BBL, Scouting

Titelkandidaten?! – Preview, Teil 5

BBL News wird euch in den kommenden Tagen in fünf Teilen eine dicke Saison-Vorschau bieten. Alles was ihr zu den Teams wissen müsst, findet ihr bei uns. Weiterhin werden bald alle aktuellen Kader auf unserer Webseite integriert. Somit geht ihr bestens informiert in die neue Saison 2014/15!

 

EWE Baskets Oldenburg – Erfahrungsschatz

 

Seitdem Sebastian Machowski das Zepter in Oldenburg übernommen hat, sorgen die Nordlichter für Furore innerhalb der Beko BBL. Seit der Enttäuschung vor drei Spielzeiten wurde ein neues Zeitalter in Oldenburg geschrieben. Mit Sebastian Machowski wurde der Begriff der Kontinuität neu definiert. Neben der Definition des Zusammenhalts hat Sebastian Machowski auch das Wort der Erfahrung mit nach Oldenburg gebracht. Seit seiner Ankunft in Oldenburg spielt das Duo Jenkins / Paulding zusammen. Seit der Spielzeit 2007/08 wirbeln beide die Beko BBL immer wieder auf, wobei Jenkins bereits seit 2006/07. Obwohl beide die 30 Lenzen überschritten haben, brillieren sie immer wieder mit Traumquoten. So verwandelten beide ihre Würfe jenseits der 6.75m mit über 40%. Ohne seine Station 2010/11 in Spanien kann der Center Adam Chubb auch als eines der Liga-Urgesteine aufgezählt werden, da seine Karriere in der BBL bei Gießen 2005/06 begann. Hinsichtlich der Erfahrung gesellen sich – neben den Trio der Liga-Urgesteinen – die beiden Neuzugänge Philipp Zwiener und Tywain McKee dazu. Im besten Basketball-Alter und bereits viel Erfahrung kann das Forward-Duo Robin Smeulders und Nemanja Aleksandrov und der Guard Chris Kramer vorweisen. Aber nicht nur das Wort Erfahrung steht im Notizblock von Sebastian Machowski sondern auch die Entwicklung von jungen deutschen Talenten. Neben den Eigengewächsen Jan Niklas Wimberg und Dominic Lockhart möchte Machowski aus den beiden Nationalspielern Philipp Neumann und Maurice Stuckey gestandene Profis machen. Gerade Philipp Neumann konnte bereits in der vergangenen Spielzeit immer wieder beweisen, dass er immer wieder um den Ball auf beiden Seiten des Feldes kämpft – ob als Rebound oder als Korbleger. Maurice Stuckey kommt vom Absteiger Würzburg und konnte dort innerhalb seiner zwei Spielzeiten sich stets weiterentwickeln. Der Block von Sebastian Machowski besitzt viele Schlagworte, welche er immer wieder gerne neu definieren möchte. Sollte er die richtige Bedeutung finden, dann können die Oldenburger weiterhin als Favoritenschreck gelten. 

 

ALBA Berlin – Nichts neues an der Spree

 

Bereits in der letzten Saison zeichnete sich ab wie der Kader der diesjährigen Spielzeit aussehen soll, denn erstmals seit Ewigkeiten konnten die Berliner einigen Spielern ein Zweijahresvertrag oder sogar länger unterbreiten. Zum Bedauern der Fans konnten den Schlüsselspielern David Logan und Levon Kendall kein Zweijahresvertrag angeboten werden und mussten Logan in Richtung Italien und Kendall in Richtung Spanien ziehen lassen. Trotz des Nackenschlags suchten und fanden die Verantwortlichen um Marco Baldi und Mihat Demirel namhaften Ersatz. Vom Ligakonkurrenten Telekom Baskets Bonn wurde der Power Forward Jamal McLean verpflichtet. Auf der Position des Combo Guards wurde Jonathan Tabu – vom letztjährigen EuroCup Konkurrenten Saragossa unter Vertrag – genommen. Als einer der interessantesten Abgänge übern Sommer hinweg galt der von Sven Schultze. Aber auch Jan Jagla kehrte den Berlinern nach einer Saison den Rücken. Um dennoch keine Probleme mit der Quotenregelung zu haben, wurde einerseits eine Quartett von NBBL-Profis mit einem Profivertrag ausgestattet und andererseits direkt vom College der begehrte Nils Giffey geholt und der jüngere Bruder von Andreas Seiferth als Big Man mit hohem Entwicklungspotenzial. Ansonsten kann Sasa Obradovic auf die gleichen sieben Akteure bauen und versucht den nächsten Schritt für sie zu ermöglichen. Als einer davon können viele erstmals die Luft von der Euroleague schnuppern und sich dort beweisen. Dabei muss bereits Obradovic die ersten Sorgenfalten vor der Saison im Spiegel betrachten, denn Michael Seiferth wird ausfallen sowie Jonathan Tabu für die ersten Monate der Saison. Ersatz für die beiden Spieler standen bislang nicht fest. Obwohl über die Hälfte der Spieler der vergangenen Saison gehalten worden sind, haben sich die Berliner gerade im Vergleich der direkten Konkurrenten nicht punktuell verstärken können. Haben nicht die direkte Tiefe wie in der vergangenen Spielzeit.

 

 

Brose Baskets Bamberg – Der Neustart

 

Während Batman zögerte Catwoman den Neustart auszuhändigen, hat der Aufsichtsrat und größter Geldgeber als Geschäftsführer von Brose Michael Stoschek keinen Problem damit ihn dem Italiener Andrea Trincheri zu überlassen. Der größte Umbruch der Bamberger Geschichte stand vor der Tür nach einer titellosen Saison seit 2009/10. Alles neu an der Regnitz. Nach einem turbulenten Sommer soll nun wieder Ruhe einkehren. Da bekanntermaßen in der Ruhe die Kraft liegt, wurde ein komplett neuer Kader und ein neuer Trainer eingestellt. Außer Karsten Tadda und Elias Harris und den Nachwuchskräften Andreas Obst und Johannes Thiemann können sich die Fans auf acht neue Gesichter freuen. Seine erste Entscheidung fällte Andrea Trincheri auf der Forward-Position und wollte unbedingt das Nachwuchstalent Daniel Theis vom Ligakonkurrenten Ulm. Dabei scheute er keine Kosten und die Bamberger überwiesen die höchste Ablösesumme der BBL Geschichte für einen deutschen Spieler. Bei seinen weiteren Verpflichtungen vertraute der Südeuropäer seinen Erfahrungsschatz aus der italienischen Liga. Dabei wurde einer der besten Center der vergangenen Spielzeit in Person von Trevor Mbakwe verpflichtet. Die Geschicke auf der Aufbauposition soll der 1.93m Brad Wannamaker übernehmen, welcher bereits länger auf der Wunschliste auf Trinchieri stand. Ebenso mit italienischer Vergangenheit kommt aus Belgien der athletische, aber auch treffsichere Forward Ryan Thompson. Als weiterer Pool seines Scoutings wurde Trincheri in der israelischen Liga fündig. Dabei wurde der beste Werfer der vergangenen Spielzeit Carlon Brown gewonnen für den Kader. Trotz Power Forward gilt James Duncan als einer der vielseitigsten Werfer mit sehr guten Zahlen von der Dreierlinie. Ausnahmen von den beiden Schubläden sind der Forward Dennis Kramer und der Guard Janis Strelnieks. Gerade die Verpflichtung von Strelnieks können die Fans als Ebenbild des Neustarts interpretieren. Da 2005 nachdem Abwenden der Inflation der letzte Lette – mit Uvis Helmanis – im Kader der Brose Baskets stand.

 

FC Bayern Basketball – Weiterhin streben nach Optimum

 

Die Krönung war die vergangene Saison. Das Ziel nach 1955 wurde wieder erreicht. Der Titel ist wieder in München und dieses Mal nicht von den Fußballern sondern auch mal wieder von den Basketballern. Trotzdem sind die Bayern nicht zufrieden mit der vergangenen Spielzeit, da sie den Pokal aus Ulm nicht mitnehmen konnten in die bayrische Hauptstadt. Marko Pesic gibt sich bereits vor der Saison kämpferisch: “Oberste Priorität hat natürlich die Titelverteidigung. Wenn wir das wiederholen könnten, wäre das super. Doch wir wollen auch versuchen, den deutschen Pokal endlich mal wieder nach München zu holen.“ Damit diese Worte nicht ins bodenlose Fallen hat sich der FC Bayern Basketball nochmals verstärkt. Mit Vladimir Stimac und Dusko Savanovic wurden zwei gestandene europäischen Profis an die Isar geholt. Nicht nur das die beiden Serben sind, wie ihr Trainer Svetislav Pesic, sondern beide haben unter ihrem Übungsleiter bereits gespielt. Stimac sammelte seine Erfahrungen 2008/09 bei Roter Stern Belgrad. Zwei Spielzeiten später kam Dusko Savanovic in den Genuss Svetislav Pesic kennenlernen zu dürfen. Der dritte Neuzugang und ebenfalls Serbe im Bunde ist Vasiljie Micic. Micic, der 52. Pick der diesjährigen Draft, gilt als einer der Rohdiamanten auf der Aufbauposition der Serben. Mit seinen 1.95m überragt er alle Aufbauspieler der Beko BBL. Hinzu kommt sein exzellentes Auge für seine Mitspieler und wirkt mit seinen erst 20 Jahren extrem abgebrüht. Bereits vor seiner Verpflichtung wusste jeder in Basketball Deutschland, dass er sich dem FC Bayern anschließen wird. Nach einem längeren Tauziehen konnten die Münchner sich endlich die Dienste von Anton Gavel sichern. Jener freut sich endlich wieder mit seinem ehemaligen Mannschaftskamerad aus Gießner Zeiten Heiko Schaffartzik zusammen spielen zu dürfen. Komplettiert wird die Garde der Neuzugänge mit einer faustdicken Überraschung. Jan Jagla schließt sich wieder dem FC Bayern Basketball an. Als sein Abgang in Berlin feststand, schickten ihn die Medien bereits ins Ausland. Stattdessen verblüffte Jagla alle und schloss sich der Mannschaft seines Schwiegervaters an. Mit europäischen Namen, aber auch klangvollen Namen von Ligakonkurrenten, optimieren die Bayern weiterhin ihren Kader zur Perfektion und streben nach weiteren Erfolgen innerhalb der Beko BBL. Eine Kampfansage an die Konkurrenz.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben