Draftprofile 2018

Miles Bridges

Michigan State Spartans

Datenblatt

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Name: Miles Bridges

Geburtsdatum: 21.03.1998

Größe: 6’6”

Gewicht: 226 lbs

Spannweite: 6’6‘‘

Position: Wing/Big

Team: Michigan State Spatans

 

Überblick

Stärken/Schwächen | Scouting-Logbuch | Spielervergleich | Videos | Wichtige Spiele | Artikelempfehlungen | Statssektion | Trivia | Twitter

Stärken

Schwächen

 + Schnelligkeit

+ Transition/Driving -Offense

+ defensive Mobilität

+ Mindset

 – defensive Konstanz

– Feinschliff in der Offensive

– Shooting 

Scouting – Logbuch

Wie bereits im Vorjahr  gab es in der Draft 2017 nur wenige Überraschungen. Die größte war dabei sicherlich die Entscheidung von Spartans-Freshman Miles Bridges. Trotz der Reform des Anmeldungsprozesses aus dem Vorjahr, entschied er sich gegen eine Anmeldung. Als einziges Top-Prospect verzichtete der Flügel/Big-Hybrid auf individuelle Workouts sowie die unverbindliche Teilnahme am Combine. An fehlender Upside wird dies allerdings nicht gelegen haben. Schließlich wären nur acht Talente aus dem 2017er Draftjahrgang jünger gewesen als Bridges. Sein Ziel für die kommende Saison scheint dabei klar zu sein: Er will sich nachhaltig in die Herzen der Spartans-Fans spielen und einen Titel gewinnen.

Eine Rolle in seiner Entscheidung dürfte daher die gute Freshmen-Class of 2017 (die Sophomores der kommenden Saison) gespielt haben, die aus den Spartens einen solchen Titelkandidaten machen werden. Angeführt wird diese vor allem durch Jaren Jackson Jr. Der Freshman gilt ebenfalls als aussichtsreiches Talent für die kommende Draft.

Preseason / Saison 2016/2017

Mit seinen 6’6” oder 6’7” (je nach Quelle) bringt Miles Bridges nicht gerade Gardemaße mit. Gerade wenn man ihn als möglichen Stretch Big in einem Smallball Linup sieht, könnten sich dabei defensive Probleme ergeben. Allerdings sollte seine NBA-Zukunft eher auf dem Flügel liegen. Dass er häufig, wie zuletzt am College, auf den großen Positionen aushelfen wird, sollte  eher die Ausnahme sein. 

Athletisch muss sich Bridges vor keinem anderen Talent verstecken. Antritt und Spitzengeschwindigkeit stimmen und auch seine Sprungkraft ist überdurchschnittlich. Vergleichswerte fehlen aufgrund des verpassten  Draft-Combine.

Offensive

Es ist genau dieser schnelle Antritt, der den MSU-Wing zu einem aggressiven Driver macht. Er strahlt dadurch mehr als nur eine Gefahr aus dem Fastbreak aus, sondern kann auch eine seriöse Halbfeld-Option sein.

Dennoch bleibt er am stärksten, wenn er es schafft im Schnellangriff zu attackieren. Er schließt dann effektiv und teilweise mit spektakulären Bewegungen ab.

Auch offball kann er so in Szene gesetzt werden:

Seine Mischung aus bulligem Körper und Schnelligkeit macht ihn dabei zu einem potentiellen Mismatch. Genau diese Mismatches erkennt der Flügelspieler und attackiert sie konsequent, sowohl gegen Big Men als auch gegen Wings.

Der Linkshänder schließt dabei auch mit rechts gut ab. Bei der rohen Athletik fehlt Bridges es allerdings gleichwohl an Countermoves – aufbauend auf  seinen guten athletischen Grundlagen besteht hier Steigerungsbedarf.

Neben seiner Teilzeit-Rolle als Big, übernahm Bridges auch immer wieder Verantwortung als Playmaker. Dabei schafft er es seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. Um in der Rolle als Fulltime Ballhandler zu agieren, fehlt es Bridges allerdings noch an Ballsicherheit. Hier muss der Sophomore noch zulegen, um auch in der NBA für Gefahr zu sorgen. 

Doch nicht nur mit dem Zug zum Korb strahlt er Gefahr aus. Sein Wurf wirkte schon zu Saisonbeginn sehr sauber. Seine Quoten stimmten spätestens mit Beginn des Conference-Play. 42% Collegedreier bei 5,1 Versuchen pro Spiel deuten zumindest an, dass er auch auf NBA-Niveau eine Midrange-Option sein wird. Häufig kreiert er diese Abschlüsse jedoch nicht selbst, zu 87% resultieren seine Abschlüsse aus Assists. Er könnte dadurch aber als solide Spot-Up-Option helfen.

Seine Freiwurfzahlen von nur 68 FT% könnten als problematisch angesehen werden. Es bleibt abzuwarten, ob sein Wurf wirklich so gut ist wie die gezeigten 42 3P%.

Ein Indiz dafür könnte seine neue Rolle sein. Dank Jarren Jackson Jr. sowie Carter und Schilling, die jeweils von einer Verletzung zurückkehren, ist Michigan State auf den großen Positionen sehr tief aufgestellt. Eine Rolle als Stretch-Big kam somit nicht mehr auf Bridges zu (Was sich übrigens auch in seinen Reboundzahlen widerspiegelt). Sein offensiver Output beschränkt sich dadurch hauptsächlich auf Shooting und early Offense. Bei letzterer tritt er vor allem als Creator in Erscheinung. Als Shooter zuletzt immer häufiger  als Spot-Up Spieler.  So wird jeder einzelner seiner 17 Dreiern in den ersten neun Spielen assistiert. 

Als Sinnbild für diese neue Rolle können die Spiele gegen Duke und bei Rutgars angesehen werden: Er nimmt in diesen Spielen doppelt so viele Dreier wie Zweier und trifft diese mit fast 50%iger Sicherheit. 

Defense

Das hohe offensive Volumen wirkte sich auf die defensive Leistung aus. Sein Einsatz ist nicht immer der höchste, phasenweise wirkt er etwas lethargisch. Er schafft es nicht über die kompletten 24 Sekunden in defensiver Position zu verweilen. So ist er oft zu einfach zu attackieren.

Größere Probleme bereiten ihm auch die Verteidigung von Ballscreens. Hier kann man den Flügel häufig auf dem falschen Fuß erwischen. In der heutigen NBA besteht hier dringender Handlungsbedarf. Eine weitere Saison unter Tom Izzo, der als extrem harter Arbeiter gilt, sollte ihn einen weiteren Schritt nach vorn bringen. 

Teilweise könnten seine defensiven Probleme aus seiner bisherigen Rolle abgeleitet werden. Durch seine Länge wurde er defensiv eher auf den großen Positionen eingesetzt. Die Verteidigung des Perimeter ist eine neue Erfahrung für Bridges, an die er sich erst noch gewöhnen muss. 

Dazu passend erkennt man durchaus gute Ansätze in der Lowpost-Verteidigung. Und das auch gegen größere Gegenspieler:

 

Spielervergleich 

Was bringt Miles Bridges an NBA-Skill mit? Vor allem wird der Flügel mit seiner Athletik punkten. Eine gewisse Variabilität wirft er ebenfalls in den Ring. Es könnte aber durchaus befürchtet werden, dass Bridges zwischen den Stühlen steht. Eine Entwicklung in die Richtung Derrick Williams wäre denkbar – also ein Überathlet, der Probleme hat seine Nische zu finden. Eine andere Möglichkeit wäre ein Entwicklung zu Rudy Gay. Er würde dann immer wieder aus der Isolation scoren und könnte eine interessante zweite oder dritte Option bei einem Contender werden. Er müsste sich dazu allerdings noch einige offensive Waffen (weiter-)entwickeln. Ein Meisterschaftsteam wird man allerdings auch bei optimaler Entwicklung nicht um Bridges aufbauen können. 

Aufgrund der aktuellen Rolle könnte seine Entwicklung auch in der NBA in Richtung Three and D gehen. Mit der Gefahr, die er dabei aufgrund seiner Athletik im Fastbreak ausstrahlt könnte seine Rolle in die Richtung Donavan Mitchell gehen, wobei der aktuelle Jazz-Rookie sogar größere Probleme hatte den College-Dreier zu treffen. Bridges dürfte außerdem ein vielseitigerer Verteidiger sein. 

Videos

Wichtige Spiele mit aufschlussreichem Matchup

 

Jan. 4 vs. Maryland mit Wing Justin Jackson

Jan. 13 vs. Michigan mit Big Moritz Wagner

Jan. 19 vs. Indiana mit Wing/Big Juwan Morgan

Jan. 26 vs. Wisconsin mit Big Ethan Happ

Jan. 28 @ Maryland mit Wing Justin Jackson

Feb. 03 @ Indiana mit Wing/Big Juwan Morgan

Feb. 10 vs. Purdue mit Big Isaac Haas und Vince Edwards

Feb. 13 @ Minnesota mit Big Reggie Lynch

Feb. 25 @ Wisconsin mit Big Ethan Happ

Artikelempfehlungen

“I never really had one and done in my mind. My whole focus was on wining a national championship,” Bridges said. “I never really made a decision to leave or to stay because staying was always in my head if we didn’t win the national championship.”

The Enigma of Miles Bridges: Inside the ‘weirdo’s’ decision to return to Michigan State

Statssektion

College: 

Big Ten Freshman of the Year 2016 (Media und Coaches)

All Big Ten 2nd Team 2016 (Media und Coaches)

International:

Nike Global Challenge (Bronze) 16,5 PPG und 9,8 RPG in 4 Spielen – All Tournament 2nd Team

Highschool:

USA TODAY’s All-USA Second Team 2016

All-Star-Events:

McDonalds All-American  2016: 8 Punkte 3 Rebounds, 3 Assists und 2 Steals in 16 Min.

Jordan Classics 2016: 17 Punkte (1-7 3Pt FG), 4 Rebounds, 3 Assists und 3 Turnover in 25 Minuten

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Trivia

Twitter

@MilesBridges01

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