Philadelphia 76ers

Zur ausgiebigen Diskussion über die einzelnen NBA-Franchises. Fan-Talk!
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Poohdini
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Philadelphia 76ers

#501

Beitrag von Poohdini » 16.11.2017, 11:00

Ja, da hast du recht, der Vertrag sieht gut aus.

35 % Max Spieler sehe ich auch nicht als realistisch an, es sei denn, LeBron will wirklich zu Biid und seinem Buddy Ben :D

Ich denke eher, man schielt auf weitere Wings, die werfen und verteidigen. Danny Green oder Avery Bradley.
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kdurant35
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#502

Beitrag von kdurant35 » 16.11.2017, 11:43

Poohdini hat geschrieben:
16.11.2017, 11:00
Ja, da hast du recht, der Vertrag sieht gut aus.

35 % Max Spieler sehe ich auch nicht als realistisch an, es sei denn, LeBron will wirklich zu Biid und seinem Buddy Ben :D

Ich denke eher, man schielt auf weitere Wings, die werfen und verteidigen. Danny Green oder Avery Bradley.
Ich hatte mich bereits vor Saisonstart auf Bradley als Objekt der Begierde festgelegt. Denke vom Alter her passt er noch besser ins Team. Je besser Detroit ist, um so weniger spricht aber wohl für einen Wechsel. Green vom Fit her natürlich auch sehr interessant. Beide können gut PGs verteidigen. Daher könnte Fultz auch gegen SGs ran, wenn er mit den Einsern Probleme hat.

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#503

Beitrag von Mabusian » 16.11.2017, 15:10

Vergesst mir nicht Redick. Oder steht fest, dass er geht? Er wird natürlich einen kleineren Vertrag bekommen, aber ich würde mich wundern, wenn der nur bei höchstens 5 Mio liegt. Bei der Leistung, die er bis jetzt bringt.
So oder so hat man aber etwas Kleingeld zum Ausgeben.

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#504

Beitrag von kdurant35 » 16.11.2017, 17:49

Mabusian hat geschrieben:
16.11.2017, 15:10
Vergesst mir nicht Redick. Oder steht fest, dass er geht? Er wird natürlich einen kleineren Vertrag bekommen, aber ich würde mich wundern, wenn der nur bei höchstens 5 Mio liegt. Bei der Leistung, die er bis jetzt bringt.
So oder so hat man aber etwas Kleingeld zum Ausgeben.
Der jetzige Vertrag von JJ lässt ja vermuten, dass er im Sommer nicht erste Option ist. Denke er wird ein Thema sein, wenn diese weg sind

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#505

Beitrag von sidney95 » 20.11.2017, 12:29

Poohdini hat geschrieben:
16.11.2017, 11:00

35 % Max Spieler sehe ich auch nicht als realistisch an, es sei denn, LeBron will wirklich zu Biid und seinem Buddy Ben :D
Sollte Embiid gesund durch die Saison gehen und die POs erreicht werden kann ich mir irgendwie schon vorstellen, dass LBJ seine letzten besten Jahre verbringen wird.
Er bleibt im leichteren Osten. Das Team hat Cap. Ben ist in der selben Agency wie Bron. Viel bessere Destinations als die 76ers gibt es eigentlich nicht.
Mit Fultz, Ben, Bron, Biid haben die mMn schon die Möglichkeit direkt mit den Wizards und Celtics um den Titel im Osten zu spielen. Nach paar Jahren kann LBJ dann den King Thron Ben überlassen :)

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#506

Beitrag von kdurant35 » 20.11.2017, 13:33

In der Theorie geb ich dir recht.
Auf dem Papier könnte Philly die beste realistische Option sein.

Trotzdem seh ich da viele Probleme. Simmons/James ist sicher nicht unproblematisch. Einzelne Saisons hängen stark von Embiids Gesund ab. Wenn da bei einem jungen Team mal ein Jahr flöten geht ist das verkraftbar. Für LBJ eher weniger.

Und auch für die 76ers mmn nicht ohne Risiko. Der Druck auf schnellen Erfolg mit LBJ ist riesig. Auch James selbst übt bekanntlich viel Druck aus. Was passiert mit Fultz wenn er nicht schnell liefert. Da könnten schnell Situationen entstehen, die All-In-Moves fordert.

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#507

Beitrag von Poohdini » 21.11.2017, 11:16

Da stimme ich zu. So sehr ich LeBron als Spieler liebe und ich weiß, dass er jedes Team zum Contender macht, aber der Druck ist schon enorm. Dadurch wird auch der Fokus natürlich kurzfristiger, was ich nicht unbedingt möchte. Man hat jetzt die Chance, etwas zu bauen, das für 10 Jahre Erfolg bringen kann.

