Draft, Draftprofile 2019

Romeo Langford

Indiana Hoosiers

Datenblatt

Name: Romeo Langford

Geburtsdatum: 25.10.1999

Größe: 6’6”

Gewicht: 200 lbs.

Spannweite: 6’11”

Position: Wing

Team: Indiana Hoosiers

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Slashing

+ Shot-Creation

+ Mischung aus Quickness und Frame

– Sprungwurf

– Shot-Selection

 

Basisnotizen – 03.05.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Der Freshman ist ein sehr agiler und flinker Spieler, der sich auch auf engstem Raum gut bewegen kann. Profitiert hier von seiner guten Fußarbeit.

* Verfügt mit 6‘6‘‘ Körpergröße und einer Wingspan von 6‘11‘‘ eine gute Länge für einen Flügelspieler. Seine Dimensionen sind mit denen von RJ Barrett vergleichbar, wie sich in einem Matchup früh in der Saison zeigte.

* Sein erster Schritt ist schnell und seine Sprungkraft bei beidbeinigem Absprung ist auch nicht zu verachten. Allerdings wird er gerade auch dem NBA-Wing nicht zu den explosivsten Leapern gehören.

* Wirkt noch recht dünn, obwohl er mit 215 Pfund gelistet wird. Vermutung liegt nahe, dass er bestimmt 15 Pfund leicher ist. Beweist aber in vielen Situationen, dass er trotz seines schmalen Frames ein robuster Spieler zu sein scheint. Dazu scheint der Körper noch etwas Platz für weiteren Muskelaufbau zu bieten.

* War ein ungemein erfolgreicher HS-Basketballer. 5*-Recruit, All Star Games, U19-Nationalmannschaft, Mr. Basketball in Indiana und deswegen als Savior der Hoosiers gepriesen. Konnte diesem Hype nicht unbedingt gerecht werden, auch wenn er bspw. als Freshman im All-Big Ten-Team landete.

– Im Vergleich zu anderen Freshman schon leicht älter. Wird im Oktober schon 20 Jahre alt.       

 

OFFENSE:

+ Ist ein gefährlicher Slasher. Besonders als Downhill-Driver aus dem Handoff oder einer Dribble’Drive-Action kann er mit Geschwindigkeitsvorsprung nicht mehr aufgehalten werden. In Korbnähe ist er ein sicherer und sogar weitestgehend beidhändiger Finisher (64,1 FG%@Rim).

+ Langford hat ein Talent dafür bei Drives Körperkontakt herzustellen und sich dadurch Pfiffe zu erarbeiten (0,49 FTr und 10,4 FTA/100 Poss).

+ Sein Handling ist überdurchschnittlich gut und eng am Körper. Er kommt an nahezu jede Stelle des Courts, wenn er möchte. Kann sich aus Isolation-Situationen immer einen Wurf kreieren. Vertraut dabei auch gern auf seine Stepback-Bewegung.

* Lief für die Hoosiers das PnR auch als sekundärer Ballhandler mit beachtlichem Erfolg. Zeigt teilweise sogar, dass er komplexere Reads sieht und umsetzen kann. Erste Option ist für ihn aber immer der Drive. Um aber auch auf allerhöchstem Niveau Ballhandling-Anteile rechtfertigen zu können, wird er an seinem Decisionmaking noch etwas arbeiten müssen.

* Bewegt sich abseits des Balles mit Leichtigkeit durch Screens. Leider enden diese Actions meistens mit einem Drive von ihm. Weniger oft auch in Cuts. Er würde für sein späteres NBA-Team wohl mehr Wert generieren, wenn er sich mit seiner Offball-Aktivität auch konstant Spotup-Würfe erarbeiten würde.

* Hat ein solides und sogar überdurchschnittlich effektives Midrange-Game (40 FG%2PJ). Kann sich ohne Probleme Pullups selbst kreieren und bringt auch einen passablen Floater mit.

* Der Wurf ist ein Mysterium. Langford hat definitiv Range und die Bewegung sieht in Ordnung aus. Allerdings hat er besonders aus Spotup-Situationen Probleme. Dass er zudem teilweise wilde Offbalance-Shots nimmt, schadet seiner Quote noch weiter (27,2 3P%). Selbst vorbereitete Pullups trifft er gefühlt viel besser, ohne das mit Synergy-Splits belegen zu können. Letztlich ist Wurfgefühl in jedem Fall vorhanden. 1,1 3PM/G und 72 FT% deuten darauf hin, dass der Hoosier sich bei den Profis wenigstens zu einem durchschnittlichen Werfer entwickeln könnte.

– Seine Shotselection ist teilweise sehr fragwürdig. Hat Phasen, in denen sich schwierige Stepback-Würfe gegen mehrere Verteidiger mit Early Shotclock Threes abwechseln. An der High School nahm er teilweise sogar Logo-Dreier. Diese Art von Superstar-Würfen wird er abstellen müssen, wenn er Spielzeiteinbußen vermeiden möchte.

– Langford fehlt es an manchen Stellen noch an Übersicht bzw. überschätzt er ggf. die eigenen Fähigkeiten. Zieh gern ohne Plan in mehrere Gegenspieler unter den Korb und bleibt oft „in traffic“ hängen.

 

DEFENSE:

+ Bringt mit seiner Länge viel Switchability mit. Sollte auch in der NBA drei Positionen zufriedenstellend checken können.

+ Sein defensives Playmaking funktionierte teilweise ganz gut. Besonders als überdurchschnittlicher Blocker von der Wing-Position konnte er manches mal seine Athletik aufblitzen lassen. (2,7 BLK%)

* Zeigt Einsatz auf dieser Seites des Balles. Wenn er als Man-Defender gefordert ist, geht er in den defensiven Stance, kämpft sich durch Screens und wirkt engagiert. Kann mit solider Fußarbeit vor vielen Spielern bleiben. Deutet so öfter sein Potential als zufriedenstellender Teamverteidiger an.

* Tendiert dazu eher sofort den Weg zum Fastbreak zu suchen, als den eigenen Mann auszuboxen oder am Brett zu helfen. Ist deswegen ein eher unterdurchschnittlicher Rebounder (12,8 DREB%).

– Muss physischer in der Man-Defense werden, um seine guten athletischen Voraussetzungen in mehr Produktion umwandeln zu können.

– Offball und mit Help-Rotationen ist Langford inkonstant. Hat Spiele gegen bessere Gegner, in denen er fokussiert ist. Betreibt Ballwatching in anderen Partien.

Overall

Indiana-Native Romeo Langford ist ohne Frage ein sehr talentierter Basketballer, der besonders auf Scoring gepolt ist. Bei den Hoosiers hatte jeder Fan die Erwartung, den neuen Eric Gordon, der damals mit ähnlichen Vorschusslorbeeren in Bloomington auftauchte, am Campus begrüßen zu dürfen. Um dessen Niveau erreichen zu können, müsste sich Langfords Wurf besonders im Vergleich zur Rockets-Version aber enorm verbessern. Der Freshman sollte erst einmal kleinere Brötchen backen und schauen, dass er mit seinem Slashing an Minuten kommt, um dann seinen Jumper einzubringen, wie es Malik Beasley zuletzt für die Nuggets geschafft hat. Ob Langford aber einmal Starter-Wert produzieren kann, wird vor allem an der Weiterentwicklung seines Sprungwurfs und seinen defensiven Fortschritten hängen. Macht er in beiden Kategorien keinen außergewöhnlichen Sprung ist ein NBA-Spieler vom Kaliber Tim Hardaway Jr. oder Jeremy Lamb zu erwarten.

Synergy-Stats

Video

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