Derrick Rose zum Minimum?

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Dennis Spillmann
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Derrick Rose zum Minimum?

#1

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.07.2017, 18:00

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

Derrick Rose wird wohl für eine Exception im Laufe der Woche unterschreiben, obwohl er sich einen Maximalvertrag erhofft hatte. Welches Schicksal Derrick Rose ereilte, wer die Leidensgenossen Roses sind und was das Problem an mittelmäßigen Ball Handlern ist, erklärt Dennis Spillmann.


Jonyo
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#2

Beitrag von Jonyo » 24.07.2017, 13:39

Ich finde den Artikel doch etwas zu sehr negativ geschrieben und zu übertrieben.

Rose litt und leidet immer noch an den Nachwirkungen seiner sehr schweren Verletzungen. Wie soll er dabei nochmal in Form kommen? Es werden unmenschliche Dinge erwartet, die er aktuell so eben nicht leisten kann. Das überträgt sich auch auf seine Mitspieler. Wer weiß ob ein Rose ohne Verletzung heute nicht weiter auf MVP-Level spielen würde? Diese Auszeichnung kam ja nicht von ungefähr!

Bei Ellis und Jennings war es schon immer so, dass sie zu extrovertiert und inkonstant spielten. Ein Vergleich zu Rose ist da mMn unangebracht. Auf diesem Level hat noch keiner der beiden wirklich gespielt - zumindest nicht eine ganze Saison lang.

Schröder ist ein junger Spieler, der noch deutliches Entwicklungspotenzial besitzt. Die Baustellen hat er entdeckt und bereits erfolgreich an seinem Wurf gearbeitet. Dass er die Hawks nichts erreichen werden liegt ganz sicher nicht an Schröder sondern am Management und dem schweren Aderlass im Team.

Calderon verteidigt einfach viel zu schlecht um ihm mehr Einsatzzeit zu ermöglichen. Sein Alter macht das nicht besser. Auch sein Wurf ist lange nicht mehr so stark wie früher, als er noch zu den treffsichersten Dreierschützen zählte. Aber er besaß schon immer ganz andere Spielanlagen als ein Rose, Schröder und Ellis. Auch hier hinkt ein solcher Vergleich.
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Sebastian Hansen
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#3

Beitrag von Sebastian Hansen » 24.07.2017, 15:14

Naja, bei Rose war es doch einfach eine nüchterne Feststellung, dass er als Spieler (wohl) nicht mehr so viel bringen kann wie früher. Dass das an der Verletzung liegt, ist klar. Aber Rose ist halt einfach kein guter Spieler mehr, daran gibt es nichts zu rütteln.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
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Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

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Dennis Spillmann
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#4

Beitrag von Dennis Spillmann » 24.07.2017, 15:26

Ich verstehe den Verweis und die Verteufelung der Vergleiche weiterhin (gestern bei Facebook) nicht.

Ich habe den Ist-Zustand abgebildet. Der besagt: Rose ist ein marginaler NBA-Ball Handler. Ihm wurden in der FA bspw. Hill und Teague vorgezogen. Das hat Gründe. Der wichtigste ist die Leistungsfähigkeit. Und da ist es völlig unerheblich, ob Rose irgendwann mal MVP war. Um es mit einem Beispiel mal zu überspitzen: DeAndre Jordan ist momentan ein besserer Basketballer als Shaquille O'Neal. Das sagt nichts darüber aus, dass Shaq mal MVP war oder mehrere Ringe als erste Option gewonnen hat, sondern lediglich, dass Jordan 2017 besser ist.

Derrick Rose ist 2017 vom Impact her in einer Schublade mit Monta Ellis und Rajon Rondo. Damit nehme ich Rose den MVP nicht weg, sondern beschreibe nur seine momentane Leistungsfähigkeit.

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Tom_Schneider
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#5

Beitrag von Tom_Schneider » 24.07.2017, 16:10

Ich finde den Artikel super! Habe gestern selber das theoretische Potenzial von Schröder angemerkt und wurde auf den Ist-Zustand verwiesen (welchen Dennis in meinen Augen korrekt darstellt). Aber die andern Spieler, welche diese hypothetische Upside ja wohl nicht mehr aufweisen sehe ich als sehr zutreffend skizziert.

Rose ist ehemaliger MVP (wobei man ja sogar diesen Titel zumindest kritisch beleuchten darf) und konnte nach seiner Verletzung nie wieder an seine alte Form anknüpfen. Was hätte sein können und welche Szenarien möglich gewesen wären spielt dabei keine Rolle mehr.

Fakt ist: Derrick Rose sowie Monta Ellis und Brandon Jennings sind momentan noch ohne Arbeitgeber und können froh sein, wenn sie irgendwo für ein geringes Gehalt noch unter Vertrag kommen. Allein das zeigt ja wohl wie ihr Markt zurzeit aussieht und dass offenbar viele NBA-Teams zu einem ähnlichen Schluss gekommen sind wie Dennis in seinem Artikel.

(Funfact: Der von dir angesprochene Calderon wurde mit den Cavaliers von einem Contender an Board geholt und wäre vergangenes Jahr ohne eine Verletzung von Durant auch bei den Warriors unter Vertrag gewesen.)

