Draft, Podcast, Scouting, Wired

Amateur Hour 2018/19: Kentucky vs. Duke

Go-to-Guys Wired #324

In Folge 324 kehrt die Amateur Hour zur neuen Saison wieder zurück. Ein Redakteur aus dem College-Bereich lädt einen Redakteur aus dem NBA-Bereich ein, um sich gemeinsam ein College-Spiel anzuschauen und um danach die auftretenden Prospects zu sezieren und analysieren.

Tobias Berger und Philipp Rück besprechen für diese Ausgabe eines der ersten Saisonspiele, das mit NBA-Talent nur so überladen war: Die Kentucky Wildcats mit Keldon Johnson gegen die Duke Blue Devils mit RJ Barrett, Cam Reddish und Zion Williamson. Sie sprechen kurz über den Blowout Sieg von Duke und dann ziemlich ausführlich über die gezeigten Leistungen der 4 Anwärter für die Top Picks in der kommenden Draft. Außerdem wird schon versucht zu eruieren, welche Rolle die jeweiligen Spieler in der NBA einnehmen könnten und worin genau mögliche Probleme und Chancen bestehen. Die Folge dauert knapp 2 Stunden.

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6 comments

  1. kdurant35

    Besser spät als nie ;), aber sehr gute Analyse. Gerade im Zion Teil war’s sehr interessant :tup:

    Dazu hab ich natürlich noch ne Frage, Philipp. Kann mit der Einordung “kein Nummer 1 Pick” nicht viel anfangen. Und das hast du ja öfters wiederholt. Denn die Qualität erster Picks unterscheidet sich ja deutlich. Was meinst du damit?

    War das auf den 19ner Draft bezogen würde ich ihn derzeit auch knapp hinter Barett sehen. Würde dir ebenfalls zustimmen, wenn darum geht, dass er nicht ein shot Creator ist, der sich selbst und anderen elitär Schüsse erarbeiten kann. Daher eventuell nicht ein Spieler, um den man jedes beliebige Team aufbauen kann. Die Puzzleteile um ihn müssen schon passen. Aber von seiner Qualität würde ich ihn schon als ein potenziellen First Pick in einigen Jahrgängen sehen. Auch wenn Ich mich schwer mit Spielervergleichen tue. Aber selbst wenn er nicht der elitäre Creator wird, sollte er in einer Rolle a la Stoudemire bei den Suns z.B. gut funktionieren. Also neben einem guten Spielmacher als zweiter Part eines one-two punches. Wäre ja kein schlechter outup eines Toppicks.

    Mich würde ebenfalls interessieren, ob und welche eurer Ansichten sich nach etwas mehr Spielen (falls ihr sie gesehen habt) geändert bzw bestätigt haben.

  2. Mabusian

    Übrigens gerade bei Google gefunden:

    Aus dem Englischen übersetzt-Zion Williamson ist ein amerikanischer College-Basketballspieler für die Duke Blue Devils der Atlantic Coast Conference. Er ist bei 6 Fuß 7 Zoll und 285 Pfund gelistet und spielt die kleinen Vorwärts- und Kraftvorwärtspositionen. Er ist eine der besten Aussichten für den NBA-Entwurf 2019.

  3. Tobias Berger

    Besser spät als nie ;), aber sehr gute Analyse. Gerade im Zion Teil war’s sehr interessant :tup:

    Danke! Feedback freut uns immer. Positives umso mehr. :)

    Dazu hab ich natürlich noch ne Frage, Philipp. Kann mit der Einordung “kein Nummer 1 Pick” nicht viel anfangen. Und das hast du ja öfters wiederholt. Denn die Qualität erster Picks unterscheidet sich ja deutlich. Was meinst du damit?

    Ich kann hier natürlich nicht genau in Phils Kopf reinschauen, aber einfach mal spekulieren. Du sagst es ja ganz recht, dass #1 Pick nicht immer das gleiche Talentlevel bedeuten muss. Ganz richtig. Manchmal gibt es einen LeBron im Jahrgang und manchmal nur einen Kenyon Martin. Ggf. wollte der Kollege aber darauf hinaus, dass selbst wenn ich keinen klaren Super/Allstar an #1 in einem gegebenen Jahr habe, ich den Spieler nehmen muss, der die größte Chance hat dort hinzukommen. Dafür sind bestimmte Skills wichtiger als andere. Wir haben uns in der Hinsicht ja auch im Pod viel über Creation unterhalten, sowohl eigene Offense als auch Playmaking für andere, als wichtigste Punkte dafür. Wenn wir in den Top 10 Pod der NBA-Jungs gehen sind das die wichtigsten Kriterien für echte Franchisespieler. Für Phil geht Zion ja besonders ersteres noch ab, bzw. es ist bspw. bei Barrett leichter sich vorzustellen, dass er auch auf NBA-Level Self-Creation bringen kann. (Gegen Gonzaga durfte RJ bspw. auch den entscheidenden Wurf nehmen.) Letztlich sind wir aber noch sehr früh im Bewertungszeitraum und müssen schauen, wer was bringen kann.

    Mag übrigens dazu diese Übersicht von Ben Taylor: https://twitter.com/ElGee35/status/940197590179594240

    Mich würde ebenfalls interessieren, ob und welche eurer Ansichten sich nach etwas mehr Spielen (falls ihr sie gesehen habt) geändert bzw bestätigt haben.

    Ich hab gestern kurz bei Twitter ein paar Gedanken aufgeschrieben. Tre Jones ist toll. RJs Decisionmaking war grausig die letzten Spiele. Reddish ist ein super Shooter, aber mir macht seine Quote bei Rim-Finishes extrem Angst (46 FG%@Rim). Zion sieht wegen seiner fehlenden Länge trotz Athletik zumindest in der Defense menschlich aus. Find ich bei allem Hype einen bisher etwas unterbewerteten Faktor.

    Zu Zion kommt auch bald unser erstes Profil. Und wenn du bis dahin etwas Video schauen möchtest, komm hier entlang:

    https://www.youtube.com/playlist?list=PLS02DrMDww6fZR-xgY9zYFAqg0k3X-I6R

    Mal aus Interesse – in welche Spielertier unserer Logik hier würdest du denn Amare stecken?

    Übrigens gerade bei Google gefunden:

    Aus dem Englischen übersetzt-Zion Williamson ist ein amerikanischer College-Basketballspieler für die Duke Blue Devils der Atlantic Coast Conference. Er ist bei 6 Fuß 7 Zoll und 285 Pfund gelistet und spielt die kleinen Vorwärts- und Kraftvorwärtspositionen. Er ist eine der besten Aussichten für den NBA-Entwurf 2019.

    Er spielt nicht für Herzog Blaue Teufel?! Enttäuschend. ;)

  4. Poohdini

    |Author

    Tobias hat eigentlich schon alles gesagt. Ich bezog mich wirklich nur auf diese Klasse, weil klassenübergreifend macht ja nur dann Sinn, wenn man die Spieler mit bestimmten anderen Spielern vergleicht. Im Bezug auf diese Klasse war im ersten (!) Saisonspiel RJ einfach derjenige, der eher das Skillset zeigt, um ein gewisses Level zu erreichen.

    Manche würde auch sagen: Hol dir Zion und seine krassen Voraussetzungen, die seinesgleichen suchen und kümmere dich um das restliche später. Ist eine legitime Sicht.

    Ich gehe mittlerweile aber lieber mit denen, die entweder die Skills schon früh haben (hallo Luka) oder bei denen die tendenziell richtigen Prozesse im Kopf ablaufen (im ersten Spiel war das RJ).

    Ich habe keine weiteren Spiele bislang gesehen und da würde ich mich komplett an Tobi wenden.

  5. kdurant35

    Danke für eure Rückmeldungen. Damit kann ich deine/eure Einschätzungen gut verstehen.

    Zu Stoudemire. Ganz sicher nicht in die FP Rolle. Die Situation bei den Suns war maßgeschneidert. Nummer 2 in einer perfekten Rolle eines Contenders.
    Deshalb meine Frage mit der Einordung “kein Nummer 1 Pick”. Aus einer Sicht wäre Stoudemire nicht die Wunschvorstellung eines ersten Picks. Da hofft man auf mehr. Kommt am Ende jedoch Stoudemire raus ist das trotzdem ein gutes Output. Der durchschnittliche erste Pick ist vermutlich schlechter.

  6. Jonathan Walker

    Zu Stoudemire. Ganz sicher nicht in die FP Rolle. Die Situation bei den Suns war maßgeschneidert. Nummer 2 in einer perfekten Rolle eines Contenders.

    Denke auch, dass man kaum Argumente finden wird, ihn nicht ins Allstar-Tier zu stecken.

    Als 2. Offensiv-Option (auch wenn er Topscorer der Suns war lief die Offense natürlich über Nash) konnte er 25+ PPG bei einem ORtg von rund 120 auflegen (was damals noch viel weiter über Durchschnitt war als heute). Als er dann (in seiner Prime, aber mit Knieproblemen) als FP nach New York kam, konnte er den Output halten, legte 25/8/3 auf, aber die Effizienz ging ohne Nash schon deutlich nach unten (ORtg, TS% und FTr alles 5-10% schlechter). Es gab ein bisschen way too early MVP-Hype, auch weil es halt der Big Apple ist, aber dann kam Melo und danach war Amar’e nie wieder richtig fit. Schade, denn so ist die Sample Size mit ihm als erster Option natürlich relativ klein.


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