Atlanta Hawks, Indiana Pacers, Utah Jazz

Point Guard-Shuffle

Die Trades um Jazz, Hawks und Pacers

Teams in einer vergleichbaren Situation und ähnlichen Zielen sind meistens nicht die besten Tradepartner. Bei einem Contender und einem Lottery-Team lässt sich öfter eine für beide Seiten sinnvolle Transaktion abschließen als bei drei Teams, die alle um eine gute Playoff-Position kämpfen. Trotzdem wirkt der Teague-Hill-Trade auf den ersten Blick sehr logisch: Die Jazz unterstreichen – wie hier gefordert – ihre Playoffambitionen. Die Hawks lösen wie schon länger geplant ihre Überbesetzung bei den Spielmachern. Die Pacers setzten die Umgestaltung ihres Teams fort; mit dem Thad Young-Trade beschleunigte Larry Bird diesen Weg zusätzlich.

So einfach ist es jedoch nicht, sich ein Bild des Trades zu machen: Die Konstruktion des Trades erzwingt praktisch einige Fragen in Bezug auf die Beweggründe der Teams. Es wären beispielsweise auch andere Konstruktionen denkbar gewesen, die entweder Pacers oder Hawks außen vor gelassen hätten. Zudem müssen sich alle Franchises fragen, wie es in Free Agency und kommender Saison weitergeht.

Hill vs. Teague (vs. Schröder)

Der Vergleich der drei Spielmacher drängt sich geradezu auf, weil durch die einfache Struktur alle Beteiligten die Chance zu einer Variation des Trades gehabt hätten. Es wäre an sich kein Problem gewesen, einen der Akteure auszuschließen und stattdessen dessen Paket zu erhalten. Daraus lässt sich ablesen: Offensichtlich zogen die Jazz Hill Teague vor, während die Pacers genau entgegengesetzt denken. Gleichzeitig hatten die Hawks anscheinend kein Interesse, einfach Hill aufzunehmen. Auch die Frage nach dem Wert des 12. Picks gehört damit in diesen Zusammenhang.

Für den Vergleich der Playmaker spielt der Pick vorerst keine so große Rolle. Auch ist Schröder etwas außen vor, weil er deutlich jünger und mit einem teamfreundlicheren Vertrag ausgestattet ist. Gerade Teague und Hill lassen sich jedoch hervorragend vergleichen. Beide stehen mit Ende 20 an sich auf dem Zenit, verdienen noch ein Jahr lang etwa 8 Millionen Dollar und sind anschließend unrestricted Free Agents. Auch die Rollen wurden in allen Debatten um den Trade klar verteilt: Teague ist der offensiv bessere Spieler mit einem guten Allround-Game und klaren Spielmacherfähigkeiten. Hill gilt teilweise nur als Notlösung in Sachen Playmaking und wird oft als relativ limitierter 3&D-Spieler dargestellt.

Auch die Zahlen scheinen diese Einschätzung zu unterstützen: Hill erzielte gerade 12,1 Punkte pro Spiel, fast vier weniger als Teague. Auf 36 Minuten hochgerechnet wird der Unterschied noch gravierender: Teague und auch Schröder stehen bei fast 20, Hill immer noch nur bei 12,8. Ähnlich sieht es bei den Assists aus: Die beiden bisherigen Hawks-Spieler stehen bei über 7 pro 36, Hill bei bescheidenen 3,7. Soweit man individuellen Defensivstatistiken traut, kann Hill hier jedoch mit einem besseren DRPM und DBPM ausgleichen. Zudem weist Hill auch seine offensiven Vorteile auf: In der letzten Saison war er sowohl aus der Distanz als auch generell effizienter. Im ORtg sieht es mit 112 zu 97 (Schröder) bzw. 105 (Teague) sogar relativ deutlich aus. Zusätzlich demonstrierte er während Paul Georges Verletzungsausfall in der vorletzten Saison, dass er auch eine größere Rolle ausfüllen kann. Für Schröder lässt sich gegen diese Argumente seine Jugend anführen, aber gerade für ein Team mit vielen offensivstarken Spielern sind Argumente für Teague zumindest im vergangenen Jahr nicht so einfach zu finden.

