NBA, Podcast, Wired

Buyers und Sellers im Osten

Go-to-Guys Wired #166

In Folge 166 unseres Podcasts diskutiert Host Jonathan Walker mit den Redakteuren Julian Lage und David Krout, welche Teams der Eastern Conference zur Trade Deadline im Februar als “Buyer” und welche als “Seller” auftreten sollten. Wer sollte jetzt alles in die Waagschale werfen, um sich für den Kampf um oder in den Playoffs noch einmal zu verstärken? Wer hat keine Chance mehr auf die Playoffs und sollte darüber nachdenken, Veteranen für Assets abzugeben und alle Weichen auf Entwicklung und einen guten Pick in der Draft zu stellen? Welche Vorkehrungen können jetzt noch für die Offseason getroffen werden – oder müssen bereits Fehler der letzten Offseason ausgebügelt werden? Wir besprechen alle Teams entlang der Standings. 

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15 comments

  1. Simon

    Wie immer toller Pod, danke :tup:

    Es wäre wirklich enttäuschend, wenn bis zur Deadline nichts größeres mehr passiert. Es gibt in beiden Conferences so viele Teams, deren Kader entweder in sich nicht passen (Sixers, Magic, Pacers, Bulls, Blazers, Thunder, Wolves, Kings) oder nicht der Situation der Franchise entsprechen (Knicks, Magic, Heat, Suns, Mavs, Kings). Dazu die Raptors (und evtl. Celtics) und ihre Suche nach dem fehlenden Puzzlestück, um den Cavs zumindest ansatzweise gefährlich werden zu können. Die Nets (hoffentlich) auf der verzweifelten Jagd nach Picks. Und einige Teams, die endlich mit voller Kraft tanken sollten.

    Ich bin echt gespannt…

    PS: Ich habe endlich mal die 1,5-fache Geschwindigkeit getestet, das ging ganz gut!

  2. Avatar

    TobyCooper

    Schliesse mich dem Lob an. Der Pod hat mir gut gefallen, fast noch besser als der vom Westen. Ich denke als Trio macht ihr den Pod belebter und dynamischer. Macht weiter so!

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    Coach K

    Sehr guter Pod. Hat mir sehr gefallen und alle Teams wurden kurz und knackig besprochen. So muss es sein. :mrgreen:
    Es freut mich auch, das ihr aktuelle Kommentare bzw. Meinungen von Fans der einzelnen Mannschaften mit rein nehmt.

  4. Avatar

    Pillendreher

    Der Spieler LeBron hat dem GM LeBron ja gesagt, dass er Unterstützung braucht. Die Cavs also wohl eher Buyer.

  5. kdurant35

    Genau. Und dann kommt Bosh noch im Sommer per Tax-MLE und der Hype um die Cavs kennt keine Grenzen mehr :-).

  6. Poohdini

    Ich sehe es grundsätzlich bzgl Boston und Toronto so wie David und Jonathan. Oder anders wie Julian^^

    Die Celtics sind eigentlich ganz gut aufgestellt, mit dem jetzigen Team um Platz 2 und mögliche CF mitzuspielen ohne die Assets abzugeben. Das Problem ist nämlich: Kein Move macht sie zum Contender, solange LeBron noch da ist und – viel wichtiger – die Warriors noch die Übermacht sind.

    Sie können evtl im Sommer Fultz draften und haben weitere Assets, mit denen sie eine neue Timeline starten. Bis der neue Kern um Fultz so weit ist, ist der Weg zum Champ evtl frei. Deshalb ruhig so weiter machen.
    Ein paar der weniger wertvollen Assets kann man trotzdem mal verwerten, damit man nicht wieder so Mist draften muss wie Rozier, Brown, Yabusele und wie sie alle heißen.

    Edit: Jetzt hab ich die Raptors vergessen. Hier sehe ich es anders. Solange sie nicht ihre komplette Zukunft opfern, fände ich einen Deal, der kurzfristig hilft, für das richtige Mittel. Sie leben sowieso nicht nach der Maxime “Championship oder nix”, von daher fände ich ein Investment jetzt genau richtig.

    Ibaka oder Millsap wären gute Optionen, ein oder zwei First Rounder klingt doch fair.

  7. Julian Lage

    Genau der letzte Punkt war doch meine Argumentation, nicht, dass sie unbedingt den Nets-Pick abgeben sollen?!

    Bei Millsap denke ich, dass die Hawks schon was dagegen haben. Ibaka klingt realistischer, auch, weil die Raptors nicht unbedingt einen echten Rotationsspieler abgeben müssten.
    Aber mir ist die Logik nicht ganz klar: Sie sind ja so auch schon direkt unter dem ‘Championship oder Nichts’-Niveau. Waren es letztes Jahr eindeutig, sind dieses Jahr auch ohne Trade vermutlich Favorit für die Conference Finals. Das heißt, die Upside eines Trades ist vielleicht 10% bessere Chancen in den Conference Semis (vmtl. gg. Boston) und noch mal ein bisschen mehr Sicherheit gegen eigene Ausrutscher oder eine etwas bessere Chance falls z.B. LeBron ausfällt.
    Das heißt nicht, dass ich einen Ibaka-Trade unbedingt für schlecht halten würde. Sullinger+Poeltl+2017 First wäre wohl auch für Orlando akzeptabel, kann man sich zumindest einreden, man hätte nach oben getradet. Die Raptors hätten dann mittelfristig vermutlich den Pseudo-Contender-Status gesichert, aber spätestens nach den neuen Verträgen für Lowry und Ibaka kaum mehr Potential für mehr…

  8. Simon

    Dass die Knicks darüber nachdenken, ist ja kein Wunder. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Cavs darüber nachdenken. Aus deren Sicht würde ich das niemals machen.

  9. kdurant35

    @Julian

    Boston seh ich ebenso. Wenn George oder Butler auf dem Markt sind wäre ich bereit einiges abzugeben. Ansonsten gefällt mir die Möglichkeit kurz- oder langfristig zu planen. Ob und wie man das Cap bzw. den Pick dann in der Offseason nutzen kann wird wohl wegweisend werden.

    Zu Toronto:
    “Das heißt nicht, dass ich einen Ibaka-Trade unbedingt für schlecht halten würde. Sullinger+Poeltl+2017 First wäre wohl auch für Orlando akzeptabel, kann man sich zumindest einreden, man hätte nach oben getradet. Die Raptors hätten dann mittelfristig vermutlich den Pseudo-Contender-Status gesichert, aber spätestens nach den neuen Verträgen für Lowry und Ibaka kaum mehr Potential für mehr…”

    Wenn dieser Trade zustande käme würde ich das aus Raptors Sicht sofort machen. Klar garantiert das keine Meisterschaft, doch Toronto hat 20 Jahre gebraucht um einmal in die CF zu kommen. Wenn man das in den nächsten jahren öfters schafft und noch ein kleines Fenster offen hat in die Finals zu kommen und dann um den Titel zu spielen ist das doch ein großer Erfolg. Mir fällt es schwer einen Weg zu sehen, der in den nächsten Jahren erfolgsversprechender ist. Denn Lowry und DeRozan werden auch nicht Jünger. Dazu hätte man ja noch einen zweiten Firstrounder in ähnlicher Draftposition und hätte mit Ross und Powell noch junge Assetts. Dazu würde die Timeline mMn ganz gut passen. Selbst wenn Lowry und Ibaka einen 5-Jahresvertrag bekämen würden diese Verträge und der von DeRozan kurz hintereinander auslaufen. Das wäre dann ein guter Zeitpunkt um die Kaderplanung ganz neu zu gestalten.
    Millsap halte ich zwar für den besseren Spieler wie Ibaka, bei letzterem find ich aber sehr interessant, dass er eher auch auf der 5 auflaufen kann. JV musste in der Saison wegen seiner schwachen P&R Verteidigung in der Chrunchtime oft auf der Bank sitzten. Das Big-Man Duo Ibaka/Patterson fänd ich eine gute Alternative zu Bebe. Toronto wäre da deutlich flexibler aufgestellt als bisher.

  10. Simon

    http://www.espn.com/nba/story/_/id/18553325/new-york-knicks-pitch-carmelo-anthony-kevin-love-rebuffed-cleveland-cavaliers

    Die Situation von Boston/Toronto sehe ich ähnlich wie die meisten hier: ihre Timelines sind vollkommen unterschiedlich. Torontos Fenster schließt sich, Lowry und DeRozan werden vielleicht nie wieder so gut sein wie in dieser Saison. Man sollte versuchen, den Rest ihrer Prime so gut wie möglich zu nutzen, selbst wenn es am Ende zu keinem einzigen Finals-Einzug reichen sollte.

    Außerdem könnte man argumentieren, dass die Raptors-Starting5 mit Millsap auf 4 von 5 Positionen stärker wäre als die der Cavs: Lowry/Irving, DeRozan/Smith, Millsap/Love (wenn auch knapp), Valanciunas/Thompson. Gut möglich, dass das gegen LeBron und Playoff-Kyrie immer noch nicht reicht, aber es ist einen Versuch wert.

    Boston hat zwar zur Zeit Isaiah Thomas auf dem Höhepunkt seiner Leistung, ist aber trotzdem noch nicht unter Zeitdruck. Thomas, Horford, Bradley, Crowder können dafür sorgen, dass die Celtics in den nächsten 2 bis 3 Jahren relevant und für Free Agents attraktiv bleiben. Man hat dann sehr wahrscheinlich jeweils einen Top3-Pick aus den Jahrgängen 2016/17/18 im Kader, das könnte potentiell für die nächsten 10+ Jahre ein Championship-Kern sein. Dazu 2019 die Picks der Clippers und Grizzlies, deren Stars dann alle (und teilweise weit) über 30 sein werden.

    Wenn ein Superstar “günstig” zu haben wäre, wäre das natürlich super. Aber für alles andere würde ich diese Zukunft nicht aufgeben. Nicht für Millsap (Millsap/Horford hatten mit Lowry/DeRozan keine Chance gegen die Cavs, dann würde ich auch nicht auf diesen Frontcourt plus Thomas/Bradley setzen), nicht für Ibaka, und natürlich erst Recht nicht für Anthony.

    Edit: Das einzige Problem ist: man konkurriert jetzt mit Prime-LeBron, in 3 Jahren dann mit Prime-Embiid :mrgreen:

  11. Poohdini

    Zustimmung. Ich halte sowieso JV irgendwie noch für den größten Schwachpunkt. Sowieso faszinierend wie gut die Raptors sind, obwohl dort JV und Siakam starten.
    Ibaka würde dieses Jahr gut passen.

    Julian: Ja, sorry, dann habe ich die wahrscheinlich falsch verstanden. Ich dachte, du wolltest (abseits des Nets Picks) weitere Assets aufgeben, jetzige und zukünftige.

  12. Jonathan Walker

    |Author

    Danke fürs Lob! 1,5-fache Geschwindigkeit kann ich mir persönlich nicht vorstellen… Das kann doch nur funktionieren, weil ich manchmal so langsam vor mich hinlaber, dass es mit 1,5-facher Geschwindigkeit erst flüssig wird :mrgreen:

    Danke dir! Ja, zu dritt gefällt uns auch besser, einfach da es tendenziell mehr Meinungen und Kontroverse gibt und es nicht nur ein einfaches Hin und Her ist.

    Für den Westen war tatsächlich auch David eingeplant gewesen, der dann leider kurzfristig absagen musste.

