5 Draftees, 5 Meinungen

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5 Draftees, 5 Meinungen

#1

Beitrag von Go-to-Guys.de » 05.07.2012, 13:44

5 Draftees, 5 Meinungen

Die Draft ist nun seit einigen Tagen gelaufen, die Draftdeals ausgewertet und durch die beginnende Free Agency ergibt sich so langsam ein Bild von dem, was die Draft der NBA bescherte. Unsere Redakteure werfen einen Blick auf die Geschehnisse und teilen ihre ganz eigene Sichtweise auf vergangene und zukünftige Ereignisse rund um die Auswahl der diesjährigen Rookies mit.

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Smido83
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#2

Beitrag von Smido83 » 05.07.2012, 16:05

Frage 1:
Der größte Steal ist echt schwer... alle 5 genannten hätte ich viel früher im Draft erwartet. Aber da ich mich größtenteils mit Kentucky auseinandergesetzt habe wähle ich Doron Lamb. Für mich nicht zu verstehen wie man solch einen guten Shooter bis in die 40er durchrutschen lassen kann. Zwar ist er athletisch eher unterer Durchschnitt, genau wie in Sachen Defense, aber als 1. Option von der Bank ist er absolut klasse. Sein Wurf ist nahezu perfekt und er kann sowohl als Ballhandler als auch off Ball sehr gut agieren. Gibt man ihm nur etwas Platz, dann ist er eine Waffe die jedem Team helfen könnte. Nehmen wir mal Denvers 20. Pic. Da wird ein junger französischer SG ohne jegliche Erfahrung im nordamerikanischen Basketball und ohne guten Wurf gezogen (28% 3er letzte Saison). Aber ein überdurchschnittlicher Scorer und Starter des besten NCAA Teams wird bis 42 durchgereicht...

Frage 2:
Für mich klar Dion Waiters. Ein guter Spieler, aber niemals ein 4th Pic in diesem Draft. Nicht wenn es noch solche Talente gibt, die dem Team Need der Cavs viel besser entsprochen hätten. Hier schließe ich mich daher den Meinungen von Hassan Mohamed und Julian Barsch an.

Frage 3:
Ich denke David Lee wird die erste Option bleiben, auch wenn sich meiner Meinung nach dahinter Curry und Barnes um die 2. Opton "streiten" werden. In naher Zukunft denke ich es wird auf 20 PPG von Lee sowie 15 PPG von Curry und Barnes hinauslaufen. Wie ihr es ja schon geschrieben habt könnte es ihm entgegenkommen, dass er garnicht diese Hauptlast tragen muss, sondern sich besser aussuchen kann wann er seine durchaus vorhandenen Offensivqualitäten einsetzt. Bei den Warriors ist er gut aufgehoben, vieleicht in 4 oder 5 Jahren dann auch als 1. Option. Man muss eben abwarten wie er sich noch entwickelt.

Frage 4:
Ich kann Drummond einfach nicht einschätzen, bzw. sehe in ihm nicht das was ihr in ihm seht. Vieleicht liegt es daran, dass Größe und Physis für mich nicht genug sind um jemanden als riesen Talent anzusehen. Wie viele Big Man gab es schon die früh gezogen wurden, aber sich nie auf höchstem Niveau durchsetzen konnten? Ihr sprecht ihm hier zumindest alle zu, dass er sich aufgrund der ordentlichen Blockqualitäten zu einem Defensivanker entwickeln könnte. Ich halte mal die für einen Spieler seiner Außmaße eher enttäuschenden 7,6 Rebounds dagegen... vor allem wenn man bedenkt, dass nur 4,2 davon Defensivrebounds waren. Wie gesagt, Talent ist natürlich vorhanden, aber ob er es auch umsetzen kann, daran habe ich so meine Zweifel. Vor allem was Willen, Einstellung und psychische Stabilität angeht! Seine Freiwurfquote deutet dies auch mehr als deutlich an! Ein Davis z.B. hat seine Freiwurfquote von 58% nach 10 Spielen auf über 70% nach der gesamten Saison steigern können, bei einem Drummond wurde sie eher noch schlechter. Bestenfalls klappt es und er entwickelt sich zu einem Spieler a la Chandler, schlechtestenfalls hat sich Detroit den nächsten Thabeet aufgehalst. Mit Glück liegt die Wahrheit mehr in Richtung Chandler, was jedoch nicht meiner Meinung entspricht.

Frage 5:
Die Monobraue... wer denn sonst? :D
Bei New Orleans wird er in der ersten Saison alle Freiheiten genießen können. Er wird sich im Low Post versuchen dürfen, oder aus der Mitteldistanz seine Würfe nehmen, vieleicht sogar einige 3er wie zwischenzeitlich bei den Wildcats. Da er obendrein ein guter Freiwurfschütze für einen Big Man ist sollte auch dies für einige Punkte sorgen. Dass er Defensiv, solange er körperlich etwas zulegen konnte, sofort Impact haben wird sollte außer Frage stehen. Wieso ihn hier einige die Offensivqualitäten absprechen verstehe ich sowieso nicht. Sein Wurf sieht relativ gut aus für einen Big Men. Zwar wird aus ihm kein Nowitzki, aber einen soliden Wurf aus der Mitteldistanz a la Al Jefferson wird er sich sicherlich erarbeiten können. Das er überdurchschnittlich schnell ist, ein gutes Ballhandling besitzt und über eine riesen Sprungkraft verfügt wird sich auch positiv auf seine Punkteausbeute auswirken. Vor allem im Zusammenspiel mit einem Spieler wie Rivers. Die 2 werden mal ein tödliches Pick&Roll entwickeln. Da bin ich mir sicher. Ich tippe auf 15 PPG, 8,5 RPG sowie 2,5 BPG in seiner Rookiesaison! ;)

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#3

Beitrag von Dennis Spillmann » 05.07.2012, 16:29

Smido83 hat geschrieben:Ich halte mal die für einen Spieler seiner Außmaße eher enttäuschenden 7,6 Rebounds dagegen... vor allem wenn man bedenkt, dass nur 4,2 davon Defensivrebounds waren.
Dann halte ich mal dagegen, dass Drummond in seiner College-Karriere jeden sechsten VERFÜGBAREN Offensivrebound eingesammelt hat, wenn er auf dem Feld stand. Diese Zahl würde in der NBA bedeuten, dass er am offensiven brett besser reboundet als Dwight Howard, andrew Bynum, Roy Hibbert ... im Prinzip eh besser als alle Center, die nicht Ömer Asik heißen. Und auch besser als Anthony Davis am College.
Defensiv ist er natürlich verbesserungsfähig. Das könnte an seinen Fundamentals liegen. Fabian Thewes hatte dazu ja mal einen hervorragenden Artikel geschrieben. Defensives Rebounding (vor allem im Team) kann man erlernen. Das konnte man ja nicht zuletzt bei Dirk sehen. Von daher sind diese totalen Reboundzahlen einfach nicht aussagekräftig.
Drummonds Blockrate befindet sich übrigens auf dem Niveau von Serge Ibaka, wenn man normierte Zahlen anlegt. Und wir reden hier - wie gesagt - von einer enttäuschenden College-Saison von Drummond. Dass er seine Zahlen so nicht 1-zu-1 in die NBA übertragen kann, ist klar. Nur anhand von einer Reboundzahl zu urteilen, halte ich einfach für falsch.

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#4

Beitrag von Smido83 » 05.07.2012, 16:54

Dennis Spillmann hat geschrieben:Dann halte ich mal dagegen, dass Drummond in seiner College-Karriere jeden sechsten VERFÜGBAREN Offensivrebound eingesammelt hat, wenn er auf dem Feld stand. Diese Zahl würde in der NBA bedeuten, dass er am offensiven brett besser reboundet als Dwight Howard, andrew Bynum, Roy Hibbert ... im Prinzip eh besser als alle Center, die nicht Ömer Asik heißen. Und auch besser als Anthony Davis am College.
Defensiv ist er natürlich verbesserungsfähig. Das könnte an seinen Fundamentals liegen. Fabian Thewes hatte dazu ja mal einen hervorragenden Artikel geschrieben. Defensives Rebounding (vor allem im Team) kann man erlernen. Das konnte man ja nicht zuletzt bei Dirk sehen. Von daher sind diese totalen Reboundzahlen einfach nicht aussagekräftig.
Drummonds Blockrate befindet sich übrigens auf dem Niveau von Serge Ibaka, wenn man normierte Zahlen anlegt. Und wir reden hier - wie gesagt - von einer enttäuschenden College-Saison von Drummond. Dass er seine Zahlen so nicht 1-zu-1 in die NBA übertragen kann, ist klar. Nur anhand von einer Reboundzahl zu urteilen, halte ich einfach für falsch.
Ich spreche ihm doch wie gesagt das Talent garnicht ab. Nur den Willen wirklich an sich zu arbeiten und das Spiel zu dominieren. In den UConn Spielen die ich gesehen habe (es waren nicht viele... 5 oder 6) ist er mir eigentlich garnicht aufgefallen. Er wirkte eher wie ein Rollenspieler. Ich sah nie dass er mal den Ball gefordert, oder sich defensiv soll reingehangen hat. Ich sah nicht dass er kämpft und um jeden Preis gewinnen will...

Dies ist ja auch nur meine Meinung. Wer weiß, vieleicht wird er auch mal ein Allstar, aber ohne den Willen sich zu verbessern bzw. die richtige Einstellung zum Spiel wird das nix! Dies jedoch habe ich bei ihm bisher nicht gesehen.

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