Houston Rockets

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Simon
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Houston Rockets

#126

Beitrag von Simon » 10.07.2018, 10:31

Ich stelle mir gerade zwei Fragen.

1. Wenn es dem Besitzer tatsächlich einfach nur ums Geld geht: Ist ein Team rund um
Paul/Harden/Gordon/Melo oder FA X/Tucker mit Anderson/Nene von der Bank besser als
Harden/Gordon/Moute/Ariza/Capela + Anderson/Tucker?

2. Falls man mit Melo jetzt auf dem "Flügel" noch sportlich retten will, was zu retten ist: Ist Melo überhaupt besser als Ryan Anderson, defensiv wie offensiv?

Die Antwort lautet möglicherweise zweimal nein, das wäre für die Rockets schon ziemlich desaströs.

Mabusian
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#127

Beitrag von Mabusian » 10.07.2018, 10:54

Die Frage 1 ist ganz klar mit nein zu beantworten, aber wenn es dem Besitzer nur ums Geld geht, ist ihm das egal.
Zu 2. halte ich Melo schon für den besseren Spieler als Ryan Anderson, aber Basketball funktioniert halt nicht so, dass man einen Spieler durch einen nominell besseren Spieler ersetzt und dann das Team automatisch besser wird. Bei Melo kommt es vor allem darauf an, wie er die Teamchemie beeinflusst und ob er sich an seine Rolle hält oder zum schwarzen Loch mutiert.

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STAT
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#128

Beitrag von STAT » 10.07.2018, 10:55

Ich glaube das größte Problem heißt Supermax. Für mich ist das der absolute Teamkiller und auf Dauer wird so ein Team viel zu teuer. Wizards und Thunder haben bereits die gleichen Probleme bzw. sie werden bald eintreffen.
Simon hat geschrieben:
10.07.2018, 10:31
1. Wenn es dem Besitzer tatsächlich einfach nur ums Geld geht: Ist ein Team rund um
Paul/Harden/Gordon/Melo oder FA X/Tucker mit Anderson/Nene von der Bank besser als
Harden/Gordon/Moute/Ariza/Capela + Anderson/Tucker?
Schwierige Kiste, aber im Zweifel ziehe ich immer das Team mit zwei (Super)stars vor. Ich würde nur Melo nicht dazu addieren und dafür z.B. Moute nehmen. Für die Zukunft ist das zweite Team sicherlich besser. Der Vertrag von Paul wird vermutlich ziemlich ekelhaft werden.
Simon hat geschrieben:
10.07.2018, 10:31
2. Falls man mit Melo jetzt auf dem "Flügel" noch sportlich retten will, was zu retten ist: Ist Melo überhaupt besser als Ryan Anderson, defensiv wie offensiv?
Noch schwieriger wie ich finde. Ich würde Melo außerhalb von Donovan und Westbrook gerne erst sehen um das abschließend zu beantworten. Stand heute würde ich beide ungefähr auf einem Level sehen und deshalb schließe ich mich an = es könnte desaströs enden.

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Simon
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#129

