Draft, Draftprofile 2019

Chuma Okeke

Auburn Tigers

Datenblatt

Name: Chuma Okeke

Geburtsdatum: 18.08.1998

Größe: 6’8”

Gewicht: 235 lbs.

Spannweite: 7’1”

Position: Wing / Big

Team: Auburn Tigers

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Statur, Mobilität und Wingspan

+ Switchability

+ Shooting-Profil

– Self-Creation

– Rimprotection

 

Basisnotizen – 03.05.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Besitzt einen idealen Combo-Forward-Frame, der es ihm ermöglichen sollte, sehr variabel als Wing-Big-Hybrid eingesetzt zu werden. 6‘8‘‘ Körpergröße mit 7‘0‘‘ Armspannweite geben ihm kombiniert mit seinen rund 235 Pfund Körpergewicht eine Statur, die sowohl effektives Agieren am Perimeter als auch im Post ermöglicht.

+ Verfügt über einen starken Motor. Ist stets engagiert, zeigt Einsatz beim Laufen nach Possession-Wechseln und ist bei Loose-Balls gern der Erste am Boden.

+ Sehr mobil für seine Kombination aus Größe und Gewicht. Geht sowohl in der Offense als auch der Defense ohne Probleme recht lange Wege.

*Bringt zwar überdurchschnittliche Geschwindigkeit und Explosivität mit, dürfte auf NBA-Level aber in keiner dieser Kategorien zur Elite gehören. Hervorstechende athletische Fähigkeiten dürften seine Quickness und sein zweiter Sprung in Relation zu seinem Frame sein.

– Kann für Matchups gegen NBA-Bigs noch an seiner Core-Strength arbeiten. Ließ sich bspw. im Matchup gegen Zion oft überpowern, auch wenn dies sicher auch vielen Verteidigern auf dem nächsten Level passieren wird.

– Hat sich im Sweet Sixteen auf tragische Weise das Kreuzband gerissen. Wird an keinerlei Workouts oder anderen aktiven Pre-Draft-Terminen teilnehmen können. Zudem ist es fraglich, wie er von der Verletzung zurückkommt. Allerdings sind wir optimistisch. Okekes Spiel lebte nicht von außerirdischer Athletik. Außerdem sind Kreuzbandrisse mittlerweile vergleichsweise harmlose Verletzungen, was mittelfristige Folgen für Sportlerkarrieren angeht.

– Ist ein etwas älterer Sophomore. Wird im August schon 21 Jahre alt.

 

OFFENSE:

+ Sein Handling ist gut genug, um Closeouts zu attackieren. Kommt als Straightline-Driver gut zum Korb und schließt sehr sicher ab (70,7 FG%@Rim).

+ Gerade beim Zug zum Korb beweist er unterbewertete Vision- und Passfertigkeiten. Findet bei Drives oft freistehende Schützen. Aber auch abseits dieser Situationen ist sein Auge für den Mitspieler als positiv zu bewerten (12,5 AST%).

+ Solider und aktiver Screener sowohl on- als auch offball. Besitzt ein gutes Gefühl für Spacing und Timing in der Hinsicht.

+ Nutzt seine Kombination aus Agilität, Antizipation und Aggressivität sehr gut für offensive Rebounds. Attackierte für Auburn das Brett ungemein stark (10,7 OREB%).

+ Erzwingt keine Würfe, sondern hat seine Rolle im Team völlig akzeptiert und geht seinen klar definierten Aufgaben nach. Seine Wurfverteilung entspricht der eines modernen Hybrid-Bigs (jeweils rund 40 Prozent seiner Shots am Korb und von hinter der Dreierlinie). Dadurch mit ansprechender Effizienz (121,2 ORtg bei 20 USG%). Wird seine Herangehensweise an das Spiel in der NBA im Vergleich zum College kaum ändern müssen.

* Ist keineswegs ein Knock-Down-Shooter, bringt aber dennoch ein beachtliches und projizierbares Wurftalent mit (89-229 3P und damit 38,9 3P% über seine zwei CBB-Jahre; 72,2 FT% als Sophomore). Besonders mit Zeit aus der Ecke wirkt Okeke sicher. Sollte sich durch diese Fähigkeit und die Möglichkeit ein PnP-Partner zu sein, zu einem wenigstens durchschnittlichen Spacer entwickeln.

* Ist groß und kräftig genug, um sich oft Mismatches im Post nach Switches zu erarbeiten. Nutzt seine physischen Vorteile gut. Hat in diesen Situationen allerdings nur einfache Moves zur Verfügung. Diese Stärke wird sicher kein Go-to-Move in der NBA werden, kann aber als nettes Gimmick von seinem zukünftigen Coach eingestreut werden, um spezifische Lineup-Schwächen des Gegners zu attackieren.

* Bringt überdurchschnittliche Hände mit, nutzt diese aber nicht oft genug als Rollman. Wurde in der Tigers-Offense kaum als Diver bzw. PnR-Finisher genutzt. Es fehlt in der Hinsicht ggf. etwas an Explosivität und Durchschlagskraft. Ging in der Tigers-Offense eher in Postpositioning nach dem Screening über, um seine Mismatches zu finden.

* Für seine Rolle als CBB-Vierer war sein Handling überdurchschnittlich. Die diesbezüglichen Anforderungen, die die NBA an Vierer stellt, liegen aber etwas höher. Okeke wird deshalb an seinen Fertigkeiten in dieser Dimension arbeiten müssen, um eine Option in der Offense bleiben zu können, die den Ball auf den Boden setzen kann.

– Kommt sehr selten an die Freiwurflinie. Seine 4,7 FTA/100 Poss sind für einen Spieler seiner Klasse nicht ausreichend. Müsste öfter und aggressiver attackieren.

 

DEFENSE:

+ Spielt für die Tigers oft als Inbound-Erschwerer und kann mit seiner Mischung aus Länge und Agilität oft schon beim Einwurf Druck auf gegnerische Ballhandler ausüben.

+ Kann am Perimeter viele Flügelmatchups switchen und eine Vielzahl von unterschiedlichen Spielertypen checken. Ermöglicht so sehr variable Lineups und Gameplans.

+ Hat als Onball-Defender gute Hände und sorgt auf diese Weise für viele Ballgewinne (3,6 STL%). Verteidigt Spieler seiner Größe sehr ansprechend.

* Bringt starke Blockzahlen mit (5,5 BLK%). Beweist mit verhältnismäßig vielen Blocks von Jumpshots gute Antizipation und Athletik. Es fehlen allerdings mehr Rejections am Ring, um ihm mehr Wert als Rim-Protector zusprechen zu können.

* Hat ein gutes, wen auch nicht elitäres Verständnis für Rotationen und Help-Möglichkeiten sowie durch seine Mobilität auch die Chance diese wahrzunehmen bzw. umzusetzen. Sollte ihm eine gute Basis geben, um auch auf Teamebene ein hilfreicher NBA-Verteidiger werden zu können.

* Guter defensiver Rebounder am College mit solidem Boxoutverhalten und Timing (16,8 DREB%). Aber keineswegs so dominant, wie er sich am offensiven Brett präsentiert hat. Ist auf dem nächsten Level idealerweise nicht der stärkste Rebounder eines Lineups.

– Hat manchmal seine Probleme gegen flinke Guards. Nimmt gegen diese oft nicht einen sauberen Defensive-Stance ein und wird anschließend einfach geschlagen.

– Neigt in solchen Situationen auch zu Reach-Ins, die ihm zu einfache Fouls anhängen. Wird für das nächste Level etwas mehr Disziplin an den Tag legen müssen, um in den ersten Jahren Foultrouble wegen fehlender Erfahrung vermeiden zu können.

Overall

Einen schwerverletzten Spieler in ein Draftranking aufzunehmen, ist immer etwas risikobehaftet, da der Heilungsprozess gerade aus der Ferne schwer abzuschätzen ist. Aber Chuma Okeke hat uns genug gezeigt, um einen Platz in der GTG-Liste zu rechtfertigen. Der Tigers-Sophomore entspricht ziemlich genau dem Spielertypen des Hybrid-Bigs, der in der NBA immer wichtiger werden sollte. Vornehmlich auf der Vier startend muss dieser vielseitige Spielertyp in der Verteidigung für unterschiedliche Perimeter-Matchups, Switching und teilweise sogar Aufgaben im Post gewappnet sein. Gleichzeitig sollte in der Offense Spacing und etwas Driving-Gefahr geboten werden. Okeke füllt dieses Anforderungsprofil gut aus, besitzt auch trotz Verletzung einen hohen Floor und hat dadurch Chancen ein wertvoller Rollenspieler zu werden. Fehlende Rimprotection und Self-Creation dürften sein Ceilling aber klar abstecken. Er gleicht deshalb mit seinen physischen Voraussetzungen und seiner Ansammlung von Skills Spielern wie DeMarre Carroll oder den Morris-Twins.

Synergy-Stats

Video

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