Welches NBA-Team hatte die schlechteste Offseason?

Hier könnt ihr über die beste Basketballliga der Welt, die National Basketball Association, diskutieren.
Benutzeravatar
Dennis Spillmann
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 1531
Registriert: 24.03.2012, 20:06
Lieblingsteam: Die NBA als Liga
Lieblingsspieler: James Harden, Steph Curry, Chris Paul
Lieblingsposition: effizienter Leadguard
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

Welches NBA-Team hatte die schlechteste Offseason?

#1

Beitrag von Dennis Spillmann » 21.01.2017, 12:01

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.
Wir haben die Mitte der NBA-Saison überschritten. Grund genug für uns, auf unsere Prognosen zu Saisonbeginn zu schauen. Wir schauen also zurück zu unserer Bewertung der Offseasons. Welche Teams haben laut der Redaktion denn bisher die schlechteste Offseason gehabt?

Benutzeravatar
Simon
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 796
Registriert: 30.10.2016, 10:10
Lieblingsteam: 76ers, Suns
Lieblingsspieler: Kemp, Nash, Muggsy, Garnett, Durant
Kontaktdaten:

#2

Beitrag von Simon » 21.01.2017, 14:51

Schöner Überblick, danke :tup:

Ich denke ihr habt das überzeugend bewertet und die richtigen Kandidaten ausgewählt. Chicago wäre für mich auch noch einer gewesen, auch die Offseason der Pelicans war sicher nicht besonders toll (wobei ich z.B. Solomon Hill nicht so schrecklich finde wie die meisten, er sollte einfach nur nicht auf der 3 eingesetzt werden, und Hield hat ja inzwischen auch einigermaßen die Kurve gekriegt).

Die Offseason der Lakers finde ich inzwischen ehrlich gesagt nicht mehr so schlimm. Deng spielt zwar keine gute Saison, auf der 4 ist er aber immer noch effektiv und hat abseits des Platzes sicherlich einen positiven Einfluss auf Randle, Ingram & Co. Und man könnte argumentieren, dass der Mozgov-Deal nicht einmal mehr zu den 3 oder 4 schlechtesten Center-Verträgern des Sommers gehört (Noah, Biyombo, Miles Plumlee, Whiteside, Mahinmi, Ezeli (auch wenn der keinen Schaden anrichtet) sind alles schreckliche Verträge). Zubac zeigt m.E. vielversprechende Ansätze, mit ihm und Nance haben die Lakers evtl. schon ihre zukünftigen Center im Kader. Mozgov sollte also möglichst bald in eine Mentoren-Rolle mit höchstens 10-15 Minuten pro Spiel rutschen. Klar ist er dafür viel zu teuer, aber ich sehe den Schaden für die Lakers als nicht so groß an.

Wenn Young aus seinem Vertrag aussteigt (die Chancen stehen ja inzwischen ganz gut), hat man im Sommer knapp 77 Millionen an garantierten Gehältern, also ca. 26 Millionen Capspace. Für 2018/19 sind es 62 Millionen (wenn man die Optionen für Russel, Ingram und Nance zieht). Dann steht auch die Verlängerung von Randle an. In der Saison 2019/20 sind die jungen Spieler dann frühestens in der Lage, im Westen so langsam wieder ein Wörtchen mitzureden, 2020 ist man Mozgov und Deng los.

Besser wäre es, die beiden schon ein Jahr früher aus den Büchern zu haben, da man im Sommer 2019 zum letzten mal die niedrigen Capholds von Russel, Nance und Zubac nutzen kann (falls alle drei danach gehalten werden sollen. Ich denke aber, dass man Mozgovs und/oder Dengs dann auslaufenden Vertrag vielleicht im Paket mit Picks gegen etwas jüngere Rollenspieler traden kann. Und spätestens dann können die Lakers wieder problemlos auf den einen oder anderen Pick verzichten.

Positiv ist für die Lakers außerdem, dass sie aktuell auf bestem Wege sind, ihren Top3-Pick zu behalten. Das wäre natürlich grandios.

Nicht falsch verstehen, ich finde die Verträge von Deng und Mozgov natürlich auch schlecht und vor allem 1 bis 2 Jahre zu lang. Aber sie zerstören die Zukunft der Franchise m.E. weit weniger als die Deals der Blazers und Magic.

Am schlimmsten finde ich inzwischen eigentlich die Offseason der Magic. Portland hatte wenig Handlungsspielraum und musste den Capspace irgendwie nutzen. Deswegen finde ich den Crabbe-Deal nicht ganz so schlimm. Turners Vertrag (und Turner im Allgemeinen :roll: ) ist grauenvoll, aber ich finde das ist der einzig wirklich schlimme Deal.

