Draftprofile 2018

DeAndre Ayton

Arizona Wildcats

Datenblatt

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Name: DeAndre Ayton

Geburtsdatum: 23.07.1998

Größe: 7’0”

Gewicht: 243 lbs

Spannweite: 7’5.5‘‘

Position: Big

Team: Arizona Wildcats

 

Überblick

Stärken/Schwächen | Scouting-Logbuch | Spielervergleich | Videos | Wichtige Spiele | Artikelempfehlungen | Statssektion | Trivia | Twitter

Stärken

Schwächen

+ Wurf

+ Rebounding (Timing + 2nd Jump)

+Running the Floor

-Back-to-Basket Game

-Lack of effort

-Shooting Stroke

Scouting – Logbuch

 

14.11.2017: Preseason

Ob Kamerun (Embiid), Dominikanische Republik (Towns) oder Haiti (Labissiere), die Herkunft der Top-Bigman-Prospects am College scheint immer exotischer zu werden. Nachdem wir im letzten Jahr auf einen solchen Exoten verzichten mussten, kommt in diesem Jahr ein Prospekt von den Bahamas. Sein Name DeAndre Ayton. Zumindest auf den ersten Blick muss der sich nicht von seinen namenhaften Vorgängern verstecken. 

Preseason

DeAndre Ayton ist unter Gleichaltrigen eine echte Erscheinung. Vor allem durch seine langen Arme und der daraus resultierenden Standing Reach, wirkt er vielen Altersgenossen bereits überlegen (mit der Außnahme von Mo Bamba). Er ist dabei jedoch nicht der muskulöseste Spieler. Hier sollte er mit seinem relativ hohen Alter von 19 Jahren bereits weiter sein. 

Trotz oder gerade wegen dieser fehlenden Muskelmasse verfügt der Bigman über eine gute Grundschnelligkeit. Zusätzlich dazu wirkt seine Sprungkraft im Second Jump sehr hoch. Oder zumindest lassen seine Größe und sein Timing beim Rebounding dies so wirken.  

Dieser gute Instinkt führt dabei auch immer wieder zu solchen Abschlüssen: 

Offense

Offensiv ist könnte das Toolset des DeAndre Ayton kaum besser in die aktuelle NBA passen. So verspricht der geborene Bahamer sowohl eine gewisse Range, als auch die Möglichkeit am Ring abzuschließen.

Gerade der Abschluss in Ringnähe kommt dabei oft aus dem Pick and Roll. 

Mit seiner ansehnlichen Beweglichkeit ist er zudem in der Lage auch aus dem Fastbreak gefährlich zu sein.

Bei den einschlägigen Auswahlspielen, die im Sommer stattfanden, deutete er einen sehr guten Riecher für den offensiven Rebound an. Gerade in diesen Aktionen schließt er mit der schwachen oder starken Hand ab. Bei offenem Zug zum Korb ist er dabei durchaus bereits mit guten Moves ausgestattet. 

Sein Wurf sieht zumindest gut aus. Und etwa beim Adidas Nation lässt sich auch eine Gefahr aus dem Dreipunktbereich erkennen. Trotz guter Technik wirkt er in den weiteren Events etwas inkonstant (0-4 Dreier). Es ist also noch ein weiter Weg zu einer konstanten Dreipunktgefahr.

Defense

Defensiv lässt sich aktuell noch kein klares Bild zeichnen. Durch seine Länge wird er potentiell als Ringbeschützer in Erscheinung treten können. Bislang konnte er das jedoch noch nicht wirklich unter Beweis stellen. 

Auch seine Pick and Roll-Verteidigung soll mit der geringen Sample-Size noch nicht beurteilt werden. Generell wird ihm allerdings allgemein kein gutes defensives Spielverständnis bescheinigt. Ob dies sich bestätigt oder negiert werden kann, wird sich wohl erst nach den ersten Duellen auf NCAA-Niveau zeigen.

Eine Tendenz, die sich allgemein in seiner Verteidigungsleistung zeigt, ist eine gewisse Lustlosigkeit. Diese zeigt sich gerade nach verkorksten Offensivaktionen. Diese lästige Angewohnheit sollte er jedoch schnell ablegen können. 

Ansonsten sollten die ersten Spielen vor allem zwei Fragen klären können: Wie gut ist seine Verteidigung des Pick and Roll und kann Ayton den Ring beschützen.

07.01.2018 – Update I: non-conference play

Nach den ersten Eindrücken aus den non-Conference Duellen und den ersten beiden Auftritten innerhalb der Pac-12 ist es an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Die Zahlen lesen sich extrem gut. 19,7 PPG bei einer eFG% von 64% und 11,9 RPG lassen selbst Anthony Davis alt aussehen. Der Kentucky-Freshman legte seiner Zeit nur 14,2 PPG und 10,4 RPG bei nahezu identischer Spielzeit auf. Zumindest offensiv handelt es sich damit um einen Output, der unter Big Men in den vergangenen Jahren (zumindest sollte man Marvin Bagley in seiner NBA-Rolle eher als Wing-Big-Hybrid sehen) seinesgleichen sucht. Defensiv zeigen sich gerade im Rim Protecting noch schwächen.

Es soll zunächst einmal auf die Fragen der Preaseason eingegangen werden: In der Verteidigung des Pick and Roll wirkt der 7-Footer erstaunlich agil. Sowohl seine Verteidigungsposition als auch die laterale Geschwindigkeit wirken überdurchschnittlich für einen Mann seiner Länge. Ayton sollte entsprechend gegen NBA-Verteidiger seiner Statur am Perimeter und bei Drives bestehen können. Phasenweise zeigt er hier sogar gute Ansätze gegen kleinere Gegenspieler, die er geschickt vor sich hält. Es macht den Eindruck, als könnte Ayton selbst in der NBA zumindest Big Men und große Flügel bis zum Perimeter verteidigen. Die gute Mobilität, die er zweifelsfrei besitzt, hilft ihm dabei zusätzlich.

Die zweite wichtige Frage war die nach seinen Qualitäten als Ringbeschützer. Hier fällt das erste Fazit eher ernüchternd aus. Tatsächlich zeigt sich Ayton eher als sehr zurückhaltender Verteidiger in unmittelbarer Korbnähe. Die meisten Bigs in seinem Alter fliegen jedem Block hinterher und agieren oft sehr überstürzt. Anders Ayton, der Würfe zwar mit seinen langen Armen contested, aber dabei nur selten den Boden verlässt und eben nicht jeden Wurf in seiner unmittelbaren Nähe blocken will. Dadurch lässt er einiges an Potential liegen. Denn der  Mann aus den Bahamas zeigt beim Rotieren von der Weakside oder in Chasedown-Situationen, dass er eben zu mehr fähig wäre.  

Diese positiven Ansätze, die sich in den ersten Partien des Conference Plays abzeichnen, sollen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Gerade gegen Utah wirkte Ayton verbessert. Ihn mittelfristig zu einem soliden Ringbeschützer zu entwickeln, scheint zumindest nicht abwegig.

Offensiv wirkt sein Game leider etwas veraltet. Mit seiner guten Fußarbeit und einer Vielzahl an Moves in Korbnähe wäre es Mitte des letzten Jahrzehnts nur schwer vorstellbar, Ayton nicht an Eins zu ziehen.

Trotz dieses eher klassischen Scoring Skills muss man Ayton die bereits angesprochene Mobilität zu Gute halten. Die Fähigkeit, den Fastbreak zu laufen und mittlerweile sogar als aggressiver Roll Man abzuschließen, sollte ihm auch in der heutigen NBA einen Rotationsplatz sichern.  

Zugabe zu diesen Skills wäre sicherlich die Entwicklung eines Dreipunktwurfes. Gerade im Pick and Pop zeigt der 7-Footer immer wieder sein Potential. Um ihn als konstante Gefahr von außen zu sehen, reichen seine mageren 30% von hinter der Linie nicht aus, um konstant Gefahr auszustrahlen. Der Vergleich zwischen  Ayton und Karl-Anthony Towns macht jedoch Hoffnung. Der ehemalige Kentucky-Big konnte seine Trefferquote von 25% am College auf 39% in der aktuellen Spielzeit steigern. Eine ähnliche Steigerung in diesem Bereich könnte DeAndre Ayton zu dem größten Doncic-Herausforderer auf die Top-Position in der kommenden Draft machen.

Spielervergleich 

Wie bereits zu Beginn angedeutet, lässt sich durchaus ein Vergleich mit seinen direkten Vorgängern ziehen. Gerade bei körperlich überlegenden Bigman sollte man allerdings erst einmal die Latte relativ niedrig ansetzten. Von den ersten Experteneinschätzungen könnte er ein Karl-Anthony Towns-Klon sein und Verteidigung sowie Spacing mitbringen. Allerdings könnte sein wackliger Wurf ihn auch eher zu einer Art Skal Labissiere machen. Obwohl Aytons Rebounding besser sein dürfte als das des Haitianers. Ein realistisches Szenario steht und fällt bei Ayton mit seinem Wurf und der allgemeinen Entwicklung seiner Verteidigung. Sein aussichtsreichster NBA-Skill dürfte aktuell das offensive Rebounding und seine Mobilität sein. Im Endeffekt könnte ihn das zu einer größeren Version von Tristan Thompson machen. 

Videos

 

Wichtige Spiele mit aufschlussreichem Matchup

(possible) Nov. 24 vs. Villanova (@Atlantis) mit Bigman Omari Spellman 

Dec. 02 @UNLV mit Bigman Brandon McCoy

Dec. 05 vs. Texas A&M mit Bigman Robert Williams

Dec. 09 vs. Alabama mit Bigman Daniel Giddens

Dec. 21 vs. UCON mit Bigman Josh Carlton

Conference: Cal (Marcus Lee), Oregon State (Drew Eubanks), Stanford (Reid Travis), UCLA (Jalen Hill, Thomas Welsh), USC (Chimezie Metu, Bennie Boatwright)

Artikelempfehlungen

Statssektion

Highschool:

USA TODAY’s All-USA First Team 2016, 2017

All-Star-Events:

McDonalds All-American 2017: 8 Punkte, 11 Rebounds, 3 Steals in 20 Minuten

Jordan Classics 2017: 19 Punkte, 8 Rebounds in 18 Minuten

Nike Hoop Summit: 8 Punkte, 7 Rebounds in 27 Minuten

Adidas Nation (Team Harden) Gold Medal:

17,4 PPG (bei 60 FG%, 42,9 3P% und 82,4 FT%), 11 RPG bei 1,4 ToPG 

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Trivia

Twitter

@RealDeandreAy

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