Los Angeles Lakers, Orlando Magic, Portland Trail Blazers

Welches NBA-Team hatte die schlechteste Offseason?

3-on-1 Fastbreak #14

Wir haben die Mitte der NBA-Saison überschritten. Grund genug für uns, auf unsere Prognosen zu Saisonbeginn zu schauen. Wir schauen also zurück zu unserer Bewertung der Offseasons. Welche Teams haben laut der Redaktion denn bisher die schlechteste Offseason gehabt?

Dennis Spillmann: Zugegeben, die Los Angeles Lakers machen es einem leicht. Als wir noch weit vor der Saison das erste Mal überlegten, welche Teams die schlechteste Offseason absolviert hatten, wurden sie genannt. In der Preview zu den Lakers wurde sich abermals kritisch geäußert. Dann begann die Saison und die Lakers kamen hervorragend aus den Startlöchern: von den ersten 20 Spielen konnte man zehn für sich entscheiden. Hätten wir zu diesem Zeitpunkt versucht ein Resümee zu ziehen, wäre vor allem Coach Walton gelobt worden, der aus einer Mischung aus vielen, jungen Spielern und Veteranen ein scheinbar ordentliches NBA-Team formen konnte. Nick Young sieht aus wie ein richtiger NBA-Spieler und verteidigt; Clarkson von der Bank zu bringen, erweist sich als gute Entscheidung; Ingram kann sich in aller Ruhe entwickeln.

Von den nächsten 25 Spielen konnten die Lakers gerade einmal fünf für sich entscheiden und wir reden wieder über Deng, Mozgov Gehältern, Verantwortung und Spielzeit. Die Lakers haben nicht nur das Problem, dass sie nicht erfolgreich sind, sondern sehen sich vor allem vor die Herausforderung gestellt, dass sie in den nächsten Jahren ohne signifikanten Cap Space arbeiten müssen. Dabei waren die Voraussetzungen vor der letzten Saison sehr gut: Der Vertrag von Kobe Bryant würde in einem Jahr auslaufen und man hatte mit Randle, Russell und Clarkson bereits junge Spieler im Kader, die man austesten konnte. Aufgrund der Abschiedstournee Bryants fand dies aber de facto nicht statt. Dementsprechend musste man – ohne genug getestet zu haben – Clarkson verlängern und gleichzeitig den singulären Fall des riesigen Cap Sprungs nutzen. Da man aber kein Gerüst für die Post-Kobe-Ära besaß, da es

wichtiger war, seinen Franchise Player mit Würfen zufrieden zu stimmen, entschied man sich, Teamfits zu signen, die die offensichtlichen Schwächen bisher aller junger Spieler kompensieren sollten: die Defense. Weder Russell noch Clarkson oder Randle hatten zu diesem Zeitpunkt gezeigt, dass sie in der NBA anständig verteidigen konnten. Unter diesem Blickwinkel waren die Signings von Mozgov und Deng sinnvoll, da mit beiden assoziiert wird, dass sie eine Defensive ankern bzw. mittragen können. Zum jetzigen Zeitpunkt stellen die Lakers die schlechteste Defense der Liga, obwohl man auf Mozgov und Deng setzt und diese viel Spielzeit bekommen.

Was im Vorfeld noch nicht prognostizierbar war, war die Wurfverteilung und damit die Verantwortung auf dem Feld. Intuitiv hätte man sich gewünscht, dass Walton Lineups mit dem jungen Kern um Russell, Clarkson, Randle und Ingram ausprobiert. Dies könnte man mit Mozgov oder Deng als fünftem (primär verteidigenden) Mann füllen, um zu testen, ob es Möglichkeiten gibt, die Young Guns zusammen aufs Feld zu schicken. Das ist in der gesamten Saison in 90 Minuten passiert. Prozentual nimmt Lou Williams die meisten Würfe in einem Team, das spätestens jetzt nur noch entwickeln sollte. Auch Nick Young darf (zu) viele Würfe nehmen, während Brandon Ingram zwar viele Minuten, aber kaum Würfe bekommt.

Die Offseason der Lakers ist deshalb bisher die schlechteste aller Franchises, weil sie zum einen Spieler ins Team brachte, die in ihrem Aufgabenfeld keinerlei Unterstützung brachten, und zudem Spieler nicht getradet wurden, die nun zu viele Würfe nehmen, obwohl der junge Kern – vor allem Ingram – diese Erfahrung benötigt. Zum anderen war man sich darüber einig, dass die getätigten Verpflichtungen am ehesten in dieser Saison sportlich noch helfen könnten, aber mit jeder weiteren Saison das Salary Cap noch mehr belasten. Das Fenster für smarte Moves betrug zwei Jahre, weil ab dann jährlich Vertragsverlängerungen der Rookie-Verträge (2018 Randle, ’19 Russell, ’20 Ingram) anstehen werden. Stand heute sind die Lakers nahezu manövrierunfähig, da man sehr wahrscheinlich seine Erstrundenpicks 2017 und 2019 abgeben muss.

Julian Lage: Meyers Leonard: 41 Millionen über vier Jahre. Evan Turner: 70 Millionen, ebenfalls über vier Jahre. Allen Crabbe: Knapp 75 Millionen, wiederum über vier Jahre, als Bonus aber noch mit 15% Trade Kicker. Allein diese drei Verträge sind an sich Argumente genug, die Offseason der Portland Trail Blazers als die mieseste einzustufen. Insbesondere die Verpflichtung von Turner war von Anfang an unerklärlich. Mit jetzt 28 Jahren geht der Wing sicher nicht mehr als junges Talent durch, der für seine Upside verpflichtet wurde. Allerdings würde man bei durchschnittlich gut 17 Millionen Dollar im Jahr einen wirklich produktiven Win Now-Spieler erwarten – stattdessen kann Turner keine Saison mit überdurchschnittlichem Offensivrating vorweisen, dafür diverse Jahre mit miserablen Wertungen in praktisch allen Plus-Minus-basierten Statistikmodellen. Im Fall Crabbes lässt sich immerhin noch das Offer Sheet der Nets als Entschuldigung anführen, außerdem ist er wie auch Leonard immerhin erst 24. Trotzdem können auch die deutlich besser wirkenden Verträge von Mo Harkless (40 Millionen über vier Jahre) und C. J. McCollum (4-Jahres-Extension über etwa 106 Millionen Dollar) die Blazers-Offseason nicht viel besser aussehen lassen: Rein isoliert betrachtet sind die drei oben genannten Verträge schlicht so schlecht, dass sie jede Franchise auf Jahre massiv einschränken würden.

Die Situation der Blazers macht die Entscheidung von GM Neil Olshey etwas verständlicher, sorgt aber gleichzeitig für noch mehr Probleme. Ziel im Sommer war es offensichtlich, den Salary Cap so gut wie möglich auszunutzen, bevor die eigenen Restricted Free Agents mit ihren niedrigen Cap Holds gehalten wurden. Mit brauchbaren Verträgen ist dieses Vorgehen sinnvoll, wie etwa die Spurs mit Kawhi Leonard demonstriert hatten. Die Blazers banden sich so allerdings auf Jahre praktisch an den aktuellen Kader: Free Agency-Verpflichtungen sind aufgrund des überstiegenen Salary Caps nur über Exceptions möglich. Trades lassen sich schwer durchzuführen, wenn fast alle Spieler entweder wichtiger Teil des Teams oder überbezahlt sind. Hohe Draft-Picks kann man ebenfalls nicht erwarten – und dürften auch kaum das Ziel solcher Investitionen darstellen. Diese Situation ist mehr oder weniger bis 2020 (!) festgezurrt: Selbst für die Saison 2019/20 sind bereits ungefähr 116 Millionen Dollar an Gehältern garantiert. Aktuell übertrifft nur eine Franchise, die Cavs, überhaupt diese Summe, was trotz steigendem Cap die Problematik verdeutlichen dürfte. Die Blazers selbst sind diese Saison mit gut 113 bereits das Team mit der dritthöchsten Payroll.

