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Der Champ schlägt zurück  

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Sebastian Hagner
(@twinpeaks)

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Nach der knappen Niederlage in Spiel 1 standen die Miami Heat vor ihrem zweiten Heimspiel in den diesjährigen NBA-Finals unter Druck. Doch wie schon gegen die Bulls und die Pacers lieferte die Mannschaft aus Florida nach einem verlorenen Spiel erneut eine besonders starke Leistung ab: 103-84 hieß es am Ende für Miami. Zwar konnte San Antonio bis etwa Mitte des dritten Viertels gut mithalten, doch dann wurden sie von einem 33-5-Lauf der Heat schlichtweg überrollt. Was also lief diesmal schlechter für die Spurs als beim ersten Aufeinandertreffen, und was machte Miami besser?

Zitat
Veröffentlicht : 11/06/2013 2:00 pm
Alexander Aust
(@chuck_person)

Also das Fazit fällt mir - wie so oft bei den Go-to-Guys - viel zu sehr "pro Miami Heat" aus.
lässt sich festhalten, dass die Miami Heat in Bestform (und die erreichten sie in dieser Begegnung zumindest phasenweise) schlicht mehr Möglichkeiten haben als die San Antonio Spurs. Die Texaner werden fast perfekten Basketball spielen müssen, um ihren Gegner in dieser Serie bezwingen zu können

Für mich absolut nicht nachvollziehbar und komplett unbegründet. Welche Möglichkeiten meint ihr denn? Ihr schreibt doch selbst, dass die Spurs dieses Spiel nur verloren, weil keiner der "Big3" von San Antonio auch nur ansatzweise eine gute Leistung ablieferte. Das Miamis Defense dafür der Grund war möchte ich nicht abstreiten, jedoch wisst ihr auch, dass es im nächsten Spiel ganz anders aussehen kann. Adjustments usw.
Was Duncan&Ginobili in Spiel 2 abgeliefert haben, war unter aller Kanone und ich bezweifle, das die zwei weiterhin so schlecht spielen werden. Man hätte übrigens auch erwähnen können, dass die Heat in Spiel 1 auch sehr wenige Ballverluste hatten.

San Antonio spielt überragende Playoffs und es wird trotzdem der Eindruck erweckt, als ob die Spurs krasser Außenseiter wären, weil die Heat ja angeblich so viele Waffen haben. Von diesen gab es in den Playoffs übrigens nicht so viel zu sehen^^

Ich sehe es eher so, dass die Heat nur gewinnen können, wenn Wade+Bosh sowie die Rollenspieler wie z.B. Chalmers oder Miller weiterhin solche Leistungen wie in Spiel 2 liefern. Ansonsten sehe ich das Spurs-Kollektiv im Vorteil, weil es die ganzen Playoffs über viel besser funktioniert hat.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 11/06/2013 3:03 pm

Bevor ich mich dazu äußere, warte ich noch auf Sebastian. Nur ein Hinweis: Sebastian selbst ist großer Spurs-Fan. Ihm eine Fanbrille zu unterstellen, ist wenig zielführend.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 11/06/2013 6:46 pm
Sebastian Hagner
(@twinpeaks)

@ Chuck_Person:
Mein Fazit war, wie Dennis schon angedeutet hat, keinesfalls von Wunschdenken geprägt. Es bringt einfach zum Ausdruck, wie ich die Chancenverteilung in dieser Serie sehe. Miami konnte ein quotenmäßig unterdurchschnittliches Spiel von LeBron James wegstecken und trotzdem einen Blowout-Sieg einfahren.
Bei den Spurs müssen die Big Three quasi konstant am Limit spielen, wenn man die Heat viermal schlagen will - und dazu müssen noch die Rollenspieler gute Leistungen beitragen (auch wenn es nicht immer solche "Ich treffe alles"-Abende wie der von Green sein müssen).
Die Heat haben insgesamt einfach mehr Talent in ihren Reihen, selbst wenn es etwas einseitig auf den Perimeterbereich verteilt sein mag. UND sie haben den besten Spieler der Liga. Das macht sie in meinen Augen zu Favoriten in der Serie. Natürlich heißt das nicht, dass San Antonio die Finals nicht gewinnen kann (ich schrieb ja auch, dass James Unterstützung braucht), aber es wird eben schwierig werden und eine konstant sich am Limit des Leistungsvermögens der Mannschaft bewegende Anstrengung erfordern.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 11/06/2013 9:02 pm
Alexander Aust
(@chuck_person)

Miami konnte ein quotenmäßig unterdurchschnittliches Spiel von LeBron James wegstecken und trotzdem einen Blowout-Sieg einfahren.

