NBA, Wired

Die schlechtesten Offseasons

Go-to-Guys Wired #283

Zum Ende der Offseason 2018 erwartet euch ein mehrstündiger Zweiteiler, in denen mit den Top- und Flop-Performances des Sommers abgerechnet wird. In Folge 283 diskutieren Host Jonathan Walker und Redakteur Julian Lage die Teams, welche in der Offseason ihrer Einschätzung nach jeweils ihre Möglichkeiten am schlechtesten genutzt haben. Beide hatten sich im Vorfeld je drei Teams überlegt, deren Moves sie kritisch sehen. Insgesamt werden so sechs Teams besprochen, bei welchen die beiden oft nicht dieselbe Meinung teilen.

Es werden besprochen: CHA, SAC, PHX, CLE, UTA, CHI

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15 comments

  1. Eisenheart

    Erstmal, wie immer schön, eure Pods zu hören. Hab diesen bisher noch nicht zuende hören können, aber was mir aufgefallen ist und ja auch kurz von Julian während des Pods angemerkt wurde, finde ich, dass sich Jonathan seine Bewertung bei den Teams teilweise so zurecht legt, wie es ihm passt. Bei den Suns könnte es gut sein, dass man sich Veteranen hinzuholt, damit die Youngster endlich ein Gerüst haben, an dem sie sich orientieren können und bei den Kings soll es dann falsch sein?! Zumal Ferrel ja nun einem Fox oder Hield keine essentiellen Minuten klauen wird, höchstens einem Mason und ganz ehrlich, dann ist es halt so, wenn Mason sich da nicht durchsetzen kann im Kampf um den BU PG. Seine SL war eine Katastrophe. Die Verträge sind halt auch vollkommen in Ordnung. Klar kann man Bagleys Pick kritisieren, aber ohne eine NBA Minute gesehen zu haben von ihm oder Doncic und Co jetzt schon anhand dessen die Offseason zu kritisieren, finde ich verfrüht. Jetzige Rookie Bewertungen sind immer so eine Sache, bin ich kein Freund von. da haben die Suns Stand jetzt mit dem Heat Pick mehr Mist gebaut als die Kings. Klar, keine grandiose Offseason aber viel war halt auch nicht möglich. katastrophal wäre die Kings Offseason gewesen, hätten die Bulls nicht LaVine gematcht :D ansonsten war sie einfach mittelmäßig, so wie die von vielen Teams. Letztes Jahr hat man Mist gebaut und ich hätte gerne einen neuen Coach gesehen, da Joerger eine viel zu langsame Pace hat spielen lassen und es nicht sein kann, dass die Offene darauf beruht, WCS oder Z-Bo dem Ball im Highpost zu geben. Das muss sich ändern und daran werde ich das FO dieses Jahr messen. Schnelle Athletikfreaks zu picken und dann solch ein System zu spielen, ist natürlich eine Farce.

  2. Julian Lage

    Den Vergleich von Kings und Suns kann ich nicht so ganz nachvollziehen, da sehe ich keinen Widerspruch in Jonathans Argumentation. Die Kings sind immer noch/wieder am Anfang ihres Rebuild und haben kein Talent, das auch nur sicher zu einem soliden Starter wird. Die Suns haben mit Booker einen Franchise Player. Das sind so grundverschiedene Ausgangspositionen, wie sie bei den Bilanzen letztes Jahr nur vorstellbar sind. Die Kings können wie im Pod gesagt gut ein bisschen Geld für Ferrell und Bjelica ausgeben, aber solche Verpflichtungen wie von Hill letztes Jahr schaden eher (zumindest, wenn man den Spieler dann für nen negativen Tradewert wieder abgibt).
    Was das Bewerten von Draftentscheidungen betrifft: Ich sehe das zwiespältig, weil einerseits natürlich auch Bagley noch zum Superstar werden kann. Man weiß da wie du richtig sagst wenig. Andererseits ist es auch nicht sinnvoll, Picks nur nach dem Ergebnis zu bewerten. Dafür sind Draft, Spielerentwicklung etc. einfach mit zu vielen Unvorhersehbarkeiten verbunden. Hinterher wissen natürlich alle besser, dass z.B. Giannis viel zu spät gedraftet wurde und man seine Tools doch hätte erkennen müssen ;) Deswegen muss man Draftentscheidungen meiner Meinung nach in Vergleich mit den Mocks oder noch besser Big Boards kompetenter College-Beobachter vergleichen. Wenn Bagley im Schnitt vielleicht auf Rang 6 der besten Talente landet, dann ist die Entscheidung der Kings zumindest mal riskant.

  3. Eisenheart

    Gut, da haben wir vllt eine unterschiedliche Definition von Franchise Player. Den sehe ich in Booker jetzt ehrlich gesagt nicht unbedingt. Ich sehe die Suns jedenfalls im Kern nicht viel weiter als die Kings. Beide haben viele rohe Talente, die letzten Jahre ohne System im Tabellenkeller rumgedümpelt und noch einen weiten Weg vor sich, wo man abwarten muss, wer sich wie entwickelt. Jetzt haben beide Teams günstige Vets zugeholt und bei dem einen sagt Jonathan, das passt und beim anderen erkennt er keine Linie. Die letzte Offseason der Kings war eine Katastrophe, klar, aber was man jetzt groß falsch gemacht haben sollte, sehe ich nicht. Bis auf den Pick vllt, bin ich ja auch kein Freund von. Zumal man bedenken muss, dass Divac unter Druck ist, man gewinnen muss, da kein Pick und trotzdem wurden keine Spieler überbezahlt.im Prinzip haben die Kings ja nichts gemacht und das ist bei dieser Franchise ja eher positiv, als wenn sie etwas grundlegendes machen :D Ich sehe die Suns Offseason jedenfalls sehr viel kritischer. Heat Pick für Mikal hergegeben, von dem ich eh kein Freund bin, wenn wir schon Picks bewerten und die Booker Extension ohne Not sind Anzeichen, dass man zu früh in den Win Now Modus schaltet. Dadurch haben sich ja schon genug Teams die Zukunft verbaut. Aber ist ja auch alles gut, war ja keine Kritik an Jonathan per se oder so, kann man ja alles anders sehen. Muss ja eh noch zuende hören ;)

  4. Julian Lage

    Zu Booker: Schau dir mal an, wer in den letzten Jahrzehnten mit 21 und jünger vergleichbar gescort hat. Da hast du 90% der späteren MVPs (und Andrew Wiggins). Kann sein, dass er nie den Schritt zur wirklich effizienten ersten Option schafft, aber das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Anders als z.B. Wiggins trifft er nämlich seine Dreier und Freiwürfe und ist einfach rundum der intelligentere Spieler. Hat man auch an der Entwicklung als Playmaker letztes Jahr gesehen.
    Die Kings haben einfach nicht mal annähernd einen vergleichbaren Spieler. Da sehe ich niemanden, den ich auch nur perspektivisch als 2. oder 3. Option für realistisch halte. Deswegen ist die Situation nicht annähernd vergleichbar, weswegen Win Now-Moves für die Suns deutlich sinnvoller sind als für die Kings.
    Trotzdem finde ich den Trade des Heat-Pick die schlechteste Aktion, die beide Teams in diesem Sommer gebracht haben. Einfach, weil das offensichtlich von Anfang an so ein Fehler ist. Das haben sonst nur noch die Hornets mit Howard hinbekommen, dass man sich ne Transaktion nicht noch irgendwie schönreden kann.

  5. kdurant35

    Wieder guter Pod. Auch wenn meine Liste etwas anders aussieht ;) . Aber wie auch angesprochen sind viele Teams sehr eng beieinander.

    Ich hatte meine Flop 5 vor rund zwei Wochen zusammengestellt und Cleveland, Charlotte, SA, Houston und Indy drin.
    Nachdem Capela teamfreundlichen gehalten wurde und Melo nur fürs Minimum und nicht die restliche MLE kommt, sind die Rockets aber nicht mehr drin.

    Große Frage bei den Bewertungen find ich immer, inwiefern man Abgänge a la LBJ, den man wohl kaum verhindern konnte, mit einbezieht. Das so etwas Katastrophal ist, ist ja klar. Nimmt man dies komplett raus, da die Franchise dies nur bedingt beeinflussen kann, oder nimmt man den Abgang voll mit rein. Ich gehe da immer etwas den Mittelweg. Den Abgang von LBJ konnte man wohl kaum verhindern, sportlich gab man ihm jedoch auch keinen Grund zu bleiben.

    Charlotte ist für mich ein klarer Flop. Der Howard Trade ist einfach nur mies. Und selbst wenn Walker nicht wechseln sollte, steht man nach dessen vermeindliche massiven Gehaltserhöhung 19 wieder vor finanziellen Problemen, da Biyombo im Vergleich zu Howard dann noch unter Vertrag steht.

    Kings, Suns, Bulls und Jazz bin ich nicht ganz so kritisch.
    Was ich vom Suns Trade des Picks halte, hab ich schon öfters geschrieben. Ansonsten hab ich mit dem Rest kein Problem. Draft beziehe ich auch nur mit geringen Anteilen mit rein. Ayton war bei genug Experten a la Schmitz zum Schluss an 1. Ich hatte auch Doncic vorn, doch die Prognosen sind einfach so schwer. Und Ayton über Doncic ist schon vertretbar.
    Kings hätte ich mir LaVine klar mit drin. So halte ich die Verträge für Bjelica und Ferrell für positive Values. Kings müssen weiterhin den Kader etwas ausdünnen und mehr Talent oder Picks rein bekommen. Denn da ist zu viel Mittelmaß und zu wenig Spielzeit für alle. Rollenspieler mit guten Verträgen können bei solchen potenziellen Trades aber eher helfen. Das Problem wie jedes Jahr: die Vergangenheit lässt halt daran zweifeln, ob die Kings den nächsten Schritt hinbekommen.
    Jazz und der Vertrag von Exum ist für mich am schwersten zu bewerten. Nach der Verletzungshistorie kann ich absolut nicht beurteilen, wie gut der noch werden kann. Immer wieder zeigt er tolle Ansätze. Er wäre für mich als Team im Rebuild und mit Capspace definitiv eine Überlegung wert gewesen. Hätte mich mit dem jährlichen Gehalt aber unglaublich schwer getan, da es sehr vom medizinischen Standpunkt abhängt. Und das können wir kaum beurteilen. Deshalb keine Ahnung, was ich von dem Vertrag halten soll. Sehe es einfach grundsätzlich positiv, dass die Jazz mit dem medizinischen Hintergrundwissen einen zweistelligen Mio Betrag investiert. Das macht Hoffnung einen gesunden Exum längere Zeit sehen zu können. Darauf freu ich mich.

  6. Julian Lage

    Danke für dein Lob! Zu Indy kommt noch was im nächsten Pod, dem will ich mal nicht vorgreifen, finde aber auf jeden Fall interessant, dass du sie bei den Flops hast. Die Spurs hätte man reinnehmen können, aber die ganze Kawhi-Situation war so unübersichtlich, dass ich sie rausgelassen habe. Bei den Kings sehe ich Bagley einfach noch als sehr deutliches Minus, weil er ein klarer Reach war. Das ist noch mal ein anderes Level als Ayton. Noch dazu ist er als Spielertyp eher nicht so sinnvoll und hat in der SL enttäuscht…

  7. Avatar

    STAT

    Meine Liste sieht etwas anders aus, ist deshalb höchst kontrovers und wahrscheinlich stehe ich am Schluss ziemlich alleine da. :mrgreen: :twisted:

    Suns
    Für mich eine gigantisch geile Offseason, aber der Heat Pick zieht Stand heute alles runter. (nach ihren Möglichkeiten – das ist ja der Maßstab) Der Rest ist mMn alles sehr nahe am absoluten Best Case, allen voran die Verlängerung von Booker. Igor muss sich beweisen, aber alle Indikatoren sprechen für ihn. Zumindest ist er ein Basketballlehrer und mehr braucht es aktuell nicht.

    Bei Ayton bleibe ich dabei:
    Booker + Ayton = Chance (vermutlich sehr gering, aber eine Chance) Contender zu werden
    Doncic + Booker = gutes Playoffteam, aber das Ceiling ist begrenzt
    Booker + Ayton = weiterhin in der Lottery rumdümpeln

    Das Dilemma zeigt sich. Es ist ein großes Risiko, aber vertretbar. Luka ist meine persönliche Nr.1, aber er hat mir zu viel „Negatives“ von Kyle Anderson und Lonzo Ball drin. Ich halte ihn wie Ayton auch, STAND HEUTE für völlig überbewertet und das Wort „generational Talent“ kann ich bald nicht mehr lesen. Luka soll erstmal zeigen wie und ob er an einem NBA-Verteidiger vorbeikommt, am Korb effizient abschließen kann und Herr Ayton das er z.B. ansatzweise den Ring beschützen kann. Deswegen möchte ich weder den Pick der Hawks oder Kings negativ bewerten. Ich bin Doncic-Fan wegen seinen Skills und weil ich schon immer ein Anhänger von solchen Spielertypen war, aber ich kann absolut nachvollziehen warum ein Team Young, Bagley, Ayton oder JJJ bevorzugt.

    Mikal wäre mir der Heat Pick wert gewesen, aber ich hätte ihn Top 8 oder ähnlich geschützt. Wenn man rein nach den Möglichkeiten geht, ist es nicht zu verantworten einen ungeschützten Pick abzugeben und das ist amateurhaft, deswegen Flop 5.

    Hornets
    Für mich der legitime Nachfolger für die Suns, Kings und Knicks. Unfassbar trostlos, hoffnungslos und ermüdend. Ich frage mich schon länger was die da machen und kann so gut wie nichts nachvollziehen.

    Lakers
    Wir schauen nach Möglichkeiten oder? Ähnlich wie bei den Suns. Die Offseason ist die Beste von allen Teams. Wer LeBron bekommt, gewinnt, aus und Ende. Aber was danach geschah, ist für mich überhaupt nicht zu greifen. Ich finde sie schmeißen ein Jahr Prime von LeBron komplett weg und das geht gar nicht. Es ist ja nicht so als hätte es keine Alternativen gegeben. (Ellington, Lopez, Bradley, uvm.) Die Lakers ziehen doch. LeBron ist da. Magic ist da. Der Strand ist da. Ich verstehe nicht warum man sich um Spielertypen wie Rondo, Lance und Beasley bemüht hat. Sehr suspekt alles.

    Spurs
    Die Vorzeigefranchise schlechthin bekommt in meiner Welt erste Risse. Ich habe vor dem was sie geleistet haben großen Respekt, aber es deutet viel daraufhin, dass auch sie Fehler in Bezug zu Kawhi gemacht haben. Die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation mit Kawhi war offensichtlich genauso mies wie sie zu uns war. Wer einen Top 5 Spieler verliert und sehr wahrscheinlich einen Teil dazu beiträgt, ist mMn Flop 5. Zudem mag ich DDR als Spieler nicht wirklich und das Gay/LMA im selben Team spielen macht es nicht besser. Potential für eine üble Verschlimmbesserung.

    Wizards
    Es gibt inzwischen zu viele Freudentänze wenn Howard getradet wird und zu viele Stimmen die sich sehr kritisch zu ihm äußern. Washington ist mMn ein Pulverfass und die Lunte brennt schon. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich verstehe nicht wie man dieses Risiko eingehen kann. Es ist ja nicht so, dass in Washington in der Vergangenheit alles in bester Ordnung war. Ich halte von Wall/Beal/Porter sehr viel und finde das Team trotz aller Probleme immer noch interessant. Ich würde mir Howard u.a. deswegen niemals ins Team holen. Alarmstufe Rot. Ich kann nicht verstehen wie man einen Störfaktor durch einen anderen Störfaktor ersetzt und damit die Saisonziele aufs Spiel setzt.
    —–
    Die Offseason der Kings finde ich okay. Bagley war nicht in meiner Top 5, aber für mich steht, wie oben erklärt, der Rest nicht so weit vor ihm. Für ihn gilt das Gleiche. Tolles Talent, viele Fragezeichen. Da nehmen sich die Teams vorne drin alle nichts. Ich tue mich schwer da Kritik zu üben. Mich würde es nicht völlig überraschen, wenn am Ende die Suns, Mavs und Hawks in die Röhre gucken. Genauso umgekehrt.

  8. Simon

    Suns
    Der Rest ist mMn alles sehr nahe am absoluten Best Case, allen voran die Verlängerung von Booker.

    Das ist der einzige Punkt, bei dem ich dir immer noch widersprechen würde. Für mich ist die Verlängerung zu diesem Zeitpunkt entweder für sich ein Fehler, der völlig ohne Not begangen wurde, oder er deutet auf ein gestörtes Vetrauensverhältnis zwischen der Franchise und Booker hin (was nicht unbedingt durch Fehler in dieser Offseason verursacht wäre – abgesehen von der Sache mit Ulis -, aber durch Fehler der vergangenen Jahre).

    Wenn man es nach drei gemeinsamen Jahren nicht schafft, Booker zu überzeugen, dass man a) ihm diesen Vertrag garantiert im nächsten Sommer anbieten wird und b) seinen niedrigen Cap hold nutzen wird, um um ihn herum ein besseres Team zu bauen, dann ist das zumindest nicht optimal.

    Nach aktuellem Stand haben die Suns nächsten Sommer knapp 20 Millionen Dollar Capspace. Ohne Chriss wären es 24, ohne Chriss und Bender knapp 30. Mit Bookers niedrigerem Caphold könnten es stattdessen zw. 38 und 48 sein. Das ist im kommenden Sommer schon ein relevanter Unterschied, den man in ganz unterschiedliche Richtungen nutzen könnte.

    Ich erkenne schon an, dass man sich so vielleicht zumindest die Player Option im letzten Vertragsjahr gespart hat. Aber wie hier schon öfter gesagt wurde: Man muss ja von den Möglichkeiten ausgehen, die die Sums hatten. Und da würde ich diese Verlängerung klar negativ bewerten. Man hätte ja immer noch die Möglichkeit gehabt, ihm ein max qualifying offer zu machen.

    Naja, unwahrscheinlich, dass das letztlich extremen Schaden anrichtet. Aber ich halte es trotzdem für eine klar negativ zu bewertende Aktion.

  9. Avatar

    STAT

    Das ist der einzige Punkt, bei dem ich dir immer noch widersprechen würde. Für mich ist die Verlängerung zu diesem Zeitpunkt entweder für sich ein Fehler, der völlig ohne Not begangen wurde, oder er deutet auf ein gestörtes Vetrauensverhältnis zwischen der Franchise und Booker hin (was nicht unbedingt durch Fehler in dieser Offseason verursacht wäre – abgesehen von der Sache mit Ulis -, aber durch Fehler der vergangenen Jahre).

    Wenn man es nach drei gemeinsamen Jahren nicht schafft, Booker zu überzeugen, dass man a) ihm diesen Vertrag garantiert im nächsten Sommer anbieten wird und b) seinen niedrigen Cap hold nutzen wird, um um ihn herum ein besseres Team zu bauen, dann ist das zumindest nicht optimal.

    Nach aktuellem Stand haben die Suns nächsten Sommer knapp 20 Millionen Dollar Capspace. Ohne Chriss wären es 24, ohne Chriss und Bender knapp 30. Mit Bookers niedrigerem Caphold könnten es stattdessen zw. 38 und 48 sein. Das ist im kommenden Sommer schon ein relevanter Unterschied, den man in ganz unterschiedliche Richtungen nutzen könnte.

    Ich erkenne schon an, dass man sich so vielleicht zumindest die Player Option im letzten Vertragsjahr gespart hat. Aber wie hier schon öfter gesagt wurde: Man muss ja von den Möglichkeiten ausgehen, die die Sums hatten. Und da würde ich diese Verlängerung klar negativ bewerten. Man hätte ja immer noch die Möglichkeit gehabt, ihm ein max qualifying offer zu machen.

    Naja, unwahrscheinlich, dass das letztlich extremen Schaden anrichtet. Aber ich halte es trotzdem für eine klar negativ zu bewertende Aktion.

    Verständlich und völlig legitim.

    Den Status der Suns schätze ich immer noch als dysfunktional ein. Deshalb gab es für mich kaum eine andere Option. Hättest du nach den letzten Jahren als Spieler da Vertrauen? Sarver wurde erst vor kurzem als schlechtester Owner gewählt. Das Internet hat gewütet. In Phoenix leuchten die Billboards und man hat sich einen Fehltritt nach dem Nächsten geleistet. Die Spieler bekommen das auch alles mit und sie reden untereinander.

    Das Vertrauensverhältnis mit Booker muss jetzt aufgebaut werden. => ab sofort richtige Moves etc. Mir persönlich ist ein zufriedener Devin Booker mit 6 Jahre Teamkontrolle wichtiger als alles Cap Space der Welt. Booker’s Caphold wäre für mich ein netter Bonus gewesen. Ich habe damit spekuliert, aber nie damit gerechnet. Wenn Booker irgendwann woanders spielen möchte, ist das völlig in Ordnung, aber jetzt ist erst einmal 4-5 Jahre Ruhe und im Falle eines Falles ist dadurch mit „viel“ Gegenwert zu rechnen.

    Wenn ich Booker gewesen wäre, hätte ich schon längst den Abflug gemacht. Ich rechne ihm hoch an das er sich jetzt erstmal zu Phoenix bekennt hat. Das diese Bekenntnis 158 Mio. Gründe hat, ist mir sehr wohl bewusst, aber wie gesagt: Ich hätte bereits einen Tweet rausgehauen und mir meinen Maxdeal woanders geholt. Gerade bei einer Franchise wie den Suns geht mir persönlich die Sicherheit vor. Deshalb war auch Doncic mein Pick. Ich bin einfach nur froh das Booker unterschrieben hat.

    Was passiert wenn Ayton floppt und Jackson stagniert? Willst du dann wirklich Booker in die Free Agency gehen lassen und dich auf Absprachen verlassen? Wenn der Rebuild scheitert, ist Booker per Trade wieder die Fahrkarte in den neuen Rebuild. Unwahrscheinlich das Booker auf so viel Geld verzichtet hätte, aber es sind die Suns und die Liga ist voll mit fragwürdigen Agenten. Was passiert, wenn Booker zur Deadline einen Trade fordert und die Suns ihn nicht langfristig unter Vertrag haben? Droht er dann mit der QO? Welchen Druck übt sein Camp aus? Wollen wir schon wieder so ein Theater? RFA ist schön und gut, aber so ist es mir 1000 mal lieber.

    Die mit Abstand größte Priorität der Suns muss es sein, Booker zu verhätscheln wo es immer nur möglich ist. Für diesen Spieler tankt man eigentlich. Wie schwer es ist an solche Spieler zu kommen wissen wir. Sarver und McD müssen Booker jetzt etwas liefern und ich denke die Offseason war mit seinem Zahltag und neuem Supporting Cast ein vielversprechender Anfang.

    Du bist der Meinung es war “völlig ohne Not”. Ich bin der Meinung es war höchste Eisenbahn dieses Juwel ohne wenn und aber so schnell wie möglich an eine dysfunktionale Loserfranchise mit Imageproblemen zu binden. Würde es dich überraschen, wenn wir in sieben Monaten darüber sprechen welcher Gegenwert für Booker gut wäre? Mich nicht. Es sind die Suns und solange McD da am Werk ist, vertraue ich auf zwischenmenschlicher Ebene da überhaupt niemandem.

    Wären die Suns eine gut geführte Franchise auf die man sich verlassen könnte, würde ich den Deal auch eher negativ bewerten. Aber das sind die Suns nicht. Die müssen nun erstmal wieder in eine gute Situation kommen und die einzige Möglichkeit wie sie das schaffen könnten, hat zum aktuellen Zeitpunkt einen Namen: Devin Booker.

  10. Simon

    Kann dich völlig verstehen. Ich bleibe zwar anderer Meinung, kann deine aber absolut nachvollziehen. Und bin natürlich froh, dass wir niemals herausfinden werden, wie der Worst Case ohne eine vorzeitige Verlängerung hätte aussehen können!

  11. Julian Lage

    Zu den Lakers kommt auch im nächsten Pod noch was ;)

    Bei den Wizards würde ich klar widersprechen. Erstmal war die Stimmung zwischen Gortat und Wall ja allen Anzeichen nach schon so mies, dass Howard nichts mehr verschlechtern kann. Aufgrund der Capsituation hat ihnen auch die Flexibilität für irgendwelche größeren Moves gefehlt. Für 5 Mio/1 Jahr ist Howard ein absolut akzeptables Riskio. Wenn es schief läuft, kann es auch nicht viel schlechter werden als die letzten Jahre.
    Rivers ist auch ok, zumindest kein schlechterer Vertrag als Gortat. Gibt da meiner Meinung nach nichts wirklich auszusetzen.

    Zu Booker gilt wie glaube ich schon im Pod gesagt: Allein weil er nächstes Jahr vermutlich ne Player Option in den Vertrag bekommen hätte, war es das für die Suns wert.

  12. Avatar

    STAT

    Zu den Lakers kommt auch im nächsten Pod noch was ;)

    Das klingt vielversprechend. Ich hoffe du hast ordentlich einen rausgehauen. :D

    Bei den Wizards würde ich klar widersprechen. Erstmal war die Stimmung zwischen Gortat und Wall ja allen Anzeichen nach schon so mies, dass Howard nichts mehr verschlechtern kann.

    Genau das war mein erster Gedanke und dann habe ich bemerkt, dass es für mich doch der falsche Ansatz ist, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Ich bin wirklich vorsichtig, da ich so weit weg bin und keine Ahnung habe. Trotzdem fange ich langsam an solche Geschichten zu glauben.

    http://larrybrownsports.com/basketball/hornets-locker-room-hated-dwight-howard/450469
    —–
    @ Jonathan: Das neue Mikro ist übrigens extrem gut. :tup:

  13. kdurant35

    Zu den Lakers kommt auch im nächsten Pod noch was ;)

    Bei den Wizards würde ich klar widersprechen. Erstmal war die Stimmung zwischen Gortat und Wall ja allen Anzeichen nach schon so mies, dass Howard nichts mehr verschlechtern kann. Aufgrund der Capsituation hat ihnen auch die Flexibilität für irgendwelche größeren Moves gefehlt. Für 5 Mio/1 Jahr ist Howard ein absolut akzeptables Riskio. Wenn es schief läuft, kann es auch nicht viel schlechter werden als die letzten Jahre.
    Rivers ist auch ok, zumindest kein schlechterer Vertrag als Gortat. Gibt da meiner Meinung nach nichts wirklich auszusetzen.

    Zu Booker gilt wie glaube ich schon im Pod gesagt: Allein weil er nächstes Jahr vermutlich ne Player Option in den Vertrag bekommen hätte, war es das für die Suns wert.

    Booker bin ich hin und hergerissen. Gerade da jetzt bei Leonard die Gerüchte hochkochen, dass es wegen der Hinhaltetaktik aufgrund des niedrigen Capholds erste Risse gegeben hat, kann man einfach nie sagen, wie es endet. Bin kein großer Fan seiner Verlängerung, kann es aber verstehen. Und die Möglichkeit eines max qu offer wird mMn falsch eingeschätzt. Spieler kann weiterhin einen kürzeren Vertrag mit allen poison pills unterschreiben (halt ein Jahr länger als normale qo), der Vorteil des niedrigen Capholds geht dann aber verloren. Denn dieses läge dann gleich beim Max.

    Washington sehe ich ähnlich wie Julian. Da ist eh schon recht viel im Argen. Gortat war schon ein Problem. Ihn gegen einen besseren Fit zu traden (bei ähnlichem Vertrag) und dafür Howard für die MLE zu bekommen find ich gut. Nicht das ich einen großen Sprung erwarte. Aber im Gegensatz zu den anderen realistischen Szenarien seh ich da zumindest etwas Potenzial. Zumindest fürs Mittelfeld in meinem persönlichen Ranking reicht das.

    Dann bin ich mal gespannt was Indy im Gewinnerpod zu suchen hat. Das mein Ranking in Bezug auf die Pacers kontrovers ist weiß ich, aber mehr als Mittelfeld könnte ich mir das niemals schönreden.

  14. kdurant35

    Danke für dein Lob! Zu Indy kommt noch was im nächsten Pod, dem will ich mal nicht vorgreifen, finde aber auf jeden Fall interessant, dass du sie bei den Flops hast. Die Spurs hätte man reinnehmen können, aber die ganze Kawhi-Situation war so unübersichtlich, dass ich sie rausgelassen habe. Bei den Kings sehe ich Bagley einfach noch als sehr deutliches Minus, weil er ein klarer Reach war. Das ist noch mal ein anderes Level als Ayton. Noch dazu ist er als Spielertyp eher nicht so sinnvoll und hat in der SL enttäuscht…

    Den Kings kommt natürlich zu Gute, dass ich die Rookiekomponente recht gering einstufe. Mag den Pick auch nicht, ist aber von seinem Potenzial kein Bennett Desaster. Wertet die Offseason mMn ab, aber hab sie nur im Bereich Flop 10.
    Wenn ich die Erwartungshaltung ans Kings FO hinzunehme, könnte ich sie schon fast in meine Top 5 reden :twisted:

  15. Avatar

    Pillendreher

    Zu den Lakers kommt auch im nächsten Pod noch was ;)

    Das klingt vielversprechend. Ich hoffe du hast ordentlich einen rausgehauen. :D

    “The Lakers are stacked” habe ich gestern gelesen. :oops:


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