Houston, wir haben kein Problem

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Houston, wir haben kein Problem

#1

Beitrag von Go-to-Guys.de » 30.10.2012, 12:30

Houston, wir haben kein Problem

Nach dem spektakulären Tausch zwischen den Rockets und Thunder spricht die Mehrheit der Basketballfans über den Contender aus Oklahoma City und die Auswirkungen um das Team um Kevin Durant und Russell Westbrook. Dabei wird vergessen, dass zu einem Tausch immer noch zwei Franchises gehören und die Rockets das Team sind, welches den besten Spieler des Trades erhalten. Was also ist von den neuen Rockets um James Harden, Omer Asik und Jeremy Lin zu erwarten?

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Smido83
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#2

Beitrag von Smido83 » 30.10.2012, 16:23

Hmmmm... da die anderen beiden Themen gesperrt sind sollte man wohl hier antworten! ;)

Wie ich es schon geschrieben habe gehen die Rockets für mich als Sieger aus diesem Trade hervor. Denn Harden passt in vielerlei Hinsicht bestens ins Team!

1. Wie richtig geschrieben wurde ist Lin kein allzu guter Ballhandler. Aber in Verbindung mit einem der besten SG's in diesem Bereich dürfte sich seine Effektivität deutlich steigern, bzw. seine Fehlerquote sinken. Lin sollte daher in Verbindung mit Harden auf lange Sicht einen deutlich besseren Backcourt bilden als neben Martin.

2. Erhöht ein Harden wie bereits gesagt die Chance im nächsten Sommer einen 1b Star nach Houston zu holen, der alleine auch kein Franchise Player ist, aber eine wichtige Rolle als co Star übernehmen könnte. Hier sollte man vor allem die Riege der guten PF's ins Auge fassen, welche zwar keine Superstars sind, jedoch überdurchschnittliche Leistungen bringen können. Allen voran natürlich Josh Smith und Paul Millsap. Ob deren Vereine einen Max Deal matchen würden... es bestehen zumindest berechtigte Hoffnungen einen der beiden bekommen zu können.

3. Hat man zwar einige Pic's abgeben müssen, aber dafür auch wiederum Tradematerial zurück bekommen. Sollte z.B. Utah sowohl Jefferson als auch Millsap halten, wäre man bestimmt nicht abgeneigt einen Favors gegen einige der Talente der Houston Bank abzugeben. vor allem auf PF könnte man Uta da gute Spieler als Gegenwert anbieten um den Verlust auszugleichen, mal abgesehen von den Pics die man immernoch hat (Atlanta 1st Rounder sowie Atlanta/Milwaukee 2nd Rounder + die eigenen).

Insgesamt hat Houston nun, zusammen mit New Orleans, eines der interessantesten und entwicklungsfähigsten Teams der NBA. Man hat einen starken Defensivanker der nun beweisen kann ob er auch über 30 Minuten so effektiv spiet wie in 15 Minuten (vor allem was Fouls angeht). Man hat in Parsons einen sehr interessanten Flügelspieler, dem ich noch viel zutraue (laut espn ist er auch erst 14 Jahre alt :D), sowie eine möglichen Allstar SG und einen guten PG, die sich bestens ergänzen sollten. Jeh nachdem wie sich White/Jones/Motiejunas entwickeln könnte dieses Team in ein zwei Jahren schon stark genug für die Playoffs sein. Mal von den Möglichkeiten im nächsten Sommer dieses Team noch weiter zu stärken abgesehen. Well done Mr. Morey!

Aber dieses Jahr wird die Auswirkung von Harden noch nicht so riesig sein wie es einige annehmen. Wie jemand im OKC Thema geschrieben hat "Houston wird nun 10 Pics später ziehen" finde ich etwas übertrieben. Genau wie sie ins PO Rennen zu schicken. Zumindest nicht im Westen! Harden war noch nie eine erste Option und Martin hatte zumindest schon bewiesen, dass er diese Rolle in Sachen Scoring effektiv ausfüllen kann. Wenn sich nun die gegnerische Defensive vornehmlich auf ihn konzentriert sehe ich diese Saison noch keine 20 PPG bei Harden. Vor allem da er sich ja erst noch in dieses junge Team integrieren muss. Es wird dauern bis da alles zusammen passt. Klar macht er das Team sofort etwas besser, aber nur wegen ihm ist Houston jetzt kein PO Team für mich... zumindest diese Saison NOCH nicht.

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Fabian Thewes
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#3

Beitrag von Fabian Thewes » 31.10.2012, 16:26

Smido83 hat geschrieben:1. Wie richtig geschrieben wurde ist Lin kein allzu guter Ballhandler. Aber in Verbindung mit einem der besten SG's in diesem Bereich dürfte sich seine Effektivität deutlich steigern, bzw. seine Fehlerquote sinken. Lin sollte daher in Verbindung mit Harden auf lange Sicht einen deutlich besseren Backcourt bilden als neben Martin.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Lin sich abseits des Balles erheblich verbessert. James Harden selbst ist ein richtig guter off the ball spieler, was dem Spiel der Rockets natürlich zu Gute kommt, wenn Lin mal den Ball dominiert. Umgekehrt sehe ich mögliche Probleme für die Rockets. Lin braucht den Ball in den Händen, hat einen nur mäßigen Wurf und nutzt auch nicht gerne Off-the-ball-Screens oder Cuts. Bin gespannt wie die Rockets das lösen. Wenn ich Coach der Rockets wäre, würde ich Lin nach 6 oder 7 Minuten mit der SG vom Feld runternehmen, damit er die Banklineup im zweiten Viertel anführen kann.
2. Erhöht ein Harden wie bereits gesagt die Chance im nächsten Sommer einen 1b Star nach Houston zu holen, der alleine auch kein Franchise Player ist, aber eine wichtige Rolle als co Star übernehmen könnte. Hier sollte man vor allem die Riege der guten PF's ins Auge fassen, welche zwar keine Superstars sind, jedoch überdurchschnittliche Leistungen bringen können. Allen voran natürlich Josh Smith und Paul Millsap. Ob deren Vereine einen Max Deal matchen würden... es bestehen zumindest berechtigte Hoffnungen einen der beiden bekommen zu können.
Mit einem Josh Smith würde das Team in der Tat nett aussehen. Lin/Harden/Parsons/Smith/Asik hätte was. :) Aber auch besagter Millsap würde dem Team gut zu Gesicht stehen, keine Frage.
3. Hat man zwar einige Pic's abgeben müssen, aber dafür auch wiederum Tradematerial zurück bekommen.
Was für ein Tradematerial hat man denn zurück bekommen? Lazar Hayward fliegt eher heute als morgen aus der NBA (wurde im übrigen schon entlassen). D.Cook ist ein Shooter mit auslaufenden Vertrag, auch nichts dolles. Und Cole Aldrich ist ein mäßig talentierter Center, der sich auch erstmal irgendwie/irgendwo durchsetzen muss.
Insgesamt hat Houston nun, zusammen mit New Orleans, eines der interessantesten und entwicklungsfähigsten Teams der NBA. Man hat einen starken Defensivanker der nun beweisen kann ob er auch über 30 Minuten so effektiv spiet wie in 15 Minuten (vor allem was Fouls angeht). Man hat in Parsons einen sehr interessanten Flügelspieler, dem ich noch viel zutraue (laut espn ist er auch erst 14 Jahre alt :D), sowie eine möglichen Allstar SG und einen guten PG, die sich bestens ergänzen sollten. Jeh nachdem wie sich White/Jones/Motiejunas entwickeln könnte dieses Team in ein zwei Jahren schon stark genug für die Playoffs sein. Mal von den Möglichkeiten im nächsten Sommer dieses Team noch weiter zu stärken abgesehen. Well done Mr. Morey!

Aber dieses Jahr wird die Auswirkung von Harden noch nicht so riesig sein wie es einige annehmen. Wie jemand im OKC Thema geschrieben hat "Houston wird nun 10 Pics später ziehen" finde ich etwas übertrieben. Genau wie sie ins PO Rennen zu schicken. Zumindest nicht im Westen! Harden war noch nie eine erste Option und Martin hatte zumindest schon bewiesen, dass er diese Rolle in Sachen Scoring effektiv ausfüllen kann. Wenn sich nun die gegnerische Defensive vornehmlich auf ihn konzentriert sehe ich diese Saison noch keine 20 PPG bei Harden. Vor allem da er sich ja erst noch in dieses junge Team integrieren muss. Es wird dauern bis da alles zusammen passt. Klar macht er das Team sofort etwas besser, aber nur wegen ihm ist Houston jetzt kein PO Team für mich... zumindest diese Saison NOCH nicht.
Meine Prognose, dass die Houston Rockets die Playoffs erreichen, ist natürlich bewusst etwas optimistisch gehalten.

20 ppg sehe ich ehrlich gesagt ziemlich sicher von James Harden. Letzte Saison waren es bei den Thunder in normierten 36 Minuten pro Spiel bereits 19.3. Jetzt bekommt er deutlich mehr Touches, die Effizinez wird fallen, jedoch müsste das doch reichen. Und falls der Einwand kommt, dass Harden so viele Punkte gemacht hat, weil Russell Westbrook und Kevin Durant auf dem Feld waren:
Habe gerade keine Quelle, aber ich meine sein Punkteschnitt ohne Durant/Westbrook auf dem Feld betrug nrmiert über 25 ppg.

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Julian Lage
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#4

Beitrag von Julian Lage » 31.10.2012, 17:05

Hier https://go-to-guys.de/Wordpress/forum/v ... f=28&t=686 hatte ich das schon teilweise mit Hassan diskutiert, ich war eher anderer Meinung als der Artikel.

Um auf Smidos Post einzugehen: Der Unterschied zwischen den Hornets (und auch z.B. den Cavs oder Trail Blazers) ist meiner Meinung nach, dass in diesen Teams ein Spieler steht, der potentiell als erste Option eine Meisterschaft gewinnen kann, das sehe ich bei Harden nicht so. Noch dazu haben die Hornets außer einer miesen Saison nicht so viel abgegeben, um ihr Team zusammenzustellen und mit Gordon einen Max-Spieler dazu.

Das mit den 10 Picks später war ich, das halte ich immer noch für realistisch: Houston wäre für mich klar letzter im Westen gewesen, und durch die stärkeren Gegner oder bei einem Scheitern von Lin/Asik hätten sie auch hinter Charlotte und Orlando landen können. Mit Harden und deutlich mehr Tiefe (Cook ist ein solider Backup, Aldrich hätte bei OKC auch gespielt) ist ein Pick um die 10 wahrscheinlich, wenn Mavs und Twolves so von Verletzungen verfolgt bleiben, können die Rockets nah an die POs kommen.
Zuletzt geändert von Julian Lage am 31.10.2012, 17:15, insgesamt 2-mal geändert.
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