Draftprofile 2017

OG Anunoby

Indiana Hoosiers

Datenblatt

Name: OG Anunoby

Geburtsdatum: 17.07.1997

Größe: 6’8”

Gewicht: 215 lbs

Spannweite: 7’2.5‘‘

Position: Wing

Team: Indiana Hoosiers

 

Überblick

Stärken/Schwächen | Scouting-Logbuch | Spielervergleich | Videos | Wichtige Spiele | Artikelempfehlungen | Statssektion | Trivia | Twitter

Stärken

Schwächen

 + Defensive Vielseitigkeit

+ Spot Up Potential

+ Physiche Tools

– Playmaking

– Verletzungsanfälligkeit

– fehlende NBA-Range

Scouting – Logbuch

OG Anunoby ist eine Erscheinung für sich. Das hat weniger mit dem Offensiven auftreten des Indiana-Stars zu tun, sondern vielmehr mit seinen körperlichen Voraussetzungen. Gerüchte besagten, dass seine Wingpsann bei 7’6” liegen würde! Das wären 3 Inch mehr als der “Greek Freak” Giannis Antetokoumpo. Durch die Vermessungen der Draft Combine gab es zumindest eine kleinere Ernüchterung. Seine Spannweite beträgt nämlich nur 7’2.5”. Auch wenn dieser Wert die angenommenen Ausmaße unterschreitet , so merkt man ihm die körperlichen Vorteile an. Vom Körper her ist der gebürtige Britte weiter als alle anderen College Boys. Ob diese Tools auch in der NBA Vorteile mitbringen, wird sich allerdings noch zeigen müssen. 

Physische Tools

Wie schon erwähnt macht seine überragende Spannweite OG Anunoby zu einem besonderen Spieler. Doch nicht nur die Wingspan beschert ihm körperliche Vorteile – Er ist zudem auch sehr bullig gebaut. Der breite Frame hilft zusätzlich.

Die Knieverletzung, die er sich im Laufe der Saison zuzog, könnte allerdings ein Problem sein. Eine genaue Diagnose gab es offiziell nicht, allerdings soll es sich angeblich um einen Kreuzbandriss gehandelt haben. Gerade bei seinen Vorteilen, die aus seiner Physis resultieren, müssen die Teams hier genau hinschauen. Nachhaltige Probleme könnten sich zu einer Red Flag entwickeln. Es ist Vorsicht geboten!  

Defensive

In der Verteidigung zeigt Anunoby schon jetzt viele sehr gute Ansätze. Seine langen Arme helfen ihm dabei, die Passwege zuzustellen. Dies macht sich nicht gerade selten mit Steals bemerkbar. In 100 Possessions produziert er so 3.2 Steals. 

Die Schattenseite dieser Steals lässt sich daran auch aufzeigen. Häufig ist er zu sehr auf den Steal aus. Teilweise spekuliert er noch zu viel.

Doch damit nicht genug, helfen diese gleichwohl bei Rimprotection. Dank seiner guten Sprungkraft und Timinig kann er durchaus als brauchbarer Ringbeschützer angesehen werden. Seine Größe von gerade einmal 6’8” machen sich hier kaum bemerkbar.

Auch bei Closeouts erschwert er dem Gegenspieler so immer wieder den Wurf.

Im Lowpost gibt er sowieso eine sehr gute Figur ab. Er kann selbst gegen größere Gegenspieler mithalten und den entry Pass verhindern

Und als ob das noch nicht genug sei, kann der Hoosier-Foward es auch mit Flügeln aufnehmen. Am Perimeter zeigt er guten Einsatz und positioniert sich sehr tief. Er schafft es gegen flinke Gegenspieler zwar nicht immer, den Drive komplett zu stoppen, kann aber schwere Würfe erzwingen. Das funktioniert übrigens auch gegen den besten College Ballhandler des vergangenen Jahres. Mit einer exzellenten defensiven Aktion gegen Naithmisth Player of the Year Frank Mason III gewinnt OG seinen Hoosiers hier (fast) das Spiel.

Andeutungsweise mag man es vielleicht schon gesehen haben: Diese Vielseitigkeit sorgt dafür, dass OG nahezu alle Spieler nach Switches verteidigen kann. Im Pick and Roll hat er allerdings immer noch Probleme und bleibt an Blöcken hängen.

Einzig überathletische Ballhandler und dominante Big Men könnten ihm echte Probleme bereiten, wobei er selbst hier auf dem College Level kaum komplett verloren ist. Dennoch ist er aufgrund seiner fehlenden Erfahrung inkonstant und auch seine Kommunikation ist nicht immer die beste. Mit mehr Erfahrung sollte er dies jedoch beides in den Griff bekommen. 