Beitrag von Simon » 10.07.2018, 11:48

STAT hat geschrieben:
10.07.2018, 10:55
Simon hat geschrieben:
10.07.2018, 10:31
1. Wenn es dem Besitzer tatsächlich einfach nur ums Geld geht: Ist ein Team rund um
Paul/Harden/Gordon/Melo oder FA X/Tucker mit Anderson/Nene von der Bank besser als
Harden/Gordon/Moute/Ariza/Capela + Anderson/Tucker?
Schwierige Kiste, aber im Zweifel ziehe ich immer das Team mit zwei (Super)stars vor. Ich würde nur Melo nicht dazu addieren und dafür z.B. Moute nehmen. Für die Zukunft ist das zweite Team sicherlich besser. Der Vertrag von Paul wird vermutlich ziemlich ekelhaft werden.
Dass Moute weg ist, steht ja jetzt fest. Ich bin jetzt einfach mal von Melo ausgegangen. Man könnte aber auch einen anderen noch verfügbaren FA an seine Stelle setzen. Nur gibt es da auch keine tolle Auswahl mehr.
Mabusian hat geschrieben:
10.07.2018, 10:54
Die Frage 1 ist ganz klar mit nein zu beantworten, aber wenn es dem Besitzer nur ums Geld geht, ist ihm das egal.
Das Team ohne Paul, aber mit Capela, Ariza und Moute wäre ja sehr wahrscheinlich auch billiger (und finanziell flexibler). Vielleicht schon im ersten Jahr (abbhängig von Capelas Preis), aber ganz sicher ab 2019. Ich habe hier natürlich unterschlagen, dass Capela evtl. mit der QO noch ein Jahr sehr günstig in Houston bleibt. Aber der Gedanke ist trotzdem interessant, dass die Rockets sich vielleicht sowohl schlechter als auch teurer gemacht haben.
STAT hat geschrieben:
10.07.2018, 10:55
Simon hat geschrieben:
10.07.2018, 10:31
2. Falls man mit Melo jetzt auf dem "Flügel" noch sportlich retten will, was zu retten ist: Ist Melo überhaupt besser als Ryan Anderson, defensiv wie offensiv?
Noch schwieriger wie ich finde. Ich würde Melo außerhalb von Donovan und Westbrook gerne erst sehen um das abschließend zu beantworten. Stand heute würde ich beide ungefähr auf einem Level sehen und deshalb schließe ich mich an = es könnte desaströs enden.
Mabusian hat geschrieben:
10.07.2018, 10:54
Zu 2. halte ich Melo schon für den besseren Spieler als Ryan Anderson, aber Basketball funktioniert halt nicht so, dass man einen Spieler durch einen nominell besseren Spieler ersetzt und dann das Team automatisch besser wird. Bei Melo kommt es vor allem darauf an, wie er die Teamchemie beeinflusst und ob er sich an seine Rolle hält oder zum schwarzen Loch mutiert.
Ich meinte natürlich "besser in Houston", nicht im Vakuum oder auf dem Freiplatz. Deswegen sehe ich das ähnlich wie STAT. Und Anderson hat in den Playoffs stolze 8,6 Minuten Spielzeit bekommen. Gegen Utah dazu zwei DNPs, gegen die Warriors nicht einmal mehr 6 Minuten im Schnitt und ebenfalls zwei DNPs. Jetzt ist die Lücke ohne Moute und Ariza natürlich so groß, dass Anthony sicherlich eine deutlich größere Rolle bekommen würde. Aber das hieße eben: Starter-Minuten auf mittlerem bis niedrigem Bank-Niveau. Noch dazu passt Anderson bei insgesamt ähnlicher Qualität viel besser ins System. Melo hat nicht annähernd die gleiche Range und dass er mit dem Ball in der Hand deutlich mehr kann, bringt den Rockets neben Harden, Paul und Gordon kaum etwas. Defensiv ist Melo vielleicht sogar noch etwas schlechter, weil Anderson der etwas intelligentere Team-Defender und bessere Rebounder ist. Aber da will ich mich nicht festlegen, am Perimeter bzw. nach Switches hat Anderson vielleicht noch größere Probleme.

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#130

Beitrag von Pillendreher » 10.07.2018, 11:54

Zu Melo noch kurz: Dessen eFG% ist schon seit mittlerweile vier Jahren recht konstant geblieben:

14/15: 48.2
15/16: 47.4
16/17: 48.8
17/18: 47.6

Ein ganz großes Problem für ihn letzte Saison war aber, dass er kaum mehr zum Korb kommt. Oft legt er den Ball daneben, wird geblockt oder kommt gar nicht erst hin. Die FTr brach auf nahezu die Hälfte des Vorjahreswerts ein.

Dazu im Vergleich Anderson bei Houston:

16/17: 55.0
17/18: 56.8

Wenn es nur um die Offensive geht, würde ich in Houston tatsächlich Anderson vorziehen.

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#131

Beitrag von STAT » 10.07.2018, 12:32

Sich Gedanken über das Pro/Contra zwischen Melo und Anderson zu machen, ist äußerst frustrierend.

Wenn man mal darüber nachdenkt und das mit rosaroter Brille sieht, könnten das zwei ordentliche Rollenspieler sein, aber beide in einem Team? Boah ne. Der Eine total überbezahlt und in den Playoffs nicht spielbar und der Andere denkt er wäre ein Star inkl. fragwürdigem Charakter, vermutlich auch nicht mehr spielbar. Im Grunde will man beide nicht und wir diskutieren wie es mit beiden aussehen könnte.

