Golden State Warriors

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Fabian Thewes
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Re: Golden State Warriors

#101

Beitrag von Fabian Thewes » 08.07.2016, 16:04

Jonathan Walker hat geschrieben:
Fabian Thewes hat geschrieben: Hat er doch gar nicht. Oder Haben die Warriors ihre Impact-Spieler behalten?
Ja, haben sie. Oder willst du mir jetzt erzählen, dass der Impact von Bogut und Barnes so groß war, dass es vermessen wäre zu behaupten, dass sich Durant einem 73-Siege Team angeschlossen hat?

Warriors ohne Bogut: 11-1
Warriors ohne Barnes: 14-2

Barnes und Bogut haben natürlich ihren Teil zu den 73 Siegen beigetragen. Letztlich kam GS aber auch sehr gut ohne sie zu Recht.

Falls dich die Formulierung stört: Durant hat sich einem 73-Siege Team angeschlossen, wobei er nun einen Starter ersetzt, ohne den sie 88% ihrer Spiele gewannen und der schlechteste Starter, ohne den sie 91% ihrer Spiele gewannen, durch bessere Rollenspieler (Pachulia, West) und kleinere Lineups ersetzt wird.
Ja, genau das behaupte ich. ;) Du schreibst es doch selbst. Sie hatten ihren Anteil an den Siegen der Warriors, insbesondere Bogut. Die Bilanz ohne Bogut z.b. zu nehmen, überzeugt mich nicht, weil du nichts die Leistung mit/und ohne Bogut (also wenn er auf de Feld ist!) berücksichtigst und ins Verhältnbis setzt. Die Warriors waren mit Bogut ein +14 Team, ohne ihn ein +9. Das ist erstmal ein signifikanter Unterschied. Verstehe ich richtig, dass du Bogut für den schlechtesten Starter der warriors hältst und Pachulia und West für bessere Rollenspieler hältst? Also für mich ist der Impact von Boguit klar größer als der von Barnes.

Und das, was Bogut dem Team gegeben hat, fehlt jetzt erstmal weg. Es ist also nicht so, dass die Warriors die Impactspieler allesamt behalten haben und zusätzlich Durant bekommen haben. Du kannst doch nicht auf der einen Seite sagen, dass sich Durant einem 73-Sieges-Team anschließt, wenn das Team Impactspieler verloren hat, die auch ihren Anteil an den Siegen hatten. Oder anders ausgedrückt: ist das Team der Warriors 2015/2016 ohne Bogut und Barnes ein 73-Sieges-Team, wenn die beiden durch replacement-player ersetzt werden? Meiner Ansicht nach nicht.

EDIT:
Und selbst wenn man jetzt anstatt Bogut und Barnes Pachulia und West nimmt, habe ich Zweifel, ob dieses Team 73 Siege holen würde.
Zuletzt geändert von Fabian Thewes am 08.07.2016, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.

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bartek
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#102

Beitrag von bartek » 02.10.2016, 00:46

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#103

Beitrag von Smido83 » 05.10.2016, 12:37

Es ist zwar nur die Preseason, aber was Golden State da gestern mit der Starting Lineup der Clippers angestellt hat war schon krass... Pachulia als "schlechtester" Starter hatte in 15 Minuten ein +/- von 31! DJ lag bei den Clippers in 22 Minuten bei -51... Endergebnis: 120 zu 75... das ist schon happig gegen einen der stärksten Konkurrenten aus dem Westen der alle Rotationsspieler dabei hatte. Und ja, es ist die Preseason, aber will man sich als Paul/Griffin/Jordan und als Doc Rivers so abschlachten lassen?

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#104

Beitrag von pietscha » 05.10.2016, 19:08

Echter Vorgeschmack auf die Saison , habe zum Frühstück bei 36-86 eingeschaltet und gedacht , Augen sind noch nicht richtig auf , ganz übel , auch in der preseason ...

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#105

Beitrag von STAT » 06.10.2016, 08:45

Smido83 hat geschrieben:Es ist zwar nur die Preseason, aber was Golden State da gestern mit der Starting Lineup der Clippers angestellt hat war schon krass... Pachulia als "schlechtester" Starter hatte in 15 Minuten ein +/- von 31! DJ lag bei den Clippers in 22 Minuten bei -51... Endergebnis: 120 zu 75... das ist schon happig gegen einen der stärksten Konkurrenten aus dem Westen der alle Rotationsspieler dabei hatte. Und ja, es ist die Preseason, aber will man sich als Paul/Griffin/Jordan und als Doc Rivers so abschlachten lassen?
Ich denke jeder will generell immer gewinnen. Was wir halt nicht wissen ist wie motiviert die Clippers und wie motiviert die Warriors in das Spiel gegangen sind. Zudem hatten die Clippers heute gleich nochmal ein Spiel, was in der Vorbereitung so unnötig wie sonst was ist. :stupid: Aufgrund dieser Tatsache kann ich mir nicht vorstellen, dass Rivers den Spielern aufgetragen hat, vollgas in beiden Spielen zu geben. Wenn dann die Warriors mit diesem Talentlevel einen guten Tag haben, kommst du halt unter die Räder. Wenn es die Spurs gewesen wären, hätten wir nur gesagt: Ja typisch Pop. Das ist Taktik. :mrgreen:
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#106

Beitrag von Jonathan Walker » 06.10.2016, 09:52

Smido83 hat geschrieben:Es ist zwar nur die Preseason[...]
This. Es interessiert morgen niemanden mehr. Das wissen auch die Profis, von daher...

Die Warriors sind besser als die Clippers. Das wusste man schon vorher. Daran würde aber auch keiner zweifeln, wenn das Spiel andersherum ausgegangen wäre. Es bedeutet absolut nichts.
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Simon
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#107

Beitrag von Simon » 30.11.2016, 10:18

Ich hatte noch keine Zeit, mir die Stats genauer anzusehen, aber mir sind gestern ein paar interessante Zahlen begegnet: Die Warriors lassen bisher die zweitniedrigste gegnerische FG% am Ring zu (nach Miami) und sind laut Dean Oliver insgesamt die drittbeste Defense der Liga "in normal competitive play", d.h. wenn man die Garbage Time ausnimmt. Das (vor allem die FG% am Ring, das wurde ja als die große Schwäche des Teams ausgemacht) hat mich ein bisschen überrascht und ist zusammen mit der besten Offensive aller Zeiten (?) schon beängstigend (aktuell das höchste ORtg aller Zeiten (117,1) und die meisten PPG seit Run TMC vor 25 Jahren).

Wie seht ihr die Defensive der Warriors? Ich konnte leider noch nicht viele Spiele sehen, vor allem keines, bei dem es am Ende eng war.

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#108

Beitrag von STAT » 30.11.2016, 10:57

Ich hab ein paar Spiele gesehen und war größtenteils begeistert. Trotzdem kann ich nur eine Vermutung anstellen weil es defintiv zu wenig Spiele waren. Ich glaube das die überragende Offense in direktem Zusammenhang mit ihrer Defense steht. Die Warriors spielen offensiv unfassbar effizient sodass sie häufig die Gelegenheit haben sich wieder im Halbfeld zu positionieren. Zumindest hatte ich bis dahin den Eindruck. Angriff ist die beste Verteidigung.:mrgreen:

Ich denke trotzdem das noch Verbesserungspotential in der Defense vorhanden ist und wir das wahre Gesicht erst in den Playoffs sehen werden. Aber ich bin da zu weit weg um detailliert die Defense erklären zu können.

Wäre zwar nice wenn sich KD seinen Ring holen könnte, aber bei aller Übermacht sehe ich besonders für die Cavs, aber auch für die Spurs gute Chancen die Warriors zu schlagen. Die Cavs gefallen mir ausgesprochen gut und das Love jetzt auch endgültig in Cleveland angekommen ist, macht sie sehr gefährlich. Das einzige was ich in der NBA "beängstigend" finde ist LeBron James und solange er auf diesem Niveau abliefert gilt es ihn zu schlagen und nicht umgekehrt.
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#109

Beitrag von Simon » 30.11.2016, 11:33

Ich wollte damit auch noch nicht die Meisterschaft abhaken ;)

Beim Zusammenhang zwischen effizienter Offense und Defense hast du sicherlich Recht.

Ich habe vorhin noch einmal nachgeschaut:

OPP eFG%: Platz 3
OPP 3PA: 17, aber OPP 3P%: 3

OPP FG% nach Zonen
Restricted Area: 8
Paint (non-RA): 4

OPP FTA: 18
Deflections: 1
Loose Balls Recovered: 7

Contested Shots: 1

DRtg (nba.com): 10
DRtg (bball-ref): 9

Wenn man dann noch davon ausgeht, dass der Unterschied zwischen Garbage Time und "competitive play" tatsächlich so groß ist, sieht das schon extrem gut aus. Zumal die Zahlen durch die Niederlagen gegen die Spurs und die Lakers nach unten verzerrt werden, die beide sehr früh in der Saison kamen (in den ersten 5 Spielen?).

Die Cavs sehen bisher auch sehr gut aus, sogar besser als in der vergangenen Saison (du hast Love als Faktor dafür ja schon angesprochen), obwohl J.R. Smith bisher noch nicht gut spielt (30% FG, 32% 3P, ORtg 96).

Es ist natürlich auch relativ sinnlos, jetzt schon über mögliche Finals zu spekulieren. Ich tu's einfach trotzdem ;) Das Matchup gegen die Cavs sieht für mich nämlich evtl. etwas besser aus als letztes Jahr. Durch Durant wird das "Death Lineup" noch länger. Das gibt den Warriors evtl. die Möglichkeit, Green noch mehr gegen James verteidigen zu lassen, weil er in Durant einen 7-Footer neben sich hat.
Zuletzt geändert von Simon am 30.11.2016, 11:36, insgesamt 1-mal geändert.

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#110

Beitrag von STAT » 30.11.2016, 19:07

Ich finde es nicht sinnlos. Die Chancen stehen wohl gut das die Cavs und Warriors aufeinander treffen. Da wird dir bestimmt niemand widersprechen. Allerdings reicht eine kleine Verletzung oder Formkrise und das ganze Bild würde sich verzerren. Das ist aber eh nie planbar weswegen man schon ein bisschen spekulieren könnte.
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#111

Beitrag von Simon » 04.01.2017, 15:25

Die Warriors sind inzwischen die beste Defense der Liga :shock: Und das, obwohl sie die elfthöchste TOV% haben (und die viertmeisten Opponent Steals per Game) und beim Defensiv-Rebounding auf Platz 25 stehen!

Das wäre doch mal eine ausführliche Analyse wert :mrgreen:
Zuletzt geändert von Simon am 04.01.2017, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.

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#112

Beitrag von Smido83 » 04.01.2017, 19:40

Simon hat geschrieben:Die Warriors sind inzwischen die beste Defense der Liga :shock: Und das, obwohl sie die elfthöchste TOV% haben (und die viertmeisten Opponent Steals per Game) und beim Defensiv-Rebounding auf Platz 25 stehen!

Das wäre doch mal eine ausführliche Analyse wert :mrgreen:
Da stimme ich zu. Ein hochinteressantes Thema für eine solche Analyse wie z.B. die von AD.

Ohne jetzt große Statistiken oder Beispiele zu haben, rein vom Eye Test, liegt es für mich daran, dass in der gesamten Rotation nicht ein einziger schlechter Defender ist. Man könnte sagen, dass Curry der schlechteste in der Defense ist... aber selbst er ist durchschittlich, an guten Tagen sogar überdurchschnittlich. Dazu kommt die Länge und Schnelligkeit der Guards, was in dieser 3er lastigen NBA ungemein hilft. Thompson, Iguodala, Livingston, McCaw... alle 6'6 oder 6'7. Selbst Clark mit 6'3 als SG ist ok, da er fast nur mit Livingston oder McCaw spielt, welche defensiv dann den größeren/besseren Guard des Gegners verteidigen. Klar sind West/Green als PF/C dagegen etwas undersized. Das ist aber auch das einzige Problem, aus welchem das unterdurchschnittliche Reboundig hervorgeht. Dennoch sind auch sie sehr gute Verteidiger, welche fast keine leichten Punkte im Post zulassen.

So viel von mir. Wie gesagt das ist nur mein Gefühl, wenn ich GSW Spiele sehe. Der Gegner bekommt am Perimeter kaum gute Würfe durch die vielen großen und defensiv guten Guards, aber eben auch nicht unterm Korb, duch die gute Post Defense der "kleineren Big Man". Vom wirklich sehr guten Coaching Staff rund um Kerr möchte ich nicht anfangen... da gibt es hier andere, deutlich qualifiziertere, User und Redakteure um die Defensivsysteme genauer zu erläutern.

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#113

Beitrag von Simon » 05.01.2017, 09:43

Dazu kommt, dass Durant aufgrund seiner Länge auch einige Rim Protection liefern kann und das in dieser Saison glaube ich auch tut. Ich habe die genaueren Statistiken gerade nicht im Kopf, aber zumindest Blocks und BLK% sind so hoch wie noch nie in seiner Karriere. Gestern gegen Portland waren es wieder 3 Blocks.

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#114

Beitrag von D41 » 05.01.2017, 10:02

Jap, 1,5 Blocks pro Spiel (Karriere 1,0), BLK% 3,5 (Karriere 2,1), auch seine Stealwerte sind verbessert.

Für mich ist Durant im Moment eh ein wahnsinnig guter Spieler und kompletter Spieler. Nahezu alle seine Statistiken sind effizienter als die letzten Jahre. Was auch mit seiner abnehmenden Usage zusammenhängt.
Im Eye-Test finde ich ihn in überragend, weil er auch wenn es drauf ankommt die Verantwortung sucht, aber kaum etwas erzwingen will. Er macht die Warriors, genau wie erwartet, einfach noch mal ein Stück besser auf beiden Seiten des Courts.

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#115

Beitrag von Simon » 05.01.2017, 10:37

Auch seine DFG% am Ring ist ziemlich gut. Da lässt Durant 48,6% zu, das ist im Bereich von Towns und Anthony Davis. Draymond Green gehört mit 44,9% zu den besten 10 Big Men der Liga, auch Pachulias Wert ist ok (50%). Die Warriors beschützen den Ring also wirklich gut, nur das Rebounding ist ein Problem in der Defense. Und natürlich die Turnover.

Edit: Als Team lassen die Warriors nur 49,1% FG am Ring zu, das ist ligaweit Platz 1.

Dafür sind sie bei der gegnerischen 3PAr nur auf Platz 17, das finde ich überraschend schlecht. Bei der gegnerischen 3P% ist es dafür Platz 1. Da ist natürlich die Frage, ob sie das halten können. Jedenfalls liegt diese niedrige Quote anscheinend nicht daran, dass die gegnerischen Dreierversuche besonders eng verteidigt sind. 18,2% der gegnerischen 3PA (5,2 von 28,5 Opp3PA pro Spiel) sind unverteidigt, das ist Platz 13 in der Liga.

Dass die gegnerische 3P% trotzdem so niedrig ist, könnte (neben dem Faktor Glück) u.a. daran liegen, dass die Warriors zumindest wenige Dreier aus den Ecken zulassen. Nur 20% der gegnerischen 3PA sind Corner 3s, das ist der zweitniedrigste Wert der Liga (knapp hinter Utah).

PS: Zwei Teams sind mir in diesen Daten noch als besonders interessant aufgefallen: Die Bucks und die Clippers.

Die Clippers lassen mit Abstand die meisten unverteidigten Dreier zu, obwohl sie keine hohe 3PAr (Platz 6) und auch keine hohe 3P% (Platz 9) zulassen.

Die Bucks dagegen lassen die dritthöchste Opp3PAr und mit Abstand den größten Anteil an Dreiern aus den Ecken zu, dabei aber den geringsten Anteil an unverteidigten Opp3PA. Das Ergebnis ist dann die viertniedrigste gegnerische Dreierquote der Liga und eine insgesamt immerhin überdurchschnittliche Defensive (DRtg Platz 11).

Falls also jemand aus der Redaktion gerade Langeweile hat: Eine (Video-)Analyse zu den unterschiedlichen Arten, den Dreier zu verteidigen, wäre bestimmt auch spannend ;)
Zuletzt geändert von Simon am 05.01.2017, 12:11, insgesamt 2-mal geändert.

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#116

Beitrag von lemanu » 05.01.2017, 12:31

aufjedenfall! insgesamt würde ich mich über mehr analysen zu team defense freuen insbesondere mit video
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#117

Beitrag von Poohdini » 05.01.2017, 12:58

Hmm, also die gegnerische 3er Quote ist als Gütekriterium einer Defense nicht gut geeignet. Wie schon mal andernorts vermerkt, ist das relativ unzuverlässig. Dreier fallen oder fallen nicht.

Viel mehr spielt eine Rolle, wie viele Dreier man den Gegner auf 100 Possessions nehmen lässt, und v.a. welche. In den letzten Jahren waren jene Defensiven gut, die insgesamt wenig Dreier zugelassen haben und natürlich wenig Catch & Shoot und aus den Ecken. Ich müsste mir mal genau die Zahlen der Warriors da anschauen.

Außerdem hab ich da noch einen Artikel von Steve Shea im Kopf, der beschreibt, dass die Warriors am wenigsten aushelfen und mit den Gegnern an der Dreierlinie stehen bleiben. Teams, die wenig helfen, tendieren auch zu guten Defensiven.

