Welches NBA-Team hatte die schlechteste Offseason?

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Simon
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Re: Welches NBA-Team hatte die schlechteste Offseason?

#26

Beitrag von Simon » 22.01.2017, 17:46

Ok, das überzeugt mich. Wobei ich den Turner-Vertrag für den schädlichsten Deal dieser beiden Teams halte. Aber die grundsätzliche Strategie, den Cap voll auszunutzen, fand ich richtig. Ezeli war eben ein Risiko, schadet aber nicht langfristig. Und Crabbe und Leonard können ihren Verträgen durchaus noch gerecht werden. Turner sicherlich nicht, allerdings fällt mir auch kein 2016er FA ein, der Turners Gehalt hätte bekommen können und perfekt zu den Blazers gepasst hätte. Klar, mit einem Teil des Ezeli/Turner-Geldes hätte man eher Dedmon oder Aldrich (oder evtl. Biyombo) holen sollen, dann stünde man jetzt besser da. Naja. Hätte man Turner nur 40/4 gegeben, sähe der Vertrag isoliert betrachtet sehr viel besser aus, die Situation der Blazers würde das aber praktisch überhaupt nicht verändern.

Mein Favorit auf den Titel "schlechteste Offseason" sind nach aktuellem Stand sowieso die Magic.

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Dennis Spillmann
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#27

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 17:48

Wir haben in unseren Podcasts mehrfach darauf hingewiesen, dass die Baustelle vor der Saison ganz klar die Defensive war, vor allem auf den großen Positionen, wo man null Rim Protection hatte. Statt dieses Need zu adressieren, hat man Turner völlig mit Geld zugeschmissen, bei dem jeder wusste, dass er in einem Team mit zwei dominanten Ballhandlern keine Rolle finden wird. Stattdessen versucht man es mit einem Flyer (Ezeli) und hofft, dass die Knie halten.

Konkrete Optionen zur Offseason: Whiteside (gescheitert), Howard, Horford, Mahinmi, Biyombo - selbst preiswertere Lösungen wie Aldrich, Dedmon oder Nene hätte man versuchen sollen/müssen. Stattdessen Turner als erstes zu adressieren, ist wahnsinnig. Danach kann man gerne alles matchen, weil man sich denkt, dass man ein sehr gutes Team zusammenhabe.

Zu den Lakers: Für mich kombiniert die Offseason eben alles, was man gegen die Wand fahren kann: Finanziell den Cap Space gefüllt mit deadweight (das als Trade Chips 220 zu verkaufen, ist Quatsch); sportlich KEINERLEI Hilfe geholt UND die Entwicklung/Verantwortung nicht in die Hand der Jungen gegeben. Perspektivisch keine Picks und die Ungewissheit (weil man die Jungen nicht spielen lässt bzw den Ball gibt), ob man überhaupt noch mal Tanken muss bzw. wen man ziehen könnte, weil man nun mal bereits vier Talente für 3-4 Positionen angesammelt hat. Sieht für mich aus wie das Gewurschtel in Orlando. Minus Picks.

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STAT
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#28

Beitrag von STAT » 22.01.2017, 18:13

Ein herrliches Thema und ich finde es erschreckend über wie viele Teams es etwas zu berichten gibt. Man wusste es vor der Saison. Ich frage mich schon wie manche Leute an die Jobs in der NBA kommen und wieviel Gemauschel und Vitamin B da dabei ist.

Wenn man mal aufzählt wen wir jetzt alles genannt haben:

Lakers
Blazers
Magic
Kings
Wizards

Man müsste auch hier dann nochmal die Bulls und die Pacers mit ihren fragwürdigen Kaderzusammenstellungen nennen wo niemand weiß in welche Richtung das langfristig gehen soll.
Die Pistons krebsen bei einer negativen Bilanz rum und haben nach KCP auch keinen Space mehr. Die Knicks darf man traditionell auch nicht vergessen. Die Nets baden jetzt den Mist der vergangenen Jahren aus. Die Pelicans bekommen seit Jahren nichts auf die Reihe. Die Suns dürfen mit fragwürdigem Owner und einer Reihe großer Fehlentscheidungen auch nicht fehlen und zu guter Letzt würde ich auch noch die Thunder rein werfen, sofern der Ibaka Trade in KD's Entscheidung eine Rolle gespielt hat. Seit dem Harden Fiasko hat man da auch mehrmals richtig daneben gelangt.