Der Pacers-Retool

Aus diesem Grund wirkt der Trade für die Pacers etwas zweifelhaft: Was macht Teague gerade neben Monta Ellis oder Rodney Stuckey besser als George Hill? Zudem konnten die beiden und insbesondere Paul George Ballhandling-Aufgaben von Hill übernehmen, was tendenziell für alle Beteiligten kein Nachteil sein sollte. Es kann jedenfalls nicht im Interesse der Hawks sein, Spieler mit 30, 9 (Ellis) bzw. 24,1% (Stuckey) aus der Distanz in größerem Maßstab abseits des Balls einzusetzen. Umgekehrt scheint Teague als Off-Ball Spieler trotz seiner guten Quoten von der Dreipunktline (40%) nicht seinem Skillset entsprechend eingesetzt. In diesem Zusammenhang wäre also ein weiterer Trade wünschenswert, der die Guard-Situation der Pacers etwas ordnet.

Tatsächlich folgte jedoch eine Transaktion auf einer anderen Position: Die Pacers holten Thad Young für den 20. Pick und einen zukünftigen Secondrounder. Die wenig überzeugende Big-Rotation in der abgelaufenen Saison lässt die Entscheidung logisch erscheinen, in der Summe steht die Franchise somit jedoch gleich zwei Erstrundenpicks hinter dem geduldigen Szenario – schließlich hätten die Pacers für Hill auch direkt den 12. Pick bekommen können. Dafür stehen jetzt zwei ziemlich durchschnittliche Veteranen im Team, die zwar brauchbare Verträge aufweisen, aber nicht gerade die gefragtesten Skillsets. Young bietet beispielsweise weder in Bezug auf Spacing noch auf die Defensive wirklich Abhilfe.

Aus diesem Grund stellt sich die Frage, wie sich der Wert der Picks im Vergleich zu den Spielern darstellt. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Teams praktisch nicht bereit waren, für Durchschnittsstarter Erstrundenpicks abzugeben. Der Wert von Draftrechten sollte an sich aufgrund des steigenden Salary Caps weiter wachsen, so dass der doppelte Verzicht erstaunen muss. Zudem sind die Pacers nicht wirklich nah am Contender-Niveau und haben außer Paul George kaum Argumente in diese Richtung. Allenfalls Miles Turner kann als vielversprechend gelten, erreicht aber erst seine Sophomore-Saison. Die Pacers geben also in einer nicht gerade einladenden Situation Assets auf, die einem Top 10-Pick entsprechen (wie am Suns-Kings-Trade zu sehen).

Die Jazz auf dem Weg nach oben

Dieser Vorwurf trifft einerseits gleichzeitig die Jazz, die ja eigentlich den 12. Pick besaßen. Allerdings stellt sich hier trotz des fehlenden Franchise-Players die Situation anders dar: Das Team ist gespickt mit Talenten und weiteren Assets, sodass der abgegebene Pick verschmerzbar ist. Genaugenommen hätte sogar der sinnvolle Platz für den Draftee gefehlt – mit Trey Burke, Alec Burks, Dante Exum, Rodney Hood, Gordon Hayward, Trey Liles, Derrick Favors und Rudy Gobert ist jede Position durch Spieler mit 1990er-Jahrgang besetzt. Allerdings fehlte den drei Guards Burks, Burke und Exum bisher sowohl Gesundheit als auch Erfahrung, um den Rest des Teams sinnvoll zu unterstützen. Ein Rookie-Playmaker hätte an dieser Stelle nicht weitergeholfen.