Mit diesem Skillset ist er einer – wenn nicht sogar der –  vielseitigsten Verteidigern der Draftklasse. 

Offensive

Am anderen Ende des Parkettes kann der Wing der Hoosiers nicht im selben Maße überzeugen. Seine Zahlen sind dennoch sehr gut, er schließt mit 76 % sehr erfolgreich am Ring ab. Gerade seine Straighline-Drive machen ihn zur Gefahr:

Wirkliche Countermoves muss er dabei noch entwickeln. Anunoby kommt eher über seine Physis und dem schnellen ersten Schritt, mit dem er den Korb attackiert. Fairerweise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass er sich gerade im Fastbreak bereits einige schöne Moves aneignen konnte.

Auf der anderen Seite ist er allerdings nicht nur mit dem Ball in der Hand effektiv. Er kann auch als Lob-Target gefunden werden und über Ringniveau abschließen. Sein bulliger Körper hilft ihm, auch mit Kontakt zum Gegenspieler abzuschließen. 

Sein Dreier bleibt mit etwas über 30% in der vergangen Spielzeit jedoch sehr wackelig. Seine Quote bei Spot Ups ist jedoch deutlich besser. 1,32 PPP bei 59 Catch and Shoot Versuchen deuten ein gewisses Potential an.

Dieses Potential resultiert aber nur aus dem guten Rhythmus und entfaltet sich nur, wenn er Platz hat. Sein Wurf ist eher Flach und unrund. Mit Zeit und Platz fühlt sich der Wurf dabei relativ sicher an. Er darf zumindest nicht allein stehen gelassen werden. 

Seine Freiwürfe deuten an, dass er auf dem nächsten Level Probleme haben sollte! Gerade einmal 52% seiner Foulwürfe traf der Flügel. Allerdings zeigt der Trend deutlich nach oben – eine Steigerung von 48% auf 57% zeigt den Willen zur Verbesserung. 

Dieses Shooting Potential macht ihm zu einem potentiellen Spacing Big in einem Small Ball System oder einem eher klassischen Flügelverteidiger. 

Playmaker

Außerhalb des Spot Up Shooting schafft es Anunoby nicht wirklich, seine eigenen Pull Ups zu kreieren.

Auch beim Drive gibt es Probleme, wenn er sich nicht durchpowern kann. Sein Ballhandling ist nicht das beste. Schafft man es also seinen Drive zu stoppen, bekommt er Probleme.

Und auch seine Pässe sind häufig nicht präzise genug. 3,7 Turnover bei 100 Possesions und einem relativ geringen Usage von gerade einmal 20% sprechen auch hier für gewisse Probleme. Allerdings deutet er auch immer wieder an, dass er in der Lage ist sehr intelligente Pässe zu spielen.

Spielervergleich 

Mit dem Knie steigt und fällt seine NBA-Potential. Ohne medizinisches Fachwissen bleiben die Prognosen deshalb recht vage. Defensiv sollte er in jedem Fall brauchbar sein. Ein Rollenspieler-Potential in die Richtung Corey Brewer kann man ihm durchaus bescheinigen. Alles weitere hängt von seiner offensiven Entwicklung ab. Als bulliger Verteidiger, der Gefahr hinter der Dreipunktelinie ausstrahlt könnte er die Rolle eines DeMarre Carroll einnehmen. Das Optimum wäre ein Spieler, der auch im Drive Scoringmoves entwickelt. In diesem Fall wäre ihm das Starterpotential wohl nicht mehr abzusprechen sein. Vom Spielertyp könnte die Reise dann in Richtung Luol Deng gehen. Die Kombination aus NBA-Body und gute Fußarbeit macht ihn zum wohl besten Verteidiger der 2017er-Klasse.  Es ist allerdings eben sowenig ausgeschlossen, dass er sich zu einem dauerverletzten Problemfall entwickeln könnte. 

Videos

Wichtige Spiele mit aufschlussreichem Matchup

Artikelempfehlungen

“When OG Anunoby is on the court, it’s impossible to miss him. It begs just one question: who is OG Anunoby?”

How OG Anunoby went from an undiscovered recruit to a March Madness sensation

Statssektion

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Trivia

Sein Bruder Chigbo Anunoby spielt professionell Football 

Twitter

@OGanunoby

  •  
  • 3
  •  
  •  
  •  
  •  

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben