Draftprofile 2017

Markelle Fultz

Washington Huskies
© TonyTheTiger

Datenblatt

Name: Markelle Fultz

Geburtsdatum: 29.05.1998

Größe: 6’4”

Gewicht: 195 lbs

Spannweite: 6’9‘‘

Position: Playmaker

Team: Washington Huskies

 

Überblick

Stärken/Schwächen | Scouting-Logbuch | Spielervergleich | Videos | Wichtige Spiele | Artikelempfehlungen | Statssektion | Trivia | Twitter

Stärken

Schwächen

+ Bodyframe

+ Defensivpotential

+ Offensive Vielseitigkeit

+ Schnelligkeit

– Shooting

– Defensivverhalten

 

Scouting – Logbuch

In diesem Jahr scheint Markelle Fultz genau das zu sein, was Ben Simmons in der vergangenen CBB-Saison war. Mit dem Vergleich beider soll nicht nur auf die potentielle Draftposition abgezielt werden, denn wie auch Simmons im Vorjahr ging Fultz an seiner Universität seinen eigenen Weg. Auch im Falle des Huskies-Freshman beeinflusste seine Entscheidung gegen die talentierten Teams der Duke Blue Devils oder Kentucky Wildcats seinen Draftstock nicht negativ. Sein Skillset konnte der Playmaker in Washington frei entfalten und so gelang es ihm beeindruckende Zahlen aufzulegen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir trotz eindrucksvoller Leistungen auf ein Tournament-Bid des voraussichtlichen Top-Picks verzichten müssen. Denn nach Fultz kam personell lange nichts bei den Huskies.  

Basics

Allein mit seinem Auftreten weiß der Washington Freshman bereits zu beeindrucken. Mit einer Größe von 6’4” bringt er gute Voraussetzungen für das nächste Level mit. Seine Armspannweite von 6’9” kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Kombination der beiden Messgrößen sorgt für einen sehr breiten Bodyframe. Obwohl es diesem Frame noch an Masse mangelt, wirkt Fultz sehr robust und lässt sich durch Kontakt nur selten aus dem Konzept bringen. Auch wenn einige zusätzliche Pfunde in der NBA nicht schaden dürften, bringt er auch hier gute Grundlagen mit. Abgerundet wird das Ganze durch seinen schnellen ersten Schritt. 

Playmaking

Neben dem schnellen ersten Schritt verfügt Fultz über ein sehr flüssiges Ballhandling. Mit dem Ball in der Hand wirkt der junge Playmaker sehr souverän. Sein gutes Ballgefühl in Verbindung mit seiner Schnelligkeit öffnet seinen Mitspielern Räume. 

Auch seine Übersicht kann sich wirklich sehen lassen. Er trifft oft schnelle und gute Entscheidungen. 

Weitere Advanced-Passing-Skills zeigt er in Szenen wie dieser:

Man bekommt insgesamt den Eindruck, dass der Freshman durchaus gewillt ist seine Mitspieler einzubeziehen. Seine Assistzahlen (6,6 in 40 Minuten) könnten sogar noch höher ausfallen. Das Problem ist hier sein unterdurchschnittliches Team, das seine Anspiele oft nicht zu verwerten weiß.

Für Washington war Fultz das Zentrum nahezu jeder Offensivaktion und wurde an manchen Stellen dazu gezwungen fast zu viel Verantwortung zu übernehmen. Die Huskies sind davon abhängig, dass Fultz kreiert und dabei oft selbst abschließt. Aktuell verzettelt er sich aus diesem Grund auch immer wieder in 1-gegen-1-Situationen. Die Offensive kommt dadurch immer wieder zum Erliegen. Bessere Mitspieler könnten hier jedoch Abhilfe schaffen. Auf der anderen Seite wäre es jedoch ebenfalls denkbar, dass er selbst dann nicht von diesem Trend abkehrt. 

Scoring

Auch hier sei wieder sein schneller erster Schritt erwähnt. Fultz ist immer im Attack-Mode. Und seine Fähigkeiten beschränken sich dabei nicht nur auf Straight-Line-Drives, wie diesem: 

Vielmehr arbeitet er sehr gut mit Körpertäuschungen: 

Weiterhin sorgen auch seine Dribble-Moves für gute Abschlüsse. Seine beste Waffe ist dabei sein Spinmove: 

Beim Abschluss gegen größere Gegenspieler scheut der 6’4”-Mann zudem keinen Kontakt. 

Doch nicht nur sein Drive macht Fultz so gefährlich. Sinkt sein Verteidiger zu tief ab, so kann Fultz jederzeit aus der Mitteldistanz abdrücken: 

Er muss dabei nicht einmal den Ball in der Hand haben. Vielmehr kann er auch als Spot-Up-Option eingesetzt werden. 

Es sollte dabei jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass seine Freiwurfqoute für einen Playmaker durchaus zu wünschen übrig lässt. Mit gerade einmal 65% von der Linie sollte die Frage gestellt werden, ob sein Wurf wirklich NBA-Reife besitzt. Fakt ist, dass es sich bei dem Freshman zumindest um einen wirklich guten Rhythm-Shooter handelt.  

Seine 41% von hinter der Dreipunktlinie sorgen für eine zusätzliche Dimension in seinem Game. Es sollte also auch im NBA-Alltag nicht möglich sein, ihn an der Dreierlinie unbeachtet zu lassen.

Defense 

Bei der Beurteilung seiner Verteidigung sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass sein hohes Offensiv-Volumen nur auf Kosten der von einem reduzierten defensiven Einsatz möglich ist. Es ist also durchaus denkbar, dass Fultz aktuell nicht sein volles Defensivpotential abruft. 

In der Verteidigung dominiert der Playmaker deswegen lange nicht im selben Maße, wie dies am offensiven Ende der Fall ist. Dabei sind seine Grundlagen mit seiner guten Länge und lateralen Geschwindigkeit sehr gut.

Gerade einfache Fastbreak-Punkte des Gegners will er dabei zu fast jedem Preis verhindern. So sind Chasedown-Blocks wie dieser keine Seltenheit:

Im Setplay wirkt sein Einsatz im Gegensatz dazu deutlich niedriger. Er wirkt oft nicht motiviert genug. Die oft genutzte Zonen-Verteidigung erlaubt es ihm zusätzlich auch Blöcke nicht mit letzter Konsequenz verteidigen zu müssen. 

Dabei deutet er oftmals echtes Potential an. Seine Spannweite weiß er gut einzusetzen und er ist in der Lage seinen Gegenspieler vor sich zu halten. 

Zudem ist er dank seiner guten Hände und einem tollen Timing in der Lage den Balldieb zu spielen. Ballgewinne, wie dieser, deuten einmal mehr sein Potential an. In seiner Huskies-Zeit waren diese jedoch Mangelware:

Was diese Kritik zeigen soll, ist nicht, dass es sich bei Fultz um einen Unsicherheitsfaktor in der Verteidigung handelt. Es geht vielmehr darum, wie schwer eine Evaluation am defensiven Ende unter den gegebenen Vorzeichen (hohes Volumen in der Offense und häufige Zonenverteidigung der Huskies) ist. 

Spielervergleich 

Die prognostizierten Unsicherheiten machen einen kompletten Vergleich an beiden Enden schwer. Offensiv erinnert Fultz an Brandon Roy. Mit seiner Stärke im Drive und einem soldien Mid-Range-Game könnte er zu einem ähnlich vielseitigen Scorer werden. Sollte sein Fokus hingegen mehr auf dem Playmaking liegen und sein Wurf sich nicht gänzlich in die NBA übertragen lassen, so wäre auch eine Entwicklung in Richtung Dwyane Wade möglich. Genau das wäre wohl auch das Optimum für den jungen Ballhandler. Auf einem solchen Level dürfte er sich mindestens zu einem Co-Star eines Contenders etablieren können. Um die Show jedoch alleine zu übernehmen, scheint er jedoch nicht prädestiniert. Ansonsten hätte er seine Huskies zu mehr Siegen führen können. Sollte er es nicht in die Riege der All-Stars schaffen, wäre eine Rolle in Richtung Jrue Holiday denkbar. Ein solider Starter, der ordentliche Scoring-Fähigkeiten und Playmaking mitbringt.  

Videos

Wichtige Spiele mit aufschlussreichem Matchup

Artikelempfehlungen

“I think we would be No. 1 in the country. We would have gone to the (NCAA) tournament and won the tournament”

Markelle Fultz lived up to the hype for UW. So why did Huskies fail to deliver?

Statssektion

International: 

2016 FIBA Americas Championship:

13,8 PPG, 4,0 RPG, 5,2 APG, 3,2SPG, 6-18 3p%, 54,7 FG%, 62,5 TS%

High School: 

19,1 PPG (Senior Year), 16,5 PPG (Junior Year)

McDonalds All-American: 

10 PTS, 6 AST, 4 REB, 3 STL, 1 TO in 15 Min

Jordan Brand Classics:

19 PTS (3-7 3pt%), 3 AST, 4 REB, 5 TO in 25 Min

Nike Hoop Summit:

11 PTS, 3 AST, 3 REB, 5 STL in 18 Min

Awards:

FIBA Americas Under-18 MVP (2016)

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Trivia

 

Twitter

@MarkelleF

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