Bei den Magic dagegen reihen sich seit längerem schlimme Entscheidungen aneinander. Ich hatte es im Teamthread schon geschrieben (und zunächst sogar noch Dedmon vergessen, danke für die Korrektur!): Die Magic könnten heute mit dem Team

Payton / Watson
Oladipo / Fournier
Fournier / Harris / Hezonja
Gordon / Sabonis / Harris
Vucevic / Dedmon

dastehen. Das wären im Sommer dann inkl. der neuen Gehälter von Oladipo, Harris, Dedmon und Sabonis ca. 81 Millionen an garantierten Gehältern (also ca. 22 Millionen Capspace), ein junges und talentiertes Team und wahrscheinlich noch ein 2017er Lottery-Pick. Außerdem wären praktisch alle Verträge tradebar, falls man z.B. noch einen der vielen jungen Forwards gegen einen PG eintauschen wollte. Dieses Team fände ich extrem spannend, gerade aufgrund der guten Leistungen von Dedmon, Oladipo und Sabonis in dieser Saison. Die beiden letzteren würden auch für genug Shooting rund um Payton und Gordon sorgen.

Für mich sollte Hennigan besser heute als morgen entlassen werden und ein neuer GM versuchen, irgendwie Ibaka, Biyombo, Green und/oder Augustin für einen akzeptablen Gegenwert loszuwerden. In der 2017er Draft kann man mit einem Pick zwischen 6 und 10 möglicherweise noch ein wirklich ordentliches Talent einsammeln.

Benutzeravatar
STAT
Beiträge: 1678
Registriert: 17.07.2014, 13:53
Lieblingsteam: Phoenix SANS - Phoenix Mercury
Lieblingsspieler: Kelly Oubre - Diana Taurasi

#3

Beitrag von STAT » 21.01.2017, 15:42

Ich weiß es ist ziemlich langweilig aber ich würde noch die Kings erwähnen. Im Thread zum Preview-Pod hatte ich mich damals sehr negativ über die Offseason geäußert und letztendlich kam es genauso. Man steht mit der Truppe wieder einmal im Nirgendwo. Die individuelle Leistung von Cousins ist zwar beeindruckend, aber ich finde nach wie vor das er Teil des Problems ist und das er die Kings niemals in die Playoffs führen kann.

Diese Ansammlung an durchschnittlichen Spielern wie z.B. Afflalo, Barnes oder Temple ist eben der verzweifelte Versuch irgendwie auf Platz 8 zu kommen bzw. langfristig im Niemandsland stecken zu bleiben. Auch Joerger den ich als positive Verpflichtung gesehen habe und nach wie vor sehe, kann aus Cousins keinen Anführer und aus dieser Truppe kein Playoffteam machen.

Ich hätte im Sommer einen klaren Cut gemacht und ich bin nach wie vor der Ansicht das sich die Kings von Cousins schnellstmöglich trennen sollten. Er wird die Kings nicht in die Playoffs führen und behindert zudem die Entwicklung der jungen Talente, von deren Verpflichtungen ich auch nicht begeistert war. Aber was hat man für eine Alternative?

Die nächsten 5-6 Jahre mit Cousins sportlich so weiter machen und mit seinen Aussetzern vollkommen zur Lachnummer werden? Welcher große Free Agent kommt nach Sacramento?
Welche Spieler die wirklich weiter helfen schließen sich Cousins an? Wo kommt Talent nach?
Ziemlich traurig das Ganze...aber eigentlich gehören die Kings schon gar nicht mehr in eine Diskussion. Man ist ja gewöhnt.
"Hey SANS-Fans" - Ricky Rubio

Kelly & the Valley Boyz

Sebastian Hansen
Beiträge: 2860
Registriert: 14.01.2013, 14:12

#4

Beitrag von Sebastian Hansen » 21.01.2017, 16:01

Ich halte den Trade der Magic für Ibaka immer noch für einen der katastrophalsten seit dem KG/Pierce-Trade zu den Nets. Einen jungen 3&D-Guard plus (!!!) Sabonis für einen auslaufenden Vertrag, dessen Inhaber im Sommer entweder weg ist oder krass überbezahlt werden muss. Allein deswegen haben die Magic das Prädikat schlechteste Offseason verdient.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

Benutzeravatar
Simon
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 796
Registriert: 30.10.2016, 10:10
Lieblingsteam: 76ers, Suns
Lieblingsspieler: Kemp, Nash, Muggsy, Garnett, Durant
Kontaktdaten:

#5

Beitrag von Simon » 21.01.2017, 16:10

Ich weiß es ist ziemlich langweilig aber ich würde noch die Kings erwähnen.
Bei den Kings ist man tatsächlich irgendwie abgehärtet. Aber ich würde außerdem noch sagen: wenn die Versager unter den 2016er Verpflichtungen (v.a. Afflalo und Barnes) dafür sorgen, dass die Kings ihren Top10-Pick behalten, war die Offseason im weitesten Sinne ein Erfolg ;) Ärgerlich ist natürlich, dass das alles (Afflalo, Temple, Tolliver, Barnes) keine Einjahresverträge sind. Aber Tolliver und Temple rechtfertigen ihr Bankspieler-Gehalt eigentlich und können auch nächste Saison noch brauchbar sein. Der größte Fehler der Offseason war also, wie du schon sagst, Cousins nicht für Picks und Guard/Wing-Talente abzugeben. Ich finde es aber nicht komplett schlimm, die ersten Monate der Saison noch ein letztes Mal zu testen, ob das Team plötzlich einigermaßen funktioniert und Cousins auf einmal glücklicher und reifer ist. Dieser Test war nicht erfolgreich, die größeren Fehler kommen also jetzt (kein Cousins-Trade) und im Sommer (Cousins-Verlängerung). Vielleicht ist ja aber schon mit Cousins verabredet, ihn 2018 (oh, nach der Verlängerung kann er erst 2019 getradet werden, oder?) abzugeben. Dann könnten die Kings vielleicht schon irgendwann zwischen 2022 und 2027 wieder um Platz 8 mitspielen... Ist doch super :tup:
Zuletzt geändert von Simon am 21.01.2017, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
STAT
Beiträge: 1678
Registriert: 17.07.2014, 13:53
Lieblingsteam: Phoenix SANS - Phoenix Mercury
Lieblingsspieler: Kelly Oubre - Diana Taurasi

#6

Beitrag von STAT » 21.01.2017, 17:47

Simon hat geschrieben:Dann könnten die Kings vielleicht schon irgendwann zwischen 2022 und 2027 wieder um Platz 8 mitspielen... Ist doch super :tup:
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Das mit dem letzten Versuch kann ich schon nachvollziehen. Aber es geht ja nicht nur um die Rookies, die Signings und Cousins das sowieso alles in Frage gestellt werden sollte, sondern auch um Gay.
Die Zeit von Rudy war doch offensichtlich abgelaufen. Vor der Saison hatte er noch einen gewissen Wert. Die Kings sind das Risiko eingegangen und sind jetzt mal wieder auf die Schnauze geflogen. Sie haben doch so gut wie keine Assets mit denen man das Team ernsthaft konkurrenzfähig machen könnte. Gay wäre noch so eine Option gewesen irgendwie etwas an brauchbarem Gegenwert zu bekommen. Stattdessen hält man an einem Spieler fest der laut eigenen Aussagen und vielen Gerüchten gar nicht mehr da sein möchte.

Nun hat man den Salat mit der Verletzung von Gay. Im schlimmsten Fall zieht er noch seine Player Option falls ihn niemand nach dieser Verletzung nimmt oder ihm gar mehr bezahlt und dann geht das Spiel munter so weiter.

Das sieht echt übel aus sofern niemand sein Tafelsilber für Cousins opfert und genau danach sieht es auch aus. Das einige GM's vermutlich von einem Trade von Cousins absehen und/oder nicht viel bezahlen wollen sagt ja alles dazu. Ich würde z.B. den Nets-Pick auch nicht für ihn abgeben, auf keinen Fall.

Ich sehe echt überhaupt keinen Weg wie die Kings in irgendeiner Form in naher Zukunft erfolgreich sein sollten.
"Hey SANS-Fans" - Ricky Rubio

Kelly & the Valley Boyz

Benutzeravatar
Marc Petri
Beiträge: 1189
Registriert: 20.07.2014, 19:26
Lieblingsteam: Orlando Magic
Lieblingsspieler: Bo Outlaw, Larry Nance, Nick Anderson

#7

Beitrag von Marc Petri » 21.01.2017, 20:57

Sebastian Hansen hat geschrieben:Ich halte den Trade der Magic für Ibaka immer noch für einen der katastrophalsten seit dem KG/Pierce-Trade zu den Nets. Einen jungen 3&D-Guard plus (!!!) Sabonis für einen auslaufenden Vertrag, dessen Inhaber im Sommer entweder weg ist oder krass überbezahlt werden muss. Allein deswegen haben die Magic das Prädikat schlechteste Offseason verdient.
Ich war von Beginn an kein großer Fan von dem Trade, vor allem aber weil ich der Meinung bin, dass der zusätzliche Pick (aus unserer Sicht wahrscheinlich ungleich Sabonis - der wurde schon für OKC gezogen) überflüssig war.

Und nun? Der Trade war sogar noch das Beste an der Offseason - auch wenn ich weiterhin kein Fan von ihm bin. :D Die Intention der Magic war klar: Nach den guten Leistungen von Ibaka in den Playoffs war man der Meinung, dass er eher dabei helfen kann genau diese zu erreichen als es Oladipo könnte. Wegen dem durchaus guten Fit (Kombination mit Vucevic, Smallball mit Gordon) war auch eine Gewisse Logik zu erkennen.

Und wenn man so will lagen die Magic in ihrer Einschätzung zu Ibaka gar nicht so falsch, denn er ist in dieser Saison der bessere Spieler als Oladipo (sicherlich schwer vergleichbar, aber für mich ist es eindeutig, wobei das auch daran liegt dass Dipo seine Rolle in OKC noch nicht gefunden hat bzw. sie bisher nicht optimal für ihn ist).

Nur hat man nach dem Ibaka-Trade einfach so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte und daher ist man nun weit von den Playoffs entfernt und ist an einem Punkt angekommen, an dem man sich Fragen muss, ob ein zweiter Ibaka-Trade nicht die beste Lösung wäre. Tortono, Boston, Sacramento... einen Ibaka in der Form dieser Saison können sicherlich viele benötigen.

Ergo: Wir hätten einen Pick bekommen müssen, nicht OKC, aber in einer Kategorie wie die von dir erwähnte würde ich den Trade dann doch nicht packen. Die großen Fehler wurden nach dem Trade gemacht.
Zuletzt geändert von Marc Petri am 21.01.2017, 21:33, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Bluejazz
Beiträge: 335
Registriert: 10.04.2015, 17:28
Lieblingsteam: Utah Jazz
Lieblingsspieler: Malone, Favors, Gobert, Mitchell
Lieblingsposition: Power Forward
Wohnort: Cologne

#8

Beitrag von Bluejazz » 21.01.2017, 21:16

Ich sehe die Blazers, sogar sehr weit vorne, was die schlechteste Offseasonleistung angeht. Die Verplichtung von Turner war ja schon von vielen Experten angezweifelt worden. Dazu das Gleichziehen mit dem Crabbecontract, der deutlich überbezahlt ist und Leonards Contract. Ezeli war der totale Flop. Plumlee dürfte diesen Sommer richtig abkassieren und Portlands Cap noch weiter nach oben treiben. Die enttäuschende Saisonleistung bisher tut ihr übriges. Wie Julian schon sagt: Platz 8 dürfte schon das Maximalziel sein.

Bei den Lakers sehe ich die Verpflichtungen nicht so schlimm. Diese waren ehe risikoarm, da sowieso nichts für die nächsten Jahre zu erwarten sein dürfte. Man sehe diese als Unterstützung für die Young Guns oder spätere Trademasse. Die Magic haben sich mit Biyombo selbst ins Auge geschoßen, nur das jeder Blinde sehen kann, dass Biyombo die Playoffleistungen nie und nimmer auf eine ganze Saison übertragen können würde. Gut, dass man wenigsten Jeff Green nur für ein Jahr geholt hat. Bei den Magic enttäuscht eher die Entwicklung der Talente, auch wenn bei Gordon und Payton es langsam nach oben geht, so ist aber gerade Hezonja bisher eine Enttäuschung.
bei Spofo PistolPete7

gtg-GM der Houston Rockets

Utah ♪azz Fan since 1996

Benutzeravatar
Julian Lage
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 2279
Registriert: 25.05.2012, 14:24

#9

Beitrag von Julian Lage » 21.01.2017, 22:13

Auch wenn ich ja für die Blazers argumentiert habe, kann ich die Lakers-Verteidiger hier nicht so ganz verstehen. Rein konzeptionell halte ich die Verträge für Mozgov und Deng für das seltsamste, was in den letzten Jahren in der NBA passiert ist... Selbst der Garnett-Pierce-Trade war da noch schlüssiger. Beide Verträge waren im Prinzip von Anfang an Lose-Lose, wenn man den Pick dieses Jahr anschaut. Entweder das Team funktioniert, dann verlieren sie den Pick ziemlich sicher. Oder man spielt richtig schlecht, dann sind die Verträge eindeutig katastrophal (besser: noch katastrophaler). Wenn das best-case-Szenario ist, dass die Lakers gerade nur so mies sind, den Pick zu halten, dann ist etwas richtig schief gelaufen...
@JLage_GtG

Benutzeravatar
Pillendreher
Beiträge: 2601
Registriert: 11.04.2012, 13:31

#10

Beitrag von Pillendreher » 21.01.2017, 23:08

Bluejazz hat geschrieben:Ich sehe die Blazers, sogar sehr weit vorne, was die schlechteste Offseasonleistung angeht.
Nach dem letzten Spiel sagte ein Blazers Fan bei RealGM Folgendes:
Crabbe, Turner & Meyers: 186 million in guaranteed salary and they contributed 8 points tonight
:shock: :shock: :shock:

kdurant35
Beiträge: 1262
Registriert: 07.10.2015, 17:44

#11

Beitrag von kdurant35 » 22.01.2017, 03:24

Ich bin da ehrlich gesagt auch bei den Lakers. Obwohl der Vertrag von Clarkson und der Draft einiges kaschiert.
Isoliert betrachtet gibt es sicher viele Verträge in dieser Kategorie. Viele andere Teams haben jedoch nicht die zukünftige Flexibilität und die geographischen Vorteile der Lakers im Hintergrund. Auch wenn der Big Market allein nicht mehr reicht wäre das langfristig (also bei sportlicher Rehabilitation) immer noch ein großer Vorteil. Denn wenn die sportliche Perspektive vergleichenbar ist zieht LA im Vergleich zu Portland, Indiana oder Denver immer noch.

Ich schmeiß jetzt noch die Wizards in den Ring. Da Mahimi noch verletzt ist ist dies zwar schwer zu bewerten. Aber mmn hatten die Wizards die leichteste Aufgabe aller genannten Teams. Großes Problem war vor allem die Bank. Es musste nicht ein spezielles Loch im Kader gestopft werden für die es kaum Alternativen gab. Trotz der finanziellen Flexibilität dank Besls Caphold wurde dies mmn sehr schlecht umgesetzt.

