Draft, Draftprofile 2019

Brandon Clarke

Gonzaga Bulldogs

Datenblatt

Name: Brandon Clarke

Geburtsdatum: 19.09.1996

Größe: 6’8”

Gewicht: 215 lbs.

Spannweite: 7’1”

Position: Big

Team: Gonzaga Bulldogs

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Defense

+ Motor und Basketball IQ

+ Effiziente Rollenspieler-Offense

– Distanzwurf

– Größe/Statur

 

Basisnotizen – 01.05.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Clarke verfügt als Big über tolle Mobilität. Ist auf dem Parkett stets aktiv und bewegt sich flüssig sowie koordiniert. Schneller und williger Floorrunner.

+ Sein leichter Frame hilft ihm ungemein in Sachen Agilität. Hat flinke Füße und ist dadurch lateral sehr schnell. Sein erster Schritt ist explosiv. Der Junior ist ein hervorragender, beidbeiniger Springer, der einen außergewöhnlich schnellen Second-Jump mitbringt.

+ Agiert auf dem Parkett sehr ehrgeizig und selbstlos. Hoher Motor. War der erfolgreiche Hauptkommunikator für die starke Bulldogs-Verteidigung.

+ Hat sich von einem kleinem College (San José State) über den Transfermarkt zu einem der besten Spieler des Landes bei einem Top-College gemausert. Dies zeugt von guter Arbeitseinstellung.

* Bringt mit seinen 6‘8‘‘ und maximal 7‘1‘‘ Wingspan nur NBA-Forward-Größe mit. Ist zudem mit 215 Pfund auch noch ziemlich leicht. Ist definitiv kleiner und schmaler als Teamkollege Rui Hachimura. Im Scouting gegen Duke war er größentechnisch zwischen Barrett und Reddish einzuordnen. Für einen Big ist dies nicht optimal.

* Seine Schultern sind nicht sonderlich breit. Es ist fraglich, wieviel Muskelmasse er noch hinzufügen kann. Wird in der NBA über dazugewonnene Core-Strength kommen müssen, um mit anderen Bigs mitzuhalten.

– Der Status als Junior maskiert den Fakt, dass er schon ein ungemein alter Draftee ist. Er wird im September schon 23 Jahre alt. Alle Statistiken sind deswegen mit Vorsicht zu betrachten, da mit Clarke ein Spieler kurz vor seiner körperlichen Prime Teenager in einer insgesamt schwachen Conference dominiert hat.

 

OFFENSE:

+ Seine gute Körperkontrolle und Koordinationsfähigkeit machen ihn zu einem großartigen Finisher in Korbnähe (79,7 FG%@Rim). Nutzt den Ring verhältnismäßig oft als Schutz vor Blocks.

+ Sehr wendig und mit guten Moves aus Faceup-Situationen. Kann den Ball für ein paar Dribbles auf den Boden setzen und seinen starken Spinmove anbringen. Attackiert so auch vom Perimeter aus gegnerische Bigs sehr effektiv.

+ Zeigt gute Fußarbeit in Postup-Situationen. Kann Gegenspieler dadurch oft verladen und so einfach gegen sie abschließen. Besitzt auch Konterbewegungen über die rechte Schulter.

+ Gutes Gefühl für Positioning. Bringt sich oft in aussichtsreiche Situationen, die zu kurzen Cuts, freien Driving-Lanes für die Mitspieler oder zu Offensivrebounds seinerseits führen.

+ War für die Bulldogs eine Macht am offensiven Brett (13,9 ORB%, 1,2 Putback-Finishes pro Spiel).

+ Seine Wurfauswahl und Decisionmaking insgesamt sind auf einem starken Niveau. Macht in der Offensive nichts, was er nicht kann. Dies hob seine Effizienz in der vergangenen Saison in wahnwitzige Höhen (137,9 ORtg), obwohl er nicht nur als Rollenspieler genutzt wurde, sondern auch im Angriff einer der wichtigsten Bulldogs-Spieler war (23,9 USG%). Präsentiert dadurch einen guten Basketball IQ.

* Aktiver Rollman mit guten Händen. Könnte dadurch vertikales Spacing bieten.