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#6

Beitrag von Rapsack » 27.07.2017, 11:20

"Ich finde den Artikel super! Habe gestern selber das theoretische Potenzial von Schröder angemerkt und wurde auf den Ist-Zustand verwiesen (welchen Dennis in meinen Augen korrekt darstellt). Aber die andern Spieler, welche diese hypothetische Upside ja wohl nicht mehr aufweisen sehe ich als sehr zutreffend skizziert."

Dem kann ich zustimmen. Dennoch find ich es sehr schwer mich so fest zu legen. Wie kommt eure Bewertung zu stande? Gerade die Position PG steht und fällt auch mit den Mitspielern. Bei der Bewertung von Westbrook wurde immer wieder darauf verwiesen.

Ich habe Rose mir nicht angeschaut, daher kann ich zu ihm wenig sagen.

Was Rondo anbelangt, hat man 2 völlig verschiedene Personen in der vergangenen Spielzeit gesehn. Rondo ist wohl einer der Fälle, der nur dann wirklich Leistung bringt, wenn das gesammte Umfeld absolut stimmt. Daher würde ich als GM auch die Finger weglassen, aber aus anderen Gründen als Rose.

Bei Monta Ellis stimme ich der Bewrtung voll zu.

Nun mein Problemfall Schröder. Ist das, was man so sieht und was die Statistiken sagen wirklich Aussage kräftig? Der fehlende Wurf hat sich etwas verbessert, vieleicht nicht von den Zahlen aber er sieht nun viel flüssiger aus. Ob das dann am Ende wirklich zu einem besseren Wurf führt...hmm.... muss man abwarten. Bis heute hat er keinen guten, verlässlichen Wurf.
Was aber die guten/schlechten Entscheidungen anbelangt, da treibt es mich um. Ich habe mir so ziemlich alle Spiele von ihm angeschaut. Da waren insbesondere 2 Mitspieler zu nennen die ihm das Leben echt schwer machten. Dwight Howard war für Ihn nur schwer an zu spielen, da dieser etwas anspruchsvollere Pässe einfach nicht fing. Und Kent Bazemore war auch so ein Ausfall. Wie soll man das bewerten. In der Statistik taucht das dann bei Schröder auf. Aber eigentlich hat er alles richtig gemacht. Habt ihr das auch berücksichtigt? Ansonsten bin sehr gespannt ob "Schröder" sich steigern wird und ob er sich, was eure Kritikpunkte, anbelangt verbessert.

Also wie kommt euer Bewertung bezüglich Schröders oder eines PGs Entscheidungen zu stande? Kann man da Verlässliches aus den Statistiken holen oder ist der Eindruck vom Zuschauen entscheident?

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#7

Beitrag von D41 » 27.07.2017, 13:35

Ich kann dem Artikel bis auf den Teil zu DS ebenfalls nur zustimmen. Bei Schröder ist mir das zu schnell gesagt worden.
Schröders Wurf ist nicht super, aber auch nicht allzu schlecht. Er warf letzte Saison 34% bei fast 6 Versuchen pro Spiel. Das finde ich jetzt nicht dermaßen schlecht. Aus der Ecke wirft er gute 50%(kleine ss). Er hat zwar einige Schwächen, aber sein Spiel wird insgesamt besser, weshalb ich ihn vom Potenzial über Rondo und Rose in ihrem aktuellen Niveau sehe.
Er hat 4 Jahre NBA hinter sich und kommt jetzt langsam ins beste Basketballalter, dennoch würde ich ihn eher als sechsten Mann bei einem Contender sehen, weil einfach sehr viel größeres Talent in der Breite auf seiner Position da ist.

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#8

Beitrag von bartek » 27.07.2017, 17:46

Dennis Spillmann hat geschrieben:
24.07.2017, 15:26
Um es mit einem Beispiel mal zu überspitzen: DeAndre Jordan ist momentan ein besserer Basketballer als Shaquille O'Neal. Das sagt nichts darüber aus, dass Shaq mal MVP war oder mehrere Ringe als erste Option gewonnen hat, sondern lediglich, dass Jordan 2017 besser ist.
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Dennis Spillmann
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#9

Beitrag von Dennis Spillmann » 27.07.2017, 19:00

Danke an @Rapsack und @D41 für das gute, konstruktive Feedback.

Zur Evaluierung von Spielern empfehle ich meinen Artikel aus dem letzten Jahr: https://go-to-guys.de/2016/06/30/wie-be ... nd-trades/
Hier habe ich skizziert, wie wir Spieler bewerten. Ironischerweise ebenfalls an Derrick Rose.

Zu euren Einwänden bei Schröder: Ich sage nicht, dass er in der NBA scheitern wird oder scheitern muss. Sein aktuelles Skill Set ist nur ebenfalls nicht so ausgeprägt, dass es gut altert (keine off-ball skills, der Wurf wird null respektiert). Er kann sich das noch erarbeiten. Wenn nicht, könnte er den Weg der anderen einschlagen.

@bartek: Wie immer nur Realtalk vom Boss.

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