Benutzeravatar
Dennis Spillmann
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 1531
Registriert: 24.03.2012, 20:06
Lieblingsteam: Die NBA als Liga
Lieblingsspieler: James Harden, Steph Curry, Chris Paul
Lieblingsposition: effizienter Leadguard
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

#12

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 08:52

Danke für die rege Teilnahme! Das Feedback tut immer wieder gut. :tup:

Bei den Lakers sehe ich vor allem das Problem, dass man noch überhaupt keinen Franchise Player in Sicht hat. Die Blazers-Offseason war katastrophal, aber man hat mit Lillard und McCollum zwei Offensivoptionen gefunden, um die man aufbauen kann. Optimal ist es wegen ihrer defensiven Probleme nicht, aber man hat etwas.
Wen haben die Lakers getestet und für unantastbar befunden? Die beiden besten Spieler im Kader sind momentan Lou Williams und Nick Young, was das Scoring angeht. Wir sind uns einig, dass die vier prädestinierten Kern-Spieler Russell, Clarkson, Randle und Ingram (noch) keinen defensiven Impact haben. Daraus resultiert die schlechteste Defense der Liga. Alles soweit okay - aber wieso bekommen irgendwelche Combo-Veteranen die Würfe? Stand jetzt haben die Lakers vier NBA-Rollenspieler gedraftet. Alle weiterhin ineffizient (ist bei jungen Spielern normal) bei recht geringem Volumen (das ist untypisch). Das Free Agent-Fenster schließt sich mit der Verlängerung von Randle in der übernächsten Offseason. Dann ist man auf diesen (weiterhin unerprobten) Core angewiesen. Lou Wiliams hätte man traden müssen, Nick Young sogar dumpen (dass er noch mal ein Rollenspieler wird, war nicht abzusehen).
Es gibt momentan sportlich, finanziell und aus Draftsicht keine Perspektive. Das ist ein klassisches an die Wand fahren. Portland braucht ein gutes defensives Signing in der nächsten Saison und spielt locker um die Playoffs mit. Orlando ist aber ähnlich katastrophal wie Los Angeles.
Zuletzt geändert von Dennis Spillmann am 22.01.2017, 09:34, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Pillendreher
Beiträge: 2601
Registriert: 11.04.2012, 13:31

#13

Beitrag von Pillendreher » 22.01.2017, 10:51

Ich denke man sieht auf jeden Fall, dass das eingetreten ist, wovor schon vor Jahren gewarnt wurde. Bisher ging es ganz gut, Spieler krass überzubezahlen, da es jedes Jahr einen großen Capsprung gab und zudem immer auf die zukünftigen Capsprünge verwiesen werden konnte ("Aber das entspricht ja nur xx Millionen unter dem alten Cap..."). Jetzt bleiben die extremen Capsprünge aber aus und so langsam wird jeder Spieler nach dem neuen Cap bezahlt. Plötzlich werden diese ganzen bekloppten Verträge gefährlich. Gibt man Plumlee 20 Millionen p.a., könnte Portland ab nächster Saison 150 (!!!!!!!) Millionen an Gehaltskosten haben. Das ist völlig bekloppt.

Deswegen bin ich auch der Auffassung, dass auslaufende Verträge spätestens ab nächster Saison unglaublich wertvoll sein werden.

Benutzeravatar
Dennis Spillmann
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 1531
Registriert: 24.03.2012, 20:06
Lieblingsteam: Die NBA als Liga
Lieblingsspieler: James Harden, Steph Curry, Chris Paul
Lieblingsposition: effizienter Leadguard
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

#14

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 11:03

Das bisher einzige Problem war die letzte Offseason, weil da der riesige Capsprung kam und bis auf fünf Teams alle natürlich den Cap vollgeknallt haben, noch "clever" waren, dass man mit RFAs danach verlängert hat und jetzt bis auf Weiteres unflexibel ist, weil weitere Verlängerungen einsetzen.

Die letzte Offseason war für viele Teams ein Genickbruch, wenn sie keine Abnehmer für die teuren Rollenspieler finden. Die Rechtfertigung, dass auch nur zweite oder dritte Optionen das damalige max bekommen haben, zieht ja. Niemand würde noch sagen, dass der Vertrag von Kenneth Faried vollkommen übertrieben ist. Dass man so kurzfristig denkt, ist aber schon wahnsinnig.

Gerade deshalb verurteile ich die Lakers auch so. 2018: Randle 20 Mio, 2019: Russell Max, 2020: Ingram wahrscheinlich Max. Damit machst du in der Offseason sonst nichts. Die Spieler MÜSSEN sich zu Stars entwickeln oder die Lakers sind weiterhin nicht konkurrenzfähig. Stand heute haben sie die zweitmeisten Spiele aller NBA-Teams verloren.

