No Power Forwards needed?

Hier könnt ihr über die beste Basketballliga der Welt, die National Basketball Association, diskutieren.
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Dennis Spillmann
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No Power Forwards needed?

#1

Beitrag von Dennis Spillmann » 18.12.2013, 14:15

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Im Artikel des letzten Monats, in dem es um den Siegeszug des Dreiers ging, wurde erklärt, welche Spielertypen warum so großen Erfolg in der heutigen NBA haben. Logischerweise gibt auch immer Verlierer, wo es Sieger gibt. Wenn der Trend also zum Forward-Hybriden geht, der offensiv für Spacing sorgt und defensiv gegen die Bigs des Gegners mithalten kann, müsste sich die NBA vom klassischen zweiten Big entfernen, da dieser nicht für Spacing sorgen kann und dadurch noch zusätzlich die Zone verstopft. Doch ist das tatsächlich der Fall?

Sebastian Hansen
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#2

Beitrag von Sebastian Hansen » 18.12.2013, 15:26

Ich glaube man darf sich bei diesem Artikel nicht so sehr auf die Effizienz der einzelnen Spieler konzentrieren, sondern man sollte auch Teambuilding-Effekte miteinbeziehen. Schaut man sich die NBA zurzeit an, werden viele Teams von Spielern geführt, die einen starken Zug zum Korb haben und die dann auch viele Würfe direkt am Ring nehmen. Beispiele sind für mich hier natürlich James, dazu Rose, Westbrook, Wall, Ellis, Wade, Harden, Parker aber eigentlich auch George, Melo und Durant. Das heißt, diese Spieler brauchen den Platz in der Zone, um dort ihre Würfe nehmen und Treffen zu können. Dazu kommt, dass man eigentlich einen One-Two-Punch braucht, um etwas reißen zu können. Das heißt, idealerweise zwei starke Spieler, die stark am Ring und auch allgemein finishen und scoren können. Außerdem braucht man mindestens einen starken Verteidiger in der Mitte (der natürlich auch einer der beiden "Stars" sein kann, siehe Howard). Und jetzt kommen wir zu dem Problem: Guards oder SFs können meistens relativ gut werfen, das heißt sie versperren sich meistens nicht den Weg bzw. ziehen gegnerische Verteidiger vom Ballführenden ab. Der einzige Spieler, der dann auf dem Feld stehen und nicht werfen können sollte, ist idealerweise dann der Defensivcenter und es gibt auch kaum Defensivcenter, die gut werfen können. Ist nun aber einer der beiden Scoringstarken Stars mit hohem Volumen ein PF der kaum werfen kann (so wie Griffin), dann steht dieser sich mit dem Center auf den Füßen, wie du schon angedeutet hast. Weicht der Center dann nach außen aus, passiert das, was bei Memphis-OKC letztes Jahr signifikant war: Gasol scherte sich einen Dreck um den in der Mitteldistanz rumstehenden Perkins, sondern half lieber bei Durant aus. Ideal wäre natürlich, wenn der Scoring-PF auch defensivstark wäre und C spielen könnte, dann hätte man das Problem nicht. Bei Leuten wir Griffin oder Randolph ist das aber halt nicht gegeben. Auch ideal wäre, wenn es wurfstarke Center-Verteidiger gäbe; gibt es aber kaum. Das macht das aufbauen um jemanden wie Griffin so schwierig. Die Clippers haben das ganz gut gelöst, aber mMn nicht ideal.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

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Dennis Spillmann
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#3

Beitrag von Dennis Spillmann » 18.12.2013, 15:59

Danke für dein Feedback, Sebastian.

Meine Aussage ist eigentlich recht simpel: Du musst Impact auf ein Basketballspiel haben. Da ist es egal, ob du ein breites Arsenal oder eben nur einen Skill hast, den du aber perfektionierst.
Blake Griffin schließt besser am Korb ab als 95% der NBA - und er nimmt 7 Würfe pro Spiel dort. Er sollte das eigentlich noch öfter versuchen und nicht so oft den Mitteldistanzwurf nehmen, aber selbst sein momentanes Spiel reicht aus, um effizient zu agieren. Und das gelingt ihm alles trotz Jordan/Hollins neben ihm. Von daher funktioniert ein sehr guter Power Forward ohne Wurf noch immer in der NBA.

Natürlich ist Griffin noch kein Franchise Player und kann sein Team noch nicht so anführen, wie dies eben Chris Paul tut. Aber sein beschränktes Skillset reicht eigentlich aus, um zu dominieren, weil er eben einige Skills gemeistert hat. Gerade dir als Thunder-Fan sollte diese leidige Diskussion mit Russell Westbrook ja bekannt sein. Und Griffin hat in seiner Karriere bisher besser geliefert als Westbrook, was die Wurfeffizienz angeht.

Nochmals, worauf es mir ankam: Blake Griffin schadet der Offense der Clippers nicht. Das müsste er ja, wenn ihm vorgeworfen wird, dass er zu eindimensional ist. Die Clippers waren in den letzten beiden Jahren mit ihm als erste Scoringoption jeweils Vierter im Offensive Rating und sind es jetzt wieder. Natürlich liegt das auch daran, dass mit Chris Paul ein überragender Spielmacher zum Team kam. Trotzdem hat Griffin bisher in jedem Jahr seiner Karriere ein besseres ORtg gehabt als sein Team. Seine Offense funktioniert augenscheinlich. Auch ohne Jumper.

Sebastian Hansen
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#4

Beitrag von Sebastian Hansen » 18.12.2013, 18:09

Ich weiß. Ich streite auch gar nicht ab, dass es funktionieren kann und die Clippers zeigen ja deutlich, dass es geht. Allerdings ist es deutlich schwerer ein Team um Griffin zu bauen, als wenn du da einen anderen Spielertypen oder gar einen Rollenspieler (Ibaka z.B.) hast. Wollte ich nur drauf hinweisen ;)
Dass Griffin ein sehr guter Einzelspieler ist, steht denke ich außer Frage.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
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Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
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