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Mabusian
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#132

Beitrag von Mabusian » 10.07.2018, 12:56

Simon hat geschrieben:
10.07.2018, 11:48
Ich meinte natürlich "besser in Houston", nicht im Vakuum oder auf dem Freiplatz.
Pillendreher hat geschrieben:
10.07.2018, 11:54
Wenn es nur um die Offensive geht, würde ich in Houston tatsächlich Anderson vorziehen.
Ich meinte auch "besser in Houston". Ich glaube, wir unterschätzen immer, welche Auswirkungen der Unterschied zwischen Rollenspieler und "Star" hat. In OKC ist es halt nie gelungen, ein System einzuführen, in dem die drei Stars alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen können. Ich traue es D'Antoni aber zu, ein solches System zu finden und dann sieht Melo plötzlich wieder wie ein gut alternder Star aus. Sowohl offensiv als auch defensiv. Die Frage ist nur, ob Melo sich mit der so entstehenden Rolle anfreunden kann. Deswegen ist Melo für mich auch in Houston ein theoretisches Upgrade zu Anderson. Aber STAT hat recht, es ist eine Schande, dass man sich darüber Gedanken machen muss.

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#133

Beitrag von Pillendreher » 10.07.2018, 18:57

Mabusian hat geschrieben:
10.07.2018, 12:56
und dann sieht Melo plötzlich wieder wie ein gut alternder Star aus.
Aber wie soll das funktionieren? Auch wenn ihm Paul und D'Antoni vielleicht eher "zureden" können, wird es deswegen trotzdem nicht plötzlich der 80% 3PAr Spieler, der alles dem Team unterordnet. Wenn der nach Houston geht, um Ariza zu ersetzen, dann wird er auch eine entsprechend große Rolle haben wollen.

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#134

Beitrag von Mabusian » 11.07.2018, 08:52

Natürlich setzt das voraus, dass er es will, woran ich auch meine starken Zweifel habe. Aber wenn es bei ihm im Kopf klick macht, was ich prinzipiell fast jedem Menschen zutraue, dann kann er eine solche Rolle ausfüllen. Und wenn da jemand wie Chris Paul neben dir steht, ist das bestimmt eine Motivation, deine Verhaltensweise mal zu überdenken.
Wie gesagt, wetten würde ich eher dagegen, aber wundern würde ich mich auch nicht.

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#135

Beitrag von STAT » 11.07.2018, 09:23

Mabusian hat geschrieben:
11.07.2018, 08:52
Natürlich setzt das voraus, dass er es will, woran ich auch meine starken Zweifel habe. Aber wenn es bei ihm im Kopf klick macht, was ich prinzipiell fast jedem Menschen zutraue, dann kann er eine solche Rolle ausfüllen. Und wenn da jemand wie Chris Paul neben dir steht, ist das bestimmt eine Motivation, deine Verhaltensweise mal zu überdenken.
Wie gesagt, wetten würde ich eher dagegen, aber wundern würde ich mich auch nicht.
+ 1 :tup:

Außerdem dürfen wir evtl. den Faktor Westbrook nicht unterschätzen. Der ist jetzt 10 Jahre lang in der Liga und die gesamte Basketballwelt streitet immer noch über seinen Spielstil. Es gibt inzwischen genug Indikatoren die auf zwei Sachen hindeuten: Es gibt Spieler die können gut mit ihm koexistieren und es gibt Spieler die können es nicht.

Eine Bewusstseinsveränderung, ein viel besserer Coach und Paul statt Westbrook kann ein Wunder bewirken. Mein Geld würde ich trotzdem gegen Melo setzen.

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#136

Beitrag von sidney95 » 18.10.2018, 10:17

mElO mAcHt uNs bEsSeR !!!

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#137

Beitrag von Pillendreher » 18.10.2018, 14:55

sidney95 hat geschrieben:
18.10.2018, 10:17
mElO mAcHt uNs bEsSeR !!!
But Anthony, who had never before been held to single digits in a season opener, missed his final six shots from the floor. He said his new role as a reserve isn't an excuse for not getting in a rhythm, but Anthony acknowledged that it's a challenging transition.

"It's challenging mentally more so than anything, having to prepare for the game differently," Anthony said. "Other than that, it's a challenge all the way around. It's just a matter of how I'm going to react to that challenge and accepting that challenge, which I am, which I will do.

"For me, at this point, it's more about what I have to do for the sake of the team instead of trying to just go out there and do whatever or trying to have a specific role. Every night will be different, but for the most part, it is a challenge, but it's something that I'll get used to quick."
Das hab ich doch auch schon einmal irgendwo gehört...

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