Ein Blick auf die derzeitige Bilanz des Teams verrät, dass dieses Versprechen von Kontinuität unter aktuellen Bedingungen eher ein Problem ist. Ein echter Contender würde sicherlich gerne das eigene Team halten – davon sind die Blazers mit einer Bilanz klar unterhalb der 50% aber weit entfernt. Selbst der 8. Platz müsste derzeit fast schon als Erfolg verbucht werden. Rückblickend wird so deutlich, was schon zeitgleich die Euphorie um die Blazers bremste: Die Erfolge der letzten Saison lassen sich auf eine Verkettung überraschender Faktoren zurückführen. Dass Portland überhaupt den 5. Platz erreichte, verdankten sie auch der schwächelnden Konkurrenz: Die Mavs waren durch das DeAndre Jordan-Debakel nur begrenzt wettbewerbsfähig, während die Grizzlies und Rockets mit massiven Verletzungsproblemen beziehungsweise Unruhen im Team zu kämpfen hatten. 2014/15 hätte eine 44-38-Bilanz im Westen nicht einmal für die Playoffs gereicht. Der fünfte Platz 2015/16 bedeutete für Damian Lillard und Co. dann das Matchup gegen die Clippers, das die Blazers vor allem dank der Ausfälle von Chris Paul und Blake Griffin gewannen. Anschließend gegen die Warriors sah Portland wohl auch wegen Steph Currys Verletzungsproblemen besser aus als erwartet.

Somit wirkt die Offseason wie eine Überreaktion auf die überraschenden Erfolge eines gar nicht mehr so jungen Teams – Harkless ist derzeit mit 23 der jüngste Rotationsspieler. Noch gar nicht erwähnt wäre dann allerdings, dass die Verpflichtungen gleichzeitig noch Team-Fit-Probleme aufweisen: Wozu in Turner einen Spieler mit Stärken quasi ausschließlich im Ballhandling, wenn in Lillard und McCollum zwei hervorragende Playmaking-Optionen zur Verfügung stehen? Wieso insgesamt vier Verträge mit 15 bis 30 (!) Millionen Dollar pro Jahr nur für die kleinen Positionen? Wieso praktisch nur Verpflichtungen mit Schwächen in der Defense, nachdem das Team schon letztes Jahr nur Rang 20 im DRtg erreichte (aktuell: 28.)? Letztendlich über die ‚Konkurrenten‘ in diesem fragwürdigen Award hebt sie allerdings der Punkt, dass die Blazers vor der letzten Offseason in einer eigentlich sehr komfortablen Lage waren: Keiner der eigenen Free Agents musste unbedingt bezahlt werden, keine Position zwingend verstärkt – aus diesen Bedingungen hat Olshey das wohl schlechteste realistisch mögliche Ergebnis hervorgeholt.

Marc Petri: Spätestens mit der Verpflichtung von Serge Ibaka während der Draft 2016 wurde die Marschroute der Orlando Magic für die Spielzeit 2016-17 deutlich. Zum ersten Mal seit dem Abgang von Dwight Howard wollten die Orlando Magic in der laufenden Spielzeit in die Playoffs einziehen. Aktuell steht man mit einer Bilanz von 17 Siegen und 27 Niederlagen 4.5 Spiele hinter den Playoff-Rängen und der aktuelle Trend sollte allen Anhängern der Magic wenig Hoffnungen bereiten, dass sich der Abstand in den kommenden Wochen verringern könnte. Zwar ist Ibaka in dieser Spielzeit in Summe der beste Spieler der Orlando Magic, da man aber die Zielsetzung, welche mit seiner Verpflichtung verknüpft war, vermutlich nicht erreichen wird, kann man in der Retroperspektive von einem Trade sprechen, der nicht den erwünschten Effekt hatte. Da sein Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, besteht nun die Gefahr ihn im Sommer zu verlieren, daher wäre es nicht verwunderlich, wenn die Orlando Magic in den kommenden Wochen aktiv werden und Ibaka zum höchstmöglichen Gegenwert wieder abgeben. Vermutlich werden die Orlando Magic keinen Spieler der Qualität eines Victor Oladipos und einem Lottery-Pick bekommen.

Nachdem Bismack Biyombo in den vergangenen Playoffs für die Toronto Raptors – vor allem in den Conference Finals gegen die Cleveland Cavaliers – groß auftrumpfte, bezahlten die Orlando Magic einen hohen Preis um den vermutlich 24 Jahre alten Centers aus der Demokratischen Republik Kongo nach Central Florida zu lotsen. Ganze 72 Mio. USD  wird Biyombo in den kommenden vier Spielzeiten verdienen. Der sportliche Output ist bisher jedoch desaströs. Weder offensiv noch defensiv funktionieren die Kombinationen mit ihm und Ibaka oder Vucevic und zur großen Überraschung sieht die Defensive der Magic am besten aus, wenn Biyombo auf der Bank sitzt.  Auch wenn es nicht das erste Mal wäre, dass ein Spieler mehrere Monate benötigt um sich an ein neues Spielsystem und eine neue Umgebung zu gewöhnen, scheint es aktuell so, als hätte der neue Vertrag von Biyombo das Potential, einer der schlechtesten der Liga zu sein. Besonders bitter für die Magic ist, dass man freiwillig auf die Dienste von Dewayne Dedmon verzichtete (die Magic zogen nach der Verpflichtung von Biyombo die Qualifying Offer zurück; Dedmon unterschrieb für 6/2 bei den Spurs) und jener in dieser Spielzeit genau die Leistungen zeigt, welche man sich von Biyombo erwünscht hätte.

Auch Jeff Green (15/1) und DJ Augustin (29/4) haben Ihren Anteil an dem bisher enttäuschenden Abschneiden der Magic und konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Da auch Evan Fournier (85/4) eine schlechtere Spielzeit spielt als in der Saison 2015-16 bleibt die Suche nach einem positiven Effekt des vergangenen Sommers erfolglos. In Anbetracht der Tatsache, dass man schon vor der vergangenen Offseason den Rebuild abbrach und jetzt noch immer weit von den sportlichen Ansprüchen entfernt ist und man zudem nun finanziell nicht mehr flexibel ist, war die Offseason der Orlando Magic die schlechteste aller NBA-Teams.

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41 comments


  1. Avatar

    Dennis Spillmann

    Wir haben in unseren Podcasts mehrfach darauf hingewiesen, dass die Baustelle vor der Saison ganz klar die Defensive war, vor allem auf den großen Positionen, wo man null Rim Protection hatte. Statt dieses Need zu adressieren, hat man Turner völlig mit Geld zugeschmissen, bei dem jeder wusste, dass er in einem Team mit zwei dominanten Ballhandlern keine Rolle finden wird. Stattdessen versucht man es mit einem Flyer (Ezeli) und hofft, dass die Knie halten.

    Konkrete Optionen zur Offseason: Whiteside (gescheitert), Howard, Horford, Mahinmi, Biyombo – selbst preiswertere Lösungen wie Aldrich, Dedmon oder Nene hätte man versuchen sollen/müssen. Stattdessen Turner als erstes zu adressieren, ist wahnsinnig. Danach kann man gerne alles matchen, weil man sich denkt, dass man ein sehr gutes Team zusammenhabe.

    Zu den Lakers: Für mich kombiniert die Offseason eben alles, was man gegen die Wand fahren kann: Finanziell den Cap Space gefüllt mit deadweight (das als Trade Chips 220 zu verkaufen, ist Quatsch); sportlich KEINERLEI Hilfe geholt UND die Entwicklung/Verantwortung nicht in die Hand der Jungen gegeben. Perspektivisch keine Picks und die Ungewissheit (weil man die Jungen nicht spielen lässt bzw den Ball gibt), ob man überhaupt noch mal Tanken muss bzw. wen man ziehen könnte, weil man nun mal bereits vier Talente für 3-4 Positionen angesammelt hat. Sieht für mich aus wie das Gewurschtel in Orlando. Minus Picks.

  2. Avatar

    STAT

    Ein herrliches Thema und ich finde es erschreckend über wie viele Teams es etwas zu berichten gibt. Man wusste es vor der Saison. Ich frage mich schon wie manche Leute an die Jobs in der NBA kommen und wieviel Gemauschel und Vitamin B da dabei ist.

