Draft, NCAA Previews 12/13

College Roundup

Im Gegensatz zu anderen Sportligen wie der NBA ist es beim College Basketball nicht gerade einfach, dem Leser einen Überblick zu verschaffen. Die besten acht Teams wurden bereits vorgestellt, was in Bezug auf die Entscheidung im März schon einmal helfen sollte. Doch das ist bei Weitem noch nicht genug. In diesem Artikel soll es um ein paar Außenseiter, Geheimfavoriten und Ausnahmespieler gehen. Des Weiteren wird die Situation in der Big East thematisiert. 

Gonzaga Bulldogs

Es zählt für Elias Harris und die Gonzaga Bulldogs. In seinem Senior-Jahr muss der Deutsche nun beweisen, dass er das Team auch im März zu Erfolgen führen kann. CBS sieht Harris sogar als einen der 50 besten Spieler des ganzen Landes und nicht nur das: Einige Experten halten es tatsächlich für wahrscheinlich, dass die Bulldogs das Final Four erreichen.

Nachdem Point Guard Kevin Pangos eine mehr als solide Freshman-Saison ablieferte, wird Head Coach Mark Few alles daran setzen, dass sich sein Schützling nochmals weiterentwickelt. Den Sommer verbrachte er mit dem kanadischen Nationalteam. Mit Harris und Pangos haben die Bulldogs zwei der besten Spieler in der WCC. Trotz des Abgangs von Robert Sacre sind die Zags mehr als gut aufgestellt. Big Man Sam Dower sollte in der Lage sein, diese Lücke zu schließen. 

UNLV Rebels

Dieses Jahr können sich die Rebels glücklich schätzen, einen der besten Frontcourts in der gesamten NCAA zu haben. Neben NBA-Talent Mike Moser werden auch noch Freshman Anthonny Bennett und Pitt-Transfer Khem Birch auflaufen. Die beiden Neuzugänge gehören zur Spitze ihrer jeweiligen Recruiting-Klassen und sollten sofort wichtige Rollen übernehmen. Auch wenn es keinen Platz in unserer Top acht gab, sollten die Jungs aus Vegas auf keinen Fall in Vergessenheit geraten. Mit diesem Team ist definitiv zu rechnen.

Missouri Tigers

Schon letztes Jahr waren die Missouri Tigers in aller Munde. Die Die Aufstellung mit vier Guards hat gegen so gut wie jeden Gegner Matchup-Probleme en masse ausgelöst und Center Ricardo Ratliffe war enorm effektiv. Obwohl es einige Abgänge zu verbuchen gab, werden die Jungs von Coach Frank Haith durch einige Transfers verstärkt. Die wichtigsten sind dabei eindeutig Jabari Brown und Center Alex Oriakhi, der sich entschied, UConn zu verlassen. Seine defensive Präsenz wird für das backcourtlastige Team sehr wichtig sein. Brown wird dem Team eine weitere Option auf dem Flügel geben und mit seinem athletischen Spiel für Highlights sorgen.

Michigan Wolverines

Alleine Point Guard Trey Burke macht dieses Team schon zu einem Titelanwärter in der Big Ten. Mit seinem Talent sollte er auf jeden Fall ein Favorit auf einen Platz im All-Big Ten Team sein. Es besteht sogar eine realistische Chance auf eine Auszeichnung als All-American. Wenn er über den Sommer noch an seinem Wurf gearbeitet hat, werden die Kontrahenten der Wolverines so ihren Spaß mit dem 20-Jährigen haben. Zwar ist das Team von John Beilein die Nummer fünf des Landes in der Preseason Poll, doch wir sehen sie nicht ganz so stark. Michigan stellt sicherlich wieder ein hervorragendes Team, der Verlust von Spielern wie Zack Novak wird aber eine Lücke hinterlassen. Im Frontcourt hat man mit Mitch McGary einen sehr talentierten Freshman im Team. Doch es muss abgewartet werden, ob er die Last tragen kann. Diese Mannschaft wird wieder um den Big Ten-Titel mitspielen, ein Platz in unserer Top acht schien uns aber nicht angemessen.

 

Oklahoma State Cowboys

Die Oklahoma State Cowboys sind in den letzten Jahren eher mit Niederlagen in Verbindung gebracht worden. Doch nachdem Top-Rekrut LeBryan Nash im vergangenen Jahr an die Uni gefunden hat, kam ESPNU Top 20 Rekrut Marcus Smart vor ein paar Monaten dazu. Der Guard ist aufgrund seiner Anführerqualitäten in aller Munde und selbst andere College-Coaches loben ihn nach seinem Auftritt bei dem FIBA U18-Turnier, wo er das Team USA anführte. Auch wenn dieses Team nicht talentiert genug ist, um den ganz großen Schritt zu machen, ist auf jeden Fall das Potential vorhanden, um den einen oder anderen Favoriten zu ärgern. 

Syracuse Orange 

Wenn man seine zwei besten Spieler im Backcourt verliert, sieht es meist düster aus. Doch nicht für Jim Boeheim und die Syracuse Orange. In dem enorm tiefen Team vom vergangenen Jahr konnte ein Elite-Talent wie Michael Carter-Williams teilweise komplette Partien auf der Bank versauern. In dieser Spielzeit wird das aber garantiert nicht passieren! Abgesehen davon, dass Scoop Jardine und Dion Waiters eine riesige Lücke hinterlassen, wird MCW mit seinem variablen Spiel eine Monstersaison abliefern, zumindest sollte er das. Es sind alle Tools vorhanden, um das Spiel zu dominieren. Wer die Chance hat, sollte sich unbedingt mal ein Spiel der Orange anschauen, denn dieser Junge ist es definitiv wert!

Creighton Blue Jays

Nachdem Creighton im März in der dritten Runde an North Carolina scheiterte, geht es nun wahrscheinlich in das letzte Jahr von All-American Doug McDermott. Der Sohn von Coach Greg McDermott ist ein heißer Kandidat auf den Naismith Award für den besten Spieler. Die Werte von 22.9 Punkten und 8.2 Rebounds können sich sehen lassen, werden aber vermutlich noch einmal steigen. Es lastet Druck auf seinen Schultern, doch genau das will der Superstar des Teams auch. Der Big Man möchte sich mit mehr als nur einem Conference Titel verabschieden, denn auch in der March Madness soll es weiter gehen. Das Potential hat das Team auf jeden Fall. Wenn die Kontrahenten stimmen, sollte es zumindest möglich sein, über die dritte Runde hinauszukommen, insbesondere mit einem Ausnahmetalent wie McDermott in den eigenen Reihen. 

 

Letztes großes Jahr der Big East? 

Es ist ein großes Jahr für die Big East. Die beiden Elite-Unis Syracuse und Pittsburgh gehen in ihre letzte Saison, bevor sie in die ACC wechseln. Das wird für noch mehr Brisanz in den abschließenden Partien sorgen. Insbesondere die Rivalität zwischen den Orange und Georgetown wird dem Publikum und den Fans fehlen. Jedoch haben sowohl Jim Boeheim als auch John Thompson III schon andeuten lassen, dass sie weiterhin Spiele zwischen einander im Non-Conference Schedule austragen wollen. Pitt sollte dieses Jahr stark verbessert aufspielen und zum oberen Teil der Conference gehören. Auch Head Coach Jamie Dixon hat sich bereits klar dafür ausgesprochen, dass die Panthers weiterhin bei Ereignissen im Big East-Raum teilnehmen werden. So soll es mindestens einmal im Jahr in den Madison Square Garden gehen, egal ob in einer Partie gegen St. John’s oder bei einem Turnier wie dem Jimmy V Classic oder dem Preseason NIT. 

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