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#118

Beitrag von lemanu » 05.01.2017, 13:36

Dafür sind sie bei der gegnerischen 3PAr nur auf Platz 17, das finde ich überraschend schlecht. Bei der gegnerischen 3P% ist es dafür Platz 1. Da ist natürlich die Frage, ob sie das halten können. Jedenfalls liegt diese niedrige Quote anscheinend nicht daran, dass die gegnerischen Dreierversuche besonders eng verteidigt sind. 18,2% der gegnerischen 3PA (5,2 von 28,5 Opp3PA pro Spiel) sind unverteidigt, das ist Platz 13 in der Liga.

Dass die gegnerische 3P% trotzdem so niedrig ist, könnte (neben dem Faktor Glück) u.a. daran liegen, dass die Warriors zumindest wenige Dreier aus den Ecken zulassen. Nur 20% der gegnerischen 3PA sind Corner 3s, das ist der zweitniedrigste Wert der Liga (knapp hinter Utah).
das hat simon ja geschrieben eigentlich ist es irgendwie seltsam dass sie im endeffekt so gut sind, denn sie lassen nicht nur relativ viele dreier zu sondern auch noch relativ viele uncontested.
allerdings sind die ecken gut gedeckt.

ein wenig paradox hört sich das aber schon an ein team das wenig hilft, keinen klassischen shotblocker/rimprotector hat, viele 3er zulässt zT sogar ohne contest und dennoch eine elitäre defense stellt..
da bräuchte man halt echt synergy und müsste sich einfach mal possesion für posession anschauen wie sie das machen.


btw hast du einen link zu dem artikel? hatte nämlich beim schauen eher einen anderen eindruck, dass nämlich durchaus recht viel geholfen bzw hilfe zumindest angedeutet wird (also keine double teams/traps aber öfter ein sehr kurzes show oder ein shadowing aber mit extrem guter disziplin dabei wieder sehr schnell zurück zu rotieren oder direkt switchen.)
gibt es eigentlich zahlen wie oft teams switchen
Teams, die wenig helfen, tendieren auch zu guten Defensiven.
da weiß ich auch nicht ob man da direkt die kausalität "helfen ist eher schlecht" ableiten kann.
ein team mit vielen guten verteidigern kommt halt auch viel seltener in die situation in der hilfe in frage kommt.
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#119

Beitrag von Simon » 05.01.2017, 14:25

lemanu hat geschrieben:btw hast du einen link zu dem artikel? hatte nämlich beim schauen eher einen anderen eindruck, dass nämlich durchaus recht viel geholfen bzw hilfe zumindest angedeutet wird (also keine double teams/traps aber öfter ein sehr kurzes show oder ein shadowing aber mit extrem guter disziplin dabei wieder sehr schnell zurück zu rotieren oder direkt switchen.)
Ich habe nur einen Artikel gefunden, in dem es darum geht, dass gegen die Warriors wenig geholfen wird. Ist ja auch plausibel aufgrund der guten Schützen. Der Artikel ist allerdings auch schon über ein Jahr alt.

http://www.basketballanalyticsbook.com/ ... p-defense/

Einen Shea-Artikel zur aktuellen Warriors-Defense konnte ich auf die schnelle nicht finden.
Poohdini hat geschrieben:Viel mehr spielt eine Rolle, wie viele Dreier man den Gegner auf 100 Possessions nehmen lässt, und v.a. welche. In den letzten Jahren waren jene Defensiven gut, die insgesamt wenig Dreier zugelassen haben und natürlich wenig Catch & Shoot und aus den Ecken.
Die 3PAr und die Ecken habe ich ja schon beschrieben. Tatsächlich lassen die Warriors die zweitmeisten Pullup-Dreier zu (9,3% aller OppFGA), aber nur die 21.-meisten Catch&Shoot-Dreier (21,5% der OppFGA). Das hängt sicherlich mit dem Fokus zusammen, den Gegnern die Dreier aus den Ecken wegzunehmen.

Edit: Jetzt habe ich den Artikel glaube ich doch gefunden (aber noch nicht gelesen):

http://www.basketballanalyticsbook.com/ ... evolution/
Zuletzt geändert von Simon am 05.01.2017, 14:28, insgesamt 2-mal geändert.

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#120

Beitrag von Poohdini » 05.01.2017, 15:57

Ja, genau letzterer Artikel ist besagtes Shea-Stück. Dort wird nur gezeigt, dass Teams, die wenig oder besondern viel helfen, zu guten Defensiven tendieren. Hängt natürlich stark vom Spielermaterial ab.
Grundsätzlich gehen meine Gedanken aber mittlerweile wirklich zu der Vorgehensweise, tendenziell wenig bis gar nicht zu helfen. Die großartigen 1-on-1 Scorer, die dann auch noch einen effizienten Abschluss bekommen, sind rar gesät und Würfe nach dem Pässen aus dem Doppeln sind ultra effizient.

