Alltimers, Cleveland Cavaliers, Playoffs 2017

Defense wins Championships! Mythos oder Wahrheit?

Was bedeutet dies für de Erfolgschancen der Cleveland Cavaliers?

Die Cleveland Cavaliers ernten mit einem enttäuschenden Regular Season (RS) Finish, und der daraus resultierte Positionierung auf Platz 2 der Eastern Conference hinter den Boston Celtics, berechtigte Kritik. Vor allem ein Aspekt des Teams sorgt für die meiste Aufmerksamkeit: die Defense. Die Verteidigung der Cavaliers befindet sich nach Beenden der RS ligaweit lediglich auf Platz 21. Wie stehen die Chancen für ein Team mit einer defensiven Leistung auf deutlich unterdurchschnittlichem Niveau auf die Conference Finals (CF) oder gar die Finals? Allgemein hört man oft Aussagen wie “man benötigt eine Defense und eine Offense, die sich beide mindestens auf Top 10 Level befinden, um Champion zu werden” oder eben “Defense wins Championships”. Dadurch wird suggeriert, dass eine starke Verteidigung essentiell für Erfolg in den Playoffs ist. 

Auch in der aktuellen MVP-Debatte findet Defense einen besonderen Stellenwert. Ist sie doch das Hauptargument bei der Kandidatur Kawhi Leonards auf positiver Ebene, sowie ein Kritikpunkt an den Kandidaten James Harden und Russell Westbrook. In jedem Fall wird der Defensive sowohl auf Team- als auch auf individueller Ebene aktuell Aufmerksamkeit geschenkt. Wie wichtig ist Defense aber wirklich für den Erfolg? Ist die offensive Leistungsfähigkeit ähnlich oder gar wichtiger?

Bewertet wird hierbei ein Zeitraum, der die aktuellen Regeln und Maßstäbe in der Defense abbildet. Die Einführung der Defensive Three-Seconds in der Saison 2001/2002 bildet somit einen logischen Startpunkt der Untersuchung und die abgeschlossene Saison 2015/2016 den Schluss. 

Die Zahlen der Champions

In dem untersuchten Zeitraum zeigten die Champions folgende offensive und defensive Leistungen in den Playoffs: 

SaisonTeamORtg (Positionierung im Ligavergleich)DRtg (Positionierung im Ligavergleich)
01/02Los Angeles Lakers106.4 (2nd)103.3 (7th)
02/03San Antonio Spurs103.7 (10th)97.7 (2nd)
03/04Detroit Pistons99.3 (7th)92.0 (1st)
04/05San Antonio Spurs110.0 (7th)98.8 (1st)
05/06Miami Heat106.2 (11th)102.0 (1st)
06/07San Antonio Spurs107.6 (3rd)103.1 (5th)
07/08Boston Celtics109.4 (6th)103.3 (2nd)
08/09Los Angeles Lakers111.4 (4th)103.5 (2nd)
09/10Los Angeles Lakers112.8 (4th)108.6 (7th)
10/11Dallas Mavericks112.9 (1st)106.3 (8th)
11/12Miami Heat109.6 (3rd)101.6 (6th)
12/13Miami Heat110.2 (1st)102.9 (4th)
13/14San Antonio Spurs114.2 (2nd)104.2 (3rd)
14/15Golden State Warriors108.7 (1st)100.5 (1st)
15/16 Cleveland Cavaliers115.5 (1st)106.0 (7th)

Zu sehen sind viele Platzierungen in den Top 3, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Die Champions seit der Saison 01/02 verbuchen im Schnitt die folgenden Werte:

Average ChampionORtg (durchschnittliche Platzierung)DRtg (durchschnittliche Platzierung)
Average Champion109.2 (4.2)102.2 (3.8)

Sowohl die Offensive als auch die Defensive befinden sich auf elitärem Level. Viermal stellte der Champion in der Postseason die beste Defense und zweimal die beste Offense. Die Miami Heat von 05/06 sind das einzige Team, welches keinen Top 10 Wert in der Offense verbucht (106.2; 11th). Die beste Defense dieser Playoffs (102.0) war von Nöten, um die unterdurchschnittliche Offense auszugleichen. Insgesamt stellten lediglich vier Teams keine Top 5 Offense. Den schlechtesten Defensivwert stellten die Dallas Mavericks von 10/11 (106.3; 8th). Zusammen mit den Lakers 09/10 (108.6; 7th) den Heat 11/12 (101.6; 6th) und dem amtierenden Champion aus Cleveland (106.0; 7th) sind das die einzigen Teams, die keine Top 5 Defensive auf den Platz brachten. Alle Teams, bei denen sich einer der beiden Werte außerhalb der Top 5 befindet, stellen in der jeweils anderen Kategorie mindestens einen Top 2-Wert. Eine im Kontext gesehene schwache Offense/Defense muss folglich mit einer nahezu konkurrenzlos guten Defense/Offense ausgeglichen werden.

Die Zahlen verhalten sich auffallend ähnlich. Um die Saison als bestes aller Teams abzuschließen benötigt es also im Schnitt sowohl eine Top 5 Defense als auch eine Top 5 Offense. Die Werte suggerieren, dass beide Facetten nahezu gleich wichtig für den absoluten Erfolg in der NBA sind. Die Defense (3.8er Platz im Ligavergleich) ist hierbei im Schnitt nur minimal besser als die Offense (4.2er Platz). Die Aussage “Defense wins Championships” verhält sich also nur bedingt als Tatsache. Die offensive Leistung ist ebenso entscheidend für den Titelgewinn.

Das Level der Contender

Bei den Champions ist also ein übergreifendes Top 5 Level von Nöten. Wie sieht das wiederum bei den Verlieren der Finals und den Conference Finals Teilnehmern aus? Ein ganzes Drittel der Finals im Untersuchungszeitraum zog sich über sieben Spiele. Insgesamt fünfmal gingen die Finals über sechs Spiele, dreimal über fünf und zweimal über vier. In zwei Dritteln der vergangenen Finals ist es nicht weit hergeholt zu behaupten, dass die Verlierer eine nennenswerte Chance auf den Titel besaßen. Es macht also Sinn sich ebenfalls das offensive und defensive Niveau der Finals-Verlierer anzusehen. Um das Untersuchungsfeld abzurunden und die Ergebnisse mit einer reliablen Sample Size unterlegen zu können, wurden die Verlierer der Conference Finals ebenfalls inkludiert. So ergibt sich ein aussagekräftiges Profil der Contender. Contender sind nach Definition Championshipanwaerter und müssen somit in jedem Fall bei der Analyse berücksichtigt werden. Benötigt ein Contender dasselbe oder ein ähnliches Level wie der Champion? Wie weit ist die durchschnittliche Leistungsfähigkeit  eines Contenders von der eines Champions entfernt?

Bei den Finals-Verlierern verhält es sich ähnlich wie bei den Champions nur auf minimal schlechterem Niveau. Im Durschnitt verbuchen sie eine recht klar schlechtere Offense (6.8) und Defense (5.1). Beide Werte befinden sich nicht ganz auf Top 5 Niveau. Insgesamt vier Teams stellten keine Top 10 Offense. In der Defense sich hingegen alleine die Oklahoma City Thunder nicht auf Top 10 Niveau (107.4; 12th). Bei einem im Vergleich zur Regular Season stark verkleinerten Teilnahmerfeld benoetigten Teams, die es in die Finals geschafft haben also bis auf eine Ausnahme eine Top 10 Defense. Unterdurchschnittliche Offensiven können kompensiert werden, schwache Defensiven unter Durchschnittsniveau nicht. Ein Einzug in die Finals erfordert also im Schnitt eine Offense, die sich im Vergleich auf Platz 5.5 befindet und eine 4.45 platzierte Defense.

Bei den Conference Finals Vize-Champions gibt es einen erneuten Qualitätsverlust. Hierbei ist vor allem ein eklatanter Unterschied zwischen dem Westen und dem Osten festzustellen. Die Eastern Conference Finals Verlierer befinden sich im Schnitt defensiv auf Platz 4.1 und offensiv auf Platz 7.6. Defensiv also sogar fast auf dem durchschnittlichen Champion-Level. Im Westen ist es genau umgekehrt. Hier stellen die Verlierer der Conference Finals im Schnitt die 4.1 beste Offense und nur die 9.5-beste Defense. Das ist ein im Kontext betrachtet äußerst schwaches defensives Gesamtniveau, welches als stark unterdurchschnittlich beschrieben werden kann. Die Parole “im Osten wird hart (defensiv) und im Westen soft (offensiv) gespielt” trägt somit tatsächlich einen gewissen Wahrheitsgehalt, auch wenn Defensive wenig bis gar nichts mit der Umschreibung “hart” und Offensive mit “soft” zu tun hat.

Die Assoziationen “West=offensiv” und “East=Defensiv” wurden geprägt durch Teams wie die Detroit Pistons Anfang bis Mitte der letzten Dekade oder den D’Antoni-Suns Mitte der letzten Dekade. Auch nicht ganz unschuldig für diese Ansicht ist die Verteilung der Defensive Player of the Year Awards im untersuchten Zeitraum. So gingen ganze 11 der 15 Awards an Spieler aus dem Osten (Ben Wallace x4, Dwight Howard x3, Ron Artest x1, Kevin Garnett x1, Tyson Chandler x1 und Joakim Noah x1). Die Topscorer-Krone ging hingegen insgesamt neunmal an Spieler aus dem Westen (Kevin Durant x4, Kobe Bryant x2, Russell Westbrook x2 und Stephen Curry x1). So wenig aussagekräftig individuelle Awards und Scoring-Werte auch sein mögen, so geben sie immerhin eine Tendenz vor. Auch wenn bereits dargelegt wurde, dass es für den Titel eine etwa gleich starke Offense wie Defense benötigt, zeigen die Zahlen des Westens und Ostens doch klar auf, dass es für einen CF-Teilnehmer im Westen wichtiger ist eine starke Offense zu stellen als für die Teams im Osten, die sich im Schnitt mehr über ihre Defense definieren.

Im Durchschnitt zeigen die Werte folgendes Bild :

 ORtg
(durchschnittliche Platzierung)
DRtg (durchschnittliche Platzierung)
Average Champion109.2 (4.2)102.2 (3.8)
Vize-Champion106.8 (6.8)103.6 (5.1)
Vize-West Champion109.8 (4.1)107.1 (9.5)
Vize-East Champion104.9 (7.6)102.1 (4.1)

Der durchschnittliche Contender (mindestens Erreichen der CF-Finals) zeigt sich dann wieder deutlich ausgeglichener und offensiv sogar auf besserem Niveau als der durchschnittliche Vize-Champion:

 ORtg (durchschnittliche Platzierung)DRtg (durchschnittliche Platzierung)
Contender107.6 (5.6)103.7 (5.6)

Es zeigt sich erneut, dass ein hohes Level sowohl in der Defense als auch in der Offense notwendig ist, um mindestens zu den besten vier Teams der Playoffs zu gehören. Interessanterweise befinden sich die Ratings sogar auf dem exakt gleichen Level. Entscheidend ist das ausgeglichene Niveau. Teams die entweder in der Offense oder in der Defense brillieren haben durchwachsene Chancen auf eine CF-Finals-Teilnahme. Ganze neunmal schaffte es die beste Defense der Playoffs nicht in die Conference Finals, siebenmal war die beste Offense nicht genug. Im Schnitt befand sich das Team mit der besten Defense der Playoffs knapp auf Top 10 Niveau in der Offense (9.7). Die beste Offense der Playoffs verbuchte im Schnitt ein defensives Niveau auf ähnlichem Niveau (10.2). Auch diese Werte bestätigen, dass sowohl die Offense als auch die Defense entscheidend für eine erfolgreiche Postseason sind.

Regular Season Playoffs?

Nachdem das notwendige Niveau eines Contenders dargelegt wurde, kommen wir wieder zurück zu der diesjährigen Defense der Cleveland Cavaliers. Wie aussagekräftig ist das defensive und offensive Level eines Teams in der Regular Season? Wie groß ist die Relevanz der Werte auf die Playoffs bezogen? Betrachtet man die Defensive, zeigt sich, dass sich Spitzenniveau in der Regular Season auch in den Playoffs durchsetzt. In den 15 untersuchten Saisons schaffte es das beste Defensiv-Team der RS ganze zehnmal bis in die Conference Finals oder weiter. Bei den besten RS Offensiv-Teams war das nur fünfmal der Fall.

Für die aktuelle Debatte um die Cavaliers ist es interessant zu betrachten, wie gut eine Defense in der RS mindestens sein muss, um realistische Chancen auf einen tiefen Playoffrun zu haben. Cleveland belegte in der RS Platz 21 im DRtg, verteidigte den Dreier knapp auf durchschnittlichem Niveau (36.1% Opponent 3P%; 13th) ließ aber die siebtmeisten Distanzwuerfe zu (28.7 Opponent 3PA). Dazu sahen defensive Rotationen oft sehr schwach aus und auch Rim Protection lieferten die Cavaliers in der Saison 16/17 kaum, was zu zu vielen zugelassenen Punkten in der Zone führte (44.5 Opponent PITP; 19th). Nur ein Team hat es mit einer vergleichbar schlechten Defense bis in die Conference Finals geschafft. Die Phoenix Suns im Jahr 2010 belegten in der RS Platz 23 im DRtg und standen damit gar schlechter da als die aktuellen Cavaliers. Trotzdem reichte es für eine kompetitive Conference Finals Serie gegen den nachfolgenden Champion aus Los Angeles. Die Cavaliers selbst stellten im Jahr 2015 mit Platzierung 18 im DRtg das zweitschlechteste Team im Untersuchungszeitraum. Es ging bekanntermaßen, trotz gravierender Verletzungsprobleme bis in die NBA Finals, wo das Team sich denkbar knapp den Golden State Warriors geschlagen geben musste. Die trotz schlechter Defense in der RS gezeigten Leistungen in den Playoffs der Suns und Cavaliers lässt sich aber vor allem bei Cleveland auf eines zurückführen: eine deutlich gesteigerte Defensivleistung in der Postseason. Die Suns verbesserten sich von Platz 23 im DRtg (110.2) auf Platz 12 (112.7) in den Playoffs. Die Cavaliers gar von Platz 18 in der RS (106.3) auf Platz 4 in den Playoffs (103.1). Zu beachten ist hierbei natürlich die geringere Anzahl an Teams in den Playoffs. Allerdings steigt bekanntlich auch das Niveau der Gegner. Die reinen Zahlen suggerieren gar, dass die Suns auf nahezu gleichen Level in den Playoffs verteidigten. Wie bereits veranschaulicht spielt aber gerade im Westen die Offense eine große Rolle in den Playoffs. Hier belegten die Suns 2010 mit einem 117.8er ORtg den ersten Platz. Betrachtet man nun die Chancen der Cavaliers auf eine dritte Finalsteilname in Folge sieht es eher durchwachsen aus, wenn man sich die Zahlen der Finalsteilnehmer aus der RS im Vergleich zu den Playoffs anschaut:

 DRtg RS (Postition im Ligavergleich)DRtg Playoffs (Position im Ligavergleich)
Average Finals Team102.2 (5.3)102.9 (4.45)

Die Finalsteilnehmer stellten im Schnitt also auch in der Regular Season eine starke Defensive. Selbst wenn man das Feld auf alle Conference Finals Teilnehmer erweitert, bedeuten die Zahlen nichts positives für die Cavaliers. Die CF-Teilnehmer verbuchten in der RS im Schnitt eine in den Top 5 platzierte Defensive. Das ein defensives Upset möglich ist, zeigten die Cavaliers 2015 selbst. Das aktuelle Cleveland Team hat bisher in diesen Playoffs in den ersten zwei Spielen noch nicht gezeigt (Stand 18.4.2017), dass sie ihre Defensive stark verbessern können. Allerdings ist eine eklatante Steigerung der Defense der Cavaliers voraussichtlich auch erst ab einem anderen Gegner-Niveau notwendig. Die Zahlen sagen, dass ein erneuter Einzug in die Conference Finals oder gar Finals unwahrscheinlich ist. Das Aufholen eines 3-1 Rückstandes in den Finals ist jedoch statistisch und historisch betrachtet auch extrem unwahrscheinlich. In jedem Fall muss sich die defensive Leistungsfähigkeit der Cavaliers drastisch steigern, um die Chancen auf eine erfolgreiche Postseason zu erhöhen.

Fazit

Wie lässt sich also die Aussage “Defense wins Championships” nachfolgend bewerten? Wenn man es wirklich konkret auf die Champions bezieht, muss die Aussage, wenn auch beschränkt, bestätigt werden. Das defensive Level der Champions ist im Schnitt tatsächlich höher als das offensive Level. Beschränkt man sich mit der Aussage auf die Finals, hat das bessere Defensivteam ganze 11 von 15 Serien gewonnen. Allerdings gehört zu einer gewonnenen Championship bekanntlich mehr als das  erfolgreiche Bestehen in den Finals. Der Unterschied zwischen Defense und Offense ist in der Gesamtbetrachtung verschwindend gering. Trotzdem kann historisch betrachtet eine unterdurchschnittliche Offense eher aufgefangen werden als eine unterdurchschnittliche Defense. Insgesamt lässt sich dennoch sagen, dass sich die Offensive auf der Wichtigkeitsskala auf etwa gleichem Level wie die Defensive befindet. Für den Gewinn einer Championship sind elitäre Fähigkeiten auf ligaweitem Top 5 Level an beiden Enden des Feldes entscheidend. So sind die Miami Heat aus dem Jahr 2006 das einzige Team, welches den Titel gewann, ohne sowohl in der Offense als auch in der Defensive mindestens Top 10 Niveau auf den Platz zu bringen.

Es bleibt jedoch trotz allem dabei, dass Offense jederzeit in der Lage ist Defense zu schlagen. Das gilt umso mehr für das höchste Level. Es hilft logischerweise enorm, wenn die Teamdefense sich auf elitärem Level befindet, um den Vorsprung der Offense im Basketball so gering wie möglich zu halten. Die Regular Season besitzt erstaunlicherweise tatsächlich eine gewisse Aussagekraft auf die zu erwartende Leistung in den Playoffs. Zumindest wenn man betrachtet, wie ähnlich sich die defensive Qualität der Finalisten in den Playoffs zu der Leistungsfähigkeit in der Regular Season verhält. Für die Postseason der Cleveland Cavaliers im Jahr 2017 bedeutet all das wenig Gutes. Ohne eine enorme Steigerung in der Defensive ist ein erneuter Titelgewinn nahezu ausgeschlossen.

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3 comments

  1. Sebastian Hansen

    Ich hätte da mal noch eine Nachfrage zu dem Argument, dass im Westen eher gute Offense/schlechte Defense gespielt wird und im Osten umgekehrt. Aus meiner Sicht stellt sich da immer die Frage nach dem Ei bzw. der Henne: wird im Osten gute Offense gespielt, weil die Defensivreihen so schlecht sind oder ist die Defense im Ligavergleich so mies, weil die Offense einfach unschlagbar ist? Im Osten dann das gleiche, nur umgekehrt. Hast du für die Platzierungen auch Zahlen, die sich nur auf die eigene Conference beziehen? Bzw irgendwie so was wie viel die Zahlen von den Schnittwerten der RS (wo sich das eigentlich ausmitteln sollte, einigermaßen zumindest) abweichen?

  2. Poohdini

    Danke Nicho. Ich wollte mich schon vor Jahren an das Projekt wagen, aber bin leider nie dazu gekommen, obwohl ich schon einiges an Ideen hatte. Du hast das stark gelöst. Klasse!

    Ich würde dein Fazit bisweilen aber nicht komplett teilen. Leider wird in Basketball Foren noch viel zu oft mit solchen Stammtischparolen “Offense wins games, defense wins championships” argumentiert. Der Artikel zeigt aber, dass das streng genommen nicht stimmt. Man braucht beides. Man braucht AUCH eine gute Defense. Jene, die aber solche Sprüche benutzen glauben, dass man eine gute Offense nicht unbedingt braucht. Der Artikel zeigt, dass es sich quasi in der Waage hält.

  3. Flashmaster

    |Author

    Ich bezog mich da nur auf die Playoffs und da zeigte sich eben, dass im Westen im Schnitt das offensive Niveau hoeher ist als im Osten, dafuer im Osten das Defensivniveau im Durchschnitt hoeher ist.
    Natuerlich liegt es unter anderem auch daran, dass durch ein schlechtes Offensivniveau die Defensive staerker aussieht. Zur RS kann ich dir in dem Fall leider nichts sagen. Da muesste ich erstmal wieder ein paar Stunden Zahlen waelzen.

    Danke fuer das Feedback! Ich glaube ich habe mich da nicht ganz klar ausgedrueckt, denn mein Fazit soll eigentlich aussagen: “ohne Top Offense und Top Defense keine Championship”.


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