Anders als den Pacers haben die Jazz auch einen echten Grund zur Eile: Hayward kann im Sommer 2017 seine Player Option nutzen und Free Agent werden. Auch fehlen, anders als bei beiden Tradepartnern, die Erfolge der letzten Jahre. Wer also die Verschwendung des Picks beklagt, fordert indirekt den Weg zurück in den vollen Rebuild ohne auch nur einen Playoff-Seriensieg. Der Preis für Hill ist auch deshalb akzeptabel, weil der Trade die Chancen auf einen neuen Vertrag mit Hayward verbessern sollte.

Dabei ist noch gar nicht miteinbezogen, dass Hill die genau richtigen Fähigkeiten für die Position Eins in Utah mitbringt. Die Bezeichnung Spielmacher ist hier ausdrücklich vermieden, denn diese Rolle wird tendenziell Hayward übernehmen. Während Hills Schwächen also ausgeglichen werden können, brauchen die Jazz sein Spacing in ihren großen Lineups mit Favors und Gobert auf jeden Fall. Zudem passt er in die defensive Identität des Teams. Die Jazz sollten daher gute Chancen haben, nächste Saison den Schritt in die Playoffs zu machen. Der einzige Schönheitsfehler ist, dass die Chance auf die noch größere Lösung – dem wohl perfekten Fit Mike Conley – somit aufgegeben wurde.

Wohin mit den Hawks?

Statt einem Schritt in die Playoffs ist in Atlanta das Gegenteil möglich: Mit dem Verlust von Teague und den möglichen Abgängen von Al Horford und Kent Bazemore würde dem Team vermutlich die Qualität für die Postseason fehlen. Trotz Paul Millsap, denn außer ihm hätten die Hawks keine der verlässlichen Säulen der Vergangenheit mehr. Neu-Starter Schröder wird erst in seine Rolle, Kyle Korver und Thiago Splitter zu alter Stärke finden müssen. Auch wenn Draftee Taurean Prince als 22-jähriger College-Senior möglicherweise sofort helfen kann, dürfte er kaum eine Konstante in einem Playoffteam darstellen. Aus diesem Grund weist der Trade aus Perspektive der Hawks seine Fragezeichen auf: Reduzieren sich so die Chancen auf einen Verbleib von Horford? Oder verbessern sich die langfristige Aussichten, weil Horford ohnehin gegangen wäre? Der Optimalfall wäre natürlich, dass sich die Hawks in diesem Sommer mit Horford neu aufstellen können, wofür der Abschied von Teague immerhin den finanziellen Spielraum vergrößert hat.

In jedem Fall scheinen die Hawks den Wert von Draftrechten höher einzuschätzen als ihre beiden Tradepartner: Es wäre schließlich auch möglich gewesen, den Pick sofort weiterzuschicken oder, wie oben angedeutet, Hill als Off Ball-Spieler neben Schröder einzuplanen. Unabhängig von der Situation des Teams scheint der Gegenwert auch recht brauchbar: Der auslaufende Vertrag eines Durchschnittstarters auf der tiefsten Position hätte nicht unbedingt auf einen Lottery-Pick als Gegenwert schließen lassen.

Fazit

Für die drei Teams sind die Ergebnisse trotz des grundsätzlich passenden Tradewerts und der nachvollziehbaren Grundidee recht gegensätzlich. Für die Hawks hängt alles von der Free Agency ab – wie entscheidet sich Horford? Eine weiterführende Einschätzung kann also frühestens in wenigen Wochen erfolgen. Bei den Jazz sind Aussichten relativ klar: Das Team hat nächste Saison hervorragenden Playoffchancen und gleichzeitig die mittelfristigen Perspektiven verbessert, wenn durch Hill Hayward zum Bleiben überzeugt wird. Bei den Pacers fällt es momentan schwer, einen konkreten Plan auszumachen, wozu der Young-Trade zusätzlich beiträgt. Die verschiedenen Bausteine des Teams scheinen nicht zusammenzupassen, und außer Paul George fehlt es etwas an echter Qualität. Die Nets als vierter Beteiligter konnten etwas Talent einsammeln, was sicher kein Fehler ist – aber angesichts ihrer desaströsen Situation vorerst keinen echten Unterschied machen dürfte.

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13 comments

  1. kdurant35

    Gut zusammengefasst. Viele Punkte gefallen mir gut, einige Rückschlüsse finde ich jedoch auch zumindest diskussionswürdig (was ja eh Sinn und Zweck sein sollte :-) )

    “Offensichtlich zogen die Jazz Hill Teague vor, während die Pacers genau entgegengesetzt denken.”

    Wenn (?) du hier rein aufs sportliche eingehst hab ich da zumindest meine Zweifel. Denke Teague würde sehr gut zu Utah passen. Könnte mit vorstellen, dass es hier vor allem ums finanzielle geht. Denn bei Hill kann ich mir eher vorstellen, dass er 2017 etwas billiger wird. Plant Utah langfristig mit Exum auf der 1 wäre Teagues neuer Vertrag wohl zu hoch. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass Hayward, Favors, Gobert, Hood etc. in den nächsten Jahren folgen. Hill wäre da sicher eine gute Übergangslösung. Dazu will Utah in den letzten Jahren unter allen Umständen uFAs vermeiden. Könnte mir gut vorstellen, dass man Favors und Hills Vertrag in der Offseason vorzeitig neu gestaltet. Favors und Teague hätte womöglich den Rahmen des Caps gesprengt.

    “Der Wert von Draftrechten sollte an sich aufgrund des steigenden Salary Caps weiter wachsen”

    Grundsätzlich stimme ich dir da zu. Auch wenn Young ja noch zumindest zwei Jahre einen alten Vertrag hat. Das der Wert von Draftpicks bei vielen Teams sinkt konnte man zuletzt jedoch häufiger beobachten. MMn führt gerade die Capsituation dazu. Denn da so viele Teams um die begehrten FAs kämpfen ist ein sportlich gut aufgestellter Kader derzeit wichtiger als zuvor. Zumindest mittelfristig. Denn der Wert der Picks ist für uFAs, die ja meist 26 aufwärts sind, eher zweitrangig. Denn die Prime ist jetzt. Könnte mir im steziellen Fall Indy gut vorstellen, denn PG13s FA rückt auch langsam näher. 2017 ist wohl die letzte Chance ihn für einen halbwegs fairer Gegenwert zu traden, falls sein Abgang wahrscheinlich wird.

    “Der einzige Schönheitsfehler ist, dass die Chance auf die noch größere Lösung – dem wohl perfekten Fit Mike Conley – somit aufgegeben wurde.”

    Vermutlich, aber wie du oben geschrieben hast kann Hill ja auch auf die zwei. Denke eher, dass man es als nicht wahrscheinlich einstuft.

    “Reduzieren sich so die Chancen auf einen Verbleib von Horford? Oder verbessern sich die langfristige Aussichten, weil Horford ohnehin gegangen wäre?”

    Genau die Frage stell ich mir auch seither :-)

  2. willis

    Hmm, also unter welchen Gesichtspunkten Utah Hill Teague vorzieht können wir nicht genau wissen, dass sie es jedoch tun ist eindeutig, sonst hätten sie ja auch den Deal mit Atlanta direkt machen können.

    Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sie Hill sportlich vorziehen. Er ist der bessere Verteidiger & Schütze der nicht allzu viel Usage braucht, mit erhöhter Usage aber gut zurecht kommt.
    Ich finde Hill für die Jazz perfekt und bin immer noch begeistert von dem Deal.

    Von ihrer Spurszeit kennen GM Lindsey und Coach Snyder George Hill und Snyder kennt Teague als Assistent Trainer bei den Hawks – ich denke die Entscheidung für Hill war alles andere als willkürlich.

  3. kdurant35

    Willkürlich ist eine finanzielle Entscheidung auch nicht. Was mir sportlich an Teague gefällt ist sein Zug zum Korb. Da kann er Räume reißen wie kein anderer der Jazz. Das gibt der Schwachstelle eine neue Dimension. Hill passt ebenfalls gut. Gerade seine D ist top. Aber Teague war ja ebenfalls PG der zweitbesten D der Liga. Im Gesamtkonzept der Jazz hätte ich da keine Bedenken. Aber wie geschrieben. Ich halte es zumindest für diskussionswürdig. Was der wirkliche Grund ist werden wir wohl eh nicht erfahren.

  4. Sebastian Seidel

    Willkürlich ist eine finanzielle Entscheidung auch nicht. Was mir sportlich an Teague gefällt ist sein Zug zum Korb. Da kann er Räume reißen wie kein anderer der Jazz. Das gibt der Schwachstelle eine neue Dimension. Hill passt ebenfalls gut. Gerade seine D ist top.

    Wäre sicherlich auch nicht schlecht für Utah gewesen. Finde es aber auch gut, dass Utah jetzt einen sehr kompatiblen PG hat. Gibt ja schon ein paar Flügelspieler Hayward, Burks, z.T. auch Hood, welche gerne mal den Ball in der Hand haben. Teague hat zwar auch immerhin 40% Dreier dieses Jahr getroffen, dennoch kommt es seinen Stärken mehr entgegen, wenn er den Ball dominieren kann.

    Aber Teague war ja ebenfalls PG der zweitbesten D der Liga. Im Gesamtkonzept der Jazz hätte ich da keine Bedenken. Aber wie geschrieben. Ich halte es zumindest für diskussionswürdig. Was der wirkliche Grund ist werden wir wohl eh nicht erfahren.

    Team war defensiv aber mit ihm deutlich schlechter.
    DRtg On: 100.9
    DRTG Off: 96.0

    Soll nicht heißen, dass er ein mieser oder unterdurchschnittlicher Verteidiger ist. Nur es gab andere Gründe warum Atlanta defensiv so gut war.

  5. willis

    Für die Jazz ist es wichtig, dass Hill auch SG spielen kann, sprich, auch neben Exum. Auf Burks können wir uns derzeit nicht verlassen – zwei Saisons verletzt. Hill gibt uns richtig viel Flexibilität.
    Jetzt haben wir genug Tiefe auf dem Flügel, dass Hayward auch mal auf die Vier rutschen kann. Ich bin kein Fan dieser Idee, aber wenn es nötig sein sollte…
    Als die Jazz das letzte Saison versuchten ging das schief, da musste Joe Ingles Minuten abreißen. Will ihm das nicht komplett anhängen, aber wenn die Jazz Smallball spielen wollen, dann muss die Qualität auf jeder Position hoch sein damit das funktioniert.

  6. Julian Lage

    |Author

    Gut zusammengefasst. Viele Punkte gefallen mir gut, einige Rückschlüsse finde ich jedoch auch zumindest diskussionswürdig (was ja eh Sinn und Zweck sein sollte :-) )

    “Offensichtlich zogen die Jazz Hill Teague vor, während die Pacers genau entgegengesetzt denken.”

    Wenn (?) du hier rein aufs sportliche eingehst hab ich da zumindest meine Zweifel. Denke Teague würde sehr gut zu Utah passen. Könnte mit vorstellen, dass es hier vor allem ums finanzielle geht. Denn bei Hill kann ich mir eher vorstellen, dass er 2017 etwas billiger wird. Plant Utah langfristig mit Exum auf der 1 wäre Teagues neuer Vertrag wohl zu hoch. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass Hayward, Favors, Gobert, Hood etc. in den nächsten Jahren folgen. Hill wäre da sicher eine gute Übergangslösung. Dazu will Utah in den letzten Jahren unter allen Umständen uFAs vermeiden. Könnte mir gut vorstellen, dass man Favors und Hills Vertrag in der Offseason vorzeitig neu gestaltet. Favors und Teague hätte womöglich den Rahmen des Caps gesprengt.

