ALBA Berlin

PlayOff Breakdown – Alba Berlin

Mit junger, energiereicher Mannschaft samt Dynamik zum Titel?

Das erfolgreichste Rückrundenteam der Basketball Bundesliga

Mit dem zweiten Platz in der BBL Hauptrunde startet Alba Berlin in die anstehenden PlayOffs. Gerade in der Rückrunde fuhren sie einen Sieg nach dem anderen ein und blieben in der Rückrunde fast gänzlich ohne Niederlage! Zuletzt musste sich Berlin aber kurz vor den Playoffs am 33. Spieltag der EasyCredit Basketball Bundesliga in Gießen gegen die 46ers recht deutlich geschlagen geben. Doch Berlin spielt in dieser Saison so erfolgreich, wie lange nicht mehr. Sie sind trotz der Niederlage das erfolgreichste Rückrundenteam in der Bundesliga (nur eine einzige Niederlage bei 17 Siegen), rein von den Ergebnissen her noch stärker als die Basketballer des FC Bayern München (2 Niederlagen in der Rückrunde), die von Platz 1 in die PlayOffs starten werden.

Embed from Getty Images

Ein ganz entscheidender Faktor für den Erfolg in Berlin war die Neuausrichtung in der Preseason auf der Trainer Position: Mit dem 71-jährigen Spanier Alejandro “Aito” Garcia Reneses verpflichtete man einen enorm erfahrenen Trainer, der nach einem Jahr Auszeit nach seinem Engagement beim ACB Club CB Gran Canaria es mit Berlin noch einmal wissen möchte. Mit dieser Verpflichtung lag Alba goldrichtig und landete einen richtigen Coup, denn es ist eher selten, dass in der Bundesliga Trainer anheuern, die so enorm große Erfolge aufweisen können, wie Aito: 9x spanischer Meister mit dem FC Barcelona, 5-facher Pokalsieger (4x mit Barcelona, 1x mit Badalona). Aber nicht nur das, auch europäisch kann der Spanier Erfolge vorweisen. Er gewann mit dem katalanischen Club den FIBA Saporta Cub und 2x den Korac Cup. Auch mit Joventut Badalona sicherte er sich europäische Erfolge im damaligen FIBA EuroCup, sowie dem ULEB Cup. Trotz seines Alters eilt im der Ruf voraus, vor allem junge Spieler entwickeln und auf die nächste Stufe begleiten zu können. Gerade seine ruhige Art, laut Jan Jagla, der unter Aito in Badalona spielte, wird der Trainer selten bis nie laut, scheint bei den jungen Spielern anzukommen. Und genau dieses Rezept greift auch in ihren Zügen mittlerweile schon recht erfolgreich in seiner ersten Saison bei Alba Berlin. Die Hauptstädter spielen einen sehr energiereichen, schnellen und intensiven Basketball unter Reneses. 

Check – Up*

Alba Berlin schloss die Hauptrunde mit 30 Siegen bei nur 4 Niederlagen ab. Wie bereits zuvor erwähnt stellen sie damit das stärkste Team der Rückrunde dar. Diese beeindruckende Bilanz spiegelt sich auch in manchen Werten wider.

Die Hauptstädter stellen vor allem mit ihrem defensiven Rating das beste Team der Basketball Bundesliga. Ein Aspekt, der gerade in den PlayOffs von entscheidender Bedeutung werden kann. Auch wenn man kein Freund von Phrasen ist und man gerne die 5€ ins Phrasenschwein steckt, heißt es immer so schön “offense wins games, defense wins championschips”. Ein sehr verbreiteter Spruch im Sport, vor allem aber im Basketball. Doch natürlich braucht es immer noch einer soliden bis guten Offensive. Auch hier überzeugen die Spieler von Trainer Aito Reneses in dieser Saison: Mit den genannten Offensive Rating von fast 119, liegen sie hier auch mit an der Spitze. Einzig der FC Bayern München Basketball liegt hier mit einem Rating 120,42 noch vor dem Rekordmeister; es ist jedoch anzumerken, dass Alba Berlin in absoluten Zahlen offensiv dennoch an der Spitze der erzielten Punkte pro Partie liegt (88,68ppg). Alle restlichen Teams fallen in der ein oder anderen Kategorie vom Spitzenduo München / Berlin ab.

Der Check – Up zeigt noch weitere interessante Zahlen: Mit 36,0rpg liegt man ligaweit nur hinter Gießen, die mit John Bryant den dominantesten Rebounder in ihren Reihen wissen, sowie hinter den Mannen von John Patrick aus Ludwigsburg. Bemerkenswert: Unter den 36,0 Rebounds pro Partie finden die Statistiker satte 13,2 Offensivrebounds: Ligabestwert!

Wirft man den Blick auf die übrigen Statistiken, wie Assists (22,4 pro Partie), sowie Steals (9,5 pro Partie), muss man ebenfalls anerkennen, dass Berlin in dieser Spielzeit zu den Topteams der Liga zählt und ein weiterer Beleg für diese bislang außergewöhnlichen Saison darstellen. 

Möchte man ein paar Schwächen ausmachen, so muss man ein wenig suchen, doch man findet sie. Die Turnoverrate stellt eine dieser raren, statistischen Schwächen dar. Mit 14,6 Turnovern liegt man am Ende des Bundesligafeldes. Dies ist insofern aber nicht verwunderlich, wenn man auf das durchschnittliche Alter des Kaders blickt. Dieser gehört mit 22,9 Jahren zu den jüngsten in der Liga. Insofern kann man spekulieren, ob es sich bei den Turnovern um ein Phänomen aufgrund Unerfahrenheit handelt. 

Zur Vollständigkeit werden auch noch kurz die Quoten erwähnt, die Berlin bislang in der Hauptrunde geworfen hat:

  • 2P Percentage: 55,6%
  • 3P Percentage: 42,4% (Ligabestwert)
  • FG Percentage: 50,4%
  • FT Percentage: 77,6%

*Stand zum 30. Spieltag der Hauptrunde

Kader & Verletzungen

Starting 5 - Alba Berlin

Alle wichtigen Statistiken der Spieler von Alba Berlin findet man hier und dann nur noch auf Statistiken wechseln.

In der nun heißen Phase der Saison, kann Aito Reneses auf alle Spieler zurückgreifen und somit eine schlagkräftige 11er Rotation aufbieten, mit der Alba schon die meiste Zeit der Saison agiert. Auch der zuletzt mit einem Bruch des Nasenbeins sowie dessen Scheidewand fragliche Tim Schneider steht Berlin zur Verfügung und fiel dank einer im Berliner Unfallkrankenhaus speziell angefertigten Carbon-Maske erst gar nicht aus. Dieser Aspekt ist gerade für die Personaldichte auf den großen Positionen für Alba trotzdem enorm wichtig. Berlin musste während der Hauptrunde immer mal wieder auf einzelne Spieler verzichten, doch dies hielt sich zum Glück für Trainer Reneses in noch kompensierbaren Rahmen. Einzig Bogdan Radosavljevic fehlte für eine etwas längere Zeit und verschob die Positionen vom Flügel etwas nach oben. Insgesamt konnte der Kader aber, der aus insgesamt 16 Spielern (davon manch Doppellizenzler) besteht, die kurzfristigen Ausfälle gut kompensieren. Doch es bleibt immer ein kleiner Ritt auf Messers Schneide, denn gerade auf der Position des Centers musste Dennis Clifford viele Minuten abreißen, um die Verletzung seines Center-Kollegen auffangen zu können. 

Berlins Offensive – Ein Quartett bestimmt den Ton

Sicherlich mag es etwas einfach daherkommen, wenn man Berlins Offensive auf vier Spieler herunterbrechen möchte, doch mit dem Quartett um den frisch gekürten MVP Luke Sikma, Peyton Siva, Marius Grigonis und Spencer Butterfield kann man die Qualitäten der Hauptstädter gut veranschaulichen.  Das Grundkonzept von Trainer Aito Reneses besteht nicht im langsamen Setplay, Berlin möchte sicherlich in ihren Spielzügen die perfekte Wurfauswahl finden, legt hierbei aber viel Wert auf Geschwindigkeit und Dynamik in ihren Plays. Diese Grundidee ist nicht verwunderlich, da Berlin über viele, teils sehr junge, schnelle Spieler verfügt. Hierbei mag eine gewisse Unerfahrenheit sicherlich nicht außer acht gelassen werden, doch verstehen sie ihre energiereiche Dynamik als eine Stärke, die der Trainer von seinen Spielern ausgespielt sehen möchte. Auch die ermittelte Pace von 74,58 liegt ligaweit folgerichtig unter den Top3 und bestätigt den schnelleren Spielstil (es gilt jedoch anzumerken, dass eine höhere Turnoverrate ebenfalls eine höhere Pace nach sich ziehen kann).

Mit Peyton Siva haben sie einen Pointguard, der es versteht die Fäden enorm schnell zu ziehen. Hierbei kann er sich auf seine individuelle Stärke verlassen und kann den Gegner dank seiner Explosivität sowohl aus dem Dribbling heraus als auch mit seinem schnellen Release beim Wurf vor Probleme stellen. Er leitet das Spiel der Berliner über weite Strecken ohne hierbei sprichwörtlich ein Loch in den Boden zu dribbeln. Ihm gelingt es hierbei sehr gut eine Mischung aus Übersicht und schnellem Spiel zu etablieren, was mit auch einer der Bestandteile ist, warum das Offensivspiel Berlins mit zu den attraktivsten der Liga zu zählen ist. Mit Grigonis und Butterfield hat er Teamspieler mit auf dem Parkett stehen, die er hervorragend in Szene setzen kann.

Embed from Getty Images

Butterfield mit seiner präzisen Gefahr jenseits der 3-Punkte-Linie verleiht dem Spiel eine ganz andere Statik: Man darf den US-Amerikaner jedenfalls nie komplett frei stehen lassen, denn dabei trifft er seine Würfe hochprozentig. Dadurch wird die gegnerische Mannschaft gezwungen, Butterfield eng auf den Füßen zu stehen und zu matchen. Dies wiederum verschafft Platz innerhalb der Zone, den wiederum Luke Sikma, aber auch Marius Grigonis gut zu nutzen wissen.

Der Litauer ist nämlich nicht nur wie Butterfield ein hervorragender Dreipunkteschütze, sondern kann trotz seiner eher schmächtigen Figur einen guten Zug zum Korb vorweisen, in dem er es gut zu verstehen weiß, die Balance im Abschluss zu halten und somit auch unter Bedrängnis noch jederzeit Gefahr ausstrahlen und erfolgreich am Brett abschließen kann. Und auch wenn Grigonis erst 23 Jahre alt ist, besitzt der junge Albatros eine enorme Spielintelligenz, die es ihm ermöglicht aus fast allen möglichen Situationen Auswege und Lösungen zu finden, die teils in erstaunlichen Assists münden.

Embed from Getty Images

Und in genau diesem Punkt schließt sich ebenfalls Luke Sikma an. Der Amerikaner, der wie sein Trainer ebenfalls zur Saison 2017/18 aus Spanien in die Hauptstadt kam, ist nicht nur frisch gewählter MVP der Hauptrunde, sondern daher auch Dreh- und Angelpunkt im Berliner Spiel an beiden Enden des Parketts. Die Bundesliga hat selten einen kompletteren Basketballer auf der Position des Power Forwards gesehen. Der Allrounder versteht es wie kein anderer Spieler auf seiner Position ein Spiel wie ein Point Guard zu lesen und vor allem auch zu dirigieren. Er besitzt ein äußerst präzises Auge für seine Mitspieler und führt demnach folgerichtig die Statistiken auf den großen Positionen mit 4,4apg deutlich an und findet sich auch bei allen Spielern der Liga hierbei unter den Top15. Er ist zudem enorm beweglich, besitzt facettenreiche Bewegungen in unmittelbarer Nähe des Korbes und verfügt über einen hochprozentigen Wurf bis jenseits der 3-Punkte-Linie und stellt in Summe neben Siva eine weitere Schaltzentrale im Offensivspiel der Berliner dar. Nun ist dies schon alles zusammen gesehen ein hervorragendes Paket, das Luke Sikma da schnürt; ergänzt wird es aber insofern noch, dass er als Spieler zwar eine Führungspersönlichkeit auf dem Parkett darstellt und somit der verlängerte Arm von Trainer Reneses ist, und dennoch ein außerordentlich mannschaftsdienlicher Spieler ist, der den Erfolg der Mannschaft vor den eigenen stellt. 

Man darf am Ende aber auch nicht die restlichen Spieler in Albas Offensive vergessen. Auch Spieler, die nicht wie das genannte Quartett im Mittelpunkt des Angriffs stehen, müssen genannt und berücksichtigt werden. Da es sich aber in diesem Beitrag um einen “Breakdown” handeln soll, ist es hoffentlich nachvollziebar, wenn man nicht übermäßig in die Tiefe gehen kann: Dennis Clifford trägt auf der Position des Centers viel Verantwortung und stellt gerade im Pick and Roll, das sowohl gerne von Siva als auch Grigonis genutzt wird, einen wesentlichen Bestandteil dar. Clifford versteht es die Blöcke vom Timing her gut und solide zu stellen und danach ebenfalls gut zum Korb abzurollen, um dort als Anspielmöglichkeit zur Verfügung zu stehen. Gegen bewegliche und flinke Verteidiger hat er hier aber einen gewissen Nachteil.

Als Rollenspieler, die ihre Rolle in dieser Saison bislang zum Teil hervorragend auspielen, sind auch noch der Kapitän der Berliner Niels Giffey, als auch Joshiko Saibou, Bogdan Radosavljevic, Stefan Peno, Akeem Vargas und der Youngster Tim Schneider zu nennen. Gerade letztegnannter nimmt mittlerweile keine unwesentliche Rolle im Berliner Spiel ein, da er mit seinen 2,08m plus guten Wurf als StretchFour sinnvoll ins System integriert werden kann. 

Besitzt Berlins Offensive aber eigentlich auch Schwächen? Sicherlich! Und eine davon könnte ein großes Fragezeichen aufwerfen im Kampf um den Titel. Bei allem Positiven, das bisher aufgezählt wurde, bleibt es dabei, dass Berlin eine enorm junge Mannschaft besitzt, in der mit Luke Sikma mit seinen 28 Jahren der älteste Akteur ist. Man konnte in manch wichtiger Partie bei Berlin durchaus die ein oder andere offensive Schwächephase erkennen, die vor allem dann zu Tage tritt, wenn der Gegner defensiv die Daumenschrauben anzieht und eng, sowie hoch aggressiv auf den Füßen und in den Passwegen der Berliner steht. Hier merkt man das junge Alter der Berliner an, die dann phasenweise kaum Lösungen finden und der Ball sich vermehrt weit abseits des gegnerischen Korbes zugepasst wird ohne jedoch einen vernünftigen Wurf nehmen zu können. Dies geht auch, so jedenfalls lässt es die Beobachtung vermuten, mit einher, wenn die Intensität beim Offensivrebound nicht aufrechterhalten werden kann, in dem Berlin nicht mehr mit der gleichen Intensität den offensiven Brettern nachgeht oder es der gegner schafft, das eigenen Brett besser zu kontrollieren. Ob dies in der Endphase der Saison zum Stolperstein werden wird, bleibt jedoch abzuwarten, da Berlin mit Aito Reneses nicht nur einen überaus erfahrenen Trainer an der Seitenlinie stehen hat, sondern auch, da seine Spieler insgesamt über einen hohen Basketball-IQ verfügen, um hier schnell und erfolgreich “lernen” zu können.

Aggressivität in der Defense mit schnellen Beinen, sowie Händen

Nicht nur Berlins Offensive weiß in dieser Saison zu überzeugen, nein, vor allem auch die defensiven Qualitäten spielen eine fast noch wichtigere Rolle, warum man die Hauptrunde auf dem zweiten Platz abgeschlossen hat. Auch hier wird das Konzept vom Spanier Aito über weite Strecken in dieser Saison umgesetzt. Der Spanier möchte hierbei, dass sein Team über 40min eine sehr aktive Verteidigung aufzieht und hierbei nicht nur die Beinarbeit eine wesentliche Rolle einnehmen soll, sondern auch sehr viel mit flinken Händen gearbeitet wird. Die spiegelt sich auch in den Zahlen, die im Check-Up genannt wurden, wieder. 9,5 Steals pro Partie zeugen von der aktiven Umsetzung der Alba Defense. 

Ein weiterer Grundstein des defensiven Konzeptes ist das sehr aggressive Verteidigen des ballführenden Spielers, der permanent versucht wird unter Druck zu setzen und diesbezüglich eine Entscheidungsfindung möglichst zu erschweren. Somit ist es für das gegnerische Team zum Teil schon in der Frühphase des Setplays eine Herausforderung aktive Lösungen zu finden. 

Embed from Getty Images

Auch in der Post-Up-Defense spielt Alba ein sehr “striktes” Konzept des “Stunts”. Die wurde bereits eindrucksvoll im Artikel “Alba Berlin – Nur ein Pass entfernt (vom Pokalsieg)” von Chris Schmidt ausführlich und in sehr schöner Weise erklärt, so dass es sich mehr als lohnt, nochmal einen Blick in den Artikel zu investieren. Das Grundprinzip lässt sich damit beschrieben, dass ein weiterer Spieler, meist vom Flügel, soweit absinkt, dass der ballführende Spieler im Post sich einem vorgetäuschten Doppeln ausgesetzt sieht und demnach reagieren muss. Aus der Sicht der Verteidigung soll er einen schlechten Wurf nehmen oder aber den Ball wieder auf den Flügel passen. Uns hierbei besteht die Kunst: Der Verteidiger, der das Doppeln antäuscht, muss hier sehr flink auf den Beinen sein, um rechtzeitig zum Close-Out seines eigenen Gegenspielers bereit zu stehen, der womöglich gerade zum Wurf ansetzt.  Alba hat hier den Vorteil, dass sie über viele bewegliche Spieler verfügen, sowohl im Back- als auch im Frontcourt.

Aber auch das Rebounding spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Gerade Luke Sikma sticht hier auch im defensiven Halbfeld hervor. Er ist ein ausgesprochen guter Rebounder, da er anscheinend einen Instinkt hat, wo der Basketball wieder in greifbare Nähe herunterfällt. Das restliche Team reboundet einzeln betrachtet gar nicht mal so überragend, sie schaffen es aber, dass jeder im Team in den Rebound involviert wird; d. h. auch die Guards. So schafft es Alba über die Saison hinweg quasi fast jeden Gegner auszurebounden (mit einer Differenz von über 6 Rebounds pro Partie). Dies schaffen neben Alba Berlin nur die Müncher Spieler vom FC Bayern. 

Ist das junge Alba Berlin mit ihrem erfahrenen Erfolgscoach bereit für den Titel?

Nach den ganzen positiven Aspekten, die in diesem Artikel genannt wurden, müsste Alba Berlin in dieser Saison eigentlich wieder soweit sein, dass ein Meistertitel angegriffen werden kann. Doch ist dem wirklich so?

Berlin spielt bislang eine überragende Saison, ohne jeden Zweifel. Ihr Spielstil kommt nicht nur bei Berliner Basketball Fans an, sondern wird auch im Rest der Basketballlandschaft hoch gelobt. Und genau darin könnte die Gefahr liegen. Das Team von Trainer Aito ist mit wenigen Ausnahmen sehr jung und im Vergleich zum großen Favoriten FC Bayern München doch ein gutes Stück weit unerfahrener. Die Playoffs sind nochmal eine ganz andere Saisonphase, in der es meist noch ein Stück weit intensiver auf dem Parkett zu Sache gehen wird. Und gerade da könnte ihre junge Unerfahrenheit ein Stolperstein werden. Dort werden Turnovers nochmal anders bestraft und Phasen, in denen man gegen die gegnerische Defense wenig Möglichkeiten findet, können schnell mal in die Köpfe steigen.

Doch Berlin hat hier auch trotzdem zwei Trümpfe in der Hand: Ihr Trainer Reneses hat im Basketballgeschäft schon sehr viel gesehen und viele Erfolge feiern können, er weiß sicherlich, wie man eine junge, talentierte und engagierte Mannschaft für die heiße Saisonphase einstellen muss. Und Berlin hat zudem noch Luke Sikma, der eine überragende Saison bislang spielt und an beiden Enden des Feldes für Berlin der Leitwolf für seine jungen Mitspieler ist und diese Rolle ebenso hervorragend ausfüllt, wie seine sportliche. 

Natürlich wird am Ende es auch von etwas Glück abhängen, aber das Berliner Team scheint bereit zu sein, um eine ernste Ansprüche auf die Titelvergabe anzumelden!

  • 7
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar