Déjà-vu in New Orleans

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Julian Lage
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Déjà-vu in New Orleans

#1

Beitrag von Julian Lage » 15.09.2019, 20:15

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

Zum zweiten Mal in weniger als 10 Jahren geht der unumstrittene Top-Pick des NBA-Drafts nach New Orleans. Dass sich auch im Teambuilding Parallelen zeigen, ist weniger positiv…


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Jonathan Walker
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#2

Beitrag von Jonathan Walker » 16.09.2019, 12:36

Interessanter Vergleich. Was mir aufgefallen ist: Du erwähnst zweimal GM Langdon als Entscheider, aber ich denke, dass Griffin als VP of BBall Ops eher die Richtung der Franchise lenkt.

Davon ab halte ich von der Offseason der Pelicans nun viel mehr als von der 2012. Shooter wie Redick sind für Zions (und auch Ingrams und Balls) Entwicklung extrem wichtig. Im Vergleich mit Memphis' Morant ist Zion sehr viel eher ein Spieler, der in der NBA sofort positiven Impact haben kann - warum also nicht direkt nutzen? Bezüglich Zions Langlebigkeit bin ich ohnehin skeptisch. Wenn die Pels diese Saison direkt ein wenig PO-Hype generieren können, kann das in einem Markt wie ihrem extrem viel bewirken. Auch aus dem sehr guten (und heute im Vergleich mit 2012 viel besserem) Jrue Holiday holt man so viel mehr heraus.

Außerdem hat man durch das Festhalten an Holiday sowie den Deals für Favors und Redick zwar gewisse Opportunitätskosten, allerdings hat man dafür keinen einzigen Pick abgegeben (Bzw. nur #5 für #9 und #17, was nicht zwangsläufig ein Downgrade ist). Man hat ja auch so noch mehr als genug junge Talente im Kader, neben den paar sinnvollen Vets.

So sehr ich deine Kritik am Management der Hornets/Pelicans 2012-2018 teile - diese Offseason fand ich von der Idee und auch Umsetzung her um einiges besser und daher kaum vergleichbar.
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kdurant35
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#3

Beitrag von kdurant35 » 16.09.2019, 16:07

Ich bin auch deutlich positiver diesen Sommer und sehr den Vergleich zu 2012 und den folgenden Jahren zwar in einigen Punkten, jedoch nicht im Gesamtkonstrukt.

Meine Kritik am damaligen Rebuild war, dass man sich viel an Flexibilität genommen hat, um diese Beschleunigung zu erreichen.
Das sehe ich derzeit nicht. Pels besitzen viele Assets und sind mMn in alle Richtungen gut und breit aufgestellt. Die Kernspieler um Zion können bei guter Entwicklung bereits jetzt ein Pelican sein, NO besitzt genug Assets um diesen/diese zu ertraden und die Möglichkeiten per Draft sind auch zahlreich. Jetzt z.B. einen Pick wie im Miami/Harkless Deal aufzunehmen ist nie verkehrt, bei der Anzahl der zukünftigen Picks aber mMn nicht unbedingt notwendig. Da seh ich in einem Spieler a la JJ nicht weniger Value.
Je nach Saisonverlauf kann Griffin auch noch zusätzliche Assetts generieren. Spieler wie Holiday oder Redick werden auch zur Deadline bzw im schwachen FA-Jahr 2020 noch einen guten Gegenwert bringen, falls NO die Pick-/Talentassets doch noch maximieren will.
Mir gefällt die Mischung derzeit jedoch.

Schwierig wird dagegen das von dir angesprochene Minutenmanagment. Derzeit wird es keine leichte Aufgabe alle zufriedenzustellen und den Wert einzelner Spieler durch wenig Einsatzzeit nicht zu gefährden. Hier erwarte ich jedoch nicht, dass dies in einem Sommer geklärt wird. NO wird sich die Spieler sicherlich genauer anschauen und muss dann sicherlich noch weitere personelle Entscheidungen treffen.

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Julian Lage
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#4

Beitrag von Julian Lage » 16.09.2019, 17:58

Danke euch, mit Griffin hast du natürlich völlig recht, Jonathan.

Du meinst aber, dass du die Idee aktuell besser findest als 2012/13. Das finde ich schwer nachzuvollziehen, weil die Idee für mich mehr oder weniger die gleiche ist, nur die Bedingungen und die Ausführung sind andere. Es geht ja in beiden Fällen darum, mit einem vermeintlich sicheren Talent so schnell wie möglich wieder kompetitiv zu sein. (Mir fällt gerade auf, dass man die Doncic-Mavs vielleicht noch viel besser mit den Davis-Hornets vergleichen könnte... Nicht gerade ermutigend für Mavs-Fans^^)

Die Bedindungen sehe ich jetzt auch als besser an, weil man einiges mehr an Assets hat und Holiday ohne, dass man noch mal für ihn zahlen müsste. Aber gleichzeitig verstärkt das auch einige der Probleme: Holiday hat einen hohen Vertrag, den jungen Spielern werden noch schneller die Minuten weggenommen, man ist noch mehr unter Druck, auch wirklich zu gewinnen. Nehmen wir mal an, Zion erfüllt mehr oder weniger die Erwartungen, beim Rest gibt es auch keine Überraschungen, man landet unter ferner liefen und bekommt Pick 10 oder so. Vermutlich haben Hart und Hayes schon weniger Spielzeit bekommen als optimal wäre, und jetzt steht man vor der FA für Ball und Favors. Will man weiter gewinnen (was nach dieser Offseason der einzig sinnvolle Schritt wäre - ein Richtungswechsel kommt fast immer mit Kosten), muss man beide bezahlen angesichts des ziemlich mageren FA-Jahrgangs. Das klingt für mich nach der Ansammlung von mittelmäßigen Talenten rund um Zion...
@JLage_GtG

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