NBA, Podcast, Wired

Preview-Review Part 1

Go-to-Guys Wired #172

In Folge 172 unseres Podcasts befasst sich Host Jonathan Walker mit den Redakteuren Julian Lage und Sebastian Seidel mit dem ersten Teil der Preview-Reviews. Vor Saisonbeginn hatte es eine Wired-Folge zu jedem Team gegeben. Mit den Prognosen und Einschätzungen dieser Folgen setzen wir uns nun, kurz vor dem Ende der regulären Saison, auseinander. In Part 1 werden die Saisons folgender Teams besprochen: Hornets, Jazz, Knicks, Magic, Mavs, Pistons, Raptors, Rockets, Suns und Wizards.

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12 comments

  1. Avatar

    Coach K

    Ich habe im Moment wenig Zeit, deswegen frage ich mal in die Runde, lohnt es sich anzuhören?
    wann sind den die Magic dran?

  2. Julian Lage

    Ob es sich lohnt, müssen andere beurteilen… Die Magic müssten ungefähr bei Minute 20 sein, da jedes Team ca. 6 Minuten dauert.

  3. Poohdini

    Fand die Diskussion um die Hornets sehr interessant. Bin da aber eher auf Jonathans Seite. Ich frage mich nach wie vor, warum die W-L-Bilanz mehr Aussagekraft haben soll als das Net Rtg bzw das MOV.

    Die NBA hat trotz ihrer vielen Ballbesitze, Spiele und der daraus folgenden großen Sample Size immer noch einen großen Einfluss durch Zufall. Gerade enge Spiele, die innerhalb von ein zwei Possessions liegen, unterliegen immer noch sehr stark “Glück” und “Pech”. Bei Spielen, die mit größeren Differenzen enden, ist dieser Einfluss deutlich geringer. Dort kann man Teamstärken viel eher ablesen.

    Deshalb halte ich nach wie vor NetRtg als besseren Indikator als W/L. Gerade auch, wenn man sich anschaut, wie viele knappe Spiele die Hornets verloren haben, bestätigt dies den Eindruck, dass sie stärker spielen als es ihre Bilanz aussagt.

    Ansonsten habt ihr inhaltlich zur Charlotte alles notwendige gesagt.

  4. Avatar

    STAT

    Könntest du das nähers erläutern? Ich verstehe das nicht ganz.

    Mal meine Gedanken dazu:
    Jedes Team hat 48 Minuten lang Zeit sich in eine Position zu bringen, um ein Spiel zu gewinnen. Das ist relativ viel Zeit. Wenn der Gamewinner 7x auf dem Ring tänzelt bevor er rein geht, hat das absolut nichts mit Glück zu tun. Das steht bereits fest nachdem der Ball die Hand verlassen hat. Letztendlich hat dahingehend jedes Team das Glück in der eigenen Hand. Alles unterliegt physikalischen Gesetzen. Es ist immer eine Frage der Qualität und selbst wenn Drummond einen Dreier trifft kann man so argumentieren, denn er hat in diesem Moment alles richtig gemacht damit der Ball rein geht. Wenn jemand den Ball über das gesamte Feld wirft und trifft ist es genau gleich oder wenn z.B. ein Spieler heiß läuft von dem man es eher nicht erwartet. In diesem Moment wurden alle Voraussetzungen geschaffen um Erfolg zu haben. Selbst wenn 5 Würfe vom gleichen Spieler in den Korb schauen und wieder raus springen verhält es sich gleich. Das ist kein Pech, sondern der Wurf wurde nicht 100% korrekt ausgeführt.

    In der letzten Possession hat die verteidigende Mannschaft einen Nachteil weil sie reagieren muss. Der Angreifer kann agieren. Ist der Angreifer zu stark ist man selbst schuld. Das der Gegner die letzte Possession hat, ist das Resultat einer Verkettung von Ereignissen von Minute 1-48 und hier hat jeder die Fähigkeit aktiv einzugreifen und dies zu seinem “Glück” zu beeinflussen.

    Einzig auf Schiedsrichterentscheidungen hat ein Team keinen Einfluss und selbst das stimmt nicht ganz. (Image, Stimmung, Superstar => unterbewusste Beeinflussung)
    Viel mehr ist es doch ein Qualitätsnachweis knappe Spiele zu gewinnen (Nervenstärke, Mentalität, Setplays, ect.) als umgekehrt. Wenn ein Spieler oder ein Team clutch ist, hat das direkt mit der individuellen Qualität der einzelnen Spieler zu tun als auch mit der kollektiven Zusammenarbeit des Teams, letztendlich der Gruppendynamik. Wahre Stärke zeigt sich doch erst in den größten Drucksituationen oder wenn man mit dem Rücken zur Wand steht.

    Wenn ein Team dann viele Spiele knapp verliert hat das Ursachen wie z.B. der Gegner war stärker oder im eigenen Team fehlt die Qualität. Ich finde es ist eine größere Qualität ein Spiel zu closen als ein gutes Net Rating zu haben. 5 € für das Phrasenschwein: “Am Schluss geht es immer nur um Sieg oder Niederlage” oder “ein gutes Pferd springt nicht hoeher als es muss”.

    Ein Franchiseplayer bekommt ja nicht grundlos am Schluss häufig den Ball in die Hand um das Spiel zu gewinnen. Bei den Hornets finde ich diesen irgendwie nicht und ich würde eher dazu tendieren, dass es eben u.a. an dieser fehlenden Qualität liegt warum viele knappe Spiele verloren werden. Coaching wäre natürlich auch noch ein wichtiger Faktor auf den man schauen müsste.

    Bei allem Respekt. Wenn ein Coach die Lösung für die Niederlagen im Glück oder Pech sucht, dann hat er den Beruf verfehlt. Das ist Ursache und Wirkung. Es hat schon einen oder mehrere Gründe warum etwas nicht funktoniert und wenn wie in so einem Fall häufiger das Gleiche nicht klappt, sollte man mit der Analyse des Problems ein wenig tiefgründiger nachschauen.

    Liege ich da falsch?

  5. kdurant35

    Persönlich glaube ich das es hierfür keine einheitliche Antwort gibt.

    Closen gehört ebenso zum Spiel wie der Rest. Nur reden wir oft von kleinen sample size. Deshalb ist der Faktor Glück oft dabei. Gibt aber auch Teams bei denen das jahrelang so aussieht. Utah hatte soweit ich mich erinnere die letzten beiden Jahre jeweils ein deutlich besseres NetRat als die Bilanz es ausdrückt. Als junges Team das in den letzten Minuten oft überfordert wirkte ist das dann vielleicht doch aussagekräftiger als bei anderen Teams. Ähnlich die Wolves in diesem Jahr. Wenn man mit solcher Regelmäßig einbricht ist das wohl fehlende Qualität/Erfahrung in bestimmten Situationen.

    Gerade bei jungen Teams sind das dann natürlich Dinge die abstellbar sind. Wenn jedoch die offensiven Optionen in der ct fehlen und sich Teams z.B. über Tiefe immer wieder im Spiel halten wird dies schwerer und kann die Bilanz über lange Zeit drücken.

  6. Avatar

    STAT

    Dann ist die Ursache in deinem Beispiel möglicherweise die Unerfahrenheit der jungen Spieler. Was hat das mit Glück zu tun?

    Ist Unerfahrenheit eine Schwäche eines Teams oder eine schlechte Fügung des Schicksals? Definieren wir Glück anders und verstehe es deshalb nicht?

  7. Julian Lage

    Dass NetRtg wirklich der _bessere_ Indikator ist, würde ich immer noch stark bezweifeln, die Memphis-Debatte hat da denke ich einige Argumente widerlegt. Es ist einfach so, dass es bei nem Blowout letztendlich niemanden kümmert, ob es -12 oder -25 sind und das teilweise nur etwas über die Garbage Time Lineups aussagt… Knappe Spiele wirklich zu gewinnen ist aber nicht nur Glück.

    Zustimmen würde ich der Aussage, dass die Wahrheit vermutlich meistens irgendwo zwischen realer Bilanz und NetRtg/Mov usw. liegt. Aber gerade dann ist es interessant, die Hintergründe genauer zu untersuchen. Deswegen finde ich Cody Zellers individuelle Bilanz (bei Aufnahme glaube ich 26-22, jetzt 28-22) auch so bemerkenswert, weil sie eigentlich die ganzen Probleme erklärt.

  8. Avatar

    abcd12

    Ich habe mir jetzt erstmal (aus nachvollziebaren Gründen :mrgreen: ) nur den Wiz-Teil reingezogen und daher eine Anmerkung.

    Es ist richtig, dass die Bank jetzt nach dem ASB tiefer geworden ist. Was nicht richtig ist ist die Aussage, dass das Team jetzt dadurch besser geworden ist. Genaugenommen läuft es insbesondere in der Defense seitdem richtig schlecht.

    Jennings und Bogdanovich haben Satoranski und Oubre (der jetzt allerdings wieder mehr PT bekommt) aus der Rotation verdrängt. Mahinmi hat Smith (der ein wichtiger Glue Guy des Teams ist bzw. war) aus der Rotation verdrängt.

    Das per se sollte eigentlich kein Poblem darstellen, aber die drei Spieler haben auch immer PT mit den Startern gesehen und sich dann vor allem defensiv und durch Hustle eingebracht, was jetzt fehlt. Bogdanovich und Jennings erhöhen da eher die offensive Firepower, was aber mit Wall, Beal und Porter nicht wirklich notwendig ist. Morris und Gortat slumpen im Moment auch extrem, sodass die S5, so stark sie auch bis zum ASB war, jetzt in der Regel schlecht spielt und Rückstände aufbaut.

    Generell war ich vor dem ASB sehr viel optimistischer, als ich es jetzt bin und es sieht im Moment so aus, als hätten die Wiz zum falschen Zeitpunkt gepeaked.

  9. Jonathan Walker

    |Author

    Julian hatte schon ganz gut geschätzt. Orlando wird ab Minute 22:30besprochen.

