Milwaukee Bucks

Problemsaison der Bucks

Playmaking, Defense und Coach Budenholzer

Nachdem die Bucks in der Saison 2016/17 trotz der Verletzungsprobleme von Khris Middleton und Jabari Parker in die Playoffs einziehen konnten, gingen viele Experten und Beobachter davon aus, dass man sich im schwachen Osten den Heimvorteil für die Playoffs sichern könnte. Auch in unserer Season Preview vermuteten Jonathan Walker und Julian Lage noch 45 bis 50+ Siege für Milwaukee. Dank des November-Trades für Eric Bledsoe, für den man nur Greg Monroe und einen zukünftigen Picks abgeben musste, gab es eigentlich Anlass, diese Prognosen nochmals nach oben zu korrigieren (nachhörbar in Ausgabe 237 unseres Go-to-Guys Wired Podcasts).

Zwar konnten die Bucks am Ende 44 Siege holen, allerdings war das Tanking letzte Saison so extrem, dass dies nur für Platz 7 im Osten reichte. Die ganze Saison über war die Spielweise der Bucks für ihre Fans frustrierend und in den Playoffs musste man sich in der ersten Runde direkt gegen enorm geschwächte Boston Celtics geschlagen geben. Woran das schwache Abschneiden lag und ob es Grund zur Hoffnung in Milwaukee gibt, soll im Folgenden genauer analysiert werden. 

Verletzungen und die Playmaking-Problematik

Die Bucks mussten sich weiterhin mit der Verletzung von Jabari Parker herumschlagen, der erst kurz vor dem All-Star-Break wieder spielen konnte und am Ende der Saison nur auf 31 Spiele kam. Neben Parker fielen die beiden Guards Brogdon und Dellavedova zusammengenommen 78 Spiele aus und auf Floorspacer Mirza Teletovic musste man sogar 72 Spiele verzichten. Allerdings lässt sich die durchwachsene Saison nicht allein mit Verletzungsproblemen erklären, auch wenn gerade die beiden Guards jeweils über 30 Minuten spielten.

Entgegen der naheliegenden Schlussfolgerung, dass die Addition von Eric Bledose einfach kein Erfolg war, lässt sich beim genaueren Blick auf die Saison und die Statistiken feststellen, dass er für die Bucks enorm wichtig war. Seine On/Off Werte sind ausnahmslos positiv (+2,9 NetRtg), vor allem zusammen mit Giannis Antetokounmpo waren die Werte sehr gut (+6,0 NetRtg). Hier kann man auch schon eines der Hauptprobleme der Bucks erkennen: das fehlende Playmaking. Eines der Ziele des Bledsoe-Trades war es, dem Team über die gesamten 48 Minuten, genauer gesagt in den Minuten ohne Superstar Giannis Antetokounmpo kompetentes Playmaking zu garantieren. Allerdings waren sowohl Giannis in den Minuten ohne Bledsoe als auch Bledsoe in den Minuten ohne den Greek Freak mit einem negativen NetRtg von -2,9 beziehungsweise -4,2 unterwegs.
Bei genauerer Betrachtung der Lineup Daten offenbart sich ein weiteres Problem für den Franchiseplayer.  Head Coach Jason Kidd und sein Nachfolger Prunty brachten keine Konstanz ins Team. So gab es über die Saison hinweg 34 (!) verschiedene Lineups (mit Giannis und ohne Bledsoe), was auch auf die Ratlosigkeit des Trainerteams und die Verletzungssorgen der Bucks zurückzuführen ist. Des Weiteren sieht man bei Giannis Antetokounmpo, dass er auch in Lineups mit Malcolm Brogdon statt Bledsoe noch ein positives NetRtg aufweisen konnte (+1,3). Auch die Kombination Brogdon, Middleton und Antetokounmpo war auffallend positiv (+7,5). 

Wie in diesem Zusammenschnitt zu sehen, fällt es Antetokounmpo offensichtlich leichter, wenn er nicht die alleinige Playmaking-Last schultern muss. Selbiges gilt für Eric Bledsoe, dessen Video weiter unten zu finden ist. Auffallend ist in beiden Clips, dass die Offensive der Bucks generell wenig über off-ball-Movement funktioniert und einige Spieler etwas unnütz herumstehen. So ist Antetokounmpo z. B. in der Ecke als “Schütze” völlig harmlos und wird von der  Defense auch kaum verteidigt, allerdings bewegt er sich als off-ball-Spieler wenig, bzw. nur wenn er direkt in eine Aktion eingebunden wird( z. B. als Roll Man im Pick’n Roll). Des Weiteren lässt sich konstatieren, dass sowohl Bledsoe als auch Antetokounmpo keine elitären Playmaker à la Chris Paul oder LeBron James sind. Während Bledsoe freie Schützen/Mitspieler sieht und dann sehr risikoreiche Pässe spielt, fehlt Antetokounmpo hier noch die Übersicht, sodass er nicht nur freie Schützen übersieht, sondern auch aus Double oder gar Triple Teams freie Mitspieler verpasst.

