Wind of Change

Hier könnt ihr über die beste Basketballliga der Welt, die National Basketball Association, diskutieren.
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Hassan Mohamed
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Wind of Change

#1

Beitrag von Hassan Mohamed » 22.03.2014, 16:00

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SLB
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#2

Beitrag von SLB » 22.03.2014, 19:36

Folgendes sehe ich kritisch: Team bietet 6M für Wiggins und 6M für Embiid. Team B bietet 10M für Wiggins und Team C 10M für Embiid. Team A steht mit leeren Händen da. Dann vielleicht eher in Form einer simplen Auktion. Es wird eine Reihenfolge ausgelost, welches Team zuerst einen Spieler wählen darf. Dieser wirddann unter allen Teams - im Rahmen des Salary Cap - "versteigert". Wäre sicher auch für die Zuschauer ein spannendes Event.
Zuletzt geändert von SLB am 22.03.2014, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Hassan Mohamed
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#3

Beitrag von Hassan Mohamed » 23.03.2014, 09:14

Deinen kritischen Punkt könnte man allerdings auch als Vorteil sehen, Matthias. Es würde ja weiterhin zur Idee und Wunsch der Draft (mehr Parität in der NBA) passen, wenn Wiggins und Embiid bei zwei Mannschaften landen und nicht nur bei einer Franchise, die die Talente mglw. unter Marktwert ergattern wollten.

Bei einer offenen Auktion sehe ich mehrere Probleme:

Welchen Einfluss auf die Auktion hätte es, wenn die absoluten Top-Talente wegen einer undankbaren Auslosung erst ganz am Ende zur Versteigerung stehen? Hätte die offene Auktion höhere Verträge für die Rookies zur Folge (bspw. wenn gegnerische GMs einfach versuchen, die Preise hochzutreiben)? Ist das strategische Element der GMs (Antizipation, cleveres Bidding) weiterhin dasselbe wie beim versteckten Bidding?

Bei der offenen Auktion sehe wesentlich mehr Probleme.
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Dennis Spillmann
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#4

Beitrag von Dennis Spillmann » 23.03.2014, 10:08

Ich bin weiterhin dafür, dass es so etwas wie Picks gibt. Im Bieterverfahren wären das dann "erfolgreiche Gebote". So könnte man weiterhin Gebote traden.
Der Regelfall wäre ein erfolgreiches Gebot pro Runde, durch Trades kann man sich mehrere Spieler sichern.

Die im Artikel vorgeschlagene Liste finde ich gut, um die Reihenfolge zu bestimmen. Wichtig wäre hier noch, dass jedes Team zustimmen muss, auf jeden Spieler das Minimum zu bieten, sonst bleiben Spieler am Ende von Runde 1 ungepickt.

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Hassan Mohamed
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#5

Beitrag von Hassan Mohamed » 23.03.2014, 10:41

1. Über das Bieterverfahren erlangt man das Recht, einen Rookie zu einem bestimmten Betrag zu verpflichten. Eigentlich besteht da bereits kein Unterschied zur aktuellen Form der Draft. Ein Trading von Rechten wäre somit grundsätzlich weiterhin möglich. Oder meinst du soetwas wie "Future Draft Picks"? Dies wäre allerdings in meinen Augen nicht mit diesem System vereinbar.

2. Du wärst wie Matthias auch für eine Versteigerungsform, bei der die Spieler nacheinander versteigert werden würden? Welche Vorteile seht ihr bei dieser Form?
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Dennis Spillmann
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#6

Beitrag von Dennis Spillmann » 23.03.2014, 10:57

Hassan Mohamed hat geschrieben:1. Über das Bieterverfahren erlangt man das Recht, einen Rookie zu einem bestimmten Betrag zu verpflichten. Eigentlich besteht da bereits kein Unterschied zur aktuellen Form der Draft. Ein Trading von Rechten wäre somit grundsätzlich weiterhin möglich. Oder meinst du soetwas wie "Future Draft Picks"? Dies wäre allerdings in meinen Augen nicht mit diesem System vereinbar.
Ich möchte verhindern, dass es kein Limit auf "erfolgreiche Gebote pro Runde" gibt. In diesem Jahr hätte Philly mit 11 Minimum-Spielern + 2 Rookies gespielt, um in dieser Draft am besten gleich 4-5 Lottery-Rookies aufnehmen zu können. Das extreme Tanking würde sich in extremes Salary-Cap-Dumping verwandeln, wenn es kein Limit gäbe. Das wäre auch sinnlos.
Wie bei der Draft auch, hätte jedes Team zunächst nur eine Möglichkeit pro Draftrunde, einen Rookie zu bekommen. Wenn sie mehr wollen, können sie sich das Gebotsrecht eines anderen Teams ertraden. Damit kann man nämlich die bestehenden Picks einfach in "mehr Gebotsmöglichkeiten" umwandeln und hätte zumindest das geklärt.
Hassan Mohamed hat geschrieben:2. Du wärst wie Matthias auch für eine Versteigerungsform, bei der die Spieler nacheinander versteigert werden würden? Welche Vorteile seht ihr bei dieser Form?
Zwei Gründe sprechen recht klar dafür:
1. Teams können sich zunächst auf einen Spieler fokussieren. Gelingt es jedoch nicht, diesen zu bekommen, ist ihr Geld nicht "verbrannt", sondern kann reinvestiert werden.
2. Würde die NBPA deinem Vorschlag niemals zustimmen. Es geht nicht um Schnäppchenjagd bei den Rookies, sondern darum, dass jeder Spieler - laut NBPA - möglichst viel Gehalt bekommt. Das wäre bei einem verdeckten Bieten pro Spieler der Fall.

Poohdini
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#7

Beitrag von Poohdini » 23.03.2014, 14:21

Wenn die Draft im aktuellen System durch irgendein anderes System, bspw. durch Hassans, ersetzt wird, wird es immer noch gute (bessere) und schlechte (schlechtere) Teams geben. Es wird immer noch Teams geben, die 20 % ihrer Spiele nur gewinnen. Es gibt nicht genügend gute Spieler in der Liga, dass jedes Team gut ist.

Wenn mein Team dann statt 15 Spiele in der Saison 25 gewinnt, ist mir der Unterschied immer noch herzlich egal.


Was ich damit sagen will: Selbst ohne Tanking MUSS es Teams geben, die die RS auf Platz 28, 29, 30 beenden. Das amerikanische Sport-System ist aber in seinen Grundfesten darauf aufgebaut, dass die miesen Teams die jungen Talente bekommen. Ich glaube, Tanking ist ein gemachtes Problem, das überdramatisiert wird. Ich weiß noch nicht einmal, warum. Vllt. liegt es am Kurs, den Philly so krass fährt. Aber wegen eines Teams einen so gravierenden Schnitt machen?

Wenn ich ganz ehrlich bin, ist dieses Draft-System ein Hauptgrund, warum ich mittlerweile extrem angenervt bin vom europäischen Ligen-System. Im US-Sport wird wenigstens versucht, Parität wieder herzustellen.

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Dennis Spillmann
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#8

Beitrag von Dennis Spillmann » 23.03.2014, 15:26

Poohdini, ich bin grundsätzlich auch deiner Meinung. Denn das hier:
Was ich damit sagen will: Selbst ohne Tanking MUSS es Teams geben, die die RS auf Platz 28, 29, 30 beenden.
übersehen viele Fans in der Diskussion. Es gibt immer ein bestes und immer ein schlechtestes Team. Generell finde ich auch Tanking bzw. Teambuilding, um zu entwickeln, vollkommen konsequent und richtig. Wenn ein Team erkennt, dass es mit der jetzigen Kaderstruktur nichts gewinnen wird, würde es in Europa einfach alle Spieler entlassen und neu aufbauen. Das geht durch das NBA-System nicht. Hier wird eben verloren und der Cap bereinigt.

Warum ich dieses "neue" System dennoch für interessant und gut halte: Es werden clevere Businessentscheidungen belohnt. Das spricht gerade für die Parität (jedes Team hat dieselben Chancen zu gewinnen; wichtig sind die Front Offices). Wenn die Sixers sehen, dass man mit Iguodala nichts gewinnt und sie Platz schaffen, um dem nächsten #1-Draftlist-Pick einen hohen Vertrag anbieten zu können, dann ist das cleverer als einfach Spiele zu verlieren. Denn die Möglichkeit, gleichzeitig ein mittelmäßiges Team zu haben und durch gutes Capmanagement ein gutes Talent dazu zu ziehen, wäre möglich. Momentan muss man dafür zwingend verlieren - und dafür Iguodala abgeben.
Ich denke aber, dass dein Paritätspunkt so seine Daseinsberechtigung hat. Ein schlechtes Team, das den Cap voll hat, bleibt schlecht. Das wäre vergleichbar mit den Knicks in diesem und letztem Jahrzehnt, die alle Picks getradet hatten. Man müsste hier wahrscheinlich nochmals drüber nachdenken.

Sebastian Hansen
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#9

Beitrag von Sebastian Hansen » 23.03.2014, 19:25

Ich fände es blöd, dass die billigen Rookie-Verträge weg wären. Durch die für alle verbindlich festgelegten Verträge haben die Small-Market-Teams Planungssicherheit und sparen so eine menge Geld. Warum versucht Presti denn, seine Bank vor allem mit jungen Spielern zu füllen? Weil das Preis-Leistungs-Verhältnis so gut ist. Ein anderes System würde tendenziell die Big-Markets bevorzugen, weil die mehr Geld bieten können, weil sie insgesamt für ihr Team mehr Geld ausgeben können.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

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