Als Möglichkeiten würde ich aber noch Paul George reinwerfen, oder eben im Sommer 2019 Klay Thompson. Man muss ja nicht im kommenden Sommer das Geld verballern.
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#508

Beitrag von kdurant35 » 21.11.2017, 16:02

Sind beides sehr interessante Kandidaten, die vom Fit her besser passen als James (ist das götterlästerung? :-) ).
Klay wäre würde wohl besser passen als jeder andere Spieler). Wenn 2018 Bradley oder Co zu haben sind weiß ich halt nicht ob man auf Klay warten sollte. Notfalls liese sich ja eventuell der Cap 2019 noch freischaufeln.

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#509

Beitrag von Sebastian Hansen » 21.11.2017, 17:14

Eine starting5 (defensive Positionen) aus Bradley-Klay-Covington-Simmons-Embiid wäre doch eigentlich ganz nett ;)
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

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#510

Beitrag von Poohdini » 24.11.2017, 11:22

Man muss ja nicht gleich gierig werden, Sebastian ;)

Ich denke, es läuft im Endeffekt auf einen von den Spielern hinaus. An LeBron glaube ich nicht, auch wenn es eigentlich gar nicht so viele interessante Teams für ihn gibt.
George wäre vom Fit her ideal für beide Teams, aber da bringt spekulieren ja wenig, weil wir nicht wissen, was er möchte. Wenn LA weg fällt, bleibt er ja vllt auch bei OKC.

Redick ist natürlich auch im kommenden Jahr eine Option. Vllt kann man sich auf einen weniger dotierten Vertrag einigen als Kompensation für dieses teure Jahr.

Meine Vermutung ist ein Angriff auf einen FA 2018 wie George, Bradley oder Green, wobei Green wahrscheinlich günstiger sein wird. Sollte das nicht klappen, wird man nicht hingehen, und anderen FAs 2018 das Geld geben, nur um es auszugeben. Dann wird man bis 2019 warten, das letzte Jahr, wo es möglich ist, zu investieren.
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#511

Beitrag von Poohdini » 26.11.2017, 11:56

Ohne Simmons die Magic mit 19 Punkten abgeschossen, 4 Siege über 500. Der Start ist wirklich deutlich besser als erwartet. Härtester Schedule laut bball ref, Road-heavy, jetzt kommen erst die ganzen Heimspiele. ABER: Man hatte erst 1 b2b, Embiid hat erst 2 Spiele verpasst. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem Saisonstart. Auch die Defensive hat nach meinem Rant deutlich angezogen, JoJo ist körperlich wieder besser drauf und die anderen minimieren ihre Fehler.

TJ spielt auch langsam viel besser als man es erwarten durfte. Solange man ihn mit Simmons zusammen spielen lassen kann, ist auch alles gut. Nur wenn Markelle irgendwann wieder kommt, weiß ich nicht, wie man die Spielanteile verteilen will. Er ist fast schon zu gut für einen 5 min 3rd stringer Point Guard.
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#512

Beitrag von STAT » 26.11.2017, 14:09

Hehe schon verwunderlich wie die Sixers mit ihrer Verlierermentalität und der Losing Culture so gut dastehen können. :mrgreen: :lol:

(wobei ich es nicht als Quatsch abtue, es spielt sicherlich eine Rolle, aber Talent > Losing Culture, wie schon häufig besprochen. Der Wind dreht sich unter bestimmten Voraussetzungen sehr, sehr schnell.)

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#513

Beitrag von Poohdini » 26.11.2017, 15:00

Lol.

In der Tat.

Mal noch ne Frage an alle. Embiid erhält seinen 30 % Max, wenn er entweder MVP wird (relativ ausgeschlossen) oder wenn er ins First Team kommt. Da in dieses Team ja sogar noch richtige Center rein gewählt werden müssen, wollte ich mal fragen, für wie wahrscheinlich ihr eine Einberufung Embiids ins First Team haltet.

Wenn er weiter so viele Spiele macht und bspw nur b2bs (14) und ein paar weitere verpasst, kommt er am Ende auf 60 Partien, was aus der Warte gesehen ausreichend wäre. Bleibt sein Impact erhalten, stellt sich die Frage, wer ihn aus dem First Team verdrängen kann? Letztes Jahr war Davis drin, aber womöglich wird er ja gar nicht als C gelistet wegen Cousins. Und das ist IMO der andere Kandidat, der JoJo evtl noch vorzuziehen ist.
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#514

Beitrag von kdurant35 » 26.11.2017, 16:48

Poohdini hat geschrieben:
26.11.2017, 15:00
Lol.

In der Tat.

Mal noch ne Frage an alle. Embiid erhält seinen 30 % Max, wenn er entweder MVP wird (relativ ausgeschlossen) oder wenn er ins First Team kommt. Da in dieses Team ja sogar noch richtige Center rein gewählt werden müssen, wollte ich mal fragen, für wie wahrscheinlich ihr eine Einberufung Embiids ins First Team haltet.

Wenn er weiter so viele Spiele macht und bspw nur b2bs (14) und ein paar weitere verpasst, kommt er am Ende auf 60 Partien, was aus der Warte gesehen ausreichend wäre. Bleibt sein Impact erhalten, stellt sich die Frage, wer ihn aus dem First Team verdrängen kann? Letztes Jahr war Davis drin, aber womöglich wird er ja gar nicht als C gelistet wegen Cousins. Und das ist IMO der andere Kandidat, der JoJo evtl noch vorzuziehen ist.
Da Gobert wohl auch raus ist sehe ich derzeit ebenfalls Cousins und Embiid als Favorit. Towns traue ich es zumindest noch zu offensiv gut genuge Stats zu produzieren, um mitzureden. Derzeit aber eher nicht.

Wie sieht denn derzeit der Status für zukünftige B2B aus. Gut möglich, dass es daran später hängt.

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#515

Beitrag von kdurant35 » 26.11.2017, 16:50

Ach, Horford hatte ich noch vergessen. Und da Boston ja 70+ gewinnt :-)

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#516

Beitrag von kdurant35 » 26.11.2017, 17:01

STAT hat geschrieben:
26.11.2017, 14:09
Hehe schon verwunderlich wie die Sixers mit ihrer Verlierermentalität und der Losing Culture so gut dastehen können. :mrgreen: :lol:

(wobei ich es nicht als Quatsch abtue, es spielt sicherlich eine Rolle, aber Talent > Losing Culture, wie schon häufig besprochen. Der Wind dreht sich unter bestimmten Voraussetzungen sehr, sehr schnell.)
Embiid und Simmons haben ja diese Jahre auch nicht mitgemacht. Kritisch ist das ja eher wenn die jungen talentierten Spieler jahrelang verlieren.
Wall hatte ja z.B. gesagt, dass der Umschwung sehr schwer war und die Jahre des Verlierens Spuren hinterlies. Philly ist aufgrund der speziellen Situation ja nicht vergleichbar mit einem regulären Rebuild.

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#517

Beitrag von STAT » 26.11.2017, 18:53

kdurant35 hat geschrieben:
26.11.2017, 17:01
Embiid und Simmons haben ja diese Jahre auch nicht mitgemacht. Kritisch ist das ja eher wenn die jungen talentierten Spieler jahrelang verlieren.
Wall hatte ja z.B. gesagt, dass der Umschwung sehr schwer war und die Jahre des Verlierens Spuren hinterlies. Philly ist aufgrund der speziellen Situation ja nicht vergleichbar mit einem regulären Rebuild.
Natürlich hinterlässt das Spuren. Niemand möchte verlieren und schon gar nicht so viel. Das Umfeld ist für junge Spieler ungemein wichtig. Das wissen wir alle. Trotzdem ist der Spieler in erster Linie für sich selbst verantwortlich. Wer ein großer Spieler werden möchte, muss sich unabhängig von der Situation jeden Tag selbst motivieren und an der Situation wachsen.

Das ist für einige Spieler schwer und vielleicht hindert das evtl. Talente an ihrer Entwicklung. Da ist bestimmt etwas dran und das kann man durchaus zurecht kritisch begutachten. Aber die Sixers sind diesen Weg gegangen um Startalent zu bekommen und das haben sie mit Embiid und Simmons. Fultz natürlich nicht zu vergessen.

Selbst in der größten Chaosfranchise sind die Spieler für sich selbst verantwortlich. Embiid hat nicht nur Startalent, sondern er hat auch die Mentalität dafür ein Star zu sein. Er bringt ein Selbstverständnis mit das es auf diesem hohen Level braucht. Es ist oft ein schmaler Grat wenn man sieht wie viele Spieler sich selbst überschätzen. Noel ist das beste Gegenbeispiel. Ist Philly dafür verantwortlich, dass er nun sein Hinterteil nicht hochbekommt? Jetzt hat Noel die Chance zu zeigen, dass er ein Maxplayer ist. Noel spielt doch jetzt in einer Gewinnerfranchise die irgendwie (zu wenig Talent?) nicht mehr gewinnt und was passiert?

Den Theorien von vielen Fans zufolge müsste Noel eigentlich mittlerweile Allstar sein weil Cuban nicht tankt. Wenn es an Noel „Spuren“ hinterlassen hat und er wirklich Startalent hat, dann kann er jetzt seine Wunden heilen und hochklassigen Basketball spielen.

Wall ist auch so ein gutes Beispiel. Er hält sich für den größten Hecht und ist nicht ansatzweise so gut wie er sich selbst findet. Wenn er so gut wäre hätten die Wizards nicht so häufig verloren. Grunfeld und Wittman sind sicher nicht das beste Umfeld, aber an allem sind sie auch nicht schuld. Genauso wenig wie die Kings für die Aussetzer von Cousins.

Hätten die Sixers Porzingis gezogen wäre der Tank vielleicht nach zwei Saisons schon zum Stillstand gekommen. So wurden es eben drei. Wäre Embiid letzte Saison fit gewesen hätten sie mehr als 28 Siege geholt. Meinetwegen können wir deshalb 3,5 oder 4 Saisons zählen.

Einen Record von 10-72 werde ich niemals verteidigen. Bei allem was Recht ist, das geht wirklich nicht. Aber die Wahrheit ist doch, dass es jetzt schon keine Sau mehr interessiert. Wenn der Kern fit bleibt und das Management gute Arbeit abliefert, werden die Sixers über ein Jahrzehnt lang eines der Teams der Zukunft sein. Da nimmt man doch drei Jahre Tanking mit, auch wenn man mehr Fingerspitzengefühl an den Tag hätte legen können. Mir persönlich war es auch ein Stück zu heftig, aber was soll’s. Ich würde gerne mit den Sixers tauschen.

Die Lakers haben ihren Pick nicht mehr. Deshalb greift man nun an was ich in Ordnung finde, auch wenn ich Russell nicht abgegeben hätte. Bei Lonzo und Ingram gibt es noch massig Fragezeichen und die versuchen jetzt Spiele zu gewinnen. Wenn es beide in der Zukunft nicht bringen und im Sommer keine Stars kommen, was ist dann? Helfen jetzt Brewer, Lopez und KCP dem guten Lonzo bei seiner Entwicklung? Ich sehe noch nichts davon. Das kann niemand beweisen.

Hätten sich Giannis, Kawhi oder Gobert bei den Sixers in diesem Umfeld so entwickeln können? Keine Ahnung. Ich glaube große Spieler die es wirklich in sich haben setzen sich durch, egal welche Umstände sie beeinflussen. Wenn Booker das ist was ich glaube, überlebt er das Chaos in Phoenix. Das Gleiche mit Porzingis in New York. Gibt es ein schlechteres Umfeld in der NBA? Qualität und Mentalität setzt sich am Ende trotzdem durch.

Sicherlich muss man einschränken das extrem rohe Spieler besonders dieses Umfeld (nach Möglichkeit viel Spielzeit und gutes Coaching) benötigen. Aber Gewinnerfranchises können vor allem ersteres nicht bieten, also muss man klar differenzieren. Für viele Spieler (z.B. Porzingis oder Booker) ist es sogar ein Segen bei Verliererteams zu spielen. Da haben sie Zeit sich zu entwickeln und werden nicht nach einem Fehler sofort auf die Bank gesetzt. Verlieren ist immer relativ und ich finde es kommt darauf an, wie der individuelle Spieler damit umgeht. Wenn er damit nicht umgehen kann, dann zweifle ich das er die Mentalität dazu hat in dieser Liga bestehen zu können.

…und wenn es so tiefe Spuren bei den Spielern hinterlässt, können sie ja immer noch einen Tweet raushauen das sie nicht mehr hier sein wollen. Heutzutage ist das kein Problem mehr.

Siehst du das anders?

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#518

Beitrag von kdurant35 » 26.11.2017, 20:31

Nein. Im Grundsatz seh ich das nicht anders.

Ich finde es nur sehr gewaagt einen Weg nur nach dem Resultat zu beurteilen, ohne dabei die Umstände zu bedenken. Philly selbst kann es egal sein, sofern alle gesund bleiben. Aber wenn andere Teams diesen Weg gehen wollen, dann ist das was in Philly geschehen ist in etwa so leicht zu kopieren wie der Weg der GSW oder Spurs. Hier gab es zahlreiche Umstände, die einfach nicht die Regel sind.

Allein die Tatsache mit Embiid und Simmons. Embiid wäre mMn nicht in Philly, wenn es nicht die RIESIGEN gesundheitlichen Bedenken gäbe. Dann wäre er niemals bis auf drei gefallen. Er galt ja trotz Rückenverletzung im NCAA-Turnier vor der Fussverletzung immer noch als potenzieller Toppick. Und Simmons wäre nie in Philly, wenn Embiid nur das prognostizierte eine Jahr ausgefallen wäre. Mit 50-60 Spielen eines Embiids wären die 76ers mMn nicht letzter 2016 geworden. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, was die Dinge angeht, die schwer zu kopieren sind.

Der Weg der 76ers war selbstverständlich vollkommen richtig. Nach dem ALL-In-Move um Bynum und dem desatrösen Ende blieb einem ja nichts andere übrig. Was daran jetzt gut und welche potenziellen Fehler gemacht wurden, haben wir ja schon oft diskutiert ;) .

Ich war kein Fan von der massigen Kritik an den 76ers vor einigen Jahren, ebenfalls aber auch nicht einer, der das jetzt als Patentlösung sieht.
Die Mehrzahl der rebuilds enden nunmal anders. Oft scheintert er an den Draftpositionen, den Talenten, dessen Einschätzungen oder auch an den vielen Niederlagen. Nicht jeder mit Superstartalent kommt damit klar oder kann das dann auch ausschöpfen. Denn Talent und KOBE/MJ.Einstellungen zu finden ist ja doppelt schwer. Und häufig (nicht nur im Sport) bestimmt das was junge Talente in den ersten Jahren mitnehmen auch die weitere Karriere. Nicht jeder kann dann bei einem anderen Kader oder Team seine Einstellung immens ändern. Was Hänschen nicht lernt ...... Solche dummen Sprüche gibts ja nicht umsonst :mrgreen:

Wäre ja auch gut möglich, dass Wall heute alles zerstören würde, wenn er nicht in den ersten Jahren mit MCGee, Blatche und einer eher disfunktionalen Franchise gegonnen hätte. Vom Talent galt er ja bei einigen als größerer und athletischerer CP3 (was natürlich vor dem Draft immer mit großer Vorsicht zu genießen ist)

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#519

Beitrag von STAT » 26.11.2017, 22:16

kdurant35 hat geschrieben:
26.11.2017, 20:31
Nicht jeder mit Superstartalent kommt damit klar oder kann das dann auch ausschöpfen. Denn Talent und KOBE/MJ.Einstellungen zu finden ist ja doppelt schwer. Und häufig (nicht nur im Sport) bestimmt das was junge Talente in den ersten Jahren mitnehmen auch die weitere Karriere. Nicht jeder kann dann bei einem anderen Kader oder Team seine Einstellung immens ändern. Was Hänschen nicht lernt ...... Solche dummen Sprüche gibts ja nicht umsonst :mrgreen:

Wäre ja auch gut möglich, dass Wall heute alles zerstören würde, wenn er nicht in den ersten Jahren mit MCGee, Blatche und einer eher disfunktionalen Franchise gegonnen hätte. Vom Talent galt er ja bei einigen als größerer und athletischerer CP3 (was natürlich vor dem Draft immer mit großer Vorsicht zu genießen ist)
Dann frage ich mich ob jene Spieler wirklich Superstartalent haben. Ich glaube LeBron, Westbrook, Leonard oder Durant sind Superstars, weil sie das mitbringen was man nur bei sehr wenigen Spielern vorfindet. Die haben allesamt einen an der Waffel. (positiv gemeint – so wie Kobe – so wie Jordan – so wie Ronaldo.)

Ein Superstar ist für mich per Definition auch ein Mentalitätsmonster. Da fällt der Rest dann deutlich ab und da gelten dann die Sprüche vollkommen zurecht. Bei Superstars glaube ich das nicht. Der Superstar geht voran und will es allen beweisen. Sich selbst, dem eigenen Team, dem Gegner, den Fans, allen. Dem ist egal was um sich rum passiert, er entwickelt sich zu einem großen Basketballspieler und zu einer großen Persönlichkeit. Der andere, das Opfer, lamentiert über die Situation und sucht die Schuld bei anderen. Dann reicht es halt nicht für das erste Regal.

Wenn Towns diese Superstarmentalität in sich trägt von der ich spreche und sich Tag für Tag wie besessen verbessern möchte, wird er ein Two-Way-Superstar und fängt an mal Defense zu spielen. Wenn nicht, wird er halt ein „Star“ wie George, Cousins oder Wall, irgendwie Top20 oder sowas. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass Westbrook bei den Kings, LeBron bei den Knicks, Durant bei den Suns und Leonard bei den Magic gescheitert wären.

Die Jahre zwischen dem 18. Und 24. Lebensjahr sind immens wichtig, gar keine Frage. Da wäre es von großem Vorteil, wenn das Umfeld stimmt, aber bei einem wirklich großen Spieler komme ich dann mit dem Punkt der Eigenverantwortung. Das sind die „Verrückten“ und die gehen ihren Weg egal wie steinig der ist.

