NBA Draft 2018 Recap - Part 1

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Jonathan Walker
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NBA Draft 2018 Recap - Part 1

#1

Beitrag von Jonathan Walker » 22.06.2018, 21:45

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

Host Jonathan Walker und Draft-Guru Tobias Berger ließen es sich nicht nehmen und haben sich am Tag nach der Draft relativ übermüded noch einmal ein paar Stunden zusammengesetzt, um alle Ereignisse der Nacht zu besprechen. Neben allgemeinen Beobachtungen hangelt sich das Duo an den per Twitter eingegangenen Fragen entlang und geht so auf jedes Team und jeden Spieler ein, die beteiligt waren.  Es werden alle Trades und Picks diskutiert und die Performances der Teams benotet. Den Anfang machen in den ersten gut 100 Minuten die Lotteryteams. In Part 2 folgt der Rest der ersten und zweiten Runde sowie Spieler, die nicht gedraftet wurden und weiteres Bonusmaterial.


kdurant35
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#2

Beitrag von kdurant35 » 23.06.2018, 09:35

100 Minuten für die Lottery Teams. Respekt :tup:

Bin auch sehr verwundert, wie der Bridges Deal in Phoenix gefeiert wird. Für einige Suns Beobachter ein non brainer. Sieht man Bridges klar vor DiV kann man das sicher machen. Dafür sammelt man ja u.a. die Assets. Aber der Preis ist schon heftig.
Angeblich war euer 31ter Pick auch schon ein Anwärter beim 16ten Pick. Daher ist das ja gut gelaufen.

Weniger gut haltet ihr ja den Spellman Pick. Ich weiß von ihm gar nichts. Aber bei der Yahoo Draftnacht sprachen die länger über ihn. Die Experten sahen ihn dort als Kandidat auf einen Lotterypick 2019, wenn er zurück ans College gegangen wäre. Die spekulierten bereits vor dem GSW Pick, dass er jetzt der nächste Steal der Warriors wird.

Am spannendsten find ich persönlich Porter bei den Nuggets. Die haben schon einen guten jungen Kern, dem aber mMn das gewisse etwas fehlte. Gerade da mit Jokic der beste Spieler große Defensive? aufweist, der Flügel schwach besetzt ist und es finanziell drückt.
Das Porter so tief gefallen ist find ich zwar alarmierend. Aber wenn der seine Erwartungen annähernd erfüllt verändert das die Perspektive der Nuggets völlig.

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#3

Beitrag von Tobias Berger » 23.06.2018, 12:24

kdurant35 hat geschrieben:
23.06.2018, 09:35
100 Minuten für die Lottery Teams. Respekt :tup:
Danke für das Lob! :)
Bin auch sehr verwundert, wie der Bridges Deal in Phoenix gefeiert wird. Für einige Suns Beobachter ein non brainer. Sieht man Bridges klar vor DiV kann man das sicher machen. Dafür sammelt man ja u.a. die Assets. Aber der Preis ist schon heftig.
Angeblich war euer 31ter Pick auch schon ein Anwärter beim 16ten Pick. Daher ist das ja gut gelaufen.
Hier haben wir vergessen noch einmal darüber zu sprechen, ob denn eigentlich der Mavs Frist aus dem Doncic-Trade oder der Heat-Pick wertvoller ist. Würd ja eher zu letzterem Pick tendieren, was den Deal für die Suns noch fragwürdiger erscheinen lässt. Schwächere Klasse plus die potentelle Möglichkeit, dass 2021 wieder HS-Spieler in die Draft können und die Klasse aufwerten spielen hier neben den Franchise-Situationen mit rein.
Weniger gut haltet ihr ja den Spellman Pick. Ich weiß von ihm gar nichts. Aber bei der Yahoo Draftnacht sprachen die länger über ihn. Die Experten sahen ihn dort als Kandidat auf einen Lotterypick 2019, wenn er zurück ans College gegangen wäre. Die spekulierten bereits vor dem GSW Pick, dass er jetzt der nächste Steal der Warriors wird.
Dieses Zurückgehen ans College und plötzlich höher gepickt zu werden, haut oft nicht hin. Bei Gafford von Arkansas könnte das im kommenden Jahr mal klappen, weil er als Big in diesem Jahr viel Konkurrenz gehabt hätte und es in der kommenden Klasse anders aussieht. Für Spellman gilt das aber kaum. Der musste als Red Shirt-Freshman eher den Championship-Hype mitnehmen, als als nomineller Junior zurück am College seine Draftposition zu verbessern.

Ich empfehle diesen All Timer hier: https://go-to-guys.de/2015/05/15/should ... ould-i-go/ Spieler werden oft einfach nicht wertvoller, selbst wenn sie einen Schritt machen, weil das von ihnen ja bei Collegeverbleib sowieso erwartet wird.

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#4

Beitrag von kdurant35 » 23.06.2018, 13:22

Das ein Jahr länger bleiben war nicht allgemein erwähnt, sondérn speziell auf Spellman bezogen. Da würde wohl der Durchbruch erwartet.
Andere sehen ihn jedoch auch viel zu früh gepickt. Der scheint sehr unterschiedlich bewertet zu sein.

Vom Assetstandpunkt schätze ich den Miami Pick auch als besser an. Die Chance einen solch hohen Pick abzustauben ist immer verlockend.
Müsste ich darauf wetten welcher Pick später höher ist, würde ich jedoch auf den Dallas Pick setzten. Das Dallas in die POs kommt halte ich eher für unwahrscheinlich. Deshalb würde ich derzeit den Pick im Bereich von 8-12 einschätzen.
Miami traue ich durchaus zu 2021 in die POs zu kommen. Spo hat schon erstaunliche Dinge mit schlechten Teams vollbracht. Und 19 bzw 20 laufen viele Verträge aus.
Aber das ist selbstverständlich nur Bauchgefühl. Vielleicht rocken bis dahin ja die derzeit miesen Teams der EC die Liga ;)

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STAT
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#5

Beitrag von STAT » 23.06.2018, 15:07

Das ich den die Deal mit dem Heat Pick in der Gesamtbetrachtung auch negativ bewerte, habe ich bereits im Suns-Thread geschrieben. Aber es ist ironisch, dass Jonathan in den letzten Jahren tendenziell McD und Co. immer in Schutz genommen hat, während alles den Bach runterging, ich der kritische Geist war und es jetzt geht es in die genau umgekehrte Richtung. :mrgreen:

Zum einen kann ich als Doncic-Fan nachvollziehen warum ihr ihn vorne seht, aber ich kann nicht nachvollziehen wie weit ihr ihn vorne seht. Er hat einfach eine nicht zu unterschätzende Limitation und die ist vor allem in der NBA sehr viel wert. IQ und Skills stehen mMn über allem, aber jene stoßen in dieser Liga einfach an ihre Grenzen.

Zum Heat Pick:
Man kann Sarver und McD wirklich viel vorwerfen und ich bin der Letzte der sie in Schutz nimmt, aber mir ist das viel zu einseitig und nur auf den Deal an sich bewertet worden. Was aus dem Heat Pick wird, ist nämlich genauso spekulativ wie das was Mikal den Suns liefern kann.

Sarver, der Inbegriff von Ungeduld und falschen Entscheidungen hat nachgegeben und möchte etwas langfristiges und Nachhaltiges aufbauen. Von dem gesamten jungen Kern ist Mikal der älteste Spieler. Es werden keine verrückten Moves für Kawhi oder Irving abgeschlossen. Man setzt auf den Nachwuchs und baut etwas zusammen.