Ich weiß auch nicht, wie die Warriors dieses Jahr verteidigen, nur dass es sie es damals taten. Ich wollte mit dem Kommentar lediglich konstatieren, wie es grundsätzlich ist.



Was die Dreier angeht, wollte ich lediglich auch nur meine theoretische Vorgehensweise schildern. Tendenzen lassen sich aber auch eigentlich darin festmachen, dass Eckendreier, C&S-Dreier verhindert werden müssen. Duncan und Partnow besprachen das auch mal in einem Podcast, dass es da auch Korrelationen gibt.

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#121

Beitrag von lemanu » 05.01.2017, 16:37

Die 3PAr und die Ecken habe ich ja schon beschrieben. Tatsächlich lassen die Warriors die zweitmeisten Pullup-Dreier zu (9,3% aller OppFGA), aber nur die 21.-meisten Catch&Shoot-Dreier (21,5% der OppFGA). Das hängt sicherlich mit dem Fokus zusammen, den Gegnern die Dreier aus den Ecken wegzunehmen.
pull up jumper des gegners, ob 2er oder 3er, sind auf jedenfall tendentiell ein zeichen von erfolgreicher defense. das ist ja zumeist das ziel der defense (drive und layup bzw freie würfe verhindern).

das die gegner der warriors besonders viele pull up 3er nehem könnte dafür sprechen, dass sie die "kette" der team defense gegen den ballhandler etwas weiter eingesunken ist. aber da müsste man echt einfach mal viel schauen und gezielt drauf achten.
Grundsätzlich gehen meine Gedanken aber mittlerweile wirklich zu der Vorgehensweise, tendenziell wenig bis gar nicht zu helfen. Die großartigen 1-on-1 Scorer, die dann auch noch einen effizienten Abschluss bekommen, sind rar gesät und Würfe nach dem Pässen aus dem Doppeln sind ultra effizient.
so wenig wie möglich, aber westbrook oder lebron beim PnR ohne hilfe zu verteidigen kann auch in die hose gehen..
wenn die gegner es schaffen gut in die zone ziehen wird es schwer. viele lay ups für den gegner ist nunmal ähnlich schlecht wie viele catch and shoot situationen.
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Sebastian Hansen
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#122

Beitrag von Sebastian Hansen » 11.02.2017, 09:37

Dray Green mit 4-12-10-10-5....Hammer Statline, aber 1 Punkt vom Five-by-Five weg und 6 Punkte vom Quadruple Double. Richtig bitter.
Die Mecs in 2014:
Guard: Lance Stephenson, Randy Foye
Guard: Dwyane Wade
Forward: Chandler Parsons, Mike Dunleavy
Forward: Josh McRoberts
Center: Dwight Howard, Spencer Hawes

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#123

Beitrag von sidney95 » 03.07.2018, 06:41

Sollte Boogie nur mit 20% von seiner Achilles zurück kommen ist es schon ein upgrade. Glückwunsch zur Championship.

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#124

Beitrag von D41 » 03.07.2018, 07:00

Langsam wird's echt unfair. Wenn die ihre Minuten clever spielen, Cousins in der Zeit ohne KD und Steph im Post arbeitet und die Offense am Laufen hält... das ist eine Macht.

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#125

Beitrag von Coach K » 03.07.2018, 08:38

Die Liga ist hier selber Schuld!

Angeblich hatte Cousins am ersten Tag kein Angebot vorliegen von niemanden. Kein Team mit Capspace wollte ihn. Und das lag nicht nur an der Verletzungsgeschichte sondern wohl auch an seinem Charakter.

Bei den Warriors hat er doch keinen Druck. Er kann sich komplett regenerieren und zeigen das er auch eine dritte oder vierte Option ist.

Für die Warriors ist das natürlich perfekt. Mit Cousins bekommen Sie einen Spieler wenn er fit wird eine Offensive tragen kann. Er wird von dem Spaceing enorm profitieren und gleichzeitig selber Räume für die anderen schaffen.
Den 3er hat er auch dazu kann er passen.

Vielleicht sogar eine perfekte Verpflichtung.

PS: Angeblich waren noch die Celtics dran.
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SG: Hood / Delly / Hezonja
SF: Prince /Jackson / Dekker
PF: Simmons / O`Quinn
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