    Danke, und da würde ich dir nicht groß widersprechen. Der Satz ist nicht nur auf das Spielerische gemünzt, Hill hat einfach aus verschiedenen Gründen besser gepasst. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, dass er so viel günstiger wird als Teague.
    Meinst du am Schluss Hill und Hayward? Bei Favors ist die Eile ja noch nicht ganz so groß ohne PO.

    Was die Defense betrifft: Allein aus der Tatsache, dass die Hawks Teague mehr oder weniger loswerden wollten, würde ich schließen, dass sie da auch nicht zu optimistisch sind.

  7. kdurant35

    Nein, ich meine schon Favors und Hill. Denn im Gegensatz zu Hayward ist dies bei den beiden möglich. Hayward erfüllt die Vorraussetzungen erst im nächsten Jahr, wo er eh die PO hat. Favors kann dies ab Oktober. Hab ihn deshlab mit reingepackt, da ein langfristiger Vertrag von ihm und Hill sich positiv auf eine potenzielle Unterschrift von Hayward auswirken könnte. Dazu wäre er so billiger als wenn Utah dies 2017 macht.

    Bei Teague gehe ich davon aus, dass er nächstes Jahr 25 Mio aufwärts bekommt, und sich dem auch recht sicher sein kann. Wenn Utah Hill bereits in diesem Jahr einen neuen Vierjahresvertrag anbietet mit 8 (max 10) Mio Gehaltssteigerung könnte eine vorzeitige Verlängerung bereits interessant sein. Er ist ja etwas Älter und nich immer ganz gesund gewesen. Eine Verdoppelung des Gehalts 2016/17 und Vertragssicherheit für 3 oder 4 Jahre könnte da schon interessant sein.

  8. Julian Lage

    |Author

    Nein, ich meine schon Favors und Hill. Denn im Gegensatz zu Hayward ist dies bei den beiden möglich. Hayward erfüllt die Vorraussetzungen erst im nächsten Jahr, wo er eh die PO hat. Favors kann dies ab Oktober. Hab ihn deshlab mit reingepackt, da ein langfristiger Vertrag von ihm und Hill sich positiv auf eine potenzielle Unterschrift von Hayward auswirken könnte. Dazu wäre er so billiger als wenn Utah dies 2017 macht.

    Ich nehme mal an, wir reden beide über diesen Absatz hier: http://www.cbafaq.com/salarycap.htm#Q61 Du liest ‘third anniversary’ nach dem Termin, wo die Extension vereinbart wurde, nicht nach Inkrafttreten? Ich finde es bei noch 2 Jahren auch deutlich schwerer, den Wert einer Nachverhandlung einzuschätzen.
    Für Hayward hast du natürlich recht, das geht nicht, war ja nur 3+1…

    Die Hill-Vertrags-Dimensionen (und Sinn einer Renegotiation) kann ich mir absolut vorstellen, aber Teague bei 25 Mio aufwärts? Das fällt mir selbst bei 110-Mio-Cap schwer, wäre ja immer noch auf Post-Rookie-Max-Niveau. Er sollte aber denke ich höchstens der viertbeste Spieler eines Teams sein, wenn man etwas gewinnen will.

  9. kdurant35

    Ja, das hab ich so bei Eric Pincus gehört und hatte mich auch erst überrascht. Aber das war ein Pod mit Larry Coon. Und der hat das bestätigt. Dementsprechend interprätiere ich das jetzt so :D .

    Bei Teague glaub ich wirklich daran. Sein Max wird wohl über 30 Mio liegen. Und das selbst nur dann, wenn nicht im neuen CBA ein höherer %-Satz für die Spieler vereinbart wird. Dann könnte es noch höher gehen. Wenn Indy nicht ebenfalls vorzeitig verlängert braucht es ja nur ein anderes Team, dass verzweifelt genug ist, den Preis zu treiben. Komischerweise hab ich die Kings da im Hinterkopf ;), wenn sie die PG-Problematik in dieser Offseason nicht langfristig lösen können. Ebenso Philly. Will der Besitzer investieren können die es sich ja auch leisten einen wie Teague überzubezahlen. Denn noch sind die ganzen ja in Rookieverträgen und können dann beliebig verlängert werden. Sobald Noel, Embiid etc voll bezahlt werden müssen ist diese Chance vorbei. Und da tickt die Uhr.

