heißt das, dass er wieder am Perimeter verteidigen muss – etwas, was er seit Jahren nicht mehr getan hat.

Sollten die Wizards auf der Vier also mit Andray Blatche planen, wird das Experiment mit Rashard Lewis auf der Drei wahrscheinlich nicht gelingen. Auf der Drei hat gestern Josh Howard sein Comeback gegeben und könnte sich als Off-Season-Steal entpuppen. Vorausgesetzt, dass Howard halbwegs an seine Leistungen der letzten Jahre anknüpfen kann, wäre er ein solider Starter auf der Drei. Im schlimmsten Fall haben die Wizards also ihr Problem mit der Überbesetzung der Guard-Positionen nun auf die Forward-Positionen verschoben. Der Trade hilft finanziell trotzdem den Wizards und schafft Platz für ihren Franchise Player John Wall. Ob man sich spielerisch dadurch aber besser (im Sinne von homogener) aufstellt, ist noch nicht abzusehen.

Die Phoenix Suns geben Jason Richardson, Hedo Turkoglu und Earl Clark ab und erhalten von den Orlando Magic Vince Carter, Marcin Gortat, Mickael Pietrus und den First Rounder 2011

Das Team um Steve Nash hat zwar das Gesicht der Franchise behalten, tritt aber mit einem veränderten Körper auf. Mit J-Rich und Hedo verlassen zwei Rotationsspieler das Team, die 55 der 240 Minuten pro Spiel auf dem Feld standen. Richardson ist der Top-Scorer des Teams, Turkoglu sollte Amar’e Stoudemire ersetzen und mit seinem vielseitigen Spiel die Phoenix Suns wieder in die Playoffs führen. Dies gelang überhaupt nicht. Der neue Körper der Suns besteht nun aus Vince Carter, Marcin Gortat und Mickael Pietrus, also einem Rotationsspieler mehr. Carter wird die Minuten von Richardson übernehmen, aber ob dieser auch dem Team das Scoring geben kann, ist fraglich. Den Abgang Turkoglus hätten die Suns sicherlich auch teamintern auffangen können, erhalten aber mit Pietrus einen Spieler, der die Philosophie der Suns ebenfalls umsetzen könnte. Zudem hat man mit Marcin Gortat endlich einen zweiten Center im Team, der gemeinsam mit Robin Lopez eine sehr solide Center-Rotation bilden wird. Channing Frye kann zudem auch einen Teil der Minuten von Turkoglu auf der Vier übernehmen. Das Team wirkt auf den ersten Blick ausgeglichener, hat keinen hoffnungslos zu kleinen Frontcourt mehr.

Fraglich bleibt allerdings, welches Ziel der Trade für die Phoenix Suns haben soll. Man tradet den Topscorer gegen einen abbauenden Vince Carter, der vier Jahre älter ist als Richardson. Die Starter auf der Eins bis Drei sind im Schnitt 36 Jahre alt. War der Move dann ein letzter, verzweifelter Schritt ins Win-Now? Dagegen spricht eigentlich, dass man Richardson abgibt, auch wenn dessen Vertrag nach der Saison ausläuft. Aber selbst dieses Problem hat man nicht gelöst, denn die Entscheidung über Vince Carter ist nun auch noch zu treffen. 18 Millionen ist Carter nicht mehr wert, allerdings können die Suns es sich auch nicht leisten, den Starter auf Shooting Guard einfach so ziehen zu lassen.

Positiv ist natürlich das Hinzufügen Gortats zum Kader, der bisher in Orlando nie die Zeit bekam, um sich in den Vordergrund zu spielen. Dies dürfte nun möglich sein und gibt dem Team eine solide 20-25-minütige defensive Dimension, sodass das Team nicht so abhängig von Robin Lopez‘ Präsenz ist. Die Suns besitzen nun eine Centerrotation – und dies auch 48 Minuten pro Spiel. Channing Frye wird sich defensiv auch wohler fühlen, wenn er nun größtenteils gegen Power Forwards verteidigen muss.

Im Frontcourt haben sich die Orlando Magic durch den Deal allerdings geschwächt. Die defensive Dominanz eines Dwight Howards ist natürlich unbestritten. Durch die Trades geben die Magic jedoch 48 ihrer 96 Minuten auf den großen Positionen ab. Teamintern kann Brandon Bass wahrscheinlich einige Minuten von Rashard Lewis übernehmen, kein anderer Neuzugang kann jedoch die Minuten auffüllen. Ein Backup für Howard fehlt komplett, Rookie Daniel Orton ist weiterhin verletzt und hat noch keine einzige Minute NBA gespielt.

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Hält van Gundy an seiner Aussage auf der Pressekonferenz fest, dass Hedo zumindest nicht auf PF starten soll, so wird dieser jedoch vorläufig einen Großteil seiner Minuten sehen müssen. Die Magic haben neben Howard und Bass nur noch Routinier Mailk Allen und Ryan Anderson im Kader. Das reicht für die 96 Minuten nicht, schon gar nicht, wenn man später in den Playoffs irgendetwas gewinnen will. Also wird Turkoglu aufrücken müssen. Dies nicht nur aus dem Grund, dass die Spieler auf der 4 fehlen, sondern auch, weil man die Minuten auf den kleineren Position benötigt. Mit Jameer Nelson, Gilbert Arenas, Jason Richardson, JJ Redick, Quentin Richardson und eben Hedo Turkoglu hat man sechs Spieler für drei Positionen (Chris Duhon und Jason Williams auf der 1 werden hier bereits ausgeklammert), die alle in dieser Saison mindestens 24 Minuten gesehen haben. Stan van Gundy bleibt vor diesem Hintergrund gar nichts anderes übrig, als Turkoglu zeitweise auf die Vier zu schieben.

Die Wiederverpflichtung von Turkoglu löst aber bei den Magic zumindest zu Teilen das Problem des Ballvortrags. Jameer Nelson wird niemals eine Lösung für einen guten Ballvortrag sein, Vince Carter war keine Entlastung. Deshalb ist auch davon auszugehen, dass Turkoglu nicht mehr wie ein Fremdkörper im Spiel wirkt, der er bei den Suns noch war. Allerdings wird nun mit Arenas ein weiterer balldominanter Spieler zum Team stoßen, der ebenfalls den Ball braucht, um effektiv zu sein. Coach Van Gundy muss hier einen sehr guten Job machen, um Rotationen zu finden, die  jeden Spieler zufrieden stellt. Der vollgestopfte Backcourt wird dabei das größte Sorgenkind darstellen.

Hinter den Kulissen – Ein Blick auf die Arbeit des Front Offices der Orlando Magic

Photo: bobbyuggles (Lizenz )

Generell sollte man die Arbeit von General Manager Otis Smith genauer betrachten. Die Magic haben nun seit Jahren keinen Deal vollzogen, von dem sie über eine Saison hinaus profitieren konnten. Im November 2007 tauschten sie Trevor Ariza gegen Brian Cook und Maurice Evans. Dabei ist es gar nicht so entscheidend, dass Ariza ein wichtiger Rollenspieler bei den Lakers wurde, sondern dass nach einer Saison weder Brian Cook noch Mo Evans noch im Kader der Magic standen. In einem Trade-Deadline-Deal 2009 sicherte man sich Rafer Alston, nur um ihn, Courtney Lee und Tony Battie im Juni gegen Vince Carter zu tauschen. Ein respektabler Deal, auch wenn man außen vor lässt, dass Carter nicht so einschlug, wie man sich dies erhoffte. Der Haken an dem Tausch war aber, dass man nicht bereit war, Hedo Turkoglu zu verlängern und so im Prinzip mit Lee und Battie Rollenspieler für nichts abgab. Zudem hat man es bei Matt Barnes verpasst, einen besseren Deal auszuhandeln, sodass man ihn ohne Bird-Rechte nicht halten konnte und einen Starter ersatzlos verlor.

Nun geht man also heute komplett All-In, nimmt zwei Monsterverträge in Arenas und Turkoglu auf, muss zwingend mit Richardson verlängern – und hat bereits mit Dwight Howard, Jameer Nelson und JJ Redick Verträge, die über dem Liga-Durchschnitt liegen. Die Verlängerung von Jason Richardson wird das Team nochmals unglaubliche Summen kosten. Letztlich muss man die beiden Deals der Magic als absolute Panik-Moves bezeichnen. Man war vor zwei Jahren in den Finals und danach zu geizig, um mit Hedo das entscheidende Puzzleteil zu binden. Folgerichtig scheiterte man in den Playoffs und musste nun mit ansehen, dass Miami versucht, eine Dynastie aufzubauen. Auf der Strecke blieben die Magic, die vielleicht bis zu diesem Trade sogar nur die Nummer 4 im Osten waren, da die Chicago Bulls (neben Boston und Miami) bisher auf Schlüsselspieler in ihrem Team verletzungsbedingt verzichten mussten und auch weiterhin müssen, aber andeuteten, dass auch mit ihnen zu rechnen wäre.