    Wenn man mal aufzählt wen wir jetzt alles genannt haben:

    Lakers
    Blazers
    Magic
    Kings
    Wizards

    Man müsste auch hier dann nochmal die Bulls und die Pacers mit ihren fragwürdigen Kaderzusammenstellungen nennen wo niemand weiß in welche Richtung das langfristig gehen soll.
    Die Pistons krebsen bei einer negativen Bilanz rum und haben nach KCP auch keinen Space mehr. Die Knicks darf man traditionell auch nicht vergessen. Die Nets baden jetzt den Mist der vergangenen Jahren aus. Die Pelicans bekommen seit Jahren nichts auf die Reihe. Die Suns dürfen mit fragwürdigem Owner und einer Reihe großer Fehlentscheidungen auch nicht fehlen und zu guter Letzt würde ich auch noch die Thunder rein werfen, sofern der Ibaka Trade in KD’s Entscheidung eine Rolle gespielt hat. Seit dem Harden Fiasko hat man da auch mehrmals richtig daneben gelangt.

    Da sitzt man irgendwie nur noch kopfschüttelnd und ratlos da und fragt sich wie man zu solchen Entscheidungen kommen kann.

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    Simon

    @ Dennis

    In Sachen Portland stimme ich dir zu. Aufgrund des medizinischen Risikos bei Ezeli und des auslaufenden Vertrags von Plumlee hätte man problemlos Ezeli plus Dedmon/Aldrich/Biyombo holen können. Aber ich erinnere mich nicht mehr genau, wie der zeitliche Ablauf war, das ganze musste ja passieren, bevor Crabbes Vertrag gematcht werden musste, vielleicht war das einfach nicht möglich.

    >

    Zunächst: ich will hier keine dieser Offseasons als gut darstellen. Wir diskutieren ja nur die Unterschiede zwischen sehr schlecht und noch schlechter, zwischen Platz 27 und 30.

    Allerdings finde ich diese Aussage etwas zu hart. Die drei Spieler mit den meisten gespielten Minuten sind bisher Ingram (!), Clarkson und Randle. Russell und Nance haben einige Spiele aufgrund von Verletzungen verpasst, trotzdem hat Russell ungefähr so viele Minuten gespielt wie Mozgov, pro Spiel sieht er so viele wie Nick Young (die fünftmeisten). Nance spielt pro Spiel fast so viel wie Williams, etwas mehr als Mozgov.

    Bei der Usage sind Russel, Clarkson und Randle auf Platz 2-4 hinter Williams. Bei den FGA/36 sind Russel und Clarkson knapp hinter Williams auf 2 und 3, Zubac und Randle knapp hinter Young auf 5 und 6.

    Außerdem ist ein Top3-Pick 2017 in greifbarer Nähe. Wie schon gesagt, von diesem hängt einiges ab.

  4. kdurant35

    @dennis

    Ich geb dir vollkommen recht was Turner angeht. Seine Verpflichtung kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Gerade mit Lillard und McC. Und ein defensiv C hätte ich viel besser gefunden. Hätte damals lieber Biyombo genommen. In Toronto zeigte er das er in einem zuvor offensiv guten Team ein wichtiger Rollenspieler ist.

    Aber darüber wer für welches Gehalt nach Portland wollte können wir doch nur spekulieren. Und ich seh genug Optionen das in der Saison zu regeln. Mit Noel, Chandler, Nurkic, Biyombo, Koufos etc gibts ja einige Kandidaten die für einen annehmbaren Preis zu haben sein könnten.

    Und wenn Portland die Chance bekommt einen der beiden G für einen besseren Fit zu traden (ich bin nicht überzeugt das man mit den beiden im Backcourt ein Contenter sein kann) wäre auch Turners Rolle eventuell näher an der in Boston (womit er natürlich weiterhin überbezahlt wäre). Und ähnlich könnte die Rolle von Crabbe sich vveränden.

    Das Turner signing wird mir wohl auch nie gefallen. Aber für mich hängt die Zukunft der Blazers mehr von den zukünftigen Trades ab als vom Turner signing. Denn ob er geholt wurde oder nicht (Alternativen sind mir dabei zu spekulativ) ändert an der Flexibilität nicht viel. SOFERN Allen bereit ist sehr tief in die Taschen zu greifen

  5. Sebastian Hansen

    >.

    Sorry, das ist populistischer Unsinn.

    1. “Fiasko” Harden-Trade? Im Endeffekt hat man für Harden einen schon sehr guten und immer noch sehr jungen Defensivcenter mit massiv Upside und einen Euro-Shooter, der mal ein solider Rollenspieler werden kann, bekommen. Hätte man mehr für Harden kriegen können? Definitiv. Fiasko? Definitiv nicht.

