Draft, Draftprofile 2019

Darius Garland

Vanderbilt Commodores

Datenblatt

Name: Darius Garland

Geburtsdatum: 26.01.2000

Größe: 6’2”

Gewicht: 175 lbs.

Spannweite: 6’5”

Position: Playmaker

Team: Vanderbilt Commodores

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ PnR-Playmaking

+ Pullup-Shooting

+ Quickness

– Defense

– Turnoveranfälligkeit

 

Basisnotizen – 09.05.2019

DISCLAIMER:

Darius Garland kam in dieser Saison in das Team der Vanderbilt Commodores. Er fügte sich direkt als einer Führungsspieler ein, verletzte sich aber schon nach vier Partien gegen größtenteils schwächere Gegner schwer am Knie. Nach einer Operation am Meniskus entschied sich der junge Guard die restliche Spielzeit auszusetzen und seine Vorbereitung auf die Draft zu starten. All seine Statistiken und unsere Beobachtungen sind wegen der geringen Sample Size deshalb mit Vorsicht zu genießen.

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Der Freshman ist ein sehr flinker Guard, der auch in der NBA über einen überdurchschnittlichen ersten Schritt, starke Beschleunigung und ansehnlichen Top-Speed verfügen sollte. 

* Mit 6‘2‘‘ bringt Garland eine solide Größe für einen NBA-Playmaker mit. Aber seine recht kurze Armspannweite von nur 6‘5‘‘ wird es ihm wohl nie erlauben, Gegenspieler mit zusätzlicher Länge vor Probleme zu stellen.

* Vater Winston Garland spielte lang in der NBA und brachte seinem Sohn sicher ein, zwei Sachen bei.

– Garland ist mit seinen 175 Pfund noch extrem leicht. Seine Statur ermöglicht ihm in jedem Fall noch weiteren Muskelaufbau. Dieser wird in der NBA auch nötig sein, um bei physischerem Spiel besser bestehen zu können.

– Der Commodore wird im Januar 20 Jahre alt. Dies macht ihm zu einem der älteren Freshmen dieser Klasse.

 

OFFENSE:

+ Garland bekam für die kurze Zeit, die er für die Commodores auflief, die Schlüssel für deren Offense in die Hand und nutzte diese Chance als erste Option agieren zu dürfen gut aus (112 ORtg, 27,9 USG%).

+ Wirkte in den wenigen Partien teilweise wie ein PnR-Zauberer. Sein Timing beim Ausnützen von Screens ist sehr gut. Er hat die Kunst des Probings verstanden, wenn sich nicht sofort ein guter Read ergibt und kann seine Verteidiger an der langen Leine halten bis die Passing- oder Drivinglane offen ist.

+ Sein Handling sollte auch durch die NBA-Linse noch als überdurchschnittlich gelten können. Führt den Ball eng und sicher. Der Freshman versteht es mit Geschwindigkeits- und Richtungswechseln seine Defender aus der Balance zu bringen. Kommt durch diesen starken „Shake“ in seinem Spiel ohne Probleme an seine Spots. Zeigte eine Vorliebe dafür die Verteidiger seiner PnR-Actions zu splitten und daraus zu kreieren. Macht das Spiel in Transition gern schnell.

+ Verfügt in der Midrange über viele nützliche Abschlussvarianten. Kann Floater treffen, Pullups nehmen oder vorwärtsfallend Leaner-Jumpers einstreuen (56 FG%2PJ).

+ Garland lieferte in den ersten Spielen gerade aus dem Dribbling Quoten, die über eine Saison nicht zu halten wären (47,8 3P%, 2,2 3PM/G). Dennoch sollte seine Fähigkeit solche Würfe finden und treffen zu können honoriert werden. Er bewies mit teilweise auch sehr tiefen Distanzwurftreffern, dass er NBA-Range haben sollte. Seine Freiwurfquote von 75 FT% untermalt sein Wurftalent.