Vielleicht ist der Spieler Mikal Bridges die Kosten nicht wert, aber was ist mit der Symbiose die stattfinden kann? Darüber redet niemand. Es geht gar nicht darum, wie gut Mikal selbst wird, sondern welchen Beitrag er leisten kann, damit sich die Startalente entwickeln können. Wenn die Suns der Meinung sind, dass Mikal

a) besser/talentierter ist als viele andere das sehen
b) dem jungen Team bei der Entwicklung hilft
c) das Team zusammenwächst und zusammenbleiben will

kann das der Preis auf jeden Fall wert sein. Am Ende ist es so oder so Spekulation.

Aber es geht doch um das Gesamtkonstrukt und wenn Mikal dabei hilft, dass dieses Team mit Igor zusammenfindet und wächst, Volltreffer. Ja, der Heat Pick war ein verdammt gutes Asset, aber das kann man auch in die innere Entwicklung investieren und nicht nur in Stars. Ich bin vermutlich wieder irgendwo in der Mitte. Wenn man bedenkt wo man noch vor zwei Jahren war und wie aussichtslos alles aussah, exakt wie aktuell bei den Hornets, so sind Ayton und Mikal für mich der absolute Jackpot.

Wenn man dieses Spiel zu Ende spielen möchte, so wurde aus Rentner Nash und zwei Monate Dragic eben Mikal. Knight tut noch nicht weh, weil vom Kern keiner älter wie 22 Jahre alt ist. Wenn die Suns diese Nachhaltigkeit und Geduld weiterführen, können sie in einem Jahr in der Free Agency richtig aktiv werden. Niemand weiß was in drei Jahren ist. => siehe Knight und Lakers Pick. Die Entwicklung von Booker und Co. findet JETZT statt. Wenn McD der Meinung ist, der Heat Pick ist es wert, kann ich damit leben.

Die Suns haben jetzt mit Jackson und Mikal zwei High Motor Guys. Das braucht man um von innen heraus zu wachsen. Gerade Schnarchzapfen wie Bender profitieren von solchen Winnertypen. Sarver und McD haben sich für die Timeline entschieden. Es wurde spekuliert, dass sie für Vets traden. Jetzt haben sie Assets geschnappt und haben wieder in die Timeline investiert! Für mich bedeutet das, sie setzen eben nicht auf Win-Now, sondern auf Nachhaltigkeit und inneren Wachstum. Deshalb bin ich komplett anderer Meinung. Das war eine Investition in die Zukunft.

Wenn Mikal den vermeintlichen Suns „Big 3“ hilft, wirklich eine Big 3 zu werden und Teil einer neuen Kultur wird, juckt mich herzlich wenig was aus dem Heat Pick wird. Das ist die Intention von Sarver und McD. Früher hätte man dieses Asset in zwei Monate LMA oder Millsap investiert. Jetzt setzt man alles daran, dass es mit Jungen funktioniert, siehe auch die Verpflichtung von Igor. Das ist mir 1000 Mal lieber als die „alten“ Suns. Ich werde diesen Deal zum aktuellen Zeitpunkt nicht schönreden können und das möchte ich auch gar nicht, aber es ist mMn viel zu kritisch. Hätten sie dieses Asset in Thad Young, Ibaka, Millsap oder sonst wen gesteckt, wäre ich ausgerastet. Aber so ist doch recht klar zu erkennen, was das Ziel ist. => Timeline plus Cap Space.

Die eigenen Firstrounder werden für die nächsten 2-3 Jahre immer unwichtiger. Wie viele Talente und Projekte will man denn noch holen? Nächstes Jahr können die Suns an Knight was dran binden und Attacke. Alleine Dudley, Chandler und Knight generieren 19/20 fast 40 Mio Cap Space. Wenn sie es nun in diesem Sommer nicht komplett in den Sand setzen, ist 19/20 und 20/21 alles drin.

McD hat in der Vergangenheit immer Deals abgeschlossen, welche isoliert betrachtet, solide bis gut aussahen. Das war auch deine Argumentation, Jonathan. Ich habe immer vom Fundament gesprochen und das wir dies nicht isoliert betrachten sollen, sondern aus dem Blinkwinkel:

Wie baue ich ein Team zusammen?

Alles was McD gemacht hatte, funktionierte nämlich sportlich nicht. Nichts passte zusammen. Jetzt baut er mMn zum ersten Mal ein Fundament und das ist der größte Unterschied zu früher. Dafür kann man was ausgeben, auch wenn es weh tut. Trotz meinem Herz für Doncic und meine Liebe zum Heat Pick bin ich deshalb viel positiver als ihr gestimmt. Ich glaube es gibt einen klaren Plan. Das habe ich in den letzten 7 Jahren nicht wahrgenommen.

Meine Note: 1,7.

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Jonathan Walker
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#6

Beitrag von Jonathan Walker » 23.06.2018, 18:55

Meine Kritik war ja nicht, dass es in eine völlig falsche Richtung geht. Ich habe auch gesagt, dass ich mit dem Team, wie es mittlerweile aussieht, zufrieden bin. Aber man hat halt meiner Meinung nach nicht das Optimum aus den hervorragenden Voraussetzungen vor dieser Draft herausgeholt. Dass das nach 25 Minuten im Pod noch nicht klar geworden ist... :mrgreen:

Man muss unabhängig von dem, was die letzten Jahre falsch lief bewerten dürfen, wie die Draft verlief. Und es muss erlaubt sein, das zweifelsohne gute Ergebnis der Draft daran zu messen, was theoretisch drin gewesen wäre.

1. Wie weit sehen wir Doncic denn vorne? Ich kann das selbst gar nicht quantifizieren und da es jetzt eh vorbei ist, fehlt mir mittlerweile auch die Lust, noch weiter darüber nachzudenken bzw. zu reden/schreiben. Er hat halt aufgrund seiner Position den höheren Floor und vielleicht auch das höhere Ceiling als Ayton. Mit dem Ayton-Pick hätte ich aber kein Problem mehr gehabt, wenn die restliche Draft anders verlaufen wäre.

2. Ich mag Mikal Bridges und bin mir ziemlich sicher, dass sein Skillset helfen wird. Aber es gibt eben immer noch niemanden im Kader, der Point Guards zuverlässig verteidigen und neben Booker im BC spielen können wird. JJ kann das vielleicht mal werden, aber welcher Wing verteidigt denn hauptsächlich kleinere Guards und macht konstant einen guten Job dabei? Keiner. Dass es Bridges, der es mit bald 22 auch nicht kann, noch lernt, halte ich eben für unwahrscheinlich. Ja, 3&D ist immer gut, aber ich sehe unterm Strich halt weder, dass Bridges in der kommenden Saison auf jeden Fall, noch langfristig so viel besser als Zhaire Smith ist, dass man dafür einen ungeschützten First abgibt.

3. Ich sehe halt nicht, wie sich die Aussage deines Posts ändert, wenn man Mikal Bridges durch Zhaire Smith ersetzt. Symbiose, Winning Mentality, ... alles Spekulation und nicht messbar bzw. mit anderen Spielern vergleichbar und daher auch kein Vorteil. Es gab schon andere am College erfolgreiche Spieler, die in der NBA nichts gerissen haben oder erst gar nicht gedraftet wurden. Letztlich gewinnt Talent Championships und bei Smith sehe ich persönlich halt mehr Upside.

4. Natürlich ist der bald 22-jährige Rookie eher win-now als der bald 19-jährige. Bei Mikal weiß man halt eher, was man nächste Saison bekommt, als bei Zhaire. Das mag seine kurzfristigen Vorteile haben. Das wäre mir nur nie einen ungeschützten First wert, wenn ich dafür den vielleicht athletischsten Guard der Liga haben kann, der seine Würfe bereits trifft und Spielverständnis zeigt. Dribbeln und passen könnte er lernen, aber das machen doch eh hauptsächlich Booker und Jackson. Zhaire wäre ein weiterer Flyer auf einen Star gewesen (und der Heat pick 2021 vielleicht noch einer...), der Mikal höchstwahrscheinlich nie wird. Nun müssen Booker, Ayton und Jackson sich eben eher optimal entwickeln, wenn man um den Titel spielen will, da Bridges halt ein Rollenspieler ist. Der Margin for Error bei den anderen wird kleiner, auch wenn Bridges' Skillset es natürlich allen einfacher machen wird. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit, unbedingt einen Rookie zu wollen, der älter ist als alle Spieler, die er komplementieren soll.

Dass McD & Sarver hier auf keinen klassischen Win-Now-Move via Vets gegangen sind, kann ich ihnen nicht anrechnen, sorry. Ich habe ihnen ja auch keine 4, 5 oder 6 gegeben, sondern eine 3+. Heißt: Da war Luft nach oben, bei allen 4 Picks und beim Trade. Das summiert sich halt für mich.

5. Erkläre mir mal, wieso da keine Protection eingebaut wurde. "Man weiß doch nicht wo der Pick landen wird" ist ein schwachsinniges Argument, wenn man doch genau diese Unsicherheit steuern kann. Top-5-Protection und fertig, die Mavs haben es vorgemacht. Man macht es nur nicht, weil man dem wahrscheinlich bei den Verhandlungen keine Priorität beigemessen hat - oder einfach schlecht verhandelt hat. Kein Mensch tradet heute noch ungeschützte Firsts. Das war wirklich ein Hammer. Keine Ahnung, warum das so viele Suns-Fans einfach ignorieren. Wenn dein GM der einzige in der ganzen Liga ist, der sowas noch macht, sollte man ins Grübeln kommen. Dafür gibt es von mir keinen Applaus, sondern Abzug bei der Note.

"Pat Riley tankt nicht", daher ist die Abgabe des Picks "kalkuliertes Risiko". Bitte?

1. Riley kann jederzeit in Rente gehen
2. Miami hat derzeit nichts im Kader, was auf Playoffs in drei Jahren hindeutet
3. Teams können auch die POs verpassen, ohne dass sie dies wollen :roll:
4. Die neuen Lottery-Odds machen Tanking weniger relevant

Dazu wird 2021 potentiell viel tiefer als jede andere Draft, sollte One-and-done da abgeschafft werden.

Insgesamt unverantwortlich, diesen Pick abzugeben, um sich einen Spieler zu angeln, der unter Umständen kurzfristig etwas mehr bringt, langfristig aber niemand als Star sieht.

6. Okobo bitte nicht aus der Betrachtung herauslassen. Zieht man z.B. die Einschätzung von Jackson Hoy (Stepien) zu Rate...
Okobo is going to ride his pull-up jumper as far as it can take him. He’s a nasty off-dribble flamethrower with range out to the NBA line and a quick lefty release that is tough to contest. That pull-up is what unlocks the rest of his offense, as it forces defenses to pressure him tightly. This is crucial to his creation out of the pick-and-roll, as he’s quick enough to punish defenders who are trying to fight over screens against him and a smart enough passer and good enough finisher to either go to the hoop or hit the roll man. Still learning the point guard position, Okobo struggles to anticipate the defense at times, but he has made massive strides considering he’s only played point guard full time for 10 months. He doesn’t have top-shelf burst, so he needs the threat of his jumper to break defenses down, but he’s quick enough to capitalize when he gets daylight. His physical tools (6-foot-3 with a 6-foot-8 wingspan) should allow him to defend two positions in the NBA and potentially play next to another ball handler where his shot can be leveraged as a gravitational threat. However, he rests far too often on defense, falling back into bad habits and not asserting himself; though when he does lock in, he’s a switchable defender who can make an impact. Shot-makers like Okobo with his physical tools don’t grow on trees, but he’ll have to improve his handle and decision-making ability to play point full time in the NBA. I’ll bet on him doing so, as he’s made massive strides over the past year, and my confidence in that is why I am higher on him than most.
... klingt das alles ziemlich nach einem Booker-light. Netter Value an #31, aber ob er dem Team wirklich weiterhilft, darf man auch bezweifeln. Warum zieht man nicht einen Guard, der verteidigen kann?

George King an #59 war dann zwar auch fast egal, aber auch den verstehe ich einfach nicht, siehe Pod.

Ne, auf eine 2+ komme ich da Stand heute niemals. Wie gesagt, ich mag das Produkt dieser Draft schon. Ich freue mich auf dieses Team. Aber ich muss auch den Prozess bewerten, wie man da hin kam und was die Alternativen gewesen wären. Und das hat mir nicht gefallen. Von daher: 3+, nach wie vor.

Kann natürlich in drei Jahren alles ganz anders gekommen sein. Aber wenn wir heute bewerten, dann gehe ich von dem aus, was ich heute weiß bzw. erwarte oder für wahrscheinlich halte. Und auf dieser Basis hätte man es besser machen können.
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#7

Beitrag von Julian Lage » 23.06.2018, 19:59

Erst mal: Habe mir alle 4 Pods angehört und bin wirklich begeistert von Qualität und Ausdauer. Selbst von nachlassender Konzentration war eigentlich nichts zu merken.

Inhaltlich fand ich es bei eigentlich fast allen Teams überzeugend, auch wenn ich mit den Noten teilweise weniger nett gewesen wäre. Aber im Vergleich macht es ja keinen Unterschied, ob man jetzt allen schlechten noch eine Note abzieht. Man könnte diskutieren, ob Noten am Drafttag wirklich sinnvoll sind. Aber ich finde es auf jeden Fall interessant, weil man so in ein paar Jahren noch mal nachhören könnte und diese Noten im Rückblick betrachten.

Das einzige Team, wo ich deutlich skeptischer bin als ihr, sind die Grizzlies. JJJ isoliert sieht an 4 nach einem guten Fit aus, aber insgesamt fehlt mir einfach völlig die Balance im Team und eigentlich auch die realistischen Möglichkeiten, daran etwas zu ändern.
Wenn man sich den Kader anschaut, ist vermutlich Dillon Brooks der beste Wing. Parsons dürfte eher als 4 noch irgendwie brauchbar sein, sonst stehen noch MarShon Brooks und Ben McLemore als irgendwie nennenswerte Flügel im Kader. Weder JJJ noch Jamychal Green sind imo als 3er sinnvoll denkbar. Ich sehe auch kaum eine Möglichkeit, wie sie außer mit der MLE noch welche bekommen. Parsons ist untradebar, solange man nicht JJJ dranhängt, der Rest des Kaders passt als Gehaltsbaustein kaum, Assets haben sie auch wenige.
Trotzdem sieht alles so aus, als wollten sie nächste Saison wieder in die Playoffs. Das Ergebnis könnte schlicht sein, dass sie aufgrund des unterbesetzten Wings im Nirgendwo landen - und dabei noch Jackson nicht sinnvoll entwickeln, weil Green ihm Minuten wegnimmt.
Es gab denke ich keine richtig sinnvolle Alternative zu JJJ, aber toll ist das trotzdem nicht. Außerdem hätten sie wenigstens mit dem Second nen Wing ziehen können, am besten einen etwas älteren.

Dann zu der Suns-Debatte hier: Einen unprotected First für ein marginales Upgrade Mitte der 1. Rune abzugeben, reicht allein schon, um nicht über eine 5 in der Gesamtbewertung rauszukommen. Zwar droht den Suns nicht die Nets-Situation der letzten Jahre, aber der Trade ist einfach in jeder Hinsicht schlecht, selbst wenn man Bridges als das bessere Talent ansieht. Ich würde es mal als 'high risk, low reward' bezeichnen. Die Gründe hat Jonathan hier ja schon teilweise aufgezählt, aber die Bedeutung der schon beschlossene Lottery-Reform und der Chance auf das Ende der College-Pflicht in dem Jahr kann man gar nicht oft genug erwähnen. Gerade wenn man nicht weiß, wie sich die Liga entwickelt, tradet man den Heat-Pick nicht quasi grundlos.
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#8

Beitrag von kdurant35 » 23.06.2018, 20:09

Ich find die 3+ ebenfalls fair. Das sagt ja nicht unbedingt etwas über den Ausgang aus, sondern die derzeitige Einschätzung.
Natürlich kann Phoenix noch der große Gewinner dieses Trades werden. Hätte Utah im letzten Jahr statt Lyles einen ungeschützten Pick für im Picktausch mitgegeben, hätte man die Jazz letztes Jahr zerrissen. Heute wäre Mitchell das sicher Wert gewesen. Deshalb können wir heute ja fast nur den Tradevalue bewerten.

Und gerade wenn man auf letztes Jahr zurückschaut ist der eher schlecht. Der bereits angesprochene Mitchell-Trade sowie der Kings-Blazers Deal wären zwei Trades in diesem Bereich. Der Gegenwert für 13 bzw 10 war vom Value her geringer.
Nehmen wir als Bsp den Kings Deal, da Pick 10 ja ein perfekter Vergleich ist. Dafür bekam Sacramento 15 und 20. Jetzt hat Philly bereits 16 bekommen. Landet der Miami Pick im Bereich 20 wäre das ein vergleichbarer Gegenwert. Und das ist nicht vollkommen unrealistisch. Aber wenn man Upside und Downside betrachtet wird das Problem klar. Fällt der Pick in Richtung 30 ist das kein solch großer Unterschied. Die Chance der 76ers diesen Trade vom reinen Valuestandpunkt zu verlieren ist daher gering. Doch die Differenz von 20 nach vorne ist riesig.
Wo der Pick am Ende landet ist z.Zt auch eher nebensächlich. Der Tradewert ist derzeit sehr hoch. Und diesen Asset verliert man halt.

Außerdem hast du ja selbst deinen Unmut über das Besitzer/GM Duo geäußert. Hast du eine Situation wie Utah mit Mitchell und du bist fest von deiner Verpflichtung überzeugt, ist das überbezahlen ja vollkommen legitim. Doch du hast hier auch immer im Hinterkopf, dass solche Dinge aus den falschen Gründen gemacht werden. Ayton eventuell wegen der connection zum College. Und Woj brachte den Philly Deal mMn gut auf den Punkt. "Wenn mich der Besitzer das machen lässt würde ich es aus Sicht von McD auch tun". Denn auf Zeit spielen kann er sich wohl nicht leisten. Natürlich handelt es sich hier um Spekulationen, aber ganz unberechtigt sind diese ? ja nicht.

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#9

Beitrag von STAT » 23.06.2018, 21:49

@ Jonathan: (auch kdurant35)

Okay, alles was ihr schreibt wusste ich zwar schon, aber ich saug alles nochmal auf.

Überzeugt => ich gebe eine 2 – :D

Vielleicht bin ich auch von der ganzen „jetzt wird alles besser Energie“ benebelt. Ich hoffe nur wir werden nie ganz einer Meinung sein. Die Länge der Posts nehmen ja schon legendäre Ausmaße an. Immer wieder erfrischend und macht großen Spaß. :tup:

Wenn die "Win Nie Suns" die "Win Now Suns" werden, erinnern wir uns an den legendär guten Trade für Mikal zurück. :twisted:

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#10

Beitrag von Jonathan Walker » 24.06.2018, 10:17

Julian Lage hat geschrieben:
23.06.2018, 19:59
Erst mal: Habe mir alle 4 Pods angehört und bin wirklich begeistert von Qualität und Ausdauer. Selbst von nachlassender Konzentration war eigentlich nichts zu merken.
Danke :tup:
Julian Lage hat geschrieben:
23.06.2018, 19:59
Inhaltlich fand ich es bei eigentlich fast allen Teams überzeugend, auch wenn ich mit den Noten teilweise weniger nett gewesen wäre. Aber im Vergleich macht es ja keinen Unterschied, ob man jetzt allen schlechten noch eine Note abzieht.
Wieso wundert mich das nicht? :mrgreen:
Julian Lage hat geschrieben:
23.06.2018, 19:59
Man könnte diskutieren, ob Noten am Drafttag wirklich sinnvoll sind. Aber ich finde es auf jeden Fall interessant, weil man so in ein paar Jahren noch mal nachhören könnte und diese Noten im Rückblick betrachten.
Sicher ist das ein Stück weit "Glaskugel". Sind FA-Signing- und Trade-Bewertungen aber auch. Wenn man diskutiert, kann man seine Bewertung ja auch irgendwie festhalten. Und wie du ja sagst, kann man so mit etwas Abstand schön sehen, wo man total daneben lag und überlegen, wie es dazu kam.
Julian Lage hat geschrieben:
23.06.2018, 19:59
Das einzige Team, wo ich deutlich skeptischer bin als ihr, sind die Grizzlies. JJJ isoliert sieht an 4 nach einem guten Fit aus, aber insgesamt fehlt mir einfach völlig die Balance im Team und eigentlich auch die realistischen Möglichkeiten, daran etwas zu ändern.
[...] Außerdem hätten sie wenigstens mit dem Second nen Wing ziehen können, am besten einen etwas älteren.
Sicher alles richtig, aber bis auf den letzten Satz bezieht sich diese Kritik ja nicht auf die Draft und kann daher auch nicht in die Note einfließen, oder? Wir bewerten ja nur den Prospect JJJ, der toll ist, und ob er einigermaßen zum ausgegebenen Plan des Managements passt. Ob der Plan gut ist, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Julian Lage hat geschrieben:
23.06.2018, 19:59
Dann zu der Suns-Debatte hier: Einen unprotected First für ein marginales Upgrade Mitte der 1. Rune abzugeben, reicht allein schon, um nicht über eine 5 in der Gesamtbewertung rauszukommen. Zwar droht den Suns nicht die Nets-Situation der letzten Jahre, aber der Trade ist einfach in jeder Hinsicht schlecht, selbst wenn man Bridges als das bessere Talent ansieht. Ich würde es mal als 'high risk, low reward' bezeichnen. Die Gründe hat Jonathan hier ja schon teilweise aufgezählt, aber die Bedeutung der schon beschlossene Lottery-Reform und der Chance auf das Ende der College-Pflicht in dem Jahr kann man gar nicht oft genug erwähnen. Gerade wenn man nicht weiß, wie sich die Liga entwickelt, tradet man den Heat-Pick nicht quasi grundlos.
Ach, deine Bewertungen sind doch immer wieder erfrischend 8-)
kdurant35 hat geschrieben: Und gerade wenn man auf letztes Jahr zurückschaut ist der eher schlecht. Der bereits angesprochene Mitchell-Trade sowie der Kings-Blazers Deal wären zwei Trades in diesem Bereich. Der Gegenwert für 13 bzw 10 war vom Value her geringer.
Nehmen wir als Bsp den Kings Deal, da Pick 10 ja ein perfekter Vergleich ist. Dafür bekam Sacramento 15 und 20. Jetzt hat Philly bereits 16 bekommen. Landet der Miami Pick im Bereich 20 wäre das ein vergleichbarer Gegenwert. Und das ist nicht vollkommen unrealistisch. Aber wenn man Upside und Downside betrachtet wird das Problem klar. Fällt der Pick in Richtung 30 ist das kein solch großer Unterschied. Die Chance der 76ers diesen Trade vom reinen Valuestandpunkt zu verlieren ist daher gering. Doch die Differenz von 20 nach vorne ist riesig.
Wo der Pick am Ende landet ist z.Zt auch eher nebensächlich. Der Tradewert ist derzeit sehr hoch. Und diesen Asset verliert man halt.
Guter Blickwinkel, auf den ich so noch gar nicht gekommen war. So wird mein Standpunkt noch etwas verständlicher.

@STAT, ich war ja fast enttäuscht, als ich gesehen hatte, dass du hier geantwortet hast, dann aber kein Monster-Post auf mich wartete :mrgreen:

Du wärst jedenfalls nicht der einzige Fan, der von dieser Energie benebelt ist. Aber du lässt ja wenigstens noch mit dir reden. Auf Twitter haben selbst Fans und Beatwriter, die ich normalerweise immer für kompetent und rational hielt, jetzt drei Fanbrillen übereinander auf. Quasi jeder, der die Draft kritisiert, ist jetzt ein Hater. :roll:

Hatte gestern Abend dann auch mal Gelegenheit, in ein paar andere Pods reinzuhören, und die Abgabe des Picks bzw. der Preis für das Hochtraden wird von Lowe über Leroux bis hin zu Simmons und Co. im Schnitt auch kritisch gesehen.
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#11

Beitrag von STAT » 24.06.2018, 11:17

Jonathan Walker hat geschrieben:
24.06.2018, 10:17
@STAT, ich war ja fast enttäuscht, als ich gesehen hatte, dass du hier geantwortet hast, dann aber kein Monster-Post auf mich wartete :mrgreen:

Du wärst jedenfalls nicht der einzige Fan, der von dieser Energie benebelt ist. Aber du lässt ja wenigstens noch mit dir reden. Auf Twitter haben selbst Fans und Beatwriter, die ich normalerweise immer für kompetent und rational hielt, jetzt drei Fanbrillen übereinander auf. Quasi jeder, der die Draft kritisiert, ist jetzt ein Hater. :roll:
Ich hätte nicht mal was zu schreiben. Im Grunde ist alles gesagt und ihr habt ja allesamt nicht unrecht. Tendenziell bin ich schließlich der gleichen Ansicht, nur eben ein ganzes Stück positiver. Außerdem bleibe ich nie stur auf meiner Meinung sitzen, sondern reflektiere mich jeden Tag und überprüfe meine Ansichten. Diejenigen die jetzt „Hater“ schreien, fühlen sich angegriffen, weil sie wissen das der Deal isoliert betrachtet nicht gut war. Ganz einfach.

Das ich grundsätzlich sehr positiv bin, liegt vermutlich auch daran, dass ich mich mit Ayton nicht abfinden musste. Ich hatte meinen Frieden bereits mit ihm gemacht und bin ein großer Fan von Mikal. Zhaire und DiVincenzo wollte ich nicht bei den Suns sehen. Jetzt hoffe ich eben, dass McD die Offseason nicht verbockt und dann hat man alle Karten für die Zukunft in der Hand.

Eine 5 halte ich dann aber für völlig überzogen. Die kann man geben, wenn die Suns Bagley an # 1 ziehen und für Robinson hochtraden.

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#12

Beitrag von Julian Lage » 24.06.2018, 11:26

Meine Kritik am Draft der Grizzlies noch mal etwas anders formuliert: Mit #4 und #32 hatten die Grizzlies zwei Chancen, irgendetwas gegen ihre Probleme auf dem Flügel zu machen. Sie hätten ja z.B. auch für Doncic hochtraden können oder irgendwie runter. Alternativ wäre #32 vor dem Draft mehr wert gewesen, wenn sie da für nen Vet getradet hätten, als jetzt den Draftee. Wenn vor dem Draft ein Problem offensichtlich ist und danach gar nichts in die Richtung passiert ist, muss das meiner Meinung nach Abzüge geben.
Mal eine Analogie: Das ist so, als hätte man 10 Euro, um nen Regenschirm zu kaufen, weil es gleich anfängt zu regnen, kauft aber stattdessen dafür ne Sonnenbrille, die an sich 20 wert ist. Im Vakuum vielleicht die richtige Entscheidung, hilft aber gerade gar nicht weiter, und niemand weiß, ob man die Sonnenbrille in nächster Zeit wirklich brauchen kann.
Vielleicht haben sie ja einen Trade vorbereitet, der die Probleme löst, dann wäre die Kritik mehr oder weniger hinfällig. Aber Stand jetzt sieht die Draftnacht der Grizzlies einfach zu undurchdacht für meinen Geschmack aus. Das wäre für ein Team im Rebuild relativ egal, aber nicht wenn man gewinnen will.
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Jonathan Walker
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#13

Beitrag von Jonathan Walker » 24.06.2018, 11:48

STAT hat geschrieben:
24.06.2018, 11:17
Das ich grundsätzlich sehr positiv bin, liegt vermutlich auch daran, dass ich mich mit Ayton nicht abfinden musste. Ich hatte meinen Frieden bereits mit ihm gemacht und bin ein großer Fan von Mikal. Zhaire und DiVincenzo wollte ich nicht bei den Suns sehen. Jetzt hoffe ich eben, dass McD die Offseason nicht verbockt und dann hat man alle Karten für die Zukunft in der Hand.
Ich hatte mich ja auch bereits mit Ayton abgefunden. Ich denke wir sehen das ganz ähnlich.

Wenn du Zhaire eh nicht wolltest, verstehe ich, dass du es nicht so drastisch siehst. Bei meiner Betrachtung spielt es sicher eine Rolle, dass er bereits die Kappe der Suns aufhatte, was meiner Idealvorstellung entsprach - und mir dann doch wieder entrissen wurde. So ist eben eine sehr realistische Alternative verpasst worden, was noch einmal Kritik auf einem anderen Level zulässt, als andere Szenarien, wie etwa mit Michael Porter Jr. an #10 noch einmal viel höhere Upside zu ziehen, statt Mikal.

@Julian Lage, ok verstehe.
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#14

Beitrag von kdurant35 » 24.06.2018, 11:55

Julian Lage hat geschrieben:
24.06.2018, 11:26
Meine Kritik am Draft der Grizzlies noch mal etwas anders formuliert: Mit #4 und #32 hatten die Grizzlies zwei Chancen, irgendetwas gegen ihre Probleme auf dem Flügel zu machen. Sie hätten ja z.B. auch für Doncic hochtraden können oder irgendwie runter. Alternativ wäre #32 vor dem Draft mehr wert gewesen, wenn sie da für nen Vet getradet hätten, als jetzt den Draftee. Wenn vor dem Draft ein Problem offensichtlich ist und danach gar nichts in die Richtung passiert ist, muss das meiner Meinung nach Abzüge geben.
Mal eine Analogie: Das ist so, als hätte man 10 Euro, um nen Regenschirm zu kaufen, weil es gleich anfängt zu regnen, kauft aber stattdessen dafür ne Sonnenbrille, die an sich 20 wert ist. Im Vakuum vielleicht die richtige Entscheidung, hilft aber gerade gar nicht weiter, und niemand weiß, ob man die Sonnenbrille in nächster Zeit wirklich brauchen kann.
Vielleicht haben sie ja einen Trade vorbereitet, der die Probleme löst, dann wäre die Kritik mehr oder weniger hinfällig. Aber Stand jetzt sieht die Draftnacht der Grizzlies einfach zu undurchdacht für meinen Geschmack aus. Das wäre für ein Team im Rebuild relativ egal, aber nicht wenn man gewinnen will.
Ich seh das gar nicht so kritisch. Ein Rookie hilft ja selten, wenn man gewinnen will. Deshalb bin ich eher positiv überrascht, dass man bisher nicht überreagiert hat. Mal sehen was da noch folgt.
Oder um deine Regenschirmgeschichte weiterzudenken. Wenn der Wetterbericht in den kommenden Wochen Sonnenschein vorhergesagt hat, ist es doch nicht doof das Geld jetzt in eine reduzierte Sonnenbrille zu investieren, anstatt einen Regenschirm wegen eines verregneten Tages zu kaufen :mrgreen:

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#15

Beitrag von Julian Lage » 24.06.2018, 12:28

Nachdem ihr meine Draft-Bewertungen hier als überkritisch seht, habe ich gerade noch mal darüber nachgedacht. Mir scheint, ich habe eine grundsätzlich andere Herangehensweise, weil die Draftees selbst in meiner Prioritätenliste relativ weit unten sind. Das klingt vielleicht auf erstmal absurd - aber die letzten Jahre zeigen ja, dass wir und auch die NBA-GM nicht viel mehr als eine grobe Ahnung haben, wie gut die Gezogenen sind. Franchises mit gutem Player-Development bekommen aus fast jedem Pick einen irgendwie brauchbaren Spieler, liegen aber auch oft genug daneben oder verpassen ein viel besseres Talent.

Ich kann deswegen relativ wenig damit anfangen, jetzt Bridges und Smith zu vergleichen. Ihr seid euch ja auch nicht so ganz einig, scheint mir... Letztendlich sind beide irgendwo in dem Tier 'interessante Spieler mit recht brauchbaren Chancen auf ne gute NBA-Karriere'. Ob man da Bridges ein paar Prozentpunkte besser sieht oder Smith ist meiner Meinung nach fast egal. Würde man alle Wings zwischen 10 und 25 einfach losen, wären in fünf Jahren vielleicht komplett andere Spieler Busts oder Steals, einfach weil sie in die falsche oder richtige Situation gekommen sind.

Dieser Zufallsfaktor im Draft ist eigentlich auch der Hauptgrund, warum ich mit meinen Team Needs-Artikel angefangen habe. Die Tiers aus den Powerrankings von Tobi und Co. sind natürlich erst mal die Voraussetzung für irgendwelche sinnvollen Überlegungen zum Draft. Aber wenn man so grob ein Consensus-Big-Board hat, kann man meiner Meinung nach nur noch aus der Teamsituation sinnvolle Schlüsse ziehen, um einzuschätzen, ob ein GM Mist gebaut hat oder nicht.

Als Extrembeispiel gibt es ja so Draft-Noten nach dem Prinzip 'Wing X war auf meinem Board deutlich über Wing Y, deswegen 6/F'. Das halte ich für überzogen, weil dafür die Talentevaluation einfach zu wenig zuverlässig ist. Vor allem, wenn wir über Picks außerhalb der Top 10 reden. Deswegen fand ich Tobis Einschätzung z.B. bei Wizards und Co. recht überzeugend, war glaube ich ne 3, weil der Spieler vielleicht nicht optimal ist, aber man an der Stelle jetzt nicht so viel falsch oder richtig machen konnte (hoffe, ich gebe das jetzt aus dem Gedächtnis passend wieder). Sprich: Zieht der GM jemanden, der ungefähr in der richtigen Tier für den Pick ist, bei Skillset und positionellen Bedürfnissen ins Team passt und nichts grundlegend anderes gegen den Pick spricht, kann man die Entscheidung weder wirklich loben noch kritisieren. Wenn man Noten vergibt, dann eben im Bereich 2-3.

Aber: Wenn man entweder einen positionell völlig unpassenden Spieler zieht, einen massiven Reach begeht oder übertrieben Assets investiert, dann kann man das von Anfang an kritisieren. Bamba fällt für mich in die erste Kategorie, Bagley in die zweite, der Suns-Trade in die dritte. Bei Bamba sehe ich noch ein, dass die Alternativen nicht rosig waren, deswegen bin ich da nicht so negativ... Die Kings sind die Kings, da braucht man nicht darüber zu reden. Der Trade der Suns war aber völlig unnötig und zieht die Bewertung abseits von Ayton statt Doncic massiv nach unten.


E @kdurant35: Ich fürchte nur, dass die Sonnenbrille von den Regentagen Schaden nimmt ;) Also, dass JJJ sich aufgrund der Konkurrenz und dem Playoffdruck nicht so entwickelt, wie er es in nem Rebuild-Team könnte. Falls die Grizzlies jetzt überraschend Conley und Gasol wegtraden, nehme ich alle Kritik zurück, dann war das so die richtige Entscheidung.
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#16

Beitrag von STAT » 24.06.2018, 12:38

Jonathan Walker hat geschrieben:
24.06.2018, 11:48
Ich hatte mich ja auch bereits mit Ayton abgefunden. Ich denke wir sehen das ganz ähnlich.

Wenn du Zhaire eh nicht wolltest, verstehe ich, dass du es nicht so drastisch siehst. Bei meiner Betrachtung spielt es sicher eine Rolle, dass er bereits die Kappe der Suns aufhatte, was meiner Idealvorstellung entsprach - und mir dann doch wieder entrissen wurde. So ist eben eine sehr realistische Alternative verpasst worden, was noch einmal Kritik auf einem anderen Level zulässt, als andere Szenarien, wie etwa mit Michael Porter Jr. an #10 noch einmal viel höhere Upside zu ziehen, statt Mikal.
Meine drei Wunschziele waren:

1. Startalent (ist klar)
2. Mehr Balance, mehr Stabilität, 3&D oder Playmaking
3. Upside Pick mit dem Secondrounder

Alle drei wurden somit erfüllt. Letztendlich hätte ich gegen Zhaire auch nichts einzuwenden gehabt, aber ich schätze ihn als Projekt ein. Mir werden das sonst wirklich irgendwann zu viele Projekte und ich glaube wir sollten jetzt die Projekte entwickeln die da sind.

Mal davon abgesehen, bin ich der Überzeugung, dass JJ und Mikal der perfekte Supporting Cast für Book und Ayton ist. Ich glaube das gehört bald der Vergangenheit an, zumindest versenkt Mikal die Dreier, sofern Book 1 vs 3 spielt.

Bild

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Männer, vertieft bitte die Geschichte mit der Sonnenbrille. Das fängt an interessant zu werden. :mrgreen:

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#17

Beitrag von kdurant35 » 24.06.2018, 12:57

Julian Lage hat geschrieben:
24.06.2018, 12:28
Nachdem ihr meine Draft-Bewertungen hier als überkritisch seht, habe ich gerade noch mal darüber nachgedacht. Mir scheint, ich habe eine grundsätzlich andere Herangehensweise, weil die Draftees selbst in meiner Prioritätenliste relativ weit unten sind. Das klingt vielleicht auf erstmal absurd - aber die letzten Jahre zeigen ja, dass wir und auch die NBA-GM nicht viel mehr als eine grobe Ahnung haben, wie gut die Gezogenen sind. Franchises mit gutem Player-Development bekommen aus fast jedem Pick einen irgendwie brauchbaren Spieler, liegen aber auch oft genug daneben oder verpassen ein viel besseres Talent.

Ich kann deswegen relativ wenig damit anfangen, jetzt Bridges und Smith zu vergleichen. Ihr seid euch ja auch nicht so ganz einig, scheint mir... Letztendlich sind beide irgendwo in dem Tier 'interessante Spieler mit recht brauchbaren Chancen auf ne gute NBA-Karriere'. Ob man da Bridges ein paar Prozentpunkte besser sieht oder Smith ist meiner Meinung nach fast egal. Würde man alle Wings zwischen 10 und 25 einfach losen, wären in fünf Jahren vielleicht komplett andere Spieler Busts oder Steals, einfach weil sie in die falsche oder richtige Situation gekommen sind.