Nachdem das Front Office dies realisiert hatte, versuchte man mit diesen Verzweiflungstrades noch einmal alles herumzureißen. Die zu hohen Verträge von Carter und Lewis wurden durch noch längere von Arenas und Turkoglu ersetzt, zudem wartet Jason Richardson auf den nächsten Vertrag. Das größte Problem an der Sache ist aber nicht das Geld, sondern der bevorstehende Erfolg. Denn dieser wurde durch die Trades (mitsamt der Ausdünnung des Frontcourts) nicht in dem Maße erhöht, um die Kosten zu rechtfertigen. Ein vollgestopfter Backcourt, ein leerer Frontcourt – es gibt wenige Teams, die mit so einer Zusammenstellung Meister wurden.

Der Applaus des Publikums – Auswirkungen auf die Teams

Die Orlando Magic haben mit Sicherheit den spektakulärsten Zaubertrick vorgeführt, aber war er auch der beste? Mit Sicherheit hat man die Firepower erhöht, hat auch wieder einen Spielgestalter auf dem Flügel, der die teils statische Offensive der Magic eventuell wieder beleben kann, aber das Hauptziel ist es gewesen, sich für die Playoffs zu rüsten und Boden auf Boston und Miami gutzumachen. Ob dies gelungen ist, ist natürlich nur hypothetisch zu beantworten. Im besten Fall dominiert Dwight Howard gewohnt die Zone und mit der Firepower von Nelson, Richardson, Arenas und Turkoglu schlägt man die Gegner. Aber dieses Konzept funktionierte bisher auch nur zu Teilen. Vielleicht blendete der Final-Einzug 2008 auch einfach zu sehr über die Defizite des Teams hinweg. Die Magic sind durch die Trades qualitativ besser aufgestellt, aber haben nun sogar gegenüber den Heat den Nachteil, uneingespielter zu sein. Bis sich die Automatismen herausgebildet haben, werden wohl mindestens 20 Spiele vergehen müssen. Man ist in Orlando näher an die Spitze herangerückt, hat aber noch immer nicht aufgeschlossen. Verhaltener Applaus vom Publikum.

Die Washington Wizards verschaffen sich Raum zur freien Entfaltung von John Wall, lösen den Logjam im Backcourt auf und schaffen es tatsächlich, einen der schlimmsten Verträge der NBA loszuwerden, ohne Talent oder Picks investieren zu müssen. Der Logjam wandert nun natürlich auf die Forward-Positionen, ist aber bedeutend leichter aufzulösen, weil weder das Personal unersetzbar noch untradebar ist. Applaus vom Publikum.

Der Trick der Phoenix Suns war ein besonders kniffliger, scheint aber gelungen zu sein. Unter der Voraussetzung, dass Vince Carter nicht gegenüber Jason Richardson übermäßig abfällt, hat das Team endlich eine gute Centerrotation auf die Beine gestellt, also eine klarere Identität des Teamkonzepts vollzogen, Turkoglus für Phoenix wertlosen Vertrag entsorgt und mit Mickael Pietrus einen soliden Rollenspieler erworben. Die Frage ist nur, ob der Phoenix wieder auferstehen kann – und für wie lange er existieren wird. Der überalterte Backcourt lässt das Fenster nicht unbegrenzt weit offen, auch wenn Phoenix den Turnaround geschafft und die Playoffs in diesem Jahr wieder realistischer werden. Applaus vom Publikum.

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1 comment

  1. Hassan Mohamed

    Man darf wirklich gespannt sein, wie Stan van Gundy das Ganze handhabt. Es könnte nämlich relativ schnell passieren, dass zumindest einer der teuren “big names” zum Durchschnittsspieler verkommt. Vielleicht könnte man Gilbert Arenas sogar erstmal von der Bank bringen? Eventuell wäre das (Wieder)Eingliedern von Richardson und Turkoglu auf diese Weise einfacher. Die Starting-Lineup mit Howard – Bass – Turkoglu – J. Richardson – Nelson; Arenas free-floating mit den Shootern Redick, Q. Richardson, Anderson und Howard in der Mitte.

    Für die Suns gefällt mir der Deal. Richardson spielte zwar eine starke Saison, aber mit dem Trade bzw. mit Carter gewinnt man mehr Flexibilität, ohne als Team leistungsmäßig abzufallen. Richardson müsste man im Sommer wohl langfristig (4-5 Jahre) verlängern, Carters semi-auslaufenden Vertrag könnte man vor der Draft nochmals für einen laufenden Vertrag traden, um die Zeit bis Nashs Abgang zu überbrücken. Als Beispiel nenne ich mal Richard Hamilton (plus X).

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