Draft, Draftprofile 2019

PJ Washington

Kentucky Wildcats

Datenblatt

Name: PJ Washington

Geburtsdatum: 23.08.1998

Größe: 6’8”

Gewicht: 235 lbs.

Spannweite: 7’3”

Position: Big / Wing

Team: Kentucky Wildcats

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Statur, Mobilität und Wingspan

+ Switchability

+ Skilllevel

– Sprungwurf

– Rimprotection

 

Basisnotizen – 05.05.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Ist für einen reinen Big mit seinen 6‘8‘‘ etwas undersized. Besitzt aber eine 7‘3‘‘ Wingspan und ist deswegen mit einer guten Länge für einen Combo-Forward ausgestattet.

+ Wirkt als Sophomore schon ziemlich austrainiert. Seine 240 Pfund verteilen sich gut auf seinen etwas breiteren Frame. Verfügt dadurch über eine überdurchschnittliche Core-Strength und ist auch im Post nicht so leicht zu bewegen.

+ Washington ist für seine Größe sehr mobil, koordiniert und flüssig in seinen Bewegungen.

+ Wird schon seit Ewigkeiten auf hohem Level ausgebildet. Kommt aus einem Sport-Haushalt. Beide Eltern spielten DI-Basketball. PJ lief in der HS für Findlay Prep auf – ein Programm, das angeblich wie ein NBA-Team geführt wird und schon Profis wie Tristan Thompson, Avery Bradley, Kelly Oubre und Cory Joseph hervorgebracht hat. Zudem war der Sophomore in diversen Jugendmannschaften des Team USA schon sehr erfolgreich.

+ Positiver Mitspieler mit solidem Motor, der auf dem Feld gut kommuniziert.

* Überzeugt vor allem mit seiner Agilität und Fußarbeit. Abseits dessen sind sein Top-Speed und seine Sprungkraft nicht elitär.

– Konnte nach einer extrem produktiven Zeit an der High School in seinem Freshman-Jahr sein Talent nur andeuten. Stach neben SGA und Knox nicht genug heraus, um ein One-And-Done-Spieler zu sein.

– Älterer Sophomore. Wird im August schon 21 Jahre alt.

 

OFFENSE:

+ Agierte für Kentucky oft als effektiver Shortroll- bzw. Highpost-Playmaker und war damit die primäre Offensivoption (25,4 USG%, 119,5 ORtg). Der Sophomore stellt durch sein hohes Skilllevel von diesen Positionen auf dem Feld eine Triple-Threat dar.

+ Besitzt für seine Größe ein sehr gutes Handling. Kann damit Closeouts attackieren oder sich eigene Drives sehr gut vorbereiten. Startet besonders gern „Top of the Key“ dafür.

+ Sein Finishing am Korb ist überdurchschnittlich. Hat Touch mit beiden Händen und kann durch seine robuste Statur einigen Kontakt abfedern (66,7 FG%@Rim).

+ Vision und Passingskills sind stark ausgeprägt. Swingt den Ball immer, wenn er muss. Behält aber auch das Auge für den freien Mitspieler, wenn er den Ball auf den Boden setzt. Schafft es teilweise sogar offene Würfe für seine Teammates zu kreieren (13,1 AST%). IQ und Feel sind weit überdurchschnittlich.

+ Kann in der Midrange viele Abschlüsse erfolgreich anbringen. Postups in dieser Entfernung und Floater nutzt Washington sehr gut und agiert so sehr effizient in der Mitteldistanz (44,8 FG%2PJ).

* War in seinem zweiten Jahr für die Wildcats ein enorm hilfreicher Offensivrebounder. Hat gute Instinkte am Brett und mit seiner Beweglichkeit auch die Möglichkeit eigene Misses wieder einzusammeln (10,0 OREB%, 1,0 PutbackMakes/G). Es wird vom Scheme abhängen, ob er diese Fähigkeit auch in der NBA anbringen kann.

– Könnte seine Screens härter setzten und mehr Aggressivität als reiner Rollman zeigen. Auch mehr Cutting-Action würde seinem Game guttun. Möchte aber tendenziell lieber als Finesse-Spieler als als reiner Finisher agieren. In der NBA wird er aber zunächst eher die zuerst genannten Rollenspieleraufgaben erfüllen müssen. Eine kleine Umstellung wird erforderlich.

– Muss dringend weiter an seinem Wurf arbeiten. Seine 42,3 3P% täuschen darüber hinweg, dass der Sophomore über das Jahr nur 0,9 3PM pro Spiel hatte und auch seine Freiwurfquote von 66,3 FT% noch ausbaufähig ist. Seine Wurfbewegung sieht grundsätzlich aber flüssig genug aus, um für das kommende Level positiv gestimmt zu sein.

– Interessanter wird die Spacingumstellung aus Sicht der Spots, die Washington für die Wildcats gern einnahm. Mit seinen vielen Midrange- und Highpostaktionen nimmt er Teamkollegen viel Raum, der für Self-Creation genutzt werden könnte. Bei den Wildcats war dies wegen der weniger talentierteren Mitspieler kein Problem. In einem NBA-Team sollte er sich noch mehr außerhalb der Dreierlinie aufhalten.

 

DEFENSE:

+ Sowohl Switching gegen Perimeterspieler als auch gegen mäßig schwere Bigs kann Washington ohne Probleme meistern.

+ Bewegt seine Füße sehr gut, ist zumeist im Defensiv-Stance und platziert seine Hände recht aggressiv im Gesicht des Angreifers. Ist dadurch in Kombination mit seiner Armspannweite ein überdurchschnittlicher Onball-Verteidiger.

* Größtenteils, aufmerksamer Teamverteidiger, der neben seinem eigenen Mann auch immer das Geschehen um ihn herum im Blick hat, um an den richtigen Stellen auszuhelfen. Seine Help ist am Perimeter effektiver als direkt am Ring. Ist bei Rotationen zum Korb manchmal zu langsam. Müsste in der Zone etwas physischer agieren und etwas mehr Geduld beim Abspringen zeigen.

* Solider Postdefender mit guter Technik. Hält auch gegen schwerere Gegenspieler gut dagegen und kann diese von ihren Spots fernhalten. Ist mit seiner Wingspan eine interessante Fronting- und Denial Option. Gegen größere Bigs fehlt aber Inside teilweise doch etwas Länge.

* Verbesserte sich in seinem Sophomore-Jahr als Defensiv-Rebounder sehr und lieferte am College gute Zahlen (20,0 DREB%). Wird in der NBA wegen seiner fehlenden Explosivität bei den Profis zwar ein passabler aber eher nur durchschnittlicher Rebounder sein.

– War am College mit seiner Länge ein ernstzunehmender Shotblocker (4,8 BLK%), bei weitem aber kein ringbeschützender Defensivanker. In der NBA ist noch weniger Rimprotection-Value zu erwarten.

– Hat teilweise Probleme gegen schnelle, kleinere Playmaker. PnR Switches sind deshalb nicht in jeder Situation möglich.

 

Overall

PJ Washington wird auf Draftwebseiten als Power Forward geführt und würde sich so in eine ganze Reihe von UK-Vierern einreihen: Julius Randle, Patrick Patterson, Trey Lyles, Terrence Jones. Nehmen wir diese Skala als Maßstab, sollte sich der Sophomore irgendwo mittig mit Tendenz nach links einordnen. Im Vergleich zu Randle fehlt es Washington an athletischem Talent. Aber sein Skilllevel, gepaart mit Wurfgefühl, Mobilität und funktionaler Länge durch seine Wingspan geben ihm gute Voraussetzungen, um als moderner Combo-Forward eingesetzt werden zu können. Das klassische Tweener-Problem, das Fehlen einer Defensiv-Position, sollte ihn aufgrund seiner Fähigkeit am Perimeter verteidigen zu können nicht ereilen. Der Wildcat-Sophomore ist damit ein recht sicherer Rollenspieler, auch wenn sein Spielertyp nicht all zu viel Luft nach oben lässt.

Synergy-Stats

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