Dieser Zufallsfaktor im Draft ist eigentlich auch der Hauptgrund, warum ich mit meinen Team Needs-Artikel angefangen habe. Die Tiers aus den Powerrankings von Tobi und Co. sind natürlich erst mal die Voraussetzung für irgendwelche sinnvollen Überlegungen zum Draft. Aber wenn man so grob ein Consensus-Big-Board hat, kann man meiner Meinung nach nur noch aus der Teamsituation sinnvolle Schlüsse ziehen, um einzuschätzen, ob ein GM Mist gebaut hat oder nicht.

Als Extrembeispiel gibt es ja so Draft-Noten nach dem Prinzip 'Wing X war auf meinem Board deutlich über Wing Y, deswegen 6/F'. Das halte ich für überzogen, weil dafür die Talentevaluation einfach zu wenig zuverlässig ist. Vor allem, wenn wir über Picks außerhalb der Top 10 reden. Deswegen fand ich Tobis Einschätzung z.B. bei Wizards und Co. recht überzeugend, war glaube ich ne 3, weil der Spieler vielleicht nicht optimal ist, aber man an der Stelle jetzt nicht so viel falsch oder richtig machen konnte (hoffe, ich gebe das jetzt aus dem Gedächtnis passend wieder). Sprich: Zieht der GM jemanden, der ungefähr in der richtigen Tier für den Pick ist, bei Skillset und positionellen Bedürfnissen ins Team passt und nichts grundlegend anderes gegen den Pick spricht, kann man die Entscheidung weder wirklich loben noch kritisieren. Wenn man Noten vergibt, dann eben im Bereich 2-3.

Aber: Wenn man entweder einen positionell völlig unpassenden Spieler zieht, einen massiven Reach begeht oder übertrieben Assets investiert, dann kann man das von Anfang an kritisieren. Bamba fällt für mich in die erste Kategorie, Bagley in die zweite, der Suns-Trade in die dritte. Bei Bamba sehe ich noch ein, dass die Alternativen nicht rosig waren, deswegen bin ich da nicht so negativ... Die Kings sind die Kings, da braucht man nicht darüber zu reden. Der Trade der Suns war aber völlig unnötig und zieht die Bewertung abseits von Ayton statt Doncic massiv nach unten.


E @kdurant35: Ich fürchte nur, dass die Sonnenbrille von den Regentagen Schaden nimmt ;) Also, dass JJJ sich aufgrund der Konkurrenz und dem Playoffdruck nicht so entwickelt, wie er es in nem Rebuild-Team könnte. Falls die Grizzlies jetzt überraschend Conley und Gasol wegtraden, nehme ich alle Kritik zurück, dann war das so die richtige Entscheidung.
Also ich hab bei Regentagen keine Sonnenbrille auf. Die Chance das dabei der Regenschirm beschädigt wird halte ich für größer :-).

Aber ich weiß natürlich was du meinst. Die Diskussion ob sich Spieler in ambitionierten oder rebuiling Teams besser entwickeln, wird in US Pods häufiger diskutiert. Ich glaub es war Pelton, der klargestellt hat, dass es mathematische da keine Lösung gibt. Die Erfahrungswerte sind zu verschieden um da eine bessere Methode zu empfehlen.
Gerade bei JJJ kann ich mir auch vorstellen, dass er öfters neben Gasol agieren wird und das dieser die großen Brocken verteidigt. Seh ich jetzt nicht so kritisch. Aber natürlich ist die Entwicklung in Memphis zuletzt eher mies (oder das Scouting und man holte die falschen Spieler).

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#18

Beitrag von lemanu » 24.06.2018, 23:59

Sprich: Zieht der GM jemanden, der ungefähr in der richtigen Tier für den Pick ist, bei Skillset und positionellen Bedürfnissen ins Team passt und nichts grundlegend anderes gegen den Pick spricht, kann man die Entscheidung weder wirklich loben noch kritisieren. Wenn man Noten vergibt, dann eben im Bereich 2-3.

Aber: Wenn man entweder einen positionell völlig unpassenden Spieler zieht, einen massiven Reach begeht oder übertrieben Assets investiert, dann kann man das von Anfang an kritisieren. Bamba fällt für mich in die erste Kategorie, Bagley in die zweite, der Suns-Trade in die dritte.
word!
gerade die talent evaluation ist halt auch extrem subjektiv, klar kann man das dann bewerten aber das ist dann halt auch sehr subjektiv.
ich finde die draft der suns insgesamt nicht schlecht.
- ayton kann man wagen, er kann ein Hall of Famer und absoluter superstar werden, dsrüber kann man nicht zuviel schlechtes sagen (auch wenn ich selbst auch eher doncic genommmen hätte)
note 2 importance 1
- okobo an #31 ist ein echter treffer imo, teamneed position und high upside. in den augen vieler hat okobo sogar die chance besster pg der draft zu werden.
note 1 importance 4
- mikal bridges ist ein toller spieler. er erfüllt einen klaren teamneed und passt zu den anderen core bausteinen ABER #16 + der MIA 1st ist einfach ein extremer overpay für #10 (und #10 ist schon echt hoch um einen espected roleplayer wie mikal zu ziehen)
note 4-5 importance 3

für mich ist das gesamtergebnis für die suns ok note 3 oder so

die grizz haben eigentlich nichts falsch gemacht, abwr wenn das ziel ist mit conley und gasol zu competen dann hätten eigentlich sie den risiko move von dallas durchziehen sollen finde ich. doncic passt super zum kern leitet eine verjüngung ein, kann ein star werden und wird sofort helfen um dienplayoffs zu spielen.
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#19

Beitrag von kdurant35 » 25.06.2018, 05:41

lemanu hat geschrieben:
24.06.2018, 23:59
Sprich: Zieht der GM jemanden, der ungefähr in der richtigen Tier für den Pick ist, bei Skillset und positionellen Bedürfnissen ins Team passt und nichts grundlegend anderes gegen den Pick spricht, kann man die Entscheidung weder wirklich loben noch kritisieren. Wenn man Noten vergibt, dann eben im Bereich 2-3.

Aber: Wenn man entweder einen positionell völlig unpassenden Spieler zieht, einen massiven Reach begeht oder übertrieben Assets investiert, dann kann man das von Anfang an kritisieren. Bamba fällt für mich in die erste Kategorie, Bagley in die zweite, der Suns-Trade in die dritte.
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gerade die talent evaluation ist halt auch extrem subjektiv, klar kann man das dann bewerten aber das ist dann halt auch sehr subjektiv.
ich finde die draft der suns insgesamt nicht schlecht.
- ayton kann man wagen, er kann ein Hall of Famer und absoluter superstar werden, dsrüber kann man nicht zuviel schlechtes sagen (auch wenn ich selbst auch eher doncic genommmen hätte)
note 2 importance 1
- okobo an #31 ist ein echter treffer imo, teamneed position und high upside. in den augen vieler hat okobo sogar die chance besster pg der draft zu werden.
note 1 importance 4
- mikal bridges ist ein toller spieler. er erfüllt einen klaren teamneed und passt zu den anderen core bausteinen ABER #16 + der MIA 1st ist einfach ein extremer overpay für #10 (und #10 ist schon echt hoch um einen espected roleplayer wie mikal zu ziehen)
note 4-5 importance 3

für mich ist das gesamtergebnis für die suns ok note 3 oder so

die grizz haben eigentlich nichts falsch gemacht, abwr wenn das ziel ist mit conley und gasol zu competen dann hätten eigentlich sie den risiko move von dallas durchziehen sollen finde ich. doncic passt super zum kern leitet eine verjüngung ein, kann ein star werden und wird sofort helfen um dienplayoffs zu spielen.
Das Problem bei einem Risiko-Move a la Dallas ist für Memphis, dass ihnen der Pick 2019 fehlt (Top 8 geschützt). Und je nachdem wo Memphis landet, kann der erst 2021 nach Boston gehen. Man könnte also erst den Pick 2 Jahre nach dem Pick nach Boston traden. Oder alternativ den Pick 2019 abgeben, wenn er im Bereich 1-8 fällt. Das wäre aber ein extrem hohes Risiko und man müsste eine Regelung finden, die den Hawks gefällt, wenn er 19 doch nach Boston geht. Deshalb sehr schwer umzusetzen.