    Kurze und knackige 100 Minuten, so sehen wir das auch 8-)

    Danke! Die geballte kommunizierte Expertise hier im Forum muss ja auch irgendwo Anwendung finden.
    Und offensichtlich kommen ja auch immer weitere User nach, wie man in diesem Thread wieder bei dem neuen User harzi sehen kann. Willkommen im Forum! :tup:

    Nate Duncan hat interessanterweise für den Trade aus Sicht der Cavs argumentiert und ich fand das recht überzeugend. Hauptargumente, die mir im Kopf geblieben sind:

    1. Für die Cavs sind nur die Warriors als Gegner interessant – und gegen die stinkt K-Love immer ab. Bis auf wenige Szenen war Love in den Finals relativ unbedeutend.
    2. Anthony ist defensiv maximal so schlecht wie Love, eher besser
    3. Anthony kann Switches tendenziell besser bestrafen als Love
    4. Anthony wird neben James und Kyrie eher wie im Team USA spielen
    5. Love ist mehr wert (da jünger und längerer Vertrag), weshalb die Cavs noch einen weiteren Spieler der Knicks verlangen könnten, um den Cavs Tiefe zu geben

    Ich halte es grundsätzlich auch für keine gute Idee, den amtierenden Meister für einen Ex-Star auseinanderzureißen – aber die Argumente sind teilweise nicht von der Hand zu weisen. Interessant wäre es allemal.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Valanciunas überhaupt der bessere Spieler als TT ist. Offensiv sicher versierter, aber in allen anderen Aspekten des Spiels stinkt er doch gegen Thompson ab. Defensiv ist Thompson in der heutigen NBA unglaublich wertvoll, da er Hedgen/Switchen und gleichzeitig den Ring noch etwas beschützen kann. Dazu sein Rebounding und Rim-Running. Valanciunas’ Post-Game halte ich dagegen für vernachlässigbar.

    Wenn man schaut, welchen Spieler sowohl die Cavs als auch die Raptors besser brauchen können, fällt die Wahl noch einfacher.

    “Gut” ist ja auch relativ. Es ist doch bezeichnend, dass Toronto eine Top-3 Offense, aber auch eine Bottom-10 Defense hat. Daran ist Valanciunas (neben z.B. auch DeRozan) sicher nicht ganz unbeteiligt – also an beiden Enden.

  13. Simon

    Wenn die Knicks tatsächlich noch Thomas oder Holiday oder Hernangómez drauflegen würden, dann könnte ich mir die Sache schon eher vorstellen. Das Argument wäre ansonsten ja, dass die Cavs so vielleicht in diesem Jahr etwas besser, in den kommenden 3 Jahren aber schlechter wären. Natürlich kann ihnen das möglicherweise auch egal sein. Wenn sie Anthony nach dieser noch eine weitere gute Saison zutrauen, könnte LeBron nach dem Threepeat abtreten und nach ihm kommt die Sintflut ;)

    Ich verstehe aber durchaus auch die sportlichen Argumente im Matchup gegen die Warriors. Allerdings gibt es denke ich auch Aspekte, die eher für Love sprechen: er ist ein (mit Abstand) besserer Rebounder als Anthony, sowohl defensiv als auch offensiv. Und man kann ihn im Gegensatz zu Melo auch auf die 5 stellen. Außerdem ist er stärker im Pick&Pop und der bessere Spotup-Schütze. Ob ihn das gegen die Warriors allerdings zu einem besseren (oder zumindest gleich guten) Fit macht wie Anthony weiß ich natürlich nicht.

    Deswegen habe ich mich ja nicht über “man könnte argumentieren” hinausgetraut ;) Na gut, du hast / ihr habt mich überzeugt. Trotzdem wäre man dann immerhin auf 3 Positionen stärker. Aber so wird natürlich kdurants Argumentation pro Ibaka stärker, Lineups mit ihm auf der 5 fände ich wirklich interessant (auch bei den Magic). Außerdem könnte er günstiger zu haben sein als Millsap, falls Hennigan nicht aus Prinzip darauf besteht, für ihn genauso viel Gegenwert zu bekommen, wie er nach OKC geschickt hat (in diesem Fall würde man ihn im Sommer ganz ohne Gegenwert gehen lassen müssen).


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