Da sitzt man irgendwie nur noch kopfschüttelnd und ratlos da und fragt sich wie man zu solchen Entscheidungen kommen kann.
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Simon
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#29

Beitrag von Simon » 22.01.2017, 18:15

@ Dennis

In Sachen Portland stimme ich dir zu. Aufgrund des medizinischen Risikos bei Ezeli und des auslaufenden Vertrags von Plumlee hätte man problemlos Ezeli plus Dedmon/Aldrich/Biyombo holen können. Aber ich erinnere mich nicht mehr genau, wie der zeitliche Ablauf war, das ganze musste ja passieren, bevor Crabbes Vertrag gematcht werden musste, vielleicht war das einfach nicht möglich.
Dennis Spillmann hat geschrieben:sportlich KEINERLEI Hilfe geholt UND die Entwicklung/Verantwortung nicht in die Hand der Jungen gegeben. Perspektivisch keine Picks und die Ungewissheit (weil man die Jungen nicht spielen lässt bzw den Ball gibt)
Zunächst: ich will hier keine dieser Offseasons als gut darstellen. Wir diskutieren ja nur die Unterschiede zwischen sehr schlecht und noch schlechter, zwischen Platz 27 und 30.

Allerdings finde ich diese Aussage etwas zu hart. Die drei Spieler mit den meisten gespielten Minuten sind bisher Ingram (!), Clarkson und Randle. Russell und Nance haben einige Spiele aufgrund von Verletzungen verpasst, trotzdem hat Russell ungefähr so viele Minuten gespielt wie Mozgov, pro Spiel sieht er so viele wie Nick Young (die fünftmeisten). Nance spielt pro Spiel fast so viel wie Williams, etwas mehr als Mozgov.

Bei der Usage sind Russel, Clarkson und Randle auf Platz 2-4 hinter Williams. Bei den FGA/36 sind Russel und Clarkson knapp hinter Williams auf 2 und 3, Zubac und Randle knapp hinter Young auf 5 und 6.

Außerdem ist ein Top3-Pick 2017 in greifbarer Nähe. Wie schon gesagt, von diesem hängt einiges ab.
Zuletzt geändert von Simon am 22.01.2017, 18:16, insgesamt 1-mal geändert.

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#30

Beitrag von kdurant35 » 22.01.2017, 18:32

@dennis

Ich geb dir vollkommen recht was Turner angeht. Seine Verpflichtung kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Gerade mit Lillard und McC. Und ein defensiv C hätte ich viel besser gefunden. Hätte damals lieber Biyombo genommen. In Toronto zeigte er das er in einem zuvor offensiv guten Team ein wichtiger Rollenspieler ist.

Aber darüber wer für welches Gehalt nach Portland wollte können wir doch nur spekulieren. Und ich seh genug Optionen das in der Saison zu regeln. Mit Noel, Chandler, Nurkic, Biyombo, Koufos etc gibts ja einige Kandidaten die für einen annehmbaren Preis zu haben sein könnten.

Und wenn Portland die Chance bekommt einen der beiden G für einen besseren Fit zu traden (ich bin nicht überzeugt das man mit den beiden im Backcourt ein Contenter sein kann) wäre auch Turners Rolle eventuell näher an der in Boston (womit er natürlich weiterhin überbezahlt wäre). Und ähnlich könnte die Rolle von Crabbe sich vveränden.

Das Turner signing wird mir wohl auch nie gefallen. Aber für mich hängt die Zukunft der Blazers mehr von den zukünftigen Trades ab als vom Turner signing. Denn ob er geholt wurde oder nicht (Alternativen sind mir dabei zu spekulativ) ändert an der Flexibilität nicht viel. SOFERN Allen bereit ist sehr tief in die Taschen zu greifen

Sebastian Hansen
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#31

Beitrag von Sebastian Hansen » 22.01.2017, 19:15

und zu guter Letzt würde ich auch noch die Thunder rein werfen, sofern der Ibaka Trade in KD's Entscheidung eine Rolle gespielt hat. Seit dem Harden Fiasko hat man da auch mehrmals richtig daneben gelangt
.

Sorry, das ist populistischer Unsinn.

1. "Fiasko" Harden-Trade? Im Endeffekt hat man für Harden einen schon sehr guten und immer noch sehr jungen Defensivcenter mit massiv Upside und einen Euro-Shooter, der mal ein solider Rollenspieler werden kann, bekommen. Hätte man mehr für Harden kriegen können? Definitiv. Fiasko? Definitiv nicht.

2. Ich kann nicht in KDs Kopf schauen, aber nach allem, was man so hört, hat der Ibaka-Trade mit seiner Entscheidung nichts zu tun gehabt. Im Gegenteil war der Trade von Ibaka ein extrem smarter Move von Presti, ohne den die Thunder jetzt richtig am Arsch wären. Zudem hat man Orlando bei dem Trade richtig gerippt. Einzig richtige Entscheidung. Zudem waren auch Prestis weitere Moves in der Offseason und ganz kurz nach Beginn der Saison (Signing von Abrines, Waiters gehen lassen, Extension von Russ, Trade für Lauvergne, Trade für Grant) gute bis sehr gute Entscheidungen. Presti hatte das Pech, dass das Team auf KD und Russ abgestimmt war und einer der beiden wegging, nachdem alle anderen guten Spieler schon weg waren. Klar, dass das Team nicht toll aussieht, aber Presti hat das beste aus der Situation gemacht. Ihn und seine Moves in eine Reihe mit den oben genannten Katastrophen-Teams zu stellen, ist echt daneben.
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#32

Beitrag von STAT » 22.01.2017, 19:39

Jetzt fühl dich doch bitte nicht gleich wieder angegriffen.
Populismus? Wirklich Sebastian?

Das ist meine Meinung und ich habe EXTRA geschrieben "sofern". Ich weiß es nämlich auch nicht und deshalb habe ich es nur erwähnt sofern das eine Rolle spielt. Es kann nämlich niemand wissen. Das nebenbei einige Trades nicht gessesen haben ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen.

Zu Harden:
Wenn man im Grunde ohne Not einen Spieler seiner Klasse tradet bezeichne ich persönlich das als Fiasko, ja. Ich glaube mit Harden wärt ihr die heutigen Warriors und würdet über eine gesamte Dekade die NBA dominieren. Vielleicht hätte es nicht geklappt mit den drei wer weiß. Heute empfinde das als miserabel.
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#33

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 19:57

Mein getippter Beitrag ist abgerauscht. :x In Kürze:

Neben der finanziell katastrophalen Offseason der Lakers (Deng/Mozgov - wer die als Assets für 2020 bezeichnet, redet sich auch die Nets schön.) geht es mir hier vor allem ums Sportliche:
Die Lakers staggern Clarkson/Russell nahezu komplett (7 MPG zusammen). Das ist unverantwortlich, wenn man sie evaluieren will. Stattdessen spielt man die Pärchen Clarkson/Williams, Russell/Young jeweils 20 MPG. Mag okay sein, wenn man gewinnen will - will man aber nicht. Es gibt nur zwei konsistente 5-Men-Lineups der Lakers: Russell/Young/Deng/Randle/Mozgov und Clarkson/Williams/Ingram/Nance/Black. Alle anderen Lineups sind bei unter 60 Minuten zusammen. Völliges Gewürfle.
Das heißt, dass es dieses eine junge Lakers-Team gar nicht auf dem Feld gibt, sondern es gibt im Prinzip zwei Units: Clarkson/Ingram und Russell/Randle. Das Jahr ist doch auch schon wieder verschenkt (bis dato). Man sucht keine Lösung für das Zusammenspiel der Jungen, sondern trennt sie willentlich. Das ist für mich sportlich so daneben: keine Entwicklung UND keinen Erfolg.

Dazu ist - Stand heute - der Top 3 Pick zu 70% weg.

Das ist für mich auch auf die katastrophale Offseason zurückzuführen.

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#34

Beitrag von Simon » 22.01.2017, 20:14

Dennis Spillmann hat geschrieben:Dazu ist - Stand heute - der Top 3 Pick zu 70% weg.
Stand heute als fünftschlechtestes Team schon, aber die Lakers sind auf bestem Wege, die Chance zu erhöhen. Seit 1. Dezember 6-21, Platz 29 in dieser Zeit.

Aber ich kann deine Punkte alle nachvollziehen, deine Kritik ist natürlich berechtigt.

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Dennis Spillmann
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#35

Beitrag von Dennis Spillmann » 22.01.2017, 20:18

Simon hat geschrieben:Stand heute als fünftschlechtestes Team schon, aber die Lakers sind auf bestem Wege, die Chance zu erhöhen. Seit 1. Dezember 6-21, Platz 29 in dieser Zeit.

Aber ich kann deine Punkte alle nachvollziehen, deine Kritik ist natürlich berechtigt.
:tup: In dem längeren Beitrag ist natürlich untergegangen, dass ich alle Meinungen schätze und respektiere und wir hier nur über Kleinigkeiten diskutieren. Danke für das angenehme Diskussionsklima.

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#36

Beitrag von Pillendreher » 22.01.2017, 22:23

STAT hat geschrieben:Zu Harden:
Wenn man im Grunde ohne Not einen Spieler seiner Klasse tradet bezeichne ich persönlich das als Fiasko, ja. Ich glaube mit Harden wärt ihr die heutigen Warriors und würdet über eine gesamte Dekade die NBA dominieren. Vielleicht hätte es nicht geklappt mit den drei wer weiß. Heute empfinde das als miserabel.
Mit ein paar Jahren Abstand muss ich sagen sehe ich den Trade auch immer kritischer. Ich sehe die Intention dahinter einfach nicht. Man hatte 3x hintereinander voll ins Schwarze getroffen und reißt das auseinander.
Natürlich kann man sagen "Man war immer noch gut genug, jedes Jahr den Titel zu holen" und natürlich kann man auch sagen "Rose-Rule für Durant war mit Schuld; Cap-Spike zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt" ebenso, aber am Ende verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was der Trade sollte.

Ob das am Ende alles geklappt hätte, steht auf einem anderen Blatt, aber so eine Gruppe reisst man einfach nicht auseinander. Zu diesem Zeitpunkt kam man gerade mit 1-4 aus den Finals und war drauf und dran, die Liga für Jahre zu dominieren.

Schade ist es einfach. Wer weiß, was aus dem Team mit Harden geworden wäre. :(

EDIT: Oder um es anders auszudrücken: Ich sehe bis heute keine Notwendigkeit dieses Trades. Die Warriors zeigen doch gerade, dass es möglich ist, sehr gut zu sein, ohne dass man 15 tief ist. Wenn man einen Kern von

Westbrook-Harden-Durant-Ibaka

hat, dann hält man diesen zusammen, komme was wolle. Die Warriors haben Green auch bezahlt und nicht getraded, weil er teuer war.
Zuletzt geändert von Pillendreher am 22.01.2017, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.