LeBron hat in beiden Spielen Probleme mit dem Scoring gehabt, warum wird dieses Problem nicht analysiert? Woran liegt das denn zum Beispiel? Kann es sein, dass die Spurs ein Mittel gefunden haben ihn davon abzuhalten?

Bei den Spurs müssen die Big Three quasi konstant am Limit spielen, wenn man die Heat viermal schlagen will - und dazu müssen noch die Rollenspieler gute Leistungen beitragen (auch wenn es nicht immer solche "Ich treffe alles"-Abende wie der von Green sein müssen).

Meine Sicht der Dinge sieht wie folgt aus: San Antonio konnte trotz unterirdischer Quoten ein Spiel und gleichzeitig den Heimvorteil klauen. Dies wird jedoch nicht erwähnt, sondern nur die sehr guten Quoten eines Spielers (Green), welche die Mannschaftsleistung überhaupt nicht widerspiegeln. In beiden Spielen nicht!
San Antonio muss aus meiner Sicht nicht am Limit spielen, sondern einfach ihr Spiel durchziehen um eine echte Chance zu haben.
UND sie haben den besten Spieler der Liga. Das macht sie in meinen Augen zu Favoriten in der Serie.

Basketball ist immer noch ein Mannschaftssport, deshalb ist sowas für mich überhaupt kein Argument. Miami hat mich als Team bisher wenig überzeugt. Zumindest in den CF und in den ersten zwei Spielen dieser Serie, davor gab es ja nur Opfer. Deshalb bin ich immer noch der Meinung, dass Miamis Rollenspieler funktionieren müssen um San Antonio zu schlagen.

@Dennis
Ich möchte hier keinesfalls jemandem die Fan-Brille aufsetzen, jedoch ist mir aufgefallen, dass hier innerhalb der Redaktion fast ausschließlich auf die Heat gesetzt wird. Es haben beim Tippspiel zum Beispiel alle Redakteure auf die Heat getippt - sowohl in den CF als auch in den Finals. Was ja nicht schlimm ist, weil die Heat absoluter Favorit sind, jedoch sind alle Tipps gegen die Pacers "Miami in 5", was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich hab nur teilweise das Gefühl, dass die Leistungen anderer Teams nicht genug wert geschätzt werden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 11/06/2013 11:39 pm
Julian Lage
(@yul)
Moderator

@Dennis
Ich möchte hier keinesfalls jemandem die Fan-Brille aufsetzen, jedoch ist mir aufgefallen, dass hier innerhalb der Redaktion fast ausschließlich auf die Heat gesetzt wird. Es haben beim Tippspiel zum Beispiel alle Redakteure auf die Heat getippt - sowohl in den CF als auch in den Finals. Was ja nicht schlimm ist, weil die Heat absoluter Favorit sind, jedoch sind alle Tipps gegen die Pacers "Miami in 5", was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich hab nur teilweise das Gefühl, dass die Leistungen anderer Teams nicht genug wert geschätzt werden.

Ich hatte noch nicht Zeit, den Artikel zu lesen und die Diskussion zu verfolgen, deswegen nur kurz zu dieser Aussage: Du darst das Tippspiel nicht mit realen Einschätzungen verwechseln, das hat schließlich seine ganz eigene Psychologie. Ich als überzeugter Pessimist tippe bei sowas etwa oft auf das mir am wenigsten sympatische Team, damit ich nach deren Sieg zumindest recht hatte 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12/06/2013 1:03 am
Sebastian Hagner
(@twinpeaks)

@Chuck_Person

Die Quoten von Green sollten nicht die Mannschaftsleistung der Spurs widerspiegeln, sondern illustrieren, warum die Spurs in Spiel 2 (und nur um dieses ging es ja übrigens in meinem Text, nicht um Spiel 1) lange mithalten konnten, obwohl die Heat besser gespielt haben.

Und ich habe doch selbst auch geschrieben, dass die Heat nur dann wirklich die klaren Favoriten sind, wenn LeBron James von seinen Rollenspielern (und Wade und Bosh, natürlich) gut unterstützt wird. Das ist in Spiel 2 passiert, was aber nicht heißt, dass das in der ganzen Serie so sein wird, zumal es, wie du selbst angemerkt hast, keineswegs immer so war in den Playoffs. In dieser Hinsicht sind unsere Meinungen doch eigentlich sehr nah beieinander.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12/06/2013 1:35 am
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