  10. kdurant35

    “Ich finde es bei noch 2 Jahren auch deutlich schwerer, den Wert einer Nachverhandlung einzuschätzen.”

    Das stimmt schon. Aber diese Offseason ist sein Max bei gut 22 Mio, 2017 rutscht er in die 30% tier und er kann gut 30 bekommen. Dazu ist unklar ob man das Geld hat wenn man mit Gobert vorzeitig und mit Hayward und Hill dann verlängert. Ihm jetzt achon 22 Mio anstatt ca. 11 (?) in den nächsten beiden Jahren zu bieten könnte schon reizvoll sein. Denn selbst wenn Favors 2018 mehr bekommen könnte hätte er bis dahin 22 Mio verloren (plus Verletzungsrisiko). Solch ein neuer Vertrag bis 2020 mit dem jetztigen Max könnte für beide vorteilhaft sein. Und Utah kann es sich jetzt eher leisten als 2018.

  11. Julian Lage

    |Author

    Larry Coon ist da ziemlich überzeugend, die Formulierung geht ja auch in die Richtung (und ist von ihm ;) )
    Was den Sinn des Nachverhandeln betrifft: Ist alles schlüssig und nicht undenkbar, aber doch eher unwahrscheinlich, würde ich sagen. Bei einem Jahr ist das überschaubar, bei zweien sind die Konsequenzen zu unübersichtlich. Also z.B., wie der Salary Cap wirklich steigt, was neu verhandelt wird usw.

    Zu Teague – ich würde erst mal gar nichts ausschließen was verrückte Verträge in den nächsten Jahren betrifft, aber für mich ist er keiner der besten 15 PGs der Liga. Und gerade auf der Position möchte ich nicht für etwas mehr Qualität das doppelte bezahlen… Aber gut, das widerspricht nicht deiner Argumentation, dass die Jazz ihn deswegen nicht wollen. Ich würde nur für Kings und Sixers hoffen, dass sie nicht so viel Geld in die Hand nehmen für Teague.

  12. kdurant35

    zu Favors: Ich kann es nicht einschätzen. Sehe da Argumente für beide Richtungen.

    zu Teague: Ohne jetzt durchzugehen. Irgendwo zwischen 10 und 15 würde ich schon vermuten. Und wenns rein nach dem %-Cap im Vergleich zu früher geht wird 2017 ein durchschnittlicher Starter (und da seh ich ihn noch etwas drüber) knapp 18 Mio bekommen. Ein Wettbieten nicht mit einkalukuliert. Und Teams wie die Kings und 76ers (Ruf Stand heute) werden wohl noch etwas weiter überbezahlen müssen. Für mich kommt es halt auf die Situation an. Wenn der Cap danach wirklich leicht sinken oder stagieren sollte ist 2017 eine gute Möglichkeit nochmal Gehälter aufzunehmen. Gerade die Teams mit jungen billigen Spielern können halt davon profitieren. Aber das ist natürlich reine Theorie, denn von außerhalb lässt es sich immer leicht reden, dass man später “nur” Luxussteuer bezahlen muss und die paar Mio extra dem Cap nicht schaden ;)

  13. willis

    Je nachdem was die Jazz in dieser Freeagency machen, aber wenn sie Geld haben, dann sollte man es Favors doch verkaufen können sofort mehr Geld zu bekommen mit der Aussicht mittelfristig immer noch in einem guten Team zu spielen (mit Hayward und Rudy!) und nicht nur die nächsten 2J.


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