Sebastian Hansen
Beiträge: 2860
Registriert: 14.01.2013, 14:12

#15

Beitrag von Sebastian Hansen » 22.01.2017, 11:25

Gerade deshalb verurteile ich die Lakers auch so. 2018: Randle 20 Mio, 2019: Russell Max, 2020: Ingram wahrscheinlich Max. Damit machst du in der Offseason sonst nichts. Die Spieler MÜSSEN sich zu Stars entwickeln oder die Lakers sind weiterhin nicht konkurrenzfähig. Stand heute haben sie die zweitmeisten Spiele aller NBA-Teams verloren.
Meinst du, dass die Spieler zwangsläufig den Maximalvertrag bekommen werden? Der Markt bestimmt ja das Gehalt und in den letzten beiden Saisons gab es halt diesen Markt, weil so viele Teams so viel Geld hatten. Viele Spieler bekamen extrem hohe Verträge, auch unter dem neuen Cap deutlich mehr als ihr nomineller Marktwert, siehe eben zum Beispiel Portland. Diese Verträge werden sich bis 2020 nicht in Luft auflösen. Zudem werden bis dahin auch viele weitere Spieler bezahlt werden: wahrscheinlich nach Marktwert, aber das sind dann für einen durchschnittlichen Starter eben keine 8-10 Millionen mehr, sondern eher 15-18 Millionen. Das wird die Payrolls der Teams auch belasten. Ich glaube deswegen nicht, dass für Ingram und Russell zwangsläufig eine Maximal-Vertrags-Markt da sein wird. Außer natürlich, sie spielen wie Max-Spieler, aber dann ist das für die Lakers natürlich umso besser.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

Benutzeravatar
Julian Lage
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 2279
Registriert: 25.05.2012, 14:24

#16

Beitrag von Julian Lage » 22.01.2017, 11:35

Bei den Problemen mit den Verträgen stimme ich euch einerseits zu, klar, das war einfach teilweise extrem kurzsichtig und die Cap-Sprünge der letzten Jahre haben sicher dazu beigetragen. Andererseits sind die problematischen Verträge ja nicht die (fast-)Max-Contracts die Spieler der 2. bis 3. Reihe wie z.B. Horford, Batum, Barnes bekommen haben.
Mein Punkt ist: Die Cap-Umgebung ist völlig egal, wenn man Leute überbezahlt, die weder Upside noch positiven Impact haben. Das war bei Mozgov und Turner vorherzusehen, bei Noah ist es jetzt nicht ganz so dramatisch, aber dafür ist er ziemlich verletzungsanfällig. In alten Cap-Dimensionen wären diese Verträge auch vom ersten Moment an schlecht gewesen.
Deswegen sehe ich auch diese Verträge als deutlich größere Fehler an als die z.B. für Biyombo, Plumlee (Bucks jetzt, nicht Blazers) oder Leonard. Auch wenn die schon etwas älter sind, konnte (und kann man immer noch einigermaßen) realistisch hoffen, dass sie noch Luft nach oben haben. Ok, auch einige Veteranen haben ihre hohen Verträge etwas überraschend bestätigt, allen vorran Eric Gordon und Ryan Anderson. Aber bei Turner, Mozgov und Noah war das denke ich von Anfang an praktisch auszuschließen.
@JLage_GtG

Benutzeravatar
Pillendreher
Beiträge: 2601
Registriert: 11.04.2012, 13:31

#17

Beitrag von Pillendreher » 22.01.2017, 12:13

Sebastian Hansen hat geschrieben:
Gerade deshalb verurteile ich die Lakers auch so. 2018: Randle 20 Mio, 2019: Russell Max, 2020: Ingram wahrscheinlich Max. Damit machst du in der Offseason sonst nichts. Die Spieler MÜSSEN sich zu Stars entwickeln oder die Lakers sind weiterhin nicht konkurrenzfähig. Stand heute haben sie die zweitmeisten Spiele aller NBA-Teams verloren.
Meinst du, dass die Spieler zwangsläufig den Maximalvertrag bekommen werden? Der Markt bestimmt ja das Gehalt und in den letzten beiden Saisons gab es halt diesen Markt, weil so viele Teams so viel Geld hatten. Viele Spieler bekamen extrem hohe Verträge, auch unter dem neuen Cap deutlich mehr als ihr nomineller Marktwert, siehe eben zum Beispiel Portland. Diese Verträge werden sich bis 2020 nicht in Luft auflösen. Zudem werden bis dahin auch viele weitere Spieler bezahlt werden: wahrscheinlich nach Marktwert, aber das sind dann für einen durchschnittlichen Starter eben keine 8-10 Millionen mehr, sondern eher 15-18 Millionen. Das wird die Payrolls der Teams auch belasten. Ich glaube deswegen nicht, dass für Ingram und Russell zwangsläufig eine Maximal-Vertrags-Markt da sein wird. Außer natürlich, sie spielen wie Max-Spieler, aber dann ist das für die Lakers natürlich umso besser.
Das Problem ist doch dahingehend auch ganz oft, dass es "den Markt" so gar nicht gibt, aber es am Ende nur einen Trottel braucht, der den Geldbeutel öffnet. Plötzlich stehst du dann wie wir mit Kanter da und musst ihm etwas hinterherwerfen, was du gar nicht willst. Im Endeffekt braucht es nur ein einziges Angebot und das Team ist dazu gezwungen, überzubezahlen. Irgendein Kack-Team mit Capspace wird es immer geben.