Doch Milwaukee hat in seinem Roster kaum primäre Playmaker, genauer gesagt nur Giannis und Bledsoe. Weder unter den Forwards um Khris Middleton und Jabari Parker, noch bei den Guards um Malcolm Brogdon ließ bzw. lässt sich eine wirklicher Playmaking-Option finden. Middleton und Brogdon funktionieren zwar beide neben Giannis und Bledsoe, aber als erste Playmaking-Optionen sind beide nicht zu gebrauchen. Und auch bei Giannis Antetokounmpo und Eric Bledsoe gibt es, wie in den Clips ersichtlich wurde, noch Optimierungspotenzial beim Playmaking. Der Greek Freak ist mittlerweile zwar ein klarer Top-10 Spieler und hat sein Playmaking konstant verbessert, sein Passing befindet sich allerdings noch nicht auf dem Level eines LeBron James oder Ben Simmons, die von Körper und Rolle halbwegs mit Antetokounmpo verglichen werden können. Eric Bledsoe konnte in seiner Karriere selten als Lead Guard agieren und wird häufig eher als Combo-Guard gesehen, er passt somit sehr gut neben Antetokounmpo, aber gerade in den Minuten ohne diesen kann das fehlende Playmaking zum Problem der Bucks werden.  

Generell lässt sich festhalten, dass der Bucks-Offensive nicht nur besseres Playmaking sondern auch mehr Movement gut tun würde. Zum einen bewegen sich die Spieler off-ball zu wenig, zum anderen bewegt sich auch der Ball zu wenig und man sieht sehr selten Pass-Stafetten à la Warriors oder Utah. Natürlich kann man auch ohne 300 Pässe pro Spiel erfolgreich Basketball spielen, wie die Rockets (30ter in Passes per Game mit 254) letzte Saison eindrucksvoll bewiesen, allerdings hatten die auch zwei absolut elitäre Playmaker und zudem ihre Stärken in anderen Bereichen. 

Cap-Situation und Jabari Parker

Mit Jabari Parker deutete sich schon zu Beginn der Saison das nächste Problem der Bucks an. Die Cap- Situation war alles andere als optimal und der ehemalige Nummer 2 Pick lehnte ein Angebot für $54 Mio./ 3 Jahre ab. Nach der Saison war dann recht schnell klar, dass eine Parker Verlängerung keine Priorität der Bucks war. Die Akquisen von Ersan Ilyasova (3 Jahre/$21 Mio.) und Brook Lopez machten die Bucks so gut wie handlungsunfähig, man rief die Qualifying Offer von Parker zurück und machte diesen so zum Unrestricted Free Agent. Nach seinen zwei Kreuzbandrissen und den Fit-Problemen in Milwaukee stellte sich zwar die Frage, ob überhaupt ein Team Interesse an einem langfristigen Vertrag für Parker hatte, doch nach einigen Tagen  in der Free Agency entschlossen sich die Chicago Bulls ihm einen Zwei-Jahres-Deal zu unterbreiten. 

Das Defensivkonzept

Wie wir schon an mehreren Stellen in Podcasts angemerkt hatten, ist das Defensivkonzept der Milwaukee Bucks alles andere als optimal. Das Grundprinzip vom mittlerweile entlassenen Jason Kidd, jeden Wurf zu erschweren, klingt zwar im ersten Moment sehr gut, allerdings konnte man trotz oder gerade wegen dieses Systems in der letzten Saison nur Platz 19 im DefRtg erreichen. Eines der Hauptprobleme waren hierbei die vielen einfachen Würfe, die man zuließ. Besonders am Korb lud man den Gegner geradezu ein und ermöglichte den Teams hier 39,6% ihrer Wurfversuche, der schlechteste Wert der Liga. Stattdessen erschwerten die Bucks durch Double-Teams v. a. die Midranger, zwangen den Gegner in andere, meist statistisch gesehen „bessere“ Würfe und foulten sehr häufig (fünftmeisten Fouls), was natürlich nicht das Ziel einer Defensive sein sollte. So ließ man z. B. auch zu viele Points in the Paint zu (47,3 Per Game/27 in der Liga) 

Die Probleme in der Offensive waren zwar auch nicht gerade klein, dennoch konnte man sich  hier, insbesondere dank MVP Kandidat Giannis, auf Platz 9 einreihen. Die oben angesprochenen Probleme beim Playmaking und das Chaos in den Lineups wären behebbar gewesen, aber gerade in der Defensive hätte Coach Kidd dem Team mit ein paar wenigen Anpassungen das Leben deutlich erleichtern können. Auch seine legendären Aussetzer in “late game situations” trugen sicher nicht dazu bei, dem Team zu helfen.

Ausblick auf Coach Bud

Der neue Headcoach Mike Budenholzer sollte eine klare Verbesserung gegenüber Jason Kidd und Interims Coach Joe Prunty darstellen. Budenholzers Arbeit mit den Spurs und Hawks lässt darauf schließen, dass er die unterdurchschnittliche Defensive der Bucks deutlich verbessern wird. Mit Antetokounmpo, Bledose, Middleton und Brogdon hat er hier auf alle Fälle defensiv starke Spieler, deren Potenzial an beiden Enden, aber v. a. die Variabilität und Länge in der Defensive Hoffnung auf Verbesserungen macht. 

Offensiv spielten die Hawks mit Jeff Teague, Kyle Korver, Al Horford und Paul Millsap sehr guten Teambasketball, der gerade in der Regular Season dank flacher Hierarchien und den passenden Skillsets der Spieler gut funktionierte. Auch hier sollte Coach Bud gerade in der Starting Five um Antetokounmpo, Middleton, Bledose, Lopez und einem weiteren Floorspacer à la Brogdon oder Snell, genug der gewünschten Fähigkeiten finden. Auf dem Papier sieht das Roster auch tiefer aus, so kann man nächste Saison von der Bank mit Brandon Jennings, Matthew Dellavedova, John Henson und Jason Terry auf der einen Seite erfahrene Vets bringen. Auf der anderen Seite hat man mit Thon Maker, Sterling Brown, Donte DiVincenzo und DJ Wilson genug junge Spieler mit Upside, die sich beweisen sollen und wollen. Gerade Brook Lopez könnte unter dem neuen Bucks Coach Budenholzer als eine Art „Al Horford lite“ fungieren, der unter Budenholzers Führung in Atlanta die erfolgreichste Regular Season der Franchise Geschichte mitgestalten konnte und dessen Skillset dem von Brook Lopez durchaus ähnelt. Beides sind offensiv flexible Center, die Dreier werfen können, deren Passing Game gut ist und die wenige Touches brauchen. Defensiv teilen sie sich die Schwäche beim individuellen Rebounding, allerdings ist Horford der klar besser Verteidiger. Doch Budenholzer als Defensivcoach sollte es möglich sein, noch ein paar Prozente aus Lopez rauszuholen.

Wie schon angedeutet hat die Starting Five noch Upside, allen voran natürlich Giannis, der weiterhin an seinem Jumpshot arbeiten wird und der mit nicht einmal 24 Jahren schon MVP Kandidat war und ist. Khris Middleton wird nach seiner etwas schwächeren Saison von Downtown (35,9% vs 39,1% Karriereschnitt) vom verbesserten Spacing mit Lopez profitieren und generell gefällt die Zusammenstellung des Rosters deutlich besser als letzte Saison.

All diese Voraussetzungen deuten auf ein verbessertes Abschneiden im nochmal schwächeren Osten hin. Denn, nicht nur die Voraussetzungen der Milwaukee Bucks haben sich verbessert; zusätzlich haben die Cavaliers LeBron James verloren und werden aller Voraussicht nach nichts mit dem Kampf um die ersten vier Plätze zu tun haben. Auch Indiana muss das letztjährige Niveau erst bestätigen, die Heat hingegen werden immer älter und sind auch kein Selbstläufer für eine Platzierung unter den besten acht Teams im Osten. Es gibt also Hoffnung für die Fans der Milwaukee Bucks und des Greek Freaks.

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5 comments

  1. Julian Wolf

    Hey, echt starker Artikel :tup:

    Nur eine Sache ist mir beim Lesen aufgefallen, bei der ich nen Föhn kriege, wenn das nächstes Jahr passiert: Lopez in der S5. :twisted:

    mMn MUSS da nächstes Jahr Thon Maker installiert werden. Er passt vorne perfekt als potentieller Floor Spacer und Perimeter Big in Buds variables Konzept und kann hinten mit Giannis auch extrem gut (und vor allem: modern) verteidigen. Natürlich weiß ich nicht, was er im Sommer macht, ob ein Schritt von ihm kommt oder nicht, aber irgendwie muss das einfach klappen aus Bucks-Fan-Sicht.

    Oder seht ihr alle Maker noch nicht soweit?

  2. Simon

    Hey, echt starker Artikel :tup:

    Nur eine Sache ist mir beim Lesen aufgefallen, bei der ich nen Föhn kriege, wenn das nächstes Jahr passiert: Lopez in der S5. :twisted:

    mMn MUSS da nächstes Jahr Thon Maker installiert werden. Er passt vorne perfekt als potentieller Floor Spacer und Perimeter Big in Buds variables Konzept und kann hinten mit Giannis auch extrem gut (und vor allem: modern) verteidigen. Natürlich weiß ich nicht, was er im Sommer macht, ob ein Schritt von ihm kommt oder nicht, aber irgendwie muss das einfach klappen aus Bucks-Fan-Sicht.

    Oder seht ihr alle Maker noch nicht soweit?

    Dem Lob schließe ich mich an :tup:

    Zu Maker: Es kommt ja weniger darauf an, ob er startet, sondern auf seine Minuten und ob er es schafft, in der Crunchtime auf dem Feld zu stehen.

    Viele Teams werden ja vermutlich immer noch ihre “traditionellen Bigs” starten lassen, sodass das vielleicht auch die passende Rolle für den fußlahmeren Lopez sein könnte.

    Aber du hast natürlich recht: Ein Entwicklungssprung von Maker ist erstens endlich fällig und zweitens für die Bucks unglaublich wichtig. Ich war eigtl. von Tag eins an ein großer Fan von ihm, selbst so hoch in der Draft fand ich den Pick nicht schlecht. Aber inzwischen muss man leider anerkennen, dass seine Entwicklung bisher nicht so verlaufen ist, wie man sich das gewünscht hätte.

    Trotzdem blitzt das Potenzial immer wieder auf und wie du sagst: als prototypischer mobiler Stretch-Big könnte er so unglaublich wertvoll sein.

    Hier aber mal kurz ein paar Percentile-Werte (unter allen Bigs, per Cleaning the Glass) für die vergangene Saison:

    USG%: 25
    TS%: 7
    eFG: 4
    FT%: 35
    3P%: 17
    AST%: 14
    DRebound%: 6
    TO und Fouls sehen auch schlecht aus.

    Das ist schon richtig übel. Er ist quasi einer der schlechtesten Scorer UND einer der schlechtesten Rebounder der Liga UND kreiert nicht für andere. So einem Spieler kann man in einem ambitionierten keine Starter-Minuten geben.

    Ich hoffe, er hat die Offseason gut genutzt, soll ja in Sachen Fleiß und Charakter vorbildlich sein.

  3. Julian Lage

    Jup, wirklich schöner Artikel :tup: Ich habe Bledsoe streckenweise etwas skeptischer gesehen, aber sonst stimme ich im Prinzip zu. Die On-Off-Zahlen finde ich etwas schwierig einzuschätzen, weil die Bucks-Bank halt einfach grauenvoll war v.a. durch die Ausfälle. Das macht die Bewertung da nicht einfach, weil jeder mit Giannis auf dem Feld gut aussieht…

    Zu Julians Frage: Ich halte 3-4 Optionen auf der 5 für denkbar. Henson würde ich v.a. in Minuten ohne Giannis (d.h. mit 4 Shootern) sehen wollen. Aber er ist defensiv am solidesten, das spricht eigentlich für die S5. Maker sieht jedes Jahr für zwei Playoff-Spiele wie ein zukünftiger Starter aus – nur um dann die RS darauf wieder ziemlich verloren zu wirken. Letztes Jahr hat er seine Würfe auch nicht getroffen. Dann kann man nichts mit ihm anfangen. Deswegen könnte ich mir Lopez sogar als Starter vorstellen, weil er solider ist als Maker (wenn auch ohne dessen defensive Upside).
    Vor allem, weil Phil das öfter angesprochen hat, würde ich auch über Ilyasova nachdenken. Zumindest in bestimmten Matchups könnte das neben Giannis ganz hervorragend passen. Er sollte doch noch etwas mobiler sein als Lopez, bringt aber auch den Wurf mit, der Henson fehlt. Dann könnte Maker auch ganz aus der Rotation fliegen.

  4. Patrick96

    |Author

    Erst einmal danke an alle für die Rückmeldungen <3

    Jup, wirklich schöner Artikel :tup: Ich habe Bledsoe streckenweise etwas skeptischer gesehen, aber sonst stimme ich im Prinzip zu. Die On-Off-Zahlen finde ich etwas schwierig einzuschätzen, weil die Bucks-Bank halt einfach grauenvoll war v.a. durch die Ausfälle. Das macht die Bewertung da nicht einfach, weil jeder mit Giannis auf dem Feld gut aussieht…

    Zu Julians Frage: Ich halte 3-4 Optionen auf der 5 für denkbar. Henson würde ich v.a. in Minuten ohne Giannis (d.h. mit 4 Shootern) sehen wollen. Aber er ist defensiv am solidesten, das spricht eigentlich für die S5. Maker sieht jedes Jahr für zwei Playoff-Spiele wie ein zukünftiger Starter aus – nur um dann die RS darauf wieder ziemlich verloren zu wirken. Letztes Jahr hat er seine Würfe auch nicht getroffen. Dann kann man nichts mit ihm anfangen. Deswegen könnte ich mir Lopez sogar als Starter vorstellen, weil er solider ist als Maker (wenn auch ohne dessen defensive Upside).
    Vor allem, weil Phil das öfter angesprochen hat, würde ich auch über Ilyasova nachdenken. Zumindest in bestimmten Matchups könnte das neben Giannis ganz hervorragend passen. Er sollte doch noch etwas mobiler sein als Lopez, bringt aber auch den Wurf mit, der Henson fehlt. Dann könnte Maker auch ganz aus der Rotation fliegen.

    Zu eurer Frage zwecks Maker, ich bin einfach davon ausgegangen, dass Lopez den letztjährigen Starter ersetzt und dass Maker von der Bank kommt, da er eh erst in den Playoffs stark aufspielt :lol:
    Wenn er sich unter Bud verbessern kann, könnte er gut als Starter passen, auch wenn mich seine RS-Leistungen eher skeptisch machen.

    Wollte zu Beginn des Artikels auch alles auf Bledsoe schieben, war dann sehr irritiert was die ON/Off Werte, Lineup Zahlen, etc angeht und habe mir dann angeschaut was das Problem sein könnte und bin beim Playmaking Aspekt gelandet. Klar war die Bank mies und verfälscht hier vielleicht die Zahlen, aber Giannis war auch in den Minuten ohne Bledsoe negativ unterwegs, was mich am meisten überrascht hat tbh.

    Ilyasova sehe ich eher von der Bank, aber konzeptionell passt er sehr gut.

    Lopez hat halt von allen Optionen schon am meisten gezeigt, auch wenn er defensiv kein optimaler Fit ist. Denke, dass Bud hier zu Beginn sicher experimentierfreudig sein wird und sich da alle Optionen offen halten will.

  5. Julian Lage

    Wollte zu Beginn des Artikels auch alles auf Bledsoe schieben, war dann sehr irritiert was die ON/Off Werte, Lineup Zahlen, etc angeht und habe mir dann angeschaut was das Problem sein könnte und bin beim Playmaking Aspekt gelandet. Klar war die Bank mies und verfälscht hier vielleicht die Zahlen, aber Giannis war auch in den Minuten ohne Bledsoe negativ unterwegs, was mich am meisten überrascht hat tbh.

    Wie gesagt, das sehe ich einfach als Effekt der schwachen Bank. Giannis hat gut 1600 Minuten mit Bledsoe gespielt, 1400 davon auch mit Middleton. 1900 mit Middleton insgesamt. Da bleiben dann bei 2700 Minuten insgesamt noch einige mit z.B. Jason Terry, nem in der RS überhaupt nicht überzeugenden Maker, Sterling Brown und Parker (der neben Giannis lt. on/off grauenvoll war). Da fehlen dann einfach Fit und Qualität. Playmaking gehört da sicher auch mit rein, da stimme ich dir absolut zu, aber ich halte es für ein grundsätzlicheres Problem.
    Jetzt sollte das aber zumindest einigermaßen behoben sein, wenn sie keine Verletzungsprobleme bekommen und Budenholzer vernünftig coacht. Der Komplettausfall von Teletovic und die Verletzungen von Delly/Brogdon hatten da letztes Jahr einfach zu viel Tiefe gekostet.


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