* Hatte im System der Commodores viel den Ball in der Hand, weshalb seine Offball-Fähigkeiten schwer zu bewerten sind. Traf aber in Inbound-Plays, bei denen er der Einwerfer war und sich danach schnell bewegte um den Ball wiederzubekommen, seine Spotups aus den Ecken sehr sicher. Etwas Offball-Wert wäre auch wichtig, da eine sofortige Etablierung als primärer Ballhandler auf dem nächsten Level etwas optimistisch scheint.

* Am Korb kann Garland variantenreich abschließen. Mit hohe Layups, Up’n’Under-Moves oder aber auch schnellen Handwechseln präsentierte der Playmaker ein ansehnliches Arsenal an Bewegungen in Korbnähe. Kam aber letztlich nur auf eine durchschnittliche Effizienz für einen Guard, da es an Athletik/Länge für stärkere Slashing-Finishes mangelt und er durch mangelnde Stärke Körperkontakt noch nicht immer abfedern kann (60 FG%@Rim).

* Präsentiere in vielen Situationen teilweise sehr gute Vision und brauchbare Passingskills. Ein effektives Rollman-Game mit ihm als Initiator scheint möglich. Allerdings scheint sein erster Instinkt immer der Drive zu sein. Dies wird er auf NBA-Level neu kalibrieren müssen.

– In vielen Possessions zeigte sich Garland als zu übermütiger Passer. Er versuchte risikoreiche Bälle an den Mann zu bringen und hatte oft nicht den Touch, um diese schweren Zuspiele ankommen zu lassen. Teilweise waren auch seine Mitspieler schuld, weil sie erreichbare Bälle nicht fingen und es kann dafür argumentiert werden, dass das Auge Garlands erstmal wichtig ist und er Lob dafür bekommen sollte, solche Möglichkeiten auf dem Feld zu sehen. Andersherum scheint er aber seine Fähigkeiten nicht genau einschätzen zu können. In den wenigen Spielen schadete er mit seiner Spielanlage teilweise auch dem Team durch viele Ballverluste (19,6 TOV%).

 

DEFENSE:

* Erfasste Rotationen ganz gut und konnte in den wenigen Spielen sogar mit einigen athletischen Plays glänzen (1,5 BLK%).

* Eine Bewertung fällt aber sehr schwer, da Vanderbilt teilweise mit einer Zonenverteidigung agierte, in der sich Spieler verstecken können.

– Wirkt bemüht, bleibt aber gern an Screens hängen. Seine Kombination aus fehlender Länge und Masse ist hier besonders spürbar.

–  Ein Hinweis darauf, dass sein Coach ihm nicht komplett vertraute, könnte sein, dass er wenig Point-of-the-Attack-Defender-Arbeit übernehmen musste, sondern zumeist auf Offball-Aufgaben abgestellt wurde.

 

Overall

Darius Garland wird aus der Riege der immer athletischer werdenden NBA-Playmaker physisch sicher nicht herausstechen. Überdurchschnittliche Länge und etwas mehr Muskeln fehlen dafür. Allerdings bringt er potentiell zwei der wichtigsten Fähigkeiten mit, die für das Bekleiden der Position im modernen Spiel nötig sind – PnR-Verständnis mit soliden Passingskills und einen verlässlichen Pullup-Wurf. Sollte er beide Elemente seines Spiels auch auf das nächste Level übertragen können, wäre er ein Spieler, der viel Druck auf gegnerische Defensiven ausüben kann und so Wert generiert. Garland hätte so bei Weiterentwicklung seines Decisionmakings die Möglichkeit auch zu einem starken Starter mit viel Ballhandling-Verantwortung zu werden. Wir reden hierbei aber eher über CJ McCollum und nicht die Guard-Ebene Steph Curry oder Damian Lillard, die der Commodores-Freshman gern als seine Vorbilder anführt. Dafür müsste er aber schon an seinem Best Case kratzen. Sein Medium-Outcome dürfte bei einem Spieler liegen, der für gute Teams eher Teilzeitstarter ist und als Bankspieler eine Second-Unit erfolgreich führt. Das ist ein Spielerlevel irgendwo zwischen Reggie Jackson und DJ Augustin.

Synergy-Stats

Video

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