Sebastian Hansen
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#37

Beitrag von Sebastian Hansen » 22.01.2017, 23:32

Ohne jetzt wieder in die Harden-Trade-Diskussion abrutschen zu wollen:
Ich kann nicht hinter die Kulissen schauen, nur das rezipieren, was ich woanders lese. Aber mein Gefühl - nach all dem, was später auch noch passiert ist - ist folgendes:
1. Harden wollte Geld, viel Geld, Presti wollte nicht zahlen.
2. Harden wollte eine größere Rolle, die konnte Presti nicht bieten.
Das ist das was wir definitiv wissen. Was ich glaube: Presti ist jemand, der auf "Kultur" viel wert legt. Sprich: wer Sachen nicht so macht, wie er es will, fliegt. Siehe Reggie Jackson oder jetzt auch die Gerüchte um Payne. Zudem hat er auch immer nur seine Trainer angestellt. Er hat nur Donovan eingeladen, sonst niemand. Wahrscheinlich, weil er weiß, dass Donovan spurt. Harden hat nicht nach Prestis Regeln gespielt, also musste er gehen.

Ich weiß, das ist Spekulation. Aber anders ist dieser Trade nicht erklärbar.
____
Zudem zur restlichen Fahrradkette: Russ, Harden und KD sind alles Spieler, die den Ball brauchen. Das ist was anderes als z.B. Thompson, Green (und auch Curry), die alle auch Off-Ball mega effizient sind. Gerade Harden und Russ. Das interessantere What-if finde ich deswegen: was wäre passiert, wenn die Warriors Prestis Angebot - Harden für Klay und einen Pick - angenommen hätten? Klar, hartes What-if, aber ein sehr interessantes.
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#38

Beitrag von STAT » 23.01.2017, 00:00

Mir ist es egal wenn du mich mit Coach Nick vergleichst oder meine Meinung populistisch findest. Das toleriere ich. Aber mir liegt es am Herzen mich zu erklären und sachlich von meinem Standpunkt aus zu diskutieren. Denn deswegen bin ich in diesem Forum und nicht wo anders.

Es ist doch nicht völlig aus der Luft gegriffen das KD aus der Summe der Fehlentscheidungen der letzten Jahre ein Stück weit das Vertrauen in OKC verloren hat. Vielleicht wäre er trotzdem gegangen, klar. Aber wenn da auch nur ein Hauch von Wahrheit dran ist, dann ist es nicht verkehrt auch über die Offseason der Thunder zu sprechen. Denn wenn da was dran ist, dann haben nicht nur die Magic den Trade verloren, sondern auch OKC. Derjenige der einen Superstar verliert hatte immer eine schlechte Offseason. So leid mir das tut.
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#39

Beitrag von Sebastian Hansen » 23.01.2017, 00:19

Derjenige der einen Superstar verliert hatte immer eine schlechte Offseason. So leid mir das tut.
Das stimmt. Bestreite ich auch gar nicht. Und Presti hat ja nicht nur gute Entscheidungen getroffen, sondern auch einige falsche (Kanter etc). Aber der Ibaka-Trade war eben keine, sondern eine absolut logische, gute und nachvollziehbar. Vielleicht war es etwas überzogen, das als populistisch zu bezeichnen, aber es ist halt in Teilen des Internets (ja, Coach Nick^^) en vogue, auf den Thunder rumzuhacken, warum auch immer, oft auch unsachlich und konstruiert (nein, du nicht). Ich finde einfach, Presti hat - zumindest in dieser letzten Offseason keinen Fehler gemacht. Dass KD geht, geschenkt, ok. Aber das mit den fehlerbeladenen Offseasons der Magic und Co zu vergleichen ist einfach nicht gerechtfertigt.
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#40

Beitrag von STAT » 23.01.2017, 10:06

Das kann ich verstehen. Aber ich kann dir versichern das ich gegen keine Franchise etwas auf dieser Ebene habe. Ich gehöre definitiv nicht zu diesen Jungs die du meinst. Ich bin klar pro Thunder und ebenso ein Fan von Russ. Nur weil ich andere Spieler bevorzugen würde heißt das nicht das ich gegen ihn bin.

Wenn deine Vermutungen richtig sind dann ist selbstverständlich deine Ansicht richtig.
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#41

Beitrag von Poohdini » 23.01.2017, 14:07

Sebastian Hansen hat geschrieben:Was ich glaube: Presti ist jemand, der auf "Kultur" viel wert legt. Sprich: wer Sachen nicht so macht, wie er es will, fliegt. Siehe Reggie Jackson oder jetzt auch die Gerüchte um Payne. Zudem hat er auch immer nur seine Trainer angestellt. Er hat nur Donovan eingeladen, sonst niemand. Wahrscheinlich, weil er weiß, dass Donovan spurt. Harden hat nicht nach Prestis Regeln gespielt, also musste er gehen.

Ich weiß, das ist Spekulation. Aber anders ist dieser Trade nicht erklärbar.
Das macht es aber nicht besser, im Gegenteil. Es mag eine Erklärung sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Oklahoma City im Prinzip seit Jahren als Verlierer aus jeder Offseason, Trade Deadline etc heraus geht. Mit einbeziehen muss man ja dann auch die ligaweiten Entwicklungen, die Presti verschlafen hat und die Lowe und Tjarks schon zu Genüge illustriert haben.
Presti kann einen solchen Charakter an den Tag legen, wenn er Popovich oder Belichick ist, aber so macht er anscheinend einiges kaputt.

Was Pillendreher schreibt, finde ich ganz passend: Im Nachhinein war man nach dem Harden Trade das beste Team der Liga, wurde kein Meister, weil man danach viele Verletzungen hatte. Trotzdem: Zum Zeitpunkt des Trades, dann wenn man aus Akteur evaluieren muss, sehen Prestis Trades so gut wie immer scheiße aus: Harden (wie Pille sagt: Wozu?), Ibaka, Kanter, Grant etc.

Ich finde es auch immer wieder lustig, wie du, Sebastian, jetzt sogar dazu übergehst zu behaupten, man hätte Orlando "gerippt". Vom Zeitpunkt des Trades aus, pre Durant, ist das einfach Blödsinn.

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#42

Beitrag von Sebastian Hansen » 23.01.2017, 14:39

Ich finde es auch immer wieder lustig, wie du, Sebastian, jetzt sogar dazu übergehst zu behaupten, man hätte Orlando "gerippt". Vom Zeitpunkt des Trades aus, pre Durant, ist das einfach Blödsinn.
Also sorry, der Trade war vom reinen, isolierten Value her ein absoluter Sieg für OKC, so oder so. Ich weiß, dass du den Trade vom Zeitpunkt und der Intention her betrachtet immer beschissen fandest, aber: auch mit KD hätte OKC einen 3&D-Guard bekommen (das was immer einer der Hauptkritikpunkte an OKCs Kader war), der gut zu KD und Russ gepasst hätte. Und dazu noch einen extrem talentierten Bigman und einen Stretch-4, den man, wäre KD geblieben, sicherlich gehalten hätte. Für einen auslaufenden Vertrag eines Spielers, der zwar in den Playoffs gut gespielt hat, aber in den beiden Regular Seasons zuvor nicht die allerbeste Figur gemacht hat und außerdem 2017 einen Max-Vertrag will. Und, nicht zu vergessen, Presti musste damit rechnen, dass KD gehen könnte. Auch in dieses Szenario passte der Trade sehr gut rein (wie wir ja dann auch im Nachhinein gesehen haben). Insgesamt war das einfach ein guter Trade, sowohl vom Value als auch vom Fit her, und ich kann nicht nachvollziehen, dass er hier immer so schlecht gemacht wird.

Klar, andere Aktionen waren nicht die besten (der Kanter-Trade z.B., ich hab irgendwo hier auch mal auseinandergelegt, warum der Trade das Problem war und nicht die Verlängerung hintendrein), aber warum dieser Sommer - abseits der KD-Entscheidung, die OKC natürlich zu einem Verlierer macht, aber da kann Presti durch sein Handeln in diesem Sommer nix für - so kritisiert wird, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
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