Wenn man über die Draft diesen Superstar nicht bekommt, muss man das Umfeld den jungen Spielern bieten von dem wir sprechen. Das ist ja das was ich z.B. bei dem Team aus Arizona regelmäßig kritisiere. Die liefern halt Spielzeit und dann wird die Luft schon sehr knapp. Aber hier geht es meiner Meinung nach nicht darum schnellstmöglich zu gewinnen, sondern ihnen Werte zu vermitteln. Hohe Disziplin, Eigenverantwortung, Teamgedanken, Ehrlichkeit, Loyalität und das ganze Zeug. Zusätzlich sollte von oben eine Philosophie vorgelebt werden die sich auf alle Ebenen überträgt. Dann tun auch die Niederlagen nicht so weh, sondern es findet Entwicklung statt. Dann erschafft man eine Winning Culture ohne Spiele zu gewinnen, denn das ist nur noch eine Frage der Zeit.

Aber ganz ehrlich: Wegen Noel hole ich mir keine Veteranen ins Team, damit der vielleicht ein guter Rollenspieler wird, sich wohler fühlt und der 7. Pick danach dabei rausspringt. Bei einem Spieler wie Davis von dem man von vorne herein so überzeugt ist, kann ich es nachvollziehen. Bei einem Spieler wo vor der Draft alles nach Superstar schreit, okay. Aber die Pelicans beweisen nun jahrelang trotzdem wie man es mit dem schnellen Win-Now vermasseln kann wo wir dann wieder beim Patentrezept wären. Das haben die Spurs exklusiv. :mrgreen:

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#520

Beitrag von kdurant35 » 27.11.2017, 06:14

Da bin ich nicht bei dir. Nicht jedes Talent mit FP-Potenzial hat diese Mentalität. Trotzdem können sie sich zu solchen Spielern entwickeln, wenn das Umfeld passt und man von Beginn an die richtige Arbeitsweise beigebracht bekommt. Klar wäre mir Talent und Mentalität lieber. Aber davon gibts ja nicht sehr viele. Deshalb muss man sich manchmal auch mit einem Teil begnügen und darauf setzten, trotzdem das Max herrauskitzeln zu können. Ist ja nicht so, dass man immer die Wahl zwischen zig potenziellen Superstars hat.

Bei den Vets bin ich auch klar auf der anderen Seite. Und es geht nicht um diejenigen, die ein Team zwingend um x Positionen besser machen. Sondern um die, die einem den Einstieg ins Profidasein erleichtern, einem die notwendige Arbeitseinstellung vorleben etc. Was es nicht unbedingt einfach macht, diese zu finden. Das ist sicher keine Patentlösung und hilft auch nicht jedem. Aber Menschen sind verschieden. Um so mehr junge Talente ich im Kader habe, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der ein oder andere sich besser mit solch einem Vet entwickelt.

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#521

Beitrag von STAT » 27.11.2017, 07:10

Ich finde wir sind schon der gleichen Meinung. Es liegt eher an der Definition.

Jetzt sprichst du von „FP-Potential“. Im vorletzten Post war von „Superstarpotential“ die Rede. Für mich ist das ein riesiger Unterschied :!: Ein „normaler“ Franchiseplayer ist meiner Meinung nach nicht erstes Regal und da braucht es für die Entwicklung wohl auch das Umfeld.

Ich denke Lillard und Wall sind Franchiseplayer, aber sie sind keine Superstars. Mir ging es in diesem Beispiel um den Begriff „Superstar“.

Ein Kollege wie Cousins legt Monsterstats auf, spielt trotzdem keine gute Defense und ist nach wie vor nicht ansatzweise auf Star-Niveau effizient. Ist so jemand ein Superstar, ein Star oder ein Franchiseplayer? Solange er als Center (!) weder gute Defense spielt noch effizient ist, weiß ich nicht ob er überhaupt letzteres ist. Ist Kyle Lowry ein Franchiseplayer, ein Star oder ein Superstar?

Wenn Embiid so weiter macht wird der erstes Regal werden, daran habe ich keinen Zweifel und das hebt ihn von den anderen massiv ab. Darum geht’s mir. Embiid hätte auch vor drei Jahren abgeliefert. Der hätte die D League Spieler allesamt besser gemacht. Cousins hätte gejammert, geheult und wäre mit dem Rekord für die meisten technischen Fouls in die Geschichte eingegangen. Der hat wohl ziemlich sicher Superstartalent im Bereich Basketball, aber da fehlt es an anderen Dingen die ihn niemals zum Superstar machen werden.

Ich sehe folgende Formel:

Superstar = Superstartalent + Superstarmentalität (unabhängig vom Umfeld)

Star, Franchiseplayer oder weniger = eines davon fehlt dauerhaft oder ist nicht auf dem höchsten Niveau.
(unabhängig vom Umfeld - gutes Umfeld für die Entwicklung sehr förderlich, teilweise sogar notwendig.)

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#522

Beitrag von kdurant35 » 27.11.2017, 12:19

Mein Fehler. Die Begrifflichkeit war keine Absicht.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass man dies nicht auch in einem gewissen Umfang fördern kann.

Vermutlich nicht bei jedem. Aber bei Wall denke ich z.B. das so etwas möglich gewesen wäre. Cousins würde ich auch gern wissen, was eine Topfranchise aus einem jungen DMC rausgeholt hätte. Vielleicht hat er zu viele Ecken und Kanten für einen Dauer-MVP-Kandidaten. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass er viel weiter wäre als jetzt. Auch defensiv!

Das Problem dabei ist ja, dass wir gar nicht wissen wer da durchs Raster gefallen ist. Deshalb handelt es sich ja bei allem nur um Vermutungen. Aber ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass es zig Spieler (auf allen Ebenen) gibt, bei denen die Karriere mit dem ersten Team steht und fällt. Das heißt natürlich nicht, dass aus jedem ein Superstar und aus einem Superstar ein Bankspieler wird. Aber +- 1 Tier.

PS: Was ist für dich denn Shaq? Sein killerinstinkt wenns darauf ankam war top. Seine Einstellung in der Saison und womöglich daher auch seine langfristige Karriere weniger. Ist das Superstarmentalität wenn man es nur zeitweise abruft? Ausgeschöpft hat er sein Talent vermutlich nicht. Wenn das ganze dauerhaft gepasst hätte, wäre er womöglich noch dominater und seine Superstarzeit noch länger gewesen. Find ich persönlich z.B. schwer zu bewerten.

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#523

Beitrag von STAT » 27.11.2017, 14:00

Ist in der Tat sehr schwer zu bewerten. Shaq ist schon ein Härtefall. Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss? Ist schließlich auch ein Zeichen von Qualität. :mrgreen:

LeBron wird nun 33 Jahre alt. Der hat seinen Peak hinter sich. Ich glaube nicht, dass er 82 Spiele Vollgas geben muss. Er hat es bewiesen. Superstarmentalität haben für mich diejenigen die bis zu ihrem Peak jeden Tag alles dafür tun um besser zu werden, unabhängig vom steinigen Weg. Bis zum diesem Alter ist Entwicklung in großem Maße möglich. Man kann sich auch mit 33 Jahren noch weiterentwickeln, aber das sind zu 99% nur noch (sehr) kleine Schritte. Es ist schwer genug das Niveau halten zu können wenn das Alter kommt.

Das Ziel muss es sein das gesamte Potential auszuschöpfen, vor allem dann wenn es drauf ankommt. Wenn ein Spieler in den Playoffs nahe am Optimum seines gesamten Potentials die bestmögliche Leistung abruft würde ich es schon als Superstarmentalität bezeichnen.
Wenn Shaq durch seine Einstellung allerdings Entwicklungsschritte verschlafen hat würde ich das durchaus kritisieren, wenn auch auf einem hohen Niveau. Wie du richtig sagst wir können es nur vermuten. Wir können weder das vorhandene Talent noch die Mentalität messen. Wir wissen nur das was wir sehen oder glauben wahrzunehmen.

Ich behaupte Alphatiere setzen sich durch und da würde ich Shaq zu jener Zeit auch dazu nehmen, aber würde es dennoch einschränken. Zu LeBron, Jordan oder Westbrook würde ich ihn nicht dazu zählen. Bei denen bin ich mir recht sicher, dass die am Anschlag performen und komplett irre sind/waren. Der totale Erfolg ist nicht genug. Was gestern war interessiert nicht mehr. U.a. deshalb sind auch Teams wie Real oder Bayern so erfolgreich. Wenn du gestern Meister geworden bist interessiert es heute niemanden mehr. Da geht’s bereits am nächsten Tag wieder darum erneut Meister zu werden. Andere Teams feiern sich dafür fünf Jahre lang ab und es geht zurück ins Niemandsland. Da spielen zweifellos Gewinner in Gewinnerteams wo es drastisch in höchstem Maße von oben vorgelebt wird. Das vermisse ich in der NBA, aber ist eben auch eine komplett andere Kultur und ein anderes System. Die Spurs ragen da für mich ein bisschen raus und dann wird es schon schwierig. Die Lakers haben auch den Anspruch was ich grundsätzlich gut finde, aber auch sie müssen im amerikanischen System tanken. Deshalb ist das mit der Winning Culture und der damit verbunden möglichen Spielerentwicklung überhaupt nicht mit Europa zu vergleichen und damit sowieso ein ganz schwieriges Thema. Manchmal ist es wirklich besser zu verlieren um danach zu gewinnen. Das erzähl mal jemanden bei Real Madrid. :lol:

Aber so ist es halt. Alle Spieler wissen das. Die NBA ist ein Haifischbecken. Das gilt sowohl für den Erfolgsdruck ganz oben als auch für die Tanking Teams. Die Spieler müssen da durch, ob sie wollen oder nicht und da sieht man dann wer an den Aufgaben wächst und wer nicht. Booker hat gesagt, dass er jetzt bereits alles in der NBA gesehen hat. Tanking, Chaos, etc. Der geht bis jetzt damit richtig um. Mal schauen wo es endet. Bei einem Typen wie Chriss der für mich im mentalen Bereich das Gegenteil von Booker ist, ist Phoenix vielleicht echt richtig schlecht. Aber deswegen wird Booker vielleicht mal was reißen und Chriss mit seiner Haltung und Einstellung tendenziell eher nicht.

Das Spiel hat sich heute total verändert. Vielleicht hätte Shaq mit seiner Mentalität und seinem Skillset heute mehr Probleme als früher und dann kommt es halt drauf an. Die Vergleiche mit früheren Generationen sind immer sehr schwer.

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#524

Beitrag von kdurant35 » 27.11.2017, 14:55

Wo wir schon über Philly zu MJ und Kobe gekommen sind :-).

Mein Gefühl sagt mir schon, dass der Werdegang beider meine These über die verschiedenen Umfelde und die Entwicklung unterstützt (auch wenn es nichts mit dem ursprünglichen Dauerverlieren zu tun hat).
Bei MJ hat der Semierfolg in frühen Jahren mmn dazu geführt, dass er nach und nach seinem Team mehr vertraut hat und der Umgang mit Mitspielern sich deutlich verändert hat.
Bei Kobe hatte ich eher das Gefühl, dass er nach den frühen Erfolgen mit Shaq den allen beweisen wollte, dass er es auch alleine kann. Gleiches hätte ich MJ in der Situation übrigens auch zugetraut (um dem Verdacht des Kobehates gleich aus dem Weg zu gehen :mrgreen: ).
Beides ein Bsp das sich Qualität sicher meistens durchsetzt, aber verschiedenste Situationen doch viel Einfluss haben.

Aber vielleicht geht da ja auch nur meine Phantasie mit mir durch :stupid: :D

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#525

Beitrag von STAT » 27.11.2017, 15:38

Das kann theoretisch schon möglich sein. Da muss dir erstmal jemand das Gegenteil beweisen. Es ist zwar spekulativ, wie unsere gesamte Diskussion, aber auch nicht komplett aus der Luft gegriffen. Aber das ist genau das was ich meine. Die Spieler müssen sich unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen stellen. Kawhi kommt in super System und in ein tolles Team inkl. einem großartigen Trainer. Der muss bei einem Win-Now-Team relativ schnell zeigen was er kann, ansonsten ist er weg. Das Ergebnis ist bekannt. Hat er jetzt von den tollen Spurs profitiert?

Bei Giannis war es in Milwaukee genau das Gegenteil. Trotzdem haben sich beide durchgesetzt und ich sehe kein Limit. Hat er jetzt von den miesen Bucks profitiert?

Wo fangen wir an und wo hören wir auf? Deshalb argumentiere ich mit der Eigenverantwortung wenn wir von der absoluten Elite sprechen.

Ich glaube wir bewegen uns in einer extremen Grauzone. Bei Kobe glaube ich z.B. das ihn seine Mentalität neben seinem Talent so weit gebracht hat. Auf der anderen Seite stand sie ihm auch immer wieder Weg. Ich dachte häufig Kobe will es manchmal zu sehr erzwingen und dann schlägt das Pendel in die andere Richtung. Bei Westbrook ist es exakt das Gleiche. Manchmal brennen den Jungs auch ihre Sicherungen durch. Russ ist in der heutigen Zeit ja das Paradebeispiel für beide Seiten der Medaille.

Um wieder zurück zu den Sixers zu kommen. Embiid ist so ein großartiger Spieler, der hätte einer Verlierermentalität den Mittelfinger gezeigt. Da würde ich meine Hand ins Feuer legen. Der hat das Zeug zum Superstar und er ist ein Alphatier. Jetzt muss er fit bleiben, die richtige Balance finden, sich weiterentwickeln und die Zukunft sieht bei den Sixers sehr gut aus.

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