Zur Strafe in die Playoffs?

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Dennis Spillmann
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Zur Strafe in die Playoffs?

#1

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.12.2013, 19:15

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Die abermalige Verletzung Kobe Bryants versetzte die Fans, die Mitspieler, das Front Office, eigentlich die ganze Liga in Schockstarre. Nachdem diese überwunden wurde, war die einzige Frage, die gestellt wurde, ob man nun die Saison abschenken solle. Wäre das tatsächlich die beste Lösung?

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Julian Lage
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#2

Beitrag von Julian Lage » 22.12.2013, 22:38

Auch wenn es nicht deine Kernfragestellung/-aussage betrifft...
Dabei werden die Lakers nicht tanken, genau so wenig wie alle anderen Franchises in der NBA dies auch nicht tun. Tanking würde bedeuten, dass man absichtlich verlieren würde, obwohl man die Spiele eigentlich gewinnen könnte.
Glaubst du wirklich, dass niemand tankt? Mag sein, dass kein Spieler absichtlich einen Game-Winner daneben wirft, d.h. im Spiel schlechter spielt als möglich. Aber ich sehe eine ziemlich weit verbreitete Bereitschaft, im Zweifel mal ein paar Spiele mehr zu verlieren als unbedingt sein müsste.
Um das mal trennscharf zu machen: Trades wie den der Jazz für Biedrins und Jefferson halte ich für absolut legitim, dafür gab es Gegenwert und mehr Spielzeit für junge Spieler (als bei der Verpflichtung besserer FAs). Alle Aktionen, die auch ohne eine Lottery halbwegs sinnvoll aussähen, würde ich schlicht unter 'Rebuild' verbuchen.
Aber: Die Häufung von kleineren Verletzungen oder überraschend lange Genesungszeiten sind doch ein auffälliges Merkmal von Teams, die gerne mehr Kugeln im Rennen um den 1. Pick wollen. Da ist dann der leicht geprellte kleine Zeh, der normalerweise nicht mal vom Training abhalten würde, Grund genug für 5 Dnps. Die Warriors nach dem Ellis-Bogut-Trade kamen mir da z.B. sehr auffällig vor, was ja auch gerade noch zu Barnes gereicht hat... Wer keine Chancen auf die Playoffs mehr sieht, hat in der NBA selten allzu viel Interesse an mehr Siegen.
@JLage_GtG

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Dennis Spillmann
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#3

Beitrag von Dennis Spillmann » 23.12.2013, 10:11

Ich glaube, dass das Front Office das Team in Situationen bringt, wo man nur wenige Spiele gewinnen kann. Wenn das Spiel aber beginnt, tut man schon alles, um zu gewinnen, auch wenn das Warriors-Beispiel mir auch zuerst in den Kopf kam. Aber ich glaube, dass das Risiko zu groß ist, dass ein absichtliches Verlieren irgendwann über die Medien kommuniziert wird und dann drastische Strafen drohen.
Man kann natürlich Spieler schonen, aber ob da eine Systematik hintersteckt, glaube ich nicht. Wenn Bryant bspw. erst im Januar aufgelaufen wäre, hätte ich das - nach den furchtbaren Auftritten - auch für okay befunden. Dass man wirklich komplett fitte Leistungsträger über Wochen krank schreibt, glaube ich nicht. Jedenfalls nicht im Social-Media-Zeitalter.

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Julian Lage
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#4

Beitrag von Julian Lage » 23.12.2013, 18:28

Also, Angst vor Strafen ist schon mal was anderes als Sportsgeist oder Ähnliches... Ich denke auch nicht, dass da in großem Stil Verletzungen vorgetäuscht werden, aber irgendwelche Kleinigkeiten finden sich ja irgendwie fast immer. Es wäre mal interessant, wie viele Verletzungen die Top-Teams verglichen mit den Lottery-Teams haben (wobei da die Kausalität natürlich erst mal in die andere Richtung geht).
Anders gesagt: Tanken definiert sich meiner Meinung nach durch Maßnahmen, die abgesehen von einem besseren Pick keinen Sinn haben. Das gibt es nicht zu selten, denke ich, ist aber nicht unbedingt mit absichtlich verlieren gleichzusetzen.
@JLage_GtG

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Hassan Mohamed
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#5

Beitrag von Hassan Mohamed » 24.12.2013, 02:31

Es gibt aber schon einzelne Spiele, die ganz offensichtlich absichtlich verloren werden.

Beweisstück A (bitte einen Blick auf die Dancing Queen werfen):

Bild

:mrgreen:

Mindestens drei Dreier in der zweiten Verlängerung; es ging um einen Draft-Pick, der ansonsten weg gewesen wäre...
Zuletzt geändert von Hassan Mohamed am 24.12.2013, 02:34, insgesamt 1-mal geändert.
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