    Frage: Wie siehst du es bei einem unabsichtlichen Bankshot, der reingeht? Ist das auch kein Glück, weil der Spieler immerhin den Skill hat, den Ball grob Richtung Korb zu feuern?

    Was ich damit sagen will: Es gehen auch Würfe rein, bei denen die Bewegung nicht “100% korrekt ausgeführt” wird. Jeder, der selbst mal gespielt hat, kennt das Gefühl. Ein Wurf kann perfekt durch’s Netz rauschen – aber man hat bemerkt, dass sich die Bewegung eigentlich gar nicht so perfekt angefühlt hat. Der Bankshot, der nicht angesagt wird, ist das Extrembeispiel: Der Wurf geht rein, obwohl man so weit am Korb vorbei geworfen hat, dass der Ball zufällig das Brett im passenden Winkel getroffen hat. Es liegt also nicht (nur) am Skill, sondern (auch) am Zufall.

    Ich denke, selbst bei Profis passiert noch so viel “zufällig”, dass selbst nach 48 Minuten nicht zwingend das “bessere” Team als Sieger vom Platz geht. Darauf wollte Phil hinaus, und ich stimme ihm zu.

    Was das Net-Rtg und ähnliche Stats angeht, sollte man aber auch Julians Anmerkungen beachten. Gerade bei Blowouts macht es einen riesen Unterschied, ob man ein Team hat, das immer weiter kämpft, oder eines, das dann auch einfach mal abschenkt und es gut sein lässt.

    Vielen Dank für die Anmerkung, Steffen! Genau für solche Kommentare haben wir hier die Experten :tup:

  10. Avatar

    STAT

    Wenn der Spieler den Ball bewusst in Seitenaus werfen möchte und dabei in den Korb trifft ist das ein anderes Thema über das wir eine Doktorarbeit schreiben können.

    Wenn ein Spieler bewusst den Korb treffen möchte, tut er dies beabsichtigt. Dabei ist es völlig egal auf welchem Weg der Ball in den Korb findet. In diesem Moment gilt lediglich wie der Spieler den Ball wirft. (Stärke, Timing, etc.) Tut er das genauso, das der Ball rein geht, hat das nichts mit den Basketballgöttern zu tun, sondern mit Erfolg welcher verschiedene Ursachen hat.

    Ich glaube wir interpretieren die Begriffe hier komplett anders. Das bessere Team ist IMO immer das was am Ende des Tages einen Punkt mehr hat. Wenn die Suns morgen die Warriors per Bankshot schlagen waren die Suns an diesem einen Tag besser und das sogar nachweislich! Sonst hätten sie ja nicht gewonnen. D.h. nicht das die Suns die Warriors in einer Best-of-7-Serie schlagen würden. Die Warriors dürtfen wohl mehr Potential haben. Am Schluss geht es aber Punkte und das entscheidet wer in diesem Moment, an diesem Tag, die bessere Mannschaft war. Das ist das Ziel von Leistungssport.

    Bsp.:
    Pistons vs Grizzlies
    Die Pistons vermasseln beim Stand von 92:90 ihren letzten Angriff und der Ball landet bei Matt Barnes. Barnes läuft los, denkt, wirft von der Mittellinie, macht dabei alles richtig und hat Erfolg. Das ist Kausalität und dabei können viele Faktoren eine Rolle spielen.

    Ich glaube das die Tabelle nach 10 Spieltagen eine Momentaufnahme ist. Ich glaube auch das sie das nach 82 Spielen ist, aber letztendlich gibt sie genau das wieder was in diesem Zeitraum geleistet wurde. Die Hornets mögen vielleicht nicht generell in der Crunchtime schlecht sein, aber in einem gewissen Zeitraum waren sie es. In der Tabelle kann man das nachlesen und das ist das Einzige was wir beweisen und messen können.

    Vielleicht haben die Hornets laut dem Netrating mehr Potential als die das Tabelle sagt. Das mag sein. Aber die Tabelle drückt in diesem Fall auch aus, dass die Hornets ihr Potential nicht gut genug in einzelnen Spielen und in engen Situationen ausschöpfen. Ansonsten hätten sie mehr Siege. Vom guten Netrating können sich die Hornets keine Playoffs kaufen und alleine das zeigt doch das die Tabelle mehr “wert” ist. Wer nach 82 Spielen nicht auf Platz 8 steht hat es auch nicht verdient. Auch nicht mit einem besseren Netrating als jenes Team das auf Platz 8 steht.

  11. Julian Lage

    Interessanter Hinweis, ganz so eng sind wir da natürlich nicht dran… Trotzdem würde ich diese Probleme auch auf die Abstimmungsschwierigkeiten zurückführen, die sich mit praktisch drei neuen Spielern für die Bank automatisch ergeben. Außerdem sollte ein fitter Mahinmi der defensiv beste Spieler der Wizards sein, so dass die Balance auch wieder einigermaßen stimmt. Gortat hat sicher auch die Entlastung bei den Minuten gebraucht. Und zumindest statistisch ist Bogdanovic ja auch voll eingeschlagen?!


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