NBA

Kevin Huerter

Maryland Terrapins

Datenblatt

Name: Kevin Huerter

Geburtsdatum: 27.08.1998

Größe: 6‘7 / 2,04m

Gewicht: 195lbs / 88kg

Spannweite: 6‘7 / 2,04m

Position: Wing

Team: Maryland Terrapins

 

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Shooting

+ Passing

-Perimeter-Defense

Scouting – Logbuch

Erst mit der Draft-Combine im Mai tauchte ein bis dato nahezu unbekannter Name vermehrt auf den verschiedenen Draft-Boards auf: Kevin Huerter. Warum der Sophomore von den Maryland Terrapins so lange unter dem Radar flog, ist eigentlich unerklärlich, da sein Go-To-Skill doch so offensichtlich ist: das Shooting. Bei einer Größe von 6‘7 ist diese Fähigkeit ein hohes Gut. Das haben wohl nun auch die Draft-Experten realisiert und ranken den im August 21-jährigen Flügelspieler inzwischen am Ende der ersten Runde.

Huerters Go-To-Skill: Das Shooting

Huerter traf in der vergangenen Saison bei den Terrapins 42% seiner Dreierversuche, er nahm immerhin 5,5 jener Abschlüsse pro Spiel. Aus der Distanz drückt er dabei vornehmlich per Catch-and-Shoot ab.

Er bewegt sich unermüdlich, sorgt damit für viel Unruhe in der gegnerischen Defense. Off-Screens weiß er optimal zu nutzen, liest hervorragend wie sein Verteidiger sich bewegt. So schafft er sich kleine Zeitfenster, in denen er – ein Anspiel vorausgesetzt – seinen Wurf anbringen kann. Grund dafür ist nicht zuletzt auch seine prima koordinierte Fußarbeit.

Die Technik seines Wurfs ist blitzsauber. An die Qualität eines Klay Thompsons reicht sie allerdings doch nicht ganz heran, da der Wurf etwas niedrig angesetzt ist und der Release nicht ganz so schnell erfolgt.

Somit benötigt Huerter doch einen Moment mehr Zeit. Von deutlichem Vorteil ist hierbei aber seine Größe, denn mit seinen 6‘7 hat er trotz gegnerischem Close-Outs oft noch eine freie Sicht auf den Korb.

Offensive Limitation

Neben dem Wurf ist definitiv auch das Passspiel Huerters in den Vordergrund zu stellen. Dieses kommt zum einen in der Transition zum Tragen, wenn er den Fast-Break durch präzise Pässe einleitet, zum anderen bereichert er die Set-Offense eines jeden Teams durch seine Spielübersicht.

Auch im Passing hilft seine Größe von über zwei Metern, denn im Gegensatz zu beispielsweise einem J.J. Redick, ebenfalls einem spielstarken Schützen, kann Huerter seine Nebenleute per Überkopfpass bedienen. Das ist ein großer Vorteil, besonders wenn die Pässe den Weg in die gegnerische Zone finden sollen. Generell ist Huerter befähigt, sämtliche Passtechniken anzuwenden, er kann mit beiden Händen jegliche Winkel ausreizen.

Huerters Ballhandling ist als durchschnittlich zu bezeichnen. Es genügt, um ein zu hartes Close-Out mit einem Drive zu bestrafen. Mehr als zwei oder drei Mal setzt er den Ball dann aber nicht auf den Boden, zu hoch ist das Dribbling, und vor allem zu langsam ist Huerters erster Schritt. Seine Drives enden zumeist ein bis zwei Meter vom Korb entfernt; dort stoppt er gern ab, geht nicht sofort hoch, ist aber dank seiner Größe immer noch gefährlich.

Was die Varianten im Abschluss betrifft, wird er sicher noch die eine oder andere Anschlussbewegung erlernen können.

Spektakulär wird Huerter kaum abschließen können, zu schwach ist seine Sprungkraft, zu langsam sein Antritt. Er wird immer davon leben, was seine Mitspieler ihm ermöglichen. Auch wird er darauf angewiesen sein, dass er in einem System spielt, welches seine Fähigkeiten unterstreicht. Natürlich sorgt er bereits für Spacing, wenn er in der Ecke geparkt wird. Doch sollte man ihn eher in Warriors-Manier durch eine Reihe von Off-Screens schicken, welche die Helpside der gegnerischen Defense stark beschäftigt. So dürfte dieser ein absoluter Gewinn für jede Offense sein.

Probleme in der Defense

In der Offense muss Huerter für ein deutliches Plus sorgen, denn am anderen Ende des Feldes wird sein Wirken stets mit Skepsis begutachtet werden. Huerters Stärke in der Defense ist aber in jedem Fall sein innerer Antrieb. Er ist in jeder Hinsicht gewillt, seinem Team zu helfen; nutzt seine Schläue und schafft große Passschatten.

Er steht immer richtig, ist ein guter Kommunikator, erkennt ungünstige Matchups und switcht diese eigenständig. Auch um jeden Rebound kämpft er, wenngleich er Sprungduelle in der Regel verliert.

In der Eins-gegen-Eins-Defense im Posting-Up sieht Huerter auch erstaunlich gut aus. Kräftig ist er zwar nicht, doch hat er einen niedrigen Körperschwerpunkt und nutzt seine koordinativen Vorteile.

Der große Schwachpunkt ist hingegen die Perimeter-Defense. Huerter kann definitiv keinen NBA-Playmaker verteidigen, seine physische Beschaffenheit ließe ihn hierbei nicht gut aussehen. Er hat auch enorme Schwierigkeiten beim Close-Out.

Seine vertikale Langsamkeit versucht er oft auszugleichen, indem er einen größeren Abstand hält. In der NBA wird man dies sofort mit dem Wurf bestrafen.

In der Regel wird Huerter die gegnerische Drei verteidigen. Ein jeder Switch wird zu großen Mismatches führen, welche vom Team aufgefangen werden müssen.

Spielervergleich

Dem Spielerprofil des bereits erwähnten Klay Thompson entspricht Huerter nicht; zu groß sind die Nachteile insbesondere in der Defense. Durchaus realistisch gestalten sich hingegen Vergleiche mit Kyle Korver, Doug McDermott oder Wayne Ellington; also eindimensionale Shooter.

Kevin Huerter wird einen Platz in nahezu jeder NBA-Rotation finden können. Je nach Matchup kann seine Einsatzzeit variieren, ganz verzichten auf sein Shooting wird man aber nicht. Dies macht ihn besonders für Teams interessant, die bereits ihren Stamm an Leistungsträgern beisammen haben und auf der Suche nach Wurfspezialisten sind. Deshalb ist eine Auswahl am Ende der ersten Runde zu erwarten.

Videos

Wichtige Spiele mit aufschlussreichem Matchup

Artikelempfehlungen

Statssektion

 

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Trivia

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