CBB Previews 15/16, Draft

Die besten Rückkehrer – Wings

CBB Preview 2015/16

Im zweiten Teil der Rückkehrer Serie liegt der Fokus auf den Flügelspielern, die sich für eine weitere Saison College Basketball entschieden haben. Vor allem zwei dieser Spieler könnte dabei in der kommenden Saison eine deutlich wichtigere Rolle spielen als im Vorjahr. 

Troy Williams (Indiana Hoosiers)

Bei Wing Troy Williams handelt es sich um einem extrem explosiven Athleten, der seine Schnelligkeit an beiden Ende des Feldes einzusetzen weiß. Offensiv weiß er deshalb vor allem durch seine Slasherqualitäten und weniger durch sein ausbaufähiges Shooting zu bestechen. Auch im Kreieren eigener Abschlüsse tut er sich oft schwer, sodass er häufiger durch Cuts gefüttert wird, als sich selbst einen Abschluss zu erarbeiten. Er ist am effektivsten ohne Ball (19% seiner Offensivaktionen sind Cuts) bzw. in Fastbreak-Situationen (24% seiner Offense) in denen er seine Schnelligkeit optimal ausspielen kann.

Seine wohl größte Stärke liegt allerdings im Rebounding. Dank seiner Athletik und seinem hohen Einsatz ist er hinter AJ Hammons aus Purdue der beste Rebounder unter den Rückkehrern der gesamten Big Ten-Conference. An seinen Grundlagen wird der Wing aber dennoch weiter arbeiten müssen. Gerade seine Aufmerksamkeit in der Verteidigung ist teilweise desolat, sodass er seinen Mann teilweise komplett aus den Augen verliert.  Und auch offensiv muss er lernen schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen und keine überhasteten Abschlüsse zu forcieren. 

Sviatoslav Mykhailiuk (Kansas Jayhawks)

Im Sommer 2015 ist er gerade erst 18 Jahre alt geworden und trotzdem verfügt der Ukrainer Mykhailiuk über massig Erfahrung. So bestritt er nicht nur bereits eine Saison am College, sondern hat auch schon eine WM-Teilnahme in seiner Vita vorzuweisen. Allein dieser Aspekt und die damit einhegende Upside dürften “Svi” schon jetzt für viele NBA-Teams interessant machen. Zusätzlich zu seinem Alter bringt er jedoch auch beeindruckende Maße mit. Mit 6´8″ verfügt er – gerade für einen Wing – über eine stattliche Größe. Sein Frame ist gut, jedoch fehlt es noch an Upper-Body-Strenght.

In der Offensive macht ihn sein schneller erster Schritt zu einer Gefahr beim Drive zum Korb. Er scheut allerdings, auch aufgrund der fehlenden Masse, noch den Kontakt beim Abschluss. Diese Probleme lassen sich auch auf sein Shooting übertragen. Wenn der Verteidiger eng an im dran ist, hat er Probleme hochprozentig zu treffen. Insgesamt gibt es gerade in der Offensive noch viel Luft nach oben. Diese Upside lässt sich auch auf seine Verteidigung übertragen. Mit seiner Mischung aus Länge und lateralen Schnelligkeit, könnte er zu einem sehr unangenehmen Verteidiger werden. Allerdings muss er dazu erst einmal den Beweis erbringen, starke Big-12 Spieler stoppen zu können, bevor man über eine Übertragung dieses Skills ins nächste Level nachdenkt. Die Möglichkeiten dazu sollte er in der Big 12 allerdings gegen Spieler wie Taurean Prince, Buddy Hield oder George Niang zur Genüge bekommen. 

Taurean Prince (Baylor Bears)

Eine beeindruckende Gestalt gibt auch Taurean Prince ab. Mit seinen breiten Schultern und eine Länge von 6´7.5″ bei einer 6´11″-Spannweite sollte sein Körper trotz der durchschnittlichen Schnelligkeit und Explosivität NBA-tauglich sein. Seinen zuletzt etwas wackliger Wurf zeigte sich im bei den Pan Am-Games leicht verbessert. Weiterhin liegt aber noch viel Arbeit vor dem Wing der Bears, um eine konstante Gefahr von Außen auszustrahlen.

Aufgrund seiner guten Off-Ball-Bewegungen und dem guten Drive bringt er aber das Potential mit, ein vielseitiger Scorer zu werden, der dabei nicht einmal zwangsläufig zu den ersten Scoring-Optionen gehören muss um hochprozentig abzuschließen. Gerade in Verbindung mit seiner guten Verteidigung kann ihn genau das zu einem wertvollen Spieler an beiden Enden des Courts machen. Hierbei weiß er vor allem mit seiner hohen Intensität zu glänzen. Die guten körperlichen Maße, die er mitbringt, helfen ihm dabei zusätzlich die Passwege zu verteidigen. Hier ist es allerdings auch sein starker Motor, der ihn oftmals über das Ziel hinausschießen lässt. So lässt Prince sich immer wieder zu unnötigen Fouls hinreißen. Er lebt noch zu sehr von der Energie, die er mitbringt, und zu wenig von seinem ausbaufähigen Basketball IQ. Zu oft trift er noch falsche Entscheidungen, die seinem NBA-Wert schaden dürften. Arbeitet er weiter an seinem Decisionmaking bringt er alles mit, was einen sehr guten Verteidiger ausmacht. Und das auch auf dem nächsten Level!

Watchlist: Caris LaVert (Michigan Wolverines), Nigel Hayes (Wisconsin Badgers), Tim Quarterman (LSU Tigers), Isaac Copeland (Georgtown Hoyas), Jake Layman (Maryland Terrapins) 

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