* Kann ab und an Midrange-Würfe anbringen und hat sich von der Linie stetig verbessert (69,4 FT%). Ihm allerdings gutes Wurfpotential zuzusprechen, ist bei seinem Alter schwierig.

* Intelligenter Passer, besonders aus Short-Roll-Situationen heraus. Bringt dort überdurchschnittliches Decisionmaking. Ist aber kein Playmaker von der Big-Position sondern eher ein Simple-Read-Guy mit solider Vision.

* Solider Screener. Es fehlt aber an Masse, um wirklich wirkungsvolle Picks auch gegen schwerere Spieler stellen zu können.

– Bietet kaum Spacing. Muss an der Dreierlinie gar nicht respektiert werden (4-15 3P über das gesamte Jahr). Zeigt nicht einmal den Willen zum Eckendreier als ersten Schritt hin zum Distanzwerfer.

 

DEFENSE:

+ Hervorragende Awareness. Rotiert immer richtig und ist damit ein toller Help-Defender.

+ Besitzt grandiose Helpside-Block-Instinkte, viel Geduld und starkes Timing, und ist deswegen trotz seiner fehlenden Länge einer der besten Shotblocker des CBB gewesen (11,3 BLK%).

+ Seine Mobilität erlaubt ihm das PnR auf viele unterschiedliche Arten auf hohem Niveau verteidigen zu können.

+ Kann durch seine gute Fußarbeit auch auf Guards und Forwards switchen. Sollte auch auf dem NBA-Level mindestens drei Positionen verteidigen können.

+ Bringt starkes defensives Playmaking (2,3 STL%). Gewinnt dadurch oft den Ball für sein Team.

* Geht weite Wege für Closeouts auch nach mehreren Rotationen und schafft es durch seine Schnelligkeit oft den Wurf noch entscheidend zu contesten.

* War am College ein überdurchschnittlicher Defensiv-Rebounder (19,6 DREB%). Hat gute Boxout-Instinkte und Timing für seine Sprünge. Die Frage ist aber, ob sich diese Fähigkeiten durch seine wenig imposante Statur so einfach auf das nächste Level übertragen lassen.

– Leider fehlt elitäre Länge um mehr Würfe verändern zu können. Es ist möglich bspw. regelmäßig via Floater über ihn abzuschließen. Dies nimmt ihm elitären Rimprotector-Wert.

– Hat gegen massigere Gegenspieler Probleme. Muss diese mit eigener Aktivität wie Fronting oder schnellen Händen schlagen. Solche Aktionen bieten viel Spielraum für Pfiffe gegen ihn. Gerät dadurch öfter einmal in Foultrouble.

 

Overall

Clarke hat nach verschiedensten Metriken eine der besten CBB-Saison aller Zeiten gespielt. So liegt bspw. sein BPM über dem vom Superstar-Freshman Anthony Davis und damit in historischen Sphären. Auch wenn der Bigman für einen Draftee schon recht alt ist, sind diese Produktions- und Effizienz-Werte beachtlich. Nicht umsonst ist er der derzeit der Draft-Darling der Analytics-Community. Dass ein Spieler mit seinen athletischen Voraussetzungen, seinem Decisionmaking und vor allem auch seiner Einstellung in der NBA Fuß fassen sollte steht außer Frage. Es wird aber spannend zu sehen, wie wertvoll Clarke auf Pofi-Ebene wird. Sein Spielertyp als eher defensivorientierter aber leider undersized Energy-Big ohne ernstzunehmenden Dreipunktewurf, ist in der aktuellen NBA nicht auf dem Must-Have-Zettel eines jeden Coaches oder GMs zu finden. Sein Fit könnte in bestimmten Lineups schwierig werden. Im Optimalfall läuft Clarke wohl neben einem größeren Big mit Wurf auf. Andererseits wurden auch schon andere zu klein geratene Bigs mit gutem Decisionmaking, Rollenspielerattitude und hohem Motor trotz ihres hohen Floors wegen fehlender Upside unterdraftet. Solche älteren Prospects werden von Lottery-Teams oft wegen eines Potential-Gambles übergangen, produzieren dann aber recht schnell für bessere Teams – manchmal sogar sofort in Playoffs. Clarke erinnert in dieser Hinsicht klar an Spieler wie Jordan Bell, Montrezl Harrell oder Taj Gibson.

Synergy-Stats

Video

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