Houston Rockets, Playoffs 2016

Videoanalyse: Dwight Howards Offense

Wie agiert der Center bisher gegen Golden State?

Dwight Howards Offensive ist seit seiner Ankunft in Houston ein Thema. Daryl Morey war eigentlich davon ausgegangen, dass er einen zweiten Franchise Player neben James Harden an Land gezogen hatte. Stattdessen ist Howard zu großen Teilen ein Rollenspieler, der Harden nicht entlasten kann.

Bereits innerhalb dieser Saison hatten wir darauf geschaut, was Howard offensiv gut macht und welche Baustellen es noch gibt. Diese Baustellen wurden auch innerhalb der Saison nicht bearbeitet und so sieht Howards Offensive weiterhin aus wie Stückwerk, auch wenn die Warriors offensiv gar kein so schlechtes Matchup sind. Das Video arbeitet nochmals heraus, wie Howard sich in seinen Go-to-Plays schlägt, was die Rockets machen sollten – und woran auch Dwight Howard noch arbeiten muss.

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5 comments

  1. Julian Lage

    Wirklich interessante Videoanalyse, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob ich deiner Grundannahme zustimme: Will ich wirklich (noch), dass Howard eine große offensive Rolle hat und zentral in Set Plays eingebunden wird? Ist nicht vielmehr das Problem, dass er sich als Star sieht und entsprechend viele Touches will, obwohl das nicht unbedingt die beste Option ist?
    Er hat diese Saison immerhin die höchste FG% seiner Karriere, allerdings bei den wenigsten Versuchen, auch per36/Poss, seit der Rookie-Saison. Das ORtg ist auch nah am Career-High (111 zu 113). Was genau würdest du dir von ihm bzw. dem Rockets-System mehr erhoffen?

  2. Dennis Spillmann

    |Author

    Wirklich interessante Videoanalyse, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob ich deiner Grundannahme zustimme: Will ich wirklich (noch), dass Howard eine große offensive Rolle hat und zentral in Set Plays eingebunden wird? Ist nicht vielmehr das Problem, dass er sich als Star sieht und entsprechend viele Touches will, obwohl das nicht unbedingt die beste Option ist?
    Er hat diese Saison immerhin die höchste FG% seiner Karriere, allerdings bei den wenigsten Versuchen, auch per36/Poss, seit der Rookie-Saison. Das ORtg ist auch nah am Career-High (111 zu 113). Was genau würdest du dir von ihm bzw. dem Rockets-System mehr erhoffen?

    Die Rockets brauchen einfach mehr Gefahrenpotenzial. Sie sind zu einfach auszurechnen, weil Harden der einzige überdurchschnittliche Ballhandler ist, es an Schützen fehlt und deshalb die Offensive sehr schnell ins Stocken gerät.
    Howard stellt schon recht viele Screens (sonst käme er nicht auf die vielen Screen-Assists), aber das muss dann als Set-Play auch verankert werden und er muss abrollen. Die Rockets haben nichts davon, wenn er effizient ist, aber kein Volumen mitbringt. Howard als integraler Bestandteil des P’n’R eröffnet einfach so viele Möglichkeiten: Er bindet einen Spieler bei sich und eigentlich will man das ungerne switchen (Klay auf ihm ist witzlos). Stattdessen muss dann eine Hilfe kommen, was ebenfalls ausgenutzt werden kann.
    Howard MUSS aufposten, wenn Golden State klein geht, zwingendermaßen mit einer tiefen Low-Post-Position.
    Die Ausschnitte sind übrigens (bis auf die Alley-Oops) nicht exemplarisch, sondern wirklich ALLE Abschlüsse Howards in der Serie: sechs Post-Ups und sieben Abschlüsse als Roll Man. In drei Spielen. So hilft er den Rockets zu wenig.

  3. Julian Lage

    Ok, in Bezug auf diese Serie kann ich deine Argumente voll nachvollziehen. Die Chancen der Rockets wären auch mit besser eingebundenem Howard nicht allzu groß, aber zumindest besser.
    Ich hatte das nur schon etwas weiter gedacht: Ist es nächste Saison, ob in Houston oder sonstwo, wirklich sinnvoll, Howard intensiver einzusetzen? Bei den Rockets fehlen zur Zeit, wie du schreibst, eben auch die Alternativen. Wo auch immer er landet sollte das Team aber ausgeglichener sein. Als Block-Steller ist er natürlich immer wichtig, aber ich würde nicht allzu viele Set Plays laufen wollen, in denen Howard abschließt.

  4. Poohdini

    Dwights Probleme, eine offensive Waffe zu sein, verstehe ich zum Verrecken einfach nicht. Die Videoanalyse zeigt, dass er immer noch Gefahr ausstrahlen kann, wenn er im PnR agiert oder im Low Post, wenn GS klein geht. Natürlich ist defensiv nicht mehr auf dem Niveau von 2009, um die Small Ball Aufstellung der Warriors zu verteidigen, aber eine Option ist es trotzdem.

    Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass man mit Harden einen so exzellenten PnR Spieler hat, geht es mir einfach nicht in die Birne, warum er oder die Rockets sich weigern mehr PnR zu laufen.

    Er stellt gut Screens, ist ein super Roll Man und liefert dazu noch vertikales Spacing wie kaum andere Bigs in der Liga. Ein Harden-Howard-PnR ist selbst bei dem relativ schlechten Supporting Cast kaum zu verteidigen.

  5. Avatar

    lemanu

    Schönes Thema und gute Analyse.

    Meiner Meinung nach ist Howard dieses Jahr massiv underutilised.
    Howard hat in seinen 3 Jahren in Houston jedes Jahr um die 60% TS abgeliefert seine USG ist aber von Jahr zu Jahr geschrumpft
    (24% – 23% – 18%).
    vielleicht ist es schwierig Howards Stärken (im Grunde alle Abschlüsse nah am Ring) effizient als 1 Option einzusetzen, aber 18% USG ist in einem Team wie Houston, in dem es außer Harden kaum einen Spieler gibt der wirklich viel mit dem Ball anfangen kann eindeutig zu wenig.

    Ich habe das Gefühl Houston ist ein Beispiel dafür, wie eine zu starke Ausrichtung nach Stats in eine Sackgasse führen kann.
    James Harden ist offensiv eine MVP Kaliber und wahrscheinlich ist jedes Set das auf ihn zugeschnitten ist von den Zahlen effizienter als ein Howard Post up. Aber die extreme Ausrichtung auf Harden schadet den Rockets eindeutig.
    – es macht Houston berechenbar (was va in den play offs negativ ins Gewicht fällt)
    – Harden wird überspielt was am Ende des Spiels problematisch wird (vgl auch OKC) und ihm als Ausrede dient sich defensiv nicht voll zu engagieren


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