Draftprofile 2011

Derrick Williams

Datenblatt

Name: Derrick Williams

Position: Small Forward/Power Forward

[xrr rating=2.5/4] (Borderline-Allstar)

College: University of Arizona

College-Erfahrung: Sophomore

Man stelle sich einen Spieler vor, der sich trotz gleichbleibender Spielzeit im Vergleich zum Vorjahr in allen statistischen Kategorien verbessert. Gibt es nicht, oder? Nein, gibt es nicht, denn Derrick Williams‘ Turnoverzahlen haben ein wenig zugenommen. Ansonsten spielte der als Power Forward auflaufende Williams eine wahnsinnige Saison in Arizona.

Skills

19 Punkte und 8 Rebounds brachte er den Arizona Wildcats pro Spiel in der regulären Saison ein, traf seine Würfe aus dem Feld zu 61% – und seine Dreier auch fast mit der exakt selben Häufigkeit (60%). Im NCAA-Tournament erhöhte er den Schnitt auf 22,7/9 mit dem Höhepunkt gegen Duke, wo Williams 5 Dreier traf und mit 32/13 den Titelfavorit fast im Alleingang besiegte.

Der vielseitige Forward besitzt zudem auch ein gutes Ballhandling und einen unbändigen Motor. Williams ist für einen College-Power Forward zwar groß genug und körperlich vielen seiner Gegenspieler überlegen, aber die Größe von knapp 2 Metern werden es wohl verhindern, dass Williams ein Superstar in der NBA wird. Dabei bringt Williams ansonsten viele Tools mit, um in der NBA zu überzeugen. Er ist ein solider Athlet, kann sowohl in- als auch outside spielen und den Ball hin und wieder bringen. Er ist ein sehr vielseitiger Spieler, der immer aktiv ist. Aber gerade diese Vielseitigkeit ist auch das Problem Williams‘. Ist er ein Small Forward? Kann er den Dreier in der NBA konstant werfen? Im letzten Jahr waren es statt 60 nur 25%. Oder kann er als undersized Power Forward wie Paul Millsap Einfluss aufs Spiel nehmen? Das wohl auch nicht in dem Maße wie der Utah-Forward. Williams ist zudem schon am College kein auffälliger Shotblocker, verteidigt zwar ordentlich, aber eben gegen College-Gegenspieler. Williams müsste den Tweener-Status loswerden, um ein guter Starter in einem guten NBA-Team zu werden. Spielt das Team jedoch oft Smallball, kann Williams die Vier bekleiden, kann mitrennen, werfen, im Low Post sein Glück versuchen und hustlen.

Williams ist definitiv ein gutes Prospect, denn er war der effizienteste Spieler der gesamten NCAA. So richtig auf der Rechnung hatte ihn keiner der Scouts.

Charakter

Derrick Williams ist ein harter Arbeiter an beiden Enden des Spielfeldes und ist wohl in etwa so auch charakterlich einzustufen. Es gibt keinerlei Bedenken, dass Williams ein Headcase sein könnte. Es gibt nicht einen Bericht, dass Williams sich jemals nicht mannschaftsdienlich verhalten hat – und so spielt er auch. Anhand seiner Emotionen im Spiel konnte er seien Mitspieler pushen. Es ist abzuwarten, ob er dies auch in die NBA übertragen kann.

Sein stark verbessertes Shooting-Skill-Set lässt zudem den Schluss nahe, dass er stetig darauf bedacht ist, sein Spiel zu erweitern und zu verbessern und demzufolge eine gute Work-Ethic verspricht.

Draftaussichten

Williams ist ein legitimer NBA-Spieler und sicherer Top 5-Pick (wir sehen ihn als nur einen von zwei Prospects in diesem Jahrgang mit Allstar-Potenzial), der auch schon den Körper für die „big boys“ hat. In diesem Sinne ist er NBA-ready. Zu beachten ist jedoch, dass dieser gewaltige Leistungssprung innerhalb einer Saison erst in der NBA bestätigt werden muss. Williams wäre nicht der erste College-Spieler, der in einem eher schwachen Jahrgang sehr gute Zahlen anzubieten hat, diese aber in der NBA nicht bestätigen kann. Tut er dies aber, steht ihm einer großen Karriere nichts im Wege.

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2 comments

  1. Hassan Mohamed

    Wie würde Dein “Best Case – Probable Case – Worst Case”-Szenario für Derrick Williams aussehen?

  2. Puh, sehr schwer.

    Best case ist vielleicht Carmelo Anthony – wenn Williams es wirklich schafft, zu beweisen, dass er a) ein SF ist und b) sein Shooting-Year kein “Fluke” war. Daran glaube ich aber niemals. Eher Lamar Odom in Lakers-Zeiten (lies: ein Scheitern als Scoring-Option).

    Realistisch sehe ich ihn eher als eine Art Jeff Green, der in einem für ihn passenden Team aber mehr Impact haben kann als dieser in OKC, wo er out of position spielen musste.

    Worst case wäre ein Tweener, der nicht Drei oder Vier ist und dementsprechend keine Rolle in der NBA findet. Beim falschen Team (das könnten die Timberwolves mit Beasley und Love bspw. sein) könnte das auch bedeuten, dass er nicht mal Starter würde.

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