    2. Ich kann nicht in KDs Kopf schauen, aber nach allem, was man so hört, hat der Ibaka-Trade mit seiner Entscheidung nichts zu tun gehabt. Im Gegenteil war der Trade von Ibaka ein extrem smarter Move von Presti, ohne den die Thunder jetzt richtig am Arsch wären. Zudem hat man Orlando bei dem Trade richtig gerippt. Einzig richtige Entscheidung. Zudem waren auch Prestis weitere Moves in der Offseason und ganz kurz nach Beginn der Saison (Signing von Abrines, Waiters gehen lassen, Extension von Russ, Trade für Lauvergne, Trade für Grant) gute bis sehr gute Entscheidungen. Presti hatte das Pech, dass das Team auf KD und Russ abgestimmt war und einer der beiden wegging, nachdem alle anderen guten Spieler schon weg waren. Klar, dass das Team nicht toll aussieht, aber Presti hat das beste aus der Situation gemacht. Ihn und seine Moves in eine Reihe mit den oben genannten Katastrophen-Teams zu stellen, ist echt daneben.

  6. Avatar

    STAT

    Jetzt fühl dich doch bitte nicht gleich wieder angegriffen.
    Populismus? Wirklich Sebastian?

    Das ist meine Meinung und ich habe EXTRA geschrieben “sofern”. Ich weiß es nämlich auch nicht und deshalb habe ich es nur erwähnt sofern das eine Rolle spielt. Es kann nämlich niemand wissen. Das nebenbei einige Trades nicht gessesen haben ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen.

    Zu Harden:
    Wenn man im Grunde ohne Not einen Spieler seiner Klasse tradet bezeichne ich persönlich das als Fiasko, ja. Ich glaube mit Harden wärt ihr die heutigen Warriors und würdet über eine gesamte Dekade die NBA dominieren. Vielleicht hätte es nicht geklappt mit den drei wer weiß. Heute empfinde das als miserabel.

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    Dennis Spillmann

    Mein getippter Beitrag ist abgerauscht. :x In Kürze:

    Neben der finanziell katastrophalen Offseason der Lakers (Deng/Mozgov – wer die als Assets für 2020 bezeichnet, redet sich auch die Nets schön.) geht es mir hier vor allem ums Sportliche:
    Die Lakers staggern Clarkson/Russell nahezu komplett (7 MPG zusammen). Das ist unverantwortlich, wenn man sie evaluieren will. Stattdessen spielt man die Pärchen Clarkson/Williams, Russell/Young jeweils 20 MPG. Mag okay sein, wenn man gewinnen will – will man aber nicht. Es gibt nur zwei konsistente 5-Men-Lineups der Lakers: Russell/Young/Deng/Randle/Mozgov und Clarkson/Williams/Ingram/Nance/Black. Alle anderen Lineups sind bei unter 60 Minuten zusammen. Völliges Gewürfle.
    Das heißt, dass es dieses eine junge Lakers-Team gar nicht auf dem Feld gibt, sondern es gibt im Prinzip zwei Units: Clarkson/Ingram und Russell/Randle. Das Jahr ist doch auch schon wieder verschenkt (bis dato). Man sucht keine Lösung für das Zusammenspiel der Jungen, sondern trennt sie willentlich. Das ist für mich sportlich so daneben: keine Entwicklung UND keinen Erfolg.

    Dazu ist – Stand heute – der Top 3 Pick zu 70% weg.

    Das ist für mich auch auf die katastrophale Offseason zurückzuführen.

  8. Avatar

    Simon

    >
    Stand heute als fünftschlechtestes Team schon, aber die Lakers sind auf bestem Wege, die Chance zu erhöhen. Seit 1. Dezember 6-21, Platz 29 in dieser Zeit.

    Aber ich kann deine Punkte alle nachvollziehen, deine Kritik ist natürlich berechtigt.

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    Dennis Spillmann

    >

    :tup: In dem längeren Beitrag ist natürlich untergegangen, dass ich alle Meinungen schätze und respektiere und wir hier nur über Kleinigkeiten diskutieren. Danke für das angenehme Diskussionsklima.

  10. Avatar

    Pillendreher

    >

    Mit ein paar Jahren Abstand muss ich sagen sehe ich den Trade auch immer kritischer. Ich sehe die Intention dahinter einfach nicht. Man hatte 3x hintereinander voll ins Schwarze getroffen und reißt das auseinander.
    Natürlich kann man sagen “Man war immer noch gut genug, jedes Jahr den Titel zu holen” und natürlich kann man auch sagen “Rose-Rule für Durant war mit Schuld; Cap-Spike zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt” ebenso, aber am Ende verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was der Trade sollte.

    Ob das am Ende alles geklappt hätte, steht auf einem anderen Blatt, aber so eine Gruppe reisst man einfach nicht auseinander. Zu diesem Zeitpunkt kam man gerade mit 1-4 aus den Finals und war drauf und dran, die Liga für Jahre zu dominieren.

    Schade ist es einfach. Wer weiß, was aus dem Team mit Harden geworden wäre. :(

    EDIT: Oder um es anders auszudrücken: Ich sehe bis heute keine Notwendigkeit dieses Trades. Die Warriors zeigen doch gerade, dass es möglich ist, sehr gut zu sein, ohne dass man 15 tief ist. Wenn man einen Kern von

    Westbrook-Harden-Durant-Ibaka

    hat, dann hält man diesen zusammen, komme was wolle. Die Warriors haben Green auch bezahlt und nicht getraded, weil er teuer war.

  11. Sebastian Hansen

    Ohne jetzt wieder in die Harden-Trade-Diskussion abrutschen zu wollen:
    Ich kann nicht hinter die Kulissen schauen, nur das rezipieren, was ich woanders lese. Aber mein Gefühl – nach all dem, was später auch noch passiert ist – ist folgendes:
    1. Harden wollte Geld, viel Geld, Presti wollte nicht zahlen.
    2. Harden wollte eine größere Rolle, die konnte Presti nicht bieten.
    Das ist das was wir definitiv wissen. Was ich glaube: Presti ist jemand, der auf “Kultur” viel wert legt. Sprich: wer Sachen nicht so macht, wie er es will, fliegt. Siehe Reggie Jackson oder jetzt auch die Gerüchte um Payne. Zudem hat er auch immer nur seine Trainer angestellt. Er hat nur Donovan eingeladen, sonst niemand. Wahrscheinlich, weil er weiß, dass Donovan spurt. Harden hat nicht nach Prestis Regeln gespielt, also musste er gehen.

    Ich weiß, das ist Spekulation. Aber anders ist dieser Trade nicht erklärbar.
    ____
    Zudem zur restlichen Fahrradkette: Russ, Harden und KD sind alles Spieler, die den Ball brauchen. Das ist was anderes als z.B. Thompson, Green (und auch Curry), die alle auch Off-Ball mega effizient sind. Gerade Harden und Russ. Das interessantere What-if finde ich deswegen: was wäre passiert, wenn die Warriors Prestis Angebot – Harden für Klay und einen Pick – angenommen hätten? Klar, hartes What-if, aber ein sehr interessantes.

  12. Avatar

    STAT

    Mir ist es egal wenn du mich mit Coach Nick vergleichst oder meine Meinung populistisch findest. Das toleriere ich. Aber mir liegt es am Herzen mich zu erklären und sachlich von meinem Standpunkt aus zu diskutieren. Denn deswegen bin ich in diesem Forum und nicht wo anders.

    Es ist doch nicht völlig aus der Luft gegriffen das KD aus der Summe der Fehlentscheidungen der letzten Jahre ein Stück weit das Vertrauen in OKC verloren hat. Vielleicht wäre er trotzdem gegangen, klar. Aber wenn da auch nur ein Hauch von Wahrheit dran ist, dann ist es nicht verkehrt auch über die Offseason der Thunder zu sprechen. Denn wenn da was dran ist, dann haben nicht nur die Magic den Trade verloren, sondern auch OKC. Derjenige der einen Superstar verliert hatte immer eine schlechte Offseason. So leid mir das tut.

  13. Sebastian Hansen

    >

    Das stimmt. Bestreite ich auch gar nicht. Und Presti hat ja nicht nur gute Entscheidungen getroffen, sondern auch einige falsche (Kanter etc). Aber der Ibaka-Trade war eben keine, sondern eine absolut logische, gute und nachvollziehbar. Vielleicht war es etwas überzogen, das als populistisch zu bezeichnen, aber es ist halt in Teilen des Internets (ja, Coach Nick^^) en vogue, auf den Thunder rumzuhacken, warum auch immer, oft auch unsachlich und konstruiert (nein, du nicht). Ich finde einfach, Presti hat – zumindest in dieser letzten Offseason keinen Fehler gemacht. Dass KD geht, geschenkt, ok. Aber das mit den fehlerbeladenen Offseasons der Magic und Co zu vergleichen ist einfach nicht gerechtfertigt.

  14. Avatar

    STAT

    Das kann ich verstehen. Aber ich kann dir versichern das ich gegen keine Franchise etwas auf dieser Ebene habe. Ich gehöre definitiv nicht zu diesen Jungs die du meinst. Ich bin klar pro Thunder und ebenso ein Fan von Russ. Nur weil ich andere Spieler bevorzugen würde heißt das nicht das ich gegen ihn bin.

    Wenn deine Vermutungen richtig sind dann ist selbstverständlich deine Ansicht richtig.

  15. Poohdini

    >

    Das macht es aber nicht besser, im Gegenteil. Es mag eine Erklärung sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Oklahoma City im Prinzip seit Jahren als Verlierer aus jeder Offseason, Trade Deadline etc heraus geht. Mit einbeziehen muss man ja dann auch die ligaweiten Entwicklungen, die Presti verschlafen hat und die Lowe und Tjarks schon zu Genüge illustriert haben.
    Presti kann einen solchen Charakter an den Tag legen, wenn er Popovich oder Belichick ist, aber so macht er anscheinend einiges kaputt.

    Was Pillendreher schreibt, finde ich ganz passend: Im Nachhinein war man nach dem Harden Trade das beste Team der Liga, wurde kein Meister, weil man danach viele Verletzungen hatte. Trotzdem: Zum Zeitpunkt des Trades, dann wenn man aus Akteur evaluieren muss, sehen Prestis Trades so gut wie immer scheiße aus: Harden (wie Pille sagt: Wozu?), Ibaka, Kanter, Grant etc.

    Ich finde es auch immer wieder lustig, wie du, Sebastian, jetzt sogar dazu übergehst zu behaupten, man hätte Orlando “gerippt”. Vom Zeitpunkt des Trades aus, pre Durant, ist das einfach Blödsinn.

  16. Sebastian Hansen

    >

    Also sorry, der Trade war vom reinen, isolierten Value her ein absoluter Sieg für OKC, so oder so. Ich weiß, dass du den Trade vom Zeitpunkt und der Intention her betrachtet immer beschissen fandest, aber: auch mit KD hätte OKC einen 3&D-Guard bekommen (das was immer einer der Hauptkritikpunkte an OKCs Kader war), der gut zu KD und Russ gepasst hätte. Und dazu noch einen extrem talentierten Bigman und einen Stretch-4, den man, wäre KD geblieben, sicherlich gehalten hätte. Für einen auslaufenden Vertrag eines Spielers, der zwar in den Playoffs gut gespielt hat, aber in den beiden Regular Seasons zuvor nicht die allerbeste Figur gemacht hat und außerdem 2017 einen Max-Vertrag will. Und, nicht zu vergessen, Presti musste damit rechnen, dass KD gehen könnte. Auch in dieses Szenario passte der Trade sehr gut rein (wie wir ja dann auch im Nachhinein gesehen haben). Insgesamt war das einfach ein guter Trade, sowohl vom Value als auch vom Fit her, und ich kann nicht nachvollziehen, dass er hier immer so schlecht gemacht wird.

    Klar, andere Aktionen waren nicht die besten (der Kanter-Trade z.B., ich hab irgendwo hier auch mal auseinandergelegt, warum der Trade das Problem war und nicht die Verlängerung hintendrein), aber warum dieser Sommer – abseits der KD-Entscheidung, die OKC natürlich zu einem Verlierer macht, aber da kann Presti durch sein Handeln in diesem Sommer nix für – so kritisiert wird, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

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