Schlechte Verträge: Dieses Jahr wieder?

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Sebastian Hansen
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Schlechte Verträge: Dieses Jahr wieder?

#1

Beitrag von Sebastian Hansen » 29.06.2017, 13:15

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

Auch dieses Jahr wird es wieder schlechte Verträge in der Free Agency geben. Doch wie wirken sich die des letzten Jahres eigentlich auf diesen Sommer aus?


D41
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#2

Beitrag von D41 » 30.06.2017, 10:01

Guter Artikel!

Eines verstehe ich noch nicht ganz. Warum siehst Du es als Fehler an, dass die NBPA den großen Capsprung zugelassen hat? Hätte sie ihn künstlich zurückgehalten, wäre das gesamte Gehaltsgefüge niedriger und etwas fairer für 1-4 (?) Jahre. Da nehme ich als Spielergewerkschaft doch lieber direkt die Kohle und viele andere Spieler (MLE etc.) profitieren ja davon bereits früher.
Was kann die NBPA dafür, dass wenige Organisationen extrem überbezahlen ohne nennenswerten Grund? Die NBPA kann ja nicht auf Geld verzichten, nur um die merkwürdigen Entscheidungen einiger Organisationen zu antizipieren und etwas fairer für alle Spieler zu sein :stupid:

kdurant35
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#3

Beitrag von kdurant35 » 30.06.2017, 11:54

Die Spieler hätten ja nicht verzichtet. Die Capsprünge wären halt nach und nach gekommen und Spieler verschiedener Free Agency Jahrgänge hätten davon profitiert. Verluste hätte es dadurch keine gegeben. Wir werden in den nächsten Jahren wohl sehen, dass deutlich bessere Spieler als die in 2016 mit kleineren Verträgen dastehen werden. Und da die Gewerkschaft sich im neuen CBA ja auf eine zukünftige Reglementierung eingelassen hat scheint das auch nicht uninteressant für sie zu sein.

Ich vermute das der Zeitpunkt das Hauptproblem war. Man steckte ja mitten in den Verhandlungen zum neuen CBA. Da kommt man der Gegenseite meist nur entgegen wenns dafür auch was zurück gibt. Ob dies sinnvoll gewesen wäre ist oft nebensächlich

Sebastian Hansen
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#4

Beitrag von Sebastian Hansen » 30.06.2017, 12:34

kdurant35 hat das meiste schon gesagt. Für viele Spieler war das einfach ungerecht, dass alles auf einmal kam. Hätte man ein "Smoothing" gemacht, wäre am Ende genauso viel Geld ausgeschüttet worden, aber alle Spieler hätten davon profitiert. Ich zitiere dazu auch mal Julian Lage:
Auch wenn Mitleid mit Einkommensmillionären wohl fehl am Platz ist, weist dieses Gefüge einige bemerkenswerte weiterführende Aussagen auf: Die unterdurchschnittlichen NBA-Spieler haben praktisch keine Lobby in der Gewerkschaft und damit den Verhandlungen mit den Franchise-Besitzern. Dies zeigt sich noch stärker als am CBA selbst – hier ließen sich die festen Werte schlicht als Übersehen bewerten – in den Diskussionen um ein mögliches ‚Smoothing‘ des Caps. Die Spielergewerkschaft lehnte dieses sportlich sinnvolle Instrument ab, was gleichmäßiger verteilte Gehälter verhindert hat.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

D41
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#5

Beitrag von D41 » 30.06.2017, 13:00

Da liegt glaube ich das Verständnisproblem. Ich sehe es so, dass eben doch in den langsamen Steigerungen ein Verzicht für die Spieler unabdingbar ist. Dies wäre nicht so, wenn in den späteren Jahren der relative Anteil der Spieler größer ist als am Anfang und dies auch kompensiert wird. Dies würde aber die NBA nicht mitmachen, da der Maßstab am Ende auch der für den Folgevertrag ist. Das wäre psychologisch schwer zu verkaufen, den Anteil wieder zu senken.
Eine andere Möglichkeit wäre im Vorfeld den Cap schon anzupassen bzw. Rückwirkend Gehälter anzupassen.

kdurant35
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#6

Beitrag von kdurant35 » 30.06.2017, 13:55

Ich kann deiner Logik nicht folgen. Der Gehaltsanteil der Spieler ist im CBA festgelegt. Es wird jährlich überprüft ob sie zu viel oder wenig bekommen haben. Durch Erhöhungen bzw. Senkungen des Caps wird dies reguliert. Wäre der Cap z.B. nur auf 85 Mio gestiegen und die Spieler hätten 2% zu wenig bekommen wäre dieser Fehlbetrag bei der Gestaltung des neuen Caps (oder je nach max. Steigerung in den folgenden Jahren) mit berücksichtigt worden. Der steigt dann mehr als die eigentlichen Einkünfte das zulassen. Das wird so lange fortgeführt bis das Defizit ausgeglichen ist. Andersum läuft das ebenso. Auf lange Sicht ist deshalb eine Benachrichtigung nicht zu erwarten.

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Julian Lage
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#7

Beitrag von Julian Lage » 30.06.2017, 17:22

Es hätte eine ganz einfache Lösung gegeben, wenn man die real ausgezahlten Dollar vom Cap entkoppelt - also z.B. die Steigerung auf max 5 Mio/Jahr reduziert, und jeder Spieler bekommt dann (als fiktives, aber grob passendes Beispiel) das 1,5 von dem, was als Gehalt im Cap steht. Das würde im Prinzip ohnehin dem Ausgleichsmechanismus entsprechen, den kdurant35 hier angesprochen hat.

Der Vorteil davon wäre nicht nur mehr Balance zwischen den Teams (siehe GSW) gewesen, sondern v.a. zwischen den Spielern. So ist der Unterschied je nach Jahr des Vertragsantritts enorm, ohne dass es irgendwelche objektiven Gründe dazu gibt.
@JLage_GtG

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