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#20

Beitrag von Mabusian » 25.06.2018, 08:16

Generell ist mir bei diesem Draft aufgefallen, wie unsinnig doch die ganze Notengeberei danach ist. Ich denke nämlich, dass noch mehr als der Fit auf dem Feld den Teams der Charakterfit wichtig ist. Deswegen habe ich ja auch Moritz Wagner die erste Runde zugetraut. Vielleicht waren andere Spieler talentierter, aber die Lakers wollten wohl mal einen Rookie, bei dem mehr über sein Spiel als über seine Tweets geredet wird. Und wenn man seine Pods auf Got Nexxt gehört hat, weiß man, dass der Junge nicht abheben wird.
Vielleicht ist das auch das Geheimnis der Draftsteals, z.B. bei den Spurs. Sie haben einfach die passenden Charaktere gefunden und entwickelt und wäre Parker 3 Picks früher gezogen, wie ree er heute nur Insidern bekannt sein.

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#21

Beitrag von Poohdini » 25.06.2018, 14:31

Mabusian hat geschrieben:
25.06.2018, 08:16
Generell ist mir bei diesem Draft aufgefallen, wie unsinnig doch die ganze Notengeberei danach ist. Ich denke nämlich, dass noch mehr als der Fit auf dem Feld den Teams der Charakterfit wichtig ist. Deswegen habe ich ja auch Moritz Wagner die erste Runde zugetraut. Vielleicht waren andere Spieler talentierter, aber die Lakers wollten wohl mal einen Rookie, bei dem mehr über sein Spiel als über seine Tweets geredet wird. Und wenn man seine Pods auf Got Nexxt gehört hat, weiß man, dass der Junge nicht abheben wird.
Vielleicht ist das auch das Geheimnis der Draftsteals, z.B. bei den Spurs. Sie haben einfach die passenden Charaktere gefunden und entwickelt und wäre Parker 3 Picks früher gezogen, wie ree er heute nur Insidern bekannt sein.
Julian hat es doch ganz gut erklärt. Es ist schwierig Draft Picks zu kritisieren, wenn man bei der Evaluation davon ausgeht, dass vergleichbare Picks aus demselben Tier stammen. Dann ist das alles irgendwo gerechtfertigt.
Aber den Charakter kennen wir nicht, den kennen nicht mal 90 % der US-Journalisten, also muss man dies in der Bewertung eindeutig weglassen. Und natürlich spielt das draftende Team eine Rolle. Es sieht zwar so aus, dass die Spurs, Warriors und Celtics immer Steals in der Draft haben, (was zum Teil ja auch stimmt), aber letztlich entwickeln manche wenige Teams ihre Spieler ein wenig besser und manche eben schlechter (hallo Magic, Kings). Der Charakter ist immens wichtig bei der Draft Entscheidung, für Teams, GMs ist das klar. Das zeigt sich u.a. bei Kuzma, Tatum und Mitchell, die richtig Gym Rats sind. Das ist von außen und vorher aber doch nicht auszumachen.

Ob Wagner twittert oder nicht, ist dabei völlig irrelevant. Die Lakers verdienen nach den letzten Jahren auch ein wenig den benefit of the doubt, aber rein sportlich ist Wagner an 25 kein guter Pick.

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#22

Beitrag von Mabusian » 25.06.2018, 15:58

Es ging mir hier gar nicht unbedingt um eure Noten. Julian hat ja am Anfang erklärt, dass das etwas Spielerei ist. Ich wollte es nur noch mal allen bewusst machen, wenn wir hier über Noten reden.

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#23

Beitrag von Jonathan Walker » 25.06.2018, 17:37

Da kämen wir dann halt relativ schnell zu der Frage: Welche Charaktereigenschaften können überhaupt positiv bewertet werden (sofern man sie erkennt)? Hat man lieber den bodenständigen Typ mit Skills, oder einen schwierigen Charakter, der aber auch Talent und Ehrgeiz ohne Ende mitbringt? Oder den physischen Freak, der nur Quatsch im Kopf hat? Dirk, Kobe, oder Shaq? Im Endeffekt hatten alle drei eine äußert erfolgreiche Karriere, demnach führen viele Wege nach Rom.
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#24

Beitrag von lemanu » 25.06.2018, 18:33

den charakter kennt niemand wirklich auch nicht die teams selbst.
die haben den vorteil dass sie mehr mit spieler, familie und ex coach reden können als journalisten aber auch dann bleibt dass eine evaluation nach bauchgefühl.
das kann man von außen, mit weniger input natürlich schwerer und weniger genau vorhersagen aber natürlich muss das trotzdem ein stück weit miteinfließen.

die einschätzung des charakters war z.b. schon mit ein grund warum ich mich letztes jahr so in mitchell als prospect verliebt habe.
natürlich kann man da gut falsch liegen und darf nicht zuviel draufngeben aber versuchen sollte man es dennoch.

btw aus der bewertung der draft bei the stepien:


This was a good trade for Philly. The expected value of Zhaire and a potentially hugely valuable 2021 first is definitely greater than Mikal, and it is a good sign the front office is willing to operate with a longer time horizon. That being said, I don’t think this is an auto-win trade like some are making it out to be.

I like Mikal more than Zhaire as a prospect, and I especially like Mikal more than Zhaire in Philly. I’ve seen some people saying Zhaire is a great fit in Philly but I don’t really get that. Playing next to Simmons and Embiid puts a premium on shooting, and Zhaire is a huge question mark in that department. If Markelle Fultz were to develop as a primary initiator he will need all the space he can get. Philly is making a big bet on Zhaire turning into at least a serviceable floor spacer. Mikal offered way more in that area.

Perhaps more importantly, if Zhaire did have any hopes of realizing some on-ball perimeter creation, the current Philly situation isn’t configured for him to develop that way. Simmons and Fultz are going to be carrying all of the perimeter creation reps for them, and Zhaire won’t have much room to stretch himself on an Eastern conference contender.


das schlägt in die selbe kerbe warum ich den trade für philly nicht ganz so gut sehe obwohl der value im vakuum natürlich fantastisch ist.
wenn mikal die besseren chancen hat die sixers in den nächsten 2-3 jahren zum contender zu machen ist es dann wirklich den tausch wert?
man hat mit simmons und embiid zwei spieler die in diesem zeitraum mit hoher wahrscheinlichkeit all nba level erreichen und ansätze eines starken suporting casts die chance ist jetzt da zeitnah ein finals team zu stellen und man weiß nie wie lange so etwas bestehen bleibt (va mit der gesundheitlichen unsicherheit bei embiid)
va wenn die kader struktur nicht unbedingt perfekt passt um das mehr an upside bei zhaire auch rauszuholen und va auch um das beste growing enviroment für den #1 pick letztes jahr fultz zu schaffen..

hätte ich den trade trotzdem gemacht wahrscheinlich ja der reine netto value ist halt zu gut und man kann den pick ggf gut nutzen um tradepakete zu schnüren wenn mannmehr win now will.
just sayin es hat nicht nur positive aspekte und es ist schon ein risiko dabei
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