Was fehlt zum Contender?

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Julian Wolf
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Was fehlt zum Contender?

#1

Beitrag von Julian Wolf » 26.04.2019, 12:46

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

Die Utah Jazz sind, letztlich deutlich und chancenlos, aus den Playoffs ausgeschieden – soviel zu den Fakten. Was war letztlich der Knackpunkt für die Serienniederlage? Was lief in den letzten drei Spielen besser? Und wie gehen die Jazz in die Zukunft?


Mabusian
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#2

Beitrag von Mabusian » 26.04.2019, 14:16

Schöne Zusammenfassung. Ich sehe Utah sehr kritisch für die Zukunft. Auch wenn Robinson sich sicherlich weiter entwickelt, müsste er ja schon fast Hardensche Offensivfähigkeiten erreichen, die ich nicht sehe, um die Jazz aus dem Mittelmaß rauszubringen. Die Defense ist zu gut, um in den nächsten Jahren in die Lottery abzurutschen, und Mitchell und Gobert sind nicht die Spieler, die andere Spieler dazu bewegen könnten, neben einem Salzsee zu wohnen.
Ihre Pickschatulle enthält außer einem Zweitrunden-Spurspick (2022?) auch nur ihre eigenen Picks, die wohl regelmäßig außerhalb der Lottery landen werden. Andererseits könnten die Jazz genau so ein Team sein, die zufrieden damit sind, die nächsten 6-8 Jahre in den Playoffs zu spielen. Als Jazzfan, der von Titeln träumt, würde mir bei der Ausgangssituation angst und bange, aber vielleicht träumt man als Jazzfan nicht vom Titel :lol:
Ich wünsche den Jazz, nochmal mit Pick 20+ einen zweiten Spidah zu finden, um aus diesem Kreislauf herauszukommen, befürchte aber, dass sie zu den Charlotte Hornets des Westens werden. Immer dabei, nie mittendrin.

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Pillendreher
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#3

Beitrag von Pillendreher » 26.04.2019, 14:42

Ich finde die Jazz ein interessantes Team, da man bei ihnen nicht weiß, wie gut sie wirklich sind. Ich bin da natürlich ein bisschen vorbelastet wegen den 2018er Playoffs, aber finde dennoch eine Diskussion über sie recht interessant. 2x hintereinander jeweisl 4.7pp100p besser als der Ligadurchschnitt defensiv und offensiv letztlich durchschnittlich. Ich persönlich denke dass bei Utah die Defensive immer steht und sie auch trotz ihrer offensiven Limitierungen so diszipliniert sind, dass es in der RS regelmäßig reicht, über bestimmte Mannschaft einfach drüberzufahren (so holen sich die Spurs auch viele ihrer Siege: Während andere Mannschaften einfach mal spielen, ziehen diese disziplinierten Teams ihre Strategie durch und haben so einen immensen Vorteil). In ihren Siegen hatten sie das beste NetRtG der ganzen Liga mit 15.0 ( :shock: ), was ja schon extrem gut ist. Wenn man dann aber in der Postseason auf Mannschaften trifft, die sich auf den Kader der Jazz einstellen, dann fällt gleichzeitig aber doch auf, dass da offensiv Mitchell versucht zu tragen und dies nicht kann und der Rest doch eher Beigabe als Hauptgang ist. Die Rockets mehr als 6pp100p unter ihrem Saisondurchschnitt zu halten ist eine sehr ordentliche Defensivleistung, aber offensiv ist das dann zu wenig. Matt Moore etwa hat sich letztens ein paar mal dahingehend geäußert, dass bei den Jazz wohl die Zahlen den Eindruck einer Mannschaft vermitteln, die wohl in der Realität so gut gar nicht ist. Ich denke da ist was dran.

Interessant wäre für mich als Gedankenexperiment die Kombination von 16/17 Westbrook anstelle von Mitchell (und für Rubio dann einen soliden 3&D SG) - wie viel besser würde das ausschauen? Wäre offensiv wahrscheinlich immer noch nicht genug, um wirklich auch mal was zu erreichen.

Poohdini
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#4

Beitrag von Poohdini » 26.04.2019, 18:51

Sehr schöne Analyse zum Abschluss, Julian. Du triffst alle wesentlichen Punkte.

Auch Pille und Mabusian fügen das sehr interessante und stimmige Sachen ein, auch wenn ich die Jazz nicht so negativ sehe. Als potentiell 3. oder 4. bestes Team einer Conference zu gelten, ist kein Startpunkt, um evtl über einen Neuaufbau oder so nachzudenken. Das lohnt sich langfristig vermutlich auch nicht. Die Defensive ist mit Gobert wahrscheinlich immer Top 5 (mind.) in der RS.

Ich würde an Utahs Stelle aber mal aufhören, so viel in der Komfortzone zu agieren, was die FA angeht. Man bezahlt ständig nur die eigenen Free Agents, meistens bezahlt man sie auch über. Ich glaube, dass viele ihrer Spieler aber eher replacement-Level Spieler sind, oder eben Spieler, die gut mit replacement-Level-Spielern zu ersetzen wären. Favors muss endlich weg und nicht wieder verlängert werden, Exum muss weg. Ich würde versuchen, nur noch in Wings zu investieren. Außer Ingles, Gobert und Mitchell würde ich niemanden unbedingt halten wollen. Für einen fairen Preis ist das natürlich was anderes, aber das war zuletzt nicht der Fall, leider.

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