Benutzeravatar
Dennis Spillmann
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 1531
Registriert: 24.03.2012, 20:06
Lieblingsteam: Die NBA als Liga
Lieblingsspieler: James Harden, Steph Curry, Chris Paul
Lieblingsposition: effizienter Leadguard
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

#18

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 12:26

Manchmal braucht es auch gar kein Angebot. Schaut euch die Rookie-Extensions in den letzten Jahren an. Welcher wirklich gute Rookie ging in die RFA? Alleine in dieser Saison haben mit McCollum, Adams, Antetokounmpo, Gobert, Oladipo, Schröder und Zeller (Dieng) Extensions unterschrieben, ohne dass der Markt sie überhaupt gesehen hat. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass überhaupt zwei der vier Spieler in die RFA gehen werden.

Sebastian Hansen
Beiträge: 2860
Registriert: 14.01.2013, 14:12

#19

Beitrag von Sebastian Hansen » 22.01.2017, 12:34

Auch bei den Rookie-Extensions gibt es einen Markt, auch wenn er nur virtuell ist. Roberson wollte zum Beispiel zu viel und dann hat er halt keinen neuen Vertrag bekommen. Zudem gab es viele dieser Extensions imo vor allem deswegen, weil die Teams aufgrund der Cap-Lage befürchteten, dass es im Sommer wieder Mega-Angebote regnet. Das wird demnächst nicht mehr so sein.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

kdurant35
Beiträge: 1262
Registriert: 07.10.2015, 17:44

#20

Beitrag von kdurant35 » 22.01.2017, 12:48

Bei den Lakers sehe ich vor allem das Problem, dass man noch überhaupt keinen Franchise Player in Sicht hat

@dennis

Das seh ich ebenfalls so. Seit das neue CBA raus ist die Offseason dann aber nicht mehr ganz so fatal wie zuvor. Die DPE sorgt vermutlich dafür das deutlich weniger FPs auf den Free Agent Markt kommen als zuvor. Heißt fertige Spieler gibt es eher per Trade. Entweder wenn die nicht bleiben wollen vor der Free Agency oder nach der Sperrfrist nach der Vertragsverlängerung. Hier wird Erfahrungsgemäß nicht FP gegen FP sondern eher gegen mehrere junge Spieler und Picks getradet. Letzteres ist in LA etwas eingeschränkt, aber ersteres hat LA ggenug. Und gerade wenn z.B. ein Cousins nach der Vertragsverlängerung getradet werden sollte muss man 36 Mio Gehalt aufnehmen. Das wird in einer Saison schwer mit Capspace. Da könnte ein Vertrag von Deng dies vielleicht sogar vvereinfachen (auch wenn wohl ein Assett mehr kostet das die Kings den Vertrag aufnehmen müssen).

Das macht die Offseason jetzt nicht viel besser. Denn mit dem Geld könnte man jüngere und besser passende Spieler holen. Nur im Bereich FP finden seh ich das nicht so dramatisch.

Benutzeravatar
Dennis Spillmann
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 1531
Registriert: 24.03.2012, 20:06
Lieblingsteam: Die NBA als Liga
Lieblingsspieler: James Harden, Steph Curry, Chris Paul
Lieblingsposition: effizienter Leadguard
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

#21

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 13:09

Sebastian Hansen hat geschrieben:Auch bei den Rookie-Extensions gibt es einen Markt, auch wenn er nur virtuell ist. Roberson wollte zum Beispiel zu viel und dann hat er halt keinen neuen Vertrag bekommen. Zudem gab es viele dieser Extensions imo vor allem deswegen, weil die Teams aufgrund der Cap-Lage befürchteten, dass es im Sommer wieder Mega-Angebote regnet. Das wird demnächst nicht mehr so sein.
Ja, weil Roberson ein absoluter Spezialist ist. Die Lakers-Jungs sollten ja zumindest Zahlen auf den Statistikbogen bringen. Schröder als eher unbewiesener Starter ist auch schon verlängert worden. Meinetwegen muss es aber auch nicht Max werden. Durch Deng/Mozgov/Clarkson hat man eh schon 60 Mio die nächsten drei Jahre gebunden. Da kommen dann eben jedes Jahr noch 20 drauf. Man hat nach der Randle-Verlängerung keinen Space mehr.

Benutzeravatar
Simon
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 796
Registriert: 30.10.2016, 10:10
Lieblingsteam: 76ers, Suns
Lieblingsspieler: Kemp, Nash, Muggsy, Garnett, Durant
Kontaktdaten:

#22

Beitrag von Simon » 22.01.2017, 14:36

Ich zitiere mich einfach mal selbst :oops: Einfach nur, weil mir noch niemand konkret widersprochen hat, die Meinungen hier aber doch genau in die andere Richtung gehen. Also, nutzt die Chance, mir zu zeigen, dass ich völlig daneben liege ;)
Wenn Young aus seinem Vertrag aussteigt (die Chancen stehen ja inzwischen ganz gut), hat man im Sommer knapp 77 Millionen an garantierten Gehältern, also ca. 26 Millionen Capspace. Für 2018/19 sind es 62 Millionen (wenn man die Optionen für Russel, Ingram und Nance zieht). Dann steht auch die Verlängerung von Randle an. In der Saison 2019/20 sind die jungen Spieler dann frühestens in der Lage, im Westen so langsam wieder ein Wörtchen mitzureden, 2020 ist man Mozgov und Deng los.
Habe ich mich da völlig verrechnet? Das sieht für mich nicht so schlimm aus. Dazu kommt, wie kdurant sagt, dass z.B. 2019 die dann auslaufenden Verträge von Deng oder Mozgov möglicherweise in Trades genutzt werden können. Vieles hängt einfach vom diesjährigen Pick ab. Wenn die Lakers ihren Top3-Pick behalten, könnte vielleicht sogar das FP-Problem gelöst sein. Außerdem sehe ich es noch nicht als gesichert an, dass Russel/Ingram nicht das bessere Duo als Lillard/McCollum sein können. Das wäre natürlich der Best-Case, aber möglich ist es. Setzt man dann noch einen 2017er Top3-Rookie und einen oder zwei Spieler aus dem Trio Zubac/Randle/Clarkson daneben, ist das für mich ein besserer Kern, als ihn die Blazers haben/hatten. Ich sehe da nicht so schwarz für die Lakers. Ein Paket aus Randle (wenn er z.B. 20 Millionen bekommt), Mozgov/Deng und Clarkson entspricht z.B. ziemlich genau dem Gehalt eines DPE-Max-Spielers. Zusammen mit Picks, einem weiteren Rookie oder einem jüngeren Spieler statt Clarkson (dessen Vertrag läuft ja auch schon 2020 aus) könnte man da attraktive Pakete schnüren.

kdurant35
Beiträge: 1262
Registriert: 07.10.2015, 17:44

#23

Beitrag von kdurant35 » 22.01.2017, 16:18

Dürften 2017 sogar nur ca 70 Mio an Gehalt sein. Bekommt man Lou getradet (was sicher möglich ist) noch weniger.

Was den FP angeht stört mich wie geschrieben die fehlende Flexibilität nicht so sehr. Trotzdem stören mich die Verträge ebenfalls. Gerade da man zwei solche vergibt. Ich hätte das Geld eher in Spieler wie z.B Noel, KCP (ja, rFA sind schwer zu bekommen) oder andere junge die mit dem Team wachsen können investiert. Da wäre man deutlich besser aufgestellt.

Benutzeravatar
Simon
Go-to-Guys-Redakteur
Beiträge: 796
Registriert: 30.10.2016, 10:10
Lieblingsteam: 76ers, Suns
Lieblingsspieler: Kemp, Nash, Muggsy, Garnett, Durant
Kontaktdaten:

#24

Beitrag von Simon » 22.01.2017, 16:50

kdurant35 hat geschrieben:Was den FP angeht stört mich wie geschrieben die fehlende Flexibilität nicht so sehr. Trotzdem stören mich die Verträge ebenfalls. Gerade da man zwei solche vergibt. Ich hätte das Geld eher in Spieler wie z.B Noel, KCP (ja, rFA sind schwer zu bekommen) oder andere junge die mit dem Team wachsen können investiert. Da wäre man deutlich besser aufgestellt.
Absolut. Das war keine gute Offseason und diese Verträge waren und sind schlecht. Aber nach aktuellem Stand macht das die Lakers-Offseason m.E. nicht zur schlechtesten der Liga, ganz einfach weil sie deutlich weniger kurz- und auch langfristigen Schaden für die Franchise zur Folge hat, als z.B. die Deals der Blazers und Magic. Das ist für mich entscheidender als das Preis-/Leistungsverhältnis der einzelnen Verträge in einem Vakuum.

kdurant35
Beiträge: 1262
Registriert: 07.10.2015, 17:44

#25

Beitrag von kdurant35 » 22.01.2017, 17:19

Ich finde es halt sehr schwer eine Offseason jetzt schon zu bewerten. Viele Teams sind ja noch nicht fertig und die Offseason war eine Zwischenstation. Was die genau vorhaben und ob das klappt wissen wir nicht.

Ich selbst gehöre beispielsweise nicht zu den Kritikern der Blazers Offseason. Isoliert betrachtet war sie Mist. Die Verträge gefallen mir da gar nicht. Und das Geld füe Turner hätte man vielleicht besser anlegen können. Deshalb find ich die Offseason auch nicht gut.

Bisher wurde mir bei aller Kritik keine gute Alternative vorgestellt. Alle ziehen lassen, McC nicht vorzeitig verlängern und mit 35-40 Mio in die nächste Offseason zu gehen seh ich ebenfalls nicht als vielversprechender an. Historisch gesehen hat Portland einfach große Probleme mit FAs. Die letzten Jahre ist man an Monroe, Parsons und Whiteside gescheitert. Jahrelang war die einzige Möglichkeit gute FAs zu signen rFAs überzubezahlen (neben Kanter hatte man es ha auch bei Hibbert, Millsap und Matthews versucht). Und nur Bei Wes hatts ggeklappt. Crabbe und Turner sind zwar schwer tradebar. Andere aber schon. Und wenn man größere Pakete schnürt geht das oft zu lasten der Tiefe. Zumindest das ist durch das volle ausnutzen der Capholds dann etwas unproblematischer. Deshalb kann man auch genug Argumente finden um deren Offseason deutlich besser zu bewerten als die der Lakers. Denn bei LA find ich es einfach bessere Szenarien zu finden als Deng und Mozgov holen.

Antworten