Dallas Mavericks, Los Angeles Lakers, NBA, New Orleans Pelicans, New York Knicks, Wired

Trade Deadline Preview & KP-Trade

Go-to-Guys Wired #332

Am Wochenende vor der Deadline widmen sich traditionell Host Jonathan Walker und Redakteur Julian Lage allen Teams und diskutieren, wer als Buyer und wer als Seller am Markt auftreten wird. Vorher müssen sie sich natürlich erstmal ausgiebig dem großen Porzingis-Trade vom Donnerstag widmen. Ist der Trade wirklich so uneingeschränkt gut für die Mavs, wie vielerorts propagiert wird? Wo liegen die Risiken für die Knicks? Oder hat im Endeffekt vielleicht sogar keins der Teams etwas davon? Der große Dominostein, der noch nicht gefallen ist, ist aber ein ganz anderer: Anthony Davis. Die Lakers wollen ihn, er will die Lakers – aber entscheidend ist eigentlich, was die Pelicans wollen. Welche anderen Teams kommen noch in Frage und wird AD überhaupt schon zur Deadline über die Theke gehen? All das und mehr erfahrt ihr in 100 Minuten Pod.

Knicks & Mavs ab  00:50

Anthony Davis ab 33:00

Eher inaktive Teams ab 51:20

Restliche Sellers ab 57:55

Restliche Buyers ab 01:12:50

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15 comments

  1. Mabusian

    Ich finde, ihr hört euch beim Porzingistrade an wie meine Mutter. “Junge, pass auf dein Geld auf.” Ja, der Trade ist für beide Seiten riskant aus unterschiedlichen Gründen. Aber meiner Meinung nach geht ihr viel zu sehr auf die Risiken und viel zu wenig auf die Chancen ein.
    Auf Dallas’ Seiten ist da zum einen das Risiko zu nennen, dass KP dauerhaft nicht mehr die Leistung bringt. Aber zum einen hat Dallas ein medizinisches Team, das sich damit auskennt, Sevenfooter optimal medizinisch zu unterstützen und fit zu bekommen, zum anderen werden sie sich von den Knicks wohl die Krankheitsakten haben zeigen lassen. Zum anderen ist da natürlich der unprotected Pick. Und da ist natürlich die Frage, wie wertvoll der aus Mavssicht momentan ist. Ich glaube nicht, dass die Knicks den Deal gemacht hätten, wenn der Pick Top5 protected gewesen wäre. Sie müssen wenigstens irgendwie die Illusion haben, sie könnten einen Spieler mit ähnlichem Potential bekommen. Die Chance, dass man einen besseren Spieler als Kristaps bekommt, tritt nur ein, wenn die Mavs
    1. schlecht genug für die Lottery sind
    Dazu müssten sie mit einem Spieler mit Lukas Potential die nächsten drei Jahre schon einiges falsch machen. Stand jetzt sind im Westen dann die Suns, Kings, Pels, Grizzlies höchstwahrscheinlich schlechter und die Clippers, Spurs, Blazers, Timberwolves sind zumindest sehr fraglich. Bei den Warriors, Thunder und Houston und Lakers hängt es halt stark davon ab, wie ihre Spieler altern.
    2. Dann noch das Glück haben, in der Lottery zu gewinnen (die Mavs haben noch NIE höher gepickt als sie in die Lottery gegangen sind)
    3. Und dann den richtigen Spieler finden, der ihnen auch schnell weiterhilft.
    Aus meiner Sicht sind die Chancen, dass es mit Kristaps passt, da doch um einiges höher. Zumal nichts besser ist, um Talent anzuziehen, als Talent. Julian, ich glaube du hattest im Pod gesagt, dass es ja diverse Teams gibt, die zwei junge Stars haben, und dazu noch mehr Assets als die Mavs. Kannst du mir außer den Sixers, Nuggets und mit Abstrichen den Bucks (wenn man Middleton höher wertet als ich es tue), den Celtics (auch hier ist noch nicht absehbar, ob Tatum und Rozier wirklich Top10 Spieler in der NBA werden) und ggf. den Suns (die zwar Booker und Ayton haben, aber augenscheinlich nicht die Organisation, um das Potential der beiden zu realisieren) noch Teams nennen? Ansonsten wäre die Aussicht für die Mavs, ca. dritt- bis sechstbestes Team der NBA zu werden, für mich ausreichend.

    Auf der anderen Seite die Knicks. Auf BR stand kurz nach dem Trade ein Artikel, dass die gesamte NBA fassungslos ist, dass die Knicks wohl Porzingis nicht offiziell angeboten haben. Da hätten durchaus auch andere mitgeboten. Die Knicks scheinen sich augenscheinlich mit KD seeehhhr sicher zu sein, ansonsten wäre das Risiko unverantwortlich. Aber wenn KD und KI kommen, ist im stararmen Osten zumindest das Potential für Homecourt in der nächsten Saison da.

    Prinzipiell habt ihr Recht, dass der Trade für beide Seiten riskant ist, aber es kann genauso sein, dass in fünf Jahren sowohl die Knicks als auch die Mavs dank dieses Trades in den Finals standen. Diese Seite wurde mir viel zu wenig berücksichtigt.

  2. Sebastian Hansen

    Ich wollte noch was zu OKC sagen. Ihr seht sie ja nicht als Buyer und dem würde ich in der Pauschalität gerne widersprechen.

    Ja, es ist unwahrscheinlich, dass was größeres passiert oder auch, dass sie einfach jemanden in die TPE reintraden. Ja, es kann gut sein, dass am Ende jemand vom Buy-Out-Markt verpflichtet wird (ich hätte ja seeeeehr gerne Wesley Matthews. Oder auch jemand wie Anthony Tolliver). Aber ich kann mir schon auch sehr gut vorstellen, dass die Thunder versuchen werden, vor Abrines, Felton und ggf Patterson (als Salary-Filler) und Second-Rounder (und je nach Angebot ggf. auch Diallo) gegen einen der auf dem Markt befindlichen Flügelspieler zu vertraden. Die Thunder sind recht all-in, ich denke, dass dieses und nächstes Jahr möglicherweise die letzten Chancen auf ein WCF mit diesem Kern sind und es klafft auf dem Flügel dadurch, dass Roberson wohl eher nicht mehr zurückkommen wird dieses Jahr einfach ein riesiges Loch. Weder Nader noch Abrines noch Diallo sind den Playoffs halt spielbar…

  3. kdurant35

    Ich wollte noch was zu OKC sagen. Ihr seht sie ja nicht als Buyer und dem würde ich in der Pauschalität gerne widersprechen.

    Ja, es ist unwahrscheinlich, dass was größeres passiert oder auch, dass sie einfach jemanden in die TPE reintraden. Ja, es kann gut sein, dass am Ende jemand vom Buy-Out-Markt verpflichtet wird (ich hätte ja seeeeehr gerne Wesley Matthews. Oder auch jemand wie Anthony Tolliver). Aber ich kann mir schon auch sehr gut vorstellen, dass die Thunder versuchen werden, vor Abrines, Felton und ggf Patterson (als Salary-Filler) und Second-Rounder (und je nach Angebot ggf. auch Diallo) gegen einen der auf dem Markt befindlichen Flügelspieler zu vertraden. Die Thunder sind recht all-in, ich denke, dass dieses und nächstes Jahr möglicherweise die letzten Chancen auf ein WCF mit diesem Kern sind und es klafft auf dem Flügel dadurch, dass Roberson wohl eher nicht mehr zurückkommen wird dieses Jahr einfach ein riesiges Loch. Weder Nader noch Abrines noch Diallo sind den Playoffs halt spielbar…

    MMn ist die Unterscheidung in den Kategorien sehr schwierig. Ich habe OKC persönlich auch nicht bei den Buyern, obwohl sie vermutlich schon intensiv schauen werden.
    Grund hierfür ist natürlich die angespannte Taxlage sowie die minimale Flexibilität in Sachen Picks. Kleine Veränderungen/Upgrades kann es immer geben. Ein Buyer ist nach meiner Definition jedoch einer, der Gehälter aufnehmen oder Assets abgeben würde, um sich deutlich besser zu positionieren. Wenn ein Tradeszenario a la Hood nach Portland oder Buyoutkandidaten die Wahrscheinlichsten sind, würde ich mich sehr schwer tun, sie als Buyer zu deklarieren.
    Ist aber natürlich Interprätationssache.

  4. Jonathan Walker

    |Author

    Danke für euer Feedback!

    Ich finde, ihr hört euch beim Porzingistrade an wie meine Mutter. “Junge, pass auf dein Geld auf.” Ja, der Trade ist für beide Seiten riskant aus unterschiedlichen Gründen. Aber meiner Meinung nach geht ihr viel zu sehr auf die Risiken und viel zu wenig auf die Chancen ein.
    […]
    Prinzipiell habt ihr Recht, dass der Trade für beide Seiten riskant ist, aber es kann genauso sein, dass in fünf Jahren sowohl die Knicks als auch die Mavs dank dieses Trades in den Finals standen. Diese Seite wurde mir viel zu wenig berücksichtigt.

    Verständliche Kritik. Ich habe es ja selbst im Pod angemerkt, dass wir darauf kaum eingehen. Wir verstehen den Pod aber auch als Gegengewicht für die überaus positiven Reaktionen anderer Medien, die ich im Pod paraphrasiert habe. Ich weiß nicht, wie viel Mehrwert es bringt, noch einmal zu erzählen, dass der Best Case der Mavs und Knicks sehr gut aussieht. Ich habe ja gesagt, dass man – sofern KP da und fit bleibt – zwei Eckpfeiler der Franchise hat. Ist das nicht offensichtlich? Was hättest du jetzt noch hören wollen?

    Ein Stück weit setze ich schon voraus, dass man einen allgemeinen Überblick hat, wenn wir zwei Tage nach dem Trade den Pod bringen. Wir haben ja auch nicht noch mal erklärt, wie das Paket aussah. Über Trey Burke haben wir z.B. gar nicht gesprochen. Dieser Pod erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, v.a. wenn er eigentlich die Deadline im Allgemeinen behandeln soll.

    In einem Pod extra für den Prozingis-Trade hätte man auf alles sicher noch etwas genauer eingehen können, aber wir hatten nur 15-20 Minuten angepeilt und es wurde auch so schon doppelt so lang.

    Ich wollte noch was zu OKC sagen. Ihr seht sie ja nicht als Buyer und dem würde ich in der Pauschalität gerne widersprechen.

    Ja, es ist unwahrscheinlich, dass was größeres passiert oder auch, dass sie einfach jemanden in die TPE reintraden. Ja, es kann gut sein, dass am Ende jemand vom Buy-Out-Markt verpflichtet wird (ich hätte ja seeeeehr gerne Wesley Matthews. Oder auch jemand wie Anthony Tolliver). Aber ich kann mir schon auch sehr gut vorstellen, dass die Thunder versuchen werden, vor Abrines, Felton und ggf Patterson (als Salary-Filler) und Second-Rounder (und je nach Angebot ggf. auch Diallo) gegen einen der auf dem Markt befindlichen Flügelspieler zu vertraden. Die Thunder sind recht all-in, ich denke, dass dieses und nächstes Jahr möglicherweise die letzten Chancen auf ein WCF mit diesem Kern sind und es klafft auf dem Flügel dadurch, dass Roberson wohl eher nicht mehr zurückkommen wird dieses Jahr einfach ein riesiges Loch. Weder Nader noch Abrines noch Diallo sind den Playoffs halt spielbar…

    Wer kein Geld hat, kann sich auch nichts kaufen. Also kein Buyer. :mrgreen:

    Im Ernst, kdurant35 hat das gut zusammengefasst.

    MMn ist die Unterscheidung in den Kategorien sehr schwierig. Ich habe OKC persönlich auch nicht bei den Buyern, obwohl sie vermutlich schon intensiv schauen werden.
    Grund hierfür ist natürlich die angespannte Taxlage sowie die minimale Flexibilität in Sachen Picks. Kleine Veränderungen/Upgrades kann es immer geben. Ein Buyer ist nach meiner Definition jedoch einer, der Gehälter aufnehmen oder Assets abgeben würde, um sich deutlich besser zu positionieren. Wenn ein Tradeszenario a la Hood nach Portland oder Buyoutkandidaten die Wahrscheinlichsten sind, würde ich mich sehr schwer tun, sie als Buyer zu deklarieren.
    Ist aber natürlich Interprätationssache.

    Danke! :tup:

    Julian hatte die Tiers ja schön definiert. Ich sehe nicht, was die Thunder jetzt von den anderen Teams in ihrem Tier unterscheidet. Jedes Team will sich verbessern, aber wenn die Assets bzw. der finanzielle Spielraum für einen signifikanten Move fehlen, sind sie keine Buyer. Wenn wir bei jedem Team analysieren, welche Scrubs sie an einen Second binden könnten, geht der Pod vier Stunden ;)

  5. Mabusian

    Verständliche Kritik. Ich habe es ja selbst im Pod angemerkt, dass wir darauf kaum eingehen. Wir verstehen den Pod aber auch als Gegengewicht für die überaus positiven Reaktionen anderer Medien, die ich im Pod paraphrasiert habe. Ich weiß nicht, wie viel Mehrwert es bringt, noch einmal zu erzählen, dass der Best Case der Mavs und Knicks sehr gut aussieht. Ich habe ja gesagt, dass man – sofern KP da und fit bleibt – zwei Eckpfeiler der Franchise hat. Ist das nicht offensichtlich? Was hättest du jetzt noch hören wollen?

    In einem Pod extra für den Prozingis-Trade hätte man auf alles sicher noch etwas genauer eingehen können, aber wir hatten nur 15-20 Minuten angepeilt und es wurde auch so schon doppelt so lang.

    Ich habe viele ausgewogene Reaktionen im Netz gelesen, die durchaus auch das Risiko beleuchten. Die haben aber das Risiko ins Verhältnis zum Gewinn gesetzt. Ihr habt euch fast ausschließlich auf den unprotected Pick gestürzt und die Überlänge kam hauptsächlich daher, dass ihr euch auf den Pick zu sehr fokussiert habt ;)

    Der Rest des Pods war aber sehr schön und eure gewohnte Qualität.

    Julian hatte die Tiers ja schön definiert. Ich sehe nicht, was die Thunder jetzt von den anderen Teams in ihrem Tier unterscheidet. Jedes Team will sich verbessern, aber wenn die Assets bzw. der finanzielle Spielraum für einen signifikanten Move fehlen, sind sie keine Buyer. Wenn wir bei jedem Team analysieren, welche Scrubs sie an einen Second binden könnten, geht der Pod vier Stunden ;)

    Die Thunder hätten die neue Kategorie “Möchtegernbuyer” bekommen können :lol:

  6. Simon

    Interessant, dass abgesehen von Porzingis einfach (fast) überhaupt nichts passiert bisher. Seit Tagen gibt es bis auf ständig wiedergekäute AD-News eigtl. nicht einmal Gerüchte. Die meisten Podcasts, die mir so über den Weg laufen, mussten jetzt schon mehrere Folgen immer wieder über AD diskutieren. Und der wird am Ende ja vielleicht/wahrscheinlich gar nicht getradet.

    Vielleicht erinnere ich mich nur nicht mehr richtig… War die Zeit vor der Deadline sonst auch immer so still bzw. langweilig?

  7. Julian Lage

    Ich hab deinen Post im Trade-Thread schon gelesen, Mabusian, aber vielleicht hier noch einen Punkt: Mir ist nicht so ganz klar, woher die gigantische Upside des Trades kommen soll. Man muss einfach mal klar sagen, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren vermutlich GSW, HOU, DEN und OKC noch ziemlich gut sein dürften. Andere mögliche Aufsteiger in den Kreis gibt es auch noch… Da muss man auch mit zwei Stars erst mal vorbei kommen.
    Mal grundlegend: Die Meisterschaftschancen in der NBA sind quasi jedes Jahr für 25-28 Teams bei weit unter 10%. Um zu den anderen beiden zu gehören, muss schon alles richtig laufen im Teambuilding. Man muss ein paar Lottery Picks treffen, noch günstige Rollenspieler später im Draft finden und dazu in der FA/in Trades die richtige Verstärkung finden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei den Mavs mit dem Porzingis-Trade gesunken, weil weder Picks für Draftglück noch Cap Space für gute Signings da ist. Gestiegen ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mavs spätestens in 2 Jahren gut in die Playoffs kommen und vielleicht bei den richtigen Bedingungen mal eine Serie gewinnen.

    E: Zu den Thunder noch: Ich hatte da angenommen, dass die Probleme Tax und fehlende Assets größere Trades quasi ausschließen. Ich sagte ja, dass ich mir weitere solche Klein-Trades wie mit TLC vorstellen kann. Buyouts natürlich auch. Mir fehlt aber etwas die Phantasie, wer von dem Tradepaket aus Expirings und Seconds so begeistert sein sollte, dass die Thunder noch eine echte Verstärkung bekommen.

  8. Hans Reinhard

    Mal grundlegend: Die Meisterschaftschancen in der NBA sind quasi jedes Jahr für 25-28 Teams bei weit unter 10%. Um zu den anderen beiden zu gehören, muss schon alles richtig laufen im Teambuilding. Man muss ein paar Lottery Picks treffen, noch günstige Rollenspieler später im Draft finden und dazu in der FA/in Trades die richtige Verstärkung finden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei den Mavs mit dem Porzingis-Trade gesunken, weil weder Picks für Draftglück noch Cap Space für gute Signings da ist. Gestiegen ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mavs spätestens in 2 Jahren gut in die Playoffs kommen und vielleicht bei den richtigen Bedingungen mal eine Serie gewinnen.

    Der von mir hier dargestellte Verlauf ist noch nicht mal ein Best-Case-Szenario sondern eigentlich nur der zu erwartende Verlauf:. Porzingis unterschreibt im Sommer seinen langjährigen Vertrag und geht fit in die Saison 19/20. Da kann er sich mit Luka einspielen und dieser ein Jahr reifer werden. Die Mavs haben für diese Saison ihren Pick. Wenns schlecht läuft gewinnt der an Wert wenns gut läuft spielt man Playoffs. Barnes und Powells überteuerte Verträge laufen dann aus, von den getradeten Knicksbeigaben hat man in der Freeagency ’20 nur noch Hardaway unter Vertrag um den sich die Mavs laut Stein ja gezielt bemüht haben. Salery um Freeagents zu verpflichten wär dann also da. Glaub auch daß die Anziehungskraft für Freeagents mit Doncic und Porzingis sich sehr verbessert hat. Zwei potenzielle Allstars unter 25, warum sollte das für Topfreeagents nicht anziehend sein? Warum also alles so schwarz malen? Man wird sehn was daraus wird.

  9. Mabusian

    Ich hab deinen Post im Trade-Thread schon gelesen, Mabusian, aber vielleicht hier noch einen Punkt: Mir ist nicht so ganz klar, woher die gigantische Upside des Trades kommen soll. Man muss einfach mal klar sagen, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren vermutlich GSW, HOU, DEN und OKC noch ziemlich gut sein dürften. Andere mögliche Aufsteiger in den Kreis gibt es auch noch… Da muss man auch mit zwei Stars erst mal vorbei kommen.

    Mit Denver hast du sicherlich recht, Steph Curry wird auch in vier Jahren noch alle Lichter ausschießen. Ob KD dann noch im Westen spielt und wie gut GSW dann noch ist, ist die Frage. Green und Thompson wirken dieses Jahr schon, als ob sie zu altern beginnen, und wie lange Lacob Luxury Tax bezahlt, werden wir sehen. Bei Houston ist Chris Paul sicherlich nicht mehr der Star, den sie jetzt in ihm haben, und wie gut das Spiel von Harden, Westbrook und George altert, werden wir sehen.
    Dallas hat in den letzten Jahren Spieler wie Maxi Kleber, DFS, Yogi Ferrell, Salah Mejri etc. ohne Draft Picks bekommen. Wir sprechen hier von zwei Spielern (für die Picks 2021 und 23), die vermutlich frühestens 2025 wirkliches Starpotential hätten – wenn man das Glück hat, den Richtigen zu finden. Dass Dallas keine Free Agent Destination ist, wurde hier auch immer wieder betont. Für die Mavs könnte THJ sogar diese und nächste Saison ein wichtiger Rotationsspieler werden, der vermutlich deutlich besser spielen wird, wenn er von Luka gefüttert wird als wenn er wie bei den Knicks selbst kreieren muss.

    Aber um mal zurückzufragen: Wie sonst hätte Dallas denn in den nächsten fünf Jahren überhaupt die Chance auf einen Spieler vom Kaliber von Porzingis haben sollen? Wo hätte Dallas denn Talent herbekommen sollen? Tanken wie die Suns, um in fünf Jahren zehn Firstrounder zu haben, kannst du dir mit Luka kaum erlauben.

  10. Avatar

    STAT

    Aber um mal zurückzufragen: Wie sonst hätte Dallas denn in den nächsten fünf Jahren überhaupt die Chance auf einen Spieler vom Kaliber von Porzingis haben sollen? Wo hätte Dallas denn Talent herbekommen sollen? Tanken wie die Suns, um in fünf Jahren zehn Firstrounder zu haben, kannst du dir mit Luka kaum erlauben.

    Die Frage ist: was bedeutet „Kaliber“?

    Da gehen die Meinungen bei Porzingis zum Teil auseinander. Ich halte Porzingis z.B. nicht für ein elitäres Talent, für das man „unbedingt“ den ersten oder zweiten Pick benötigt. Statistisch gesehen gilt ja: je höher der Pick, desto höher die Chance auf einen Franchiseplayer. Bei den Kategorie B/C/D/E Talenten ist mit gutem Management sehr viel zu erreichen und dort stufe ich Porzingis ein.

    Mir ist nicht ganz klar warum du die Suns als Vergleich hernimmst? Diese Franchise tankt wegen Inkompetenz. Sie haben keinen NBA Coach, kein Front Office und einen der schlechtesten Owner auf der gesamten Welt. Ein gesunder und geduldiger Rebuild bedeutet nicht es wie die Suns zu machen, sondern mit einem klaren Plan, einer Philosophie, stabilen Strukturen, etwas Geduld, gutem Scouting, Profis und Lottery/Draft Glück den Weg zu gehen.

    Man muss es eben dem Ego (hier Doncic) verkaufen und ihm das Gefühl vermitteln das man etwas zusammenbaut und dieser Prozess Zeit benötigt. Vertrauen ist der Schlüssel. Für diesen Weg gibt es Pro und Contra. Die Nets kann man umgekehrt anführen. Mit gutem Management bekommt man mMn Spieler wie Porzingis, außer man ist der Meinung er ist ein elitäres Ausnahmetalent.

    Geht man davon aus, dass Porzingis ein Top 15 Spieler werden kann, dann bekommt deine Argumentation viel mehr Gewicht. Ich sehe das gar nicht, mir fehlen vor allem Court Vision, Passing Skills und Playmaking. Ebenfalls betrachte ich ihn als Center, aber niemanden der da 35 Minuten über 100 Spiele machen sollte, sofern sein Körper das überhaupt mitmachen kann, d.h. seine potentiell gute Defense (halte ich für den Moment auch für überschätzt) kommt vielleicht gar nicht so zum Tragen, wenn er nicht als „letzter Mann“ dauerhaft eingesetzt werden könnte. Gegen Embiid und Co. kostet das Unmengen an Kraft und Porzingis hatte laut Knicks Insidern/Fans im Laufe der Saison immer abgebaut, was auch auf seinen Körper zurückzuführen war. (wie er sich bewegt, wie er gebaut ist, seine Ausdauer, etc.)

    Es kann also gut sein, Porzingis legt los wie die Feuerwehr und Mitte Februar wird man dann feststellen, ja irgendwie ist er vielleicht doch nicht für die NBA gemacht, da verletzt und/oder der Belastung nicht gewachsen. Die Mavs haben diesen Preis für Potential bezahlt und nicht für einen Spieler bei dem man weiß was am Ende dabei herauskommt.

    => siehe Wiggins bei den Wolves (eher gescheitert)
    => Booker bei den Suns (noch offen)
    => Schröder bei den Haws (gescheitert)
    => Embiid bei den Sixers (vermutlich Volltreffer)

    Diese Teams haben für diese Spieler keine Assets bezahlt, da sie quasi (Wolves) selbst gedraftet wurden. Man ging also nur mit den Vertragsverlängerungen Risiko und bezahlte Potential. Die Mavs machen beides. Sie gehen nicht nur mit der kommenden Vertragsverlängerung ein (großes?) Risiko, sie haben für dieses Risiko auch noch zusätzlich bezahlt. => DSJ (Talent + Rookievertrag) + Picks. Das ist schon eine mächtige Hausnummer. Da muss man davon überzeugt sein, dass Porzingis ein absoluter Star wird.

    Am Ende geht es schließlich nicht darum wer Recht hat, sondern wie argumentiert wird. Wenn du Porzingis als ein absolutes Supertalent evaluierst, dann würde ich den Trade sehr wahrscheinlich auch gut finden, trotz dem Verletzungsthema. Die Art wie sich Porzingis bewegt, macht mir eben große Sorgen und ich kann mir echt nicht vorstellen wie er 10 Jahre + in der NBA auf Elitelevel über 100 Spiele pro Saison abliefert. Ich habe zu dem Thema, u.a. wegen Yao Ming, relativ viel gesehen und gelesen, weshalb ich bei Porzingis etwas skeptisch bin.

    Sein Rebounding muss als Big auch noch sehr viel besser werden. Also da sind einfach sooooo viele Fragezeichen. Max Contract ohne jemals ein Spiel im Jersey zu machen + DSJ + Picks. Puh. :shock:

  11. Mabusian

    Aber um mal zurückzufragen: Wie sonst hätte Dallas denn in den nächsten fünf Jahren überhaupt die Chance auf einen Spieler vom Kaliber von Porzingis haben sollen? Wo hätte Dallas denn Talent herbekommen sollen? Tanken wie die Suns, um in fünf Jahren zehn Firstrounder zu haben, kannst du dir mit Luka kaum erlauben.

    Die Frage ist: was bedeutet „Kaliber“?

    Da gehen die Meinungen bei Porzingis zum Teil auseinander. Ich halte Porzingis z.B. nicht für ein elitäres Talent, für das man „unbedingt“ den ersten oder zweiten Pick benötigt. Statistisch gesehen gilt ja: je höher der Pick, desto höher die Chance auf einen Franchiseplayer. Bei den Kategorie B/C/D/E Talenten ist mit gutem Management sehr viel zu erreichen und dort stufe ich Porzingis ein.

    Mir ist nicht ganz klar warum du die Suns als Vergleich hernimmst? Diese Franchise tankt wegen Inkompetenz. Sie haben keinen NBA Coach, kein Front Office und einen der schlechtesten Owner auf der gesamten Welt. Ein gesunder und geduldiger Rebuild bedeutet nicht es wie die Suns zu machen, sondern mit einem klaren Plan, einer Philosophie, stabilen Strukturen, etwas Geduld, gutem Scouting, Profis und Lottery/Draft Glück den Weg zu gehen.

    Ich halte Porzingis für einen sehr begabten Big Man, der, wenn alles passt (also vor allem die Gesundheit), zweit- bis drittbester Spieler eines Meisterteams sein kann. Kein Doncic, kein Embiid, aber ein Spieler, den man nicht mal in der Free Agency bekommt, nachdem seine Top3 Kandidaten schon weg sind. Dafür braucht man keinen ersten oder zweiten Pick, aber i.d.R. schon mindestens Top10. Dallas’ “Problem” ist jetzt, dass Doncic schon als Rookie dermaßen dominant ist, dass er dir schon diese Saison quasi solo zehn Spiele mehr gewinnt als du für den Top 10 Pick brauchst. Die Sixers hatten nach dem Embiid Draft noch vier weitere Jahre einen Top 10 Pick, davon zweimal den ersten und einmal den dritten. Das wird den Mavs mit Luka nicht passieren. Die Mavs haben, wenn man Wes und DAJ herausrechnet, die eh keine Rolle in den Planungen gespielt haben, einen talentierten PG in der Entwicklung, der sein Spiel hätte umstellen müssen, um perfekt neben Luka zu passen, und zwei Picks für Spieler, die vermutlich nicht vor 2025 in der Lage sein werden, solide Starter in einem Contender zu werden (weil Rookies halt ein paar Jahre brauchen), abgegeben für die Chance, in drei, vier Jahren einen hervorragenden Kern zu haben, der ein Contender sein KANN.

    Die Suns habe ich nur als Vergleich genommen, um zu zeigen, dass auch ein Toppick über mehrere Jahre keine Garantie für ein hohes Talentlevel ist. Ich hätte da auch anführen können, was die Sixers aus ihren Picks nach Embiid gemacht haben, da ist nämlich außer Simmons auch nur ein Trauerspiel nach dem anderen. Ich finde den Trade aus Mavssicht gut, weil sie so einen möglichen Weg zum Contender haben, wo vorher nur ein diffuser Lichtstreif im Nebel war. Wenn es nicht klappt, weil Porzingis weiter keine sechzig Spiele machen kann, dann schade, aber das macht den Trade nicht schlecht.

    Ansonsten bin ich sehr gespannt, wie jetzt der Trade der Sixers beurteilt wird. Da geht ja auch ein unprotected First Rounder über den Tisch.

  12. Simon

    Ich halte Porzingis für einen sehr begabten Big Man, der, wenn alles passt (also vor allem die Gesundheit), zweit- bis drittbester Spieler eines Meisterteams sein kann. Kein Doncic, kein Embiid, aber ein Spieler, den man nicht mal in der Free Agency bekommt, nachdem seine Top3 Kandidaten schon weg sind. Dafür braucht man keinen ersten oder zweiten Pick, aber i.d.R. schon mindestens Top10.

    Ich habe mir aus Neugier gerade noch einmal die letzten zehn Drafts (2009-2018) angeschaut und überlegt, wie viele Spieler ich dabei jeweils vor Porzingis auswählen würde. Das ist natürlich sehr subjektiv, aber für mich landet er dabei jedes Jahr ca. auf Platz 4 oder 5. Man könnte also sagen, dass er (abgesehen von der Verletzungsgeschichte) ca. der Qualität eines 4. oder 5. Picks entspricht. Natürlich werden die besten 5 Prospects/Spieler aber nie genau an #1-5 gepickt. Mit Porzingis vermeidet man also noch dazu das Risiko, “falsch” zu picken. Das ist schon ein gewaltiger Vorteil. Der Preis, den die Mavs dafür gezahlt haben, ist trotzdem sehr hoch.

  13. Zaubervogel

    Ich bin von Tag zu Tag skeptischer bzgl. des Trades. Ich frage mich auch, ob er überhaupt wirklich derart teuer werden musste.
    Tischtuch zwischen Porz & Knicks ist zerschnitten > Knicks beschließen Trennung, oberste Priorität hat es Scheißverträge dranzupacken um den Cap für FA19 auftzuräumen > zusätzlich möchten sie Assets
    Gibt es irgendein Gerücht, dass noch irgendein Team mitgeboten hat? Oder war man nur so verrückt nach Dirk 2.0, dass man sich hat über den Tisch ziehen lassen und einen First mehr abgegeben hat, als vielleicht nötig gewesen wäre?

    Die Mavs haben, … zwei Picks für Spieler, die vermutlich nicht vor 2025 in der Lage sein werden, solide Starter in einem Contender zu werden (weil Rookies halt ein paar Jahre brauchen), abgegeben für die Chance, in drei, vier Jahren einen hervorragenden Kern zu haben, der ein Contender sein KANN.

    Es geht ja nicht darum, dass man mit den Picks selbst Rookies gezogen hätte um die dann ins Team zu integrieren. Vielmehr wären diese Picks Assets, mit denen man die Möglichkeit gehabt hätte Fehler zu korrigieren. Um nicht nur Playoff-Team zu werden sondern Contender, muss man eh noch Risiko-Moves machen.

    Doncic – x – x – x – Porzingis

    Alle x sollten flexible Flügelspieler mit 3&D Fähigkeiten sein. Ein x sollte davon aber zum Star avancieren. Da fertige Stars (Durant, Leonard) nicht kommen, muss man es mMn versuchen über aufstrebendes Talent (Brown, Siakam, …), in der Hoffnung auf eine Entwicklung zum Star.
    Maxverträge für fertige “Rollenspieler-Stars/Edelrollenspieler” wie Middelton bitte nicht vergeben, damit wird mMn zwar zum Playoff-Team aber dafür dann nicht zum Contender. Die Kohle muss investiert werden in junge Spieler, die vielleicht Lenord/Butler 2.0 werden können und nicht auf “Middelton-Level” stagnieren. Aber das ist natürlich Risiko. Und dafür wären die Picks super wichtig gewesen. Um einen Brown/Siakam, den man 2020 mit maxOffer verpflichtet, wenn erhoffte Entwicklung zum Star ausbleibt und wie ein Barnes überbezahlt stagniert, 2022 mit Pick zu einem Tankin-Team verschiffen zu können, damit man im letzten Sommer bevor der Cap durch Lukas Max voll wird nochmal einen Schuss abfeuern könnte.

  14. Julian Lage

    Aber um mal zurückzufragen: Wie sonst hätte Dallas denn in den nächsten fünf Jahren überhaupt die Chance auf einen Spieler vom Kaliber von Porzingis haben sollen? Wo hätte Dallas denn Talent herbekommen sollen? Tanken wie die Suns, um in fünf Jahren zehn Firstrounder zu haben, kannst du dir mit Luka kaum erlauben.

    Man hat doch gesehen, dass in den letzten Jahren deutlich mehr Stars wechseln wollten und deswegen auch für überschaubarere Pakete verfügbar waren. Siehe Butler, George, Paul, Leonard usw. Doncic sollte ein Argument sein, mit dem die Mavs die Spieler vielleicht halten könnten.

    Aber nachdem die Sixers jetzt ein Vermögen für Harris hingelegt haben, kann das auch alles wieder anders laufen mit dem Trademarkt… Das lässt den Mavs-Trade zumindest etwas besser aussehen.

  15. Simon

    Interessant, dass abgesehen von Porzingis einfach (fast) überhaupt nichts passiert bisher. Seit Tagen gibt es bis auf ständig wiedergekäute AD-News eigtl. nicht einmal Gerüchte. Die meisten Podcasts, die mir so über den Weg laufen, mussten jetzt schon mehrere Folgen immer wieder über AD diskutieren. Und der wird am Ende ja vielleicht/wahrscheinlich gar nicht getradet.

    Vielleicht erinnere ich mich nur nicht mehr richtig… War die Zeit vor der Deadline sonst auch immer so still